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Sommerferien-Kalender ab 2025 jetzt öffentlich: Söder setzt sich (mal wieder) durch

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Die Sommerferientermine für die Jahre 2025 bis 2030 in ganz Deutschland sind nun öffentlich, nachdem die Kultusministerinnen und -minister der Länder sich bereits Ende der Woche darauf verständigt hatten. Bayern und Baden-Württemberg gehen, mal wieder, als Sieger aus dem Streit um die schönsten und konstantesten Ferientermine hervor: Es bleibt dabei, dass sich die Südländer am rollierenden System der KMK nicht beteiligen. Insbesondere Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) darf sich freuen.

Süddeutsche Familien dürfen sich über die neue/alte Sommerferien-Ordnung freuen. Foto: Shutterstock

Am Montag veröffentlichte die Kultusministerkonferenz (KMK) den Ferienkalender. Es gebe nun Planungssicherheit für Schulen, Familien und die Tourismusbranche, sagte die KMK-Präsidentin und brandenburgische Bildungsministerin Britta Ernst (SPD).

Die Ferien erstrecken sich jeweils über 80 Tage, außer 2029 über 87 Tage. Sie starten frühestens am 18. Juni (Mecklenburg-Vorpommern 2029) und enden spätestens am 15. September (Bayern 2025). Beim Ferienanfang rotieren die Länder traditionell in Gruppen. Bayern und Baden-Württemberg machen dabei nicht mit und starten immer als letzte in die Ferien. Sie profitieren dabei von niedrigeren Reisepreisen und besser planbaren Schuljahren, was im Norden regelmäßig für Unmut sorgt.

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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte bereits frühzeitig jede Neuordnung abgelehnt. „Dieser Schuss aus Bayern wird nach hinten losgehen: Jetzt wird jedes Land genau wie Bayern die Sommerferien im Alleingang festlegen. Viel Spaß auf den langen bayerischen Autobahnen“, drohte Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe (SPD) seinerzeit.

Rabe kritisierte, dass allein Baden-Württemberg und Bayern immer als letzte im August und September sechs Wochen Ferien haben. „Diese Sonderstellung der beiden südlichen Bundesländer ist nicht nachvollziehbar“, sagte er. Nordrhein-Westfalens Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hatte schon zuvor angekündigt, die bestehende Ferienordnung im Rahmen der Kultusministerkonferenz kippen zu wollen. Davon war jetzt keine Rede mehr. Es bleibt auch in den kommenden Jahren bei dieser Regelung.

Pfingstferien plus später Sommerferienbeginn sind hoch attraktiv

Tatsächlich ist das bayerische und baden-württembergische Modell – Pfingstferien plus später Sommerferienbeginn – hoch attraktiv. Beide Zeiträume liegen weitgehend außerhalb der Hauptreisesaison von Mitte Juni bis Mitte August, sodass Familien günstiger reisen können. Darüber hinaus verspricht der Hochsommer besonders warme Ferientage. Auch pädagogisch gilt ein früher Sommerferienbeginn als schwierig: Die Unterrichtszeit zwischen Weihnachts- und Sommerferien fällt dann arg kurz aus. Die Prüfungsphasen nach Ostern müssen komprimiert werden – und das bedeutet: Lernstress für die Schüler, Korrekturstress für die Lehrer. News4teachers / mit Material der dpa

Hier geht’s zum Sommerferienkalender 2025 bis 2030

Bayern behält seine Extrawurst: Sommerferien-Termine ab 2025 beschlossen

 

 

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