Protest gegen fehlenden Corona-Schutz: 13-Jährige weigert sich, ihre Schule zu betreten – sie lernt bei Eiseskälte draußen

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HAGEN. Eine vorerkrankte 13-jährige Schülerin will sich in der Schule nicht mit dem Coronavirus anstecken. Sie könnte sich vom Unterricht befreien lassen, will aber aufs Lernen nicht verzichten. Das Mädchen sitzt deshalb mit Tisch und Stuhl demonstrativ bei eisigen Temperaturen auf dem Pausenhof der Heinrich-Heine-Realschule im westfälischen Hagen, um dort Aufgaben zu bearbeiten. Die Eltern und die Schulleiterin tragen das mit. Der Fall, der an Greta Thunberg erinnert, macht die Versäumnisse der Schulpolitik in der Pandemie anschaulich: Weder gibt es wirkungsvollen Infektionsschutz – noch eine landesweite Online-Schule, die Distanzunterricht für vulnerable Kinder und Jugendliche sichern würde.

So berichtet die „Westfalenpost“ (Ausschnitt) – hier geht es zu dem Bericht. Screenshot

„Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wo die Schwächen im Schulsystem liegen – aber auch, welche Chancen entstehen können, wenn man die gewonnenen Erkenntnisse aus der pandemiebedingten Sondersituation gerade für die Kinder und Jugendlichen in besonderen Situationen nutzt“, so heißt es in einem Antrag der Grünen im NRW-Landtag vom vergangenen August. „Kindern und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen, die nicht beschult werden können, muss das Angebot einer staatlichen Online-Schule gemacht werden können. Ein solches Webschool-Angebot sollte die bereits bestehenden Möglichkeiten von Fernunterricht aufgreifen und um neue Aspekte erweitern.“

„Ich kann auch nicht garantieren, dass sie sich nicht ansteckt“, sagt die Schulleiterin

Personell dürfte die Einrichtung einer solchen landesweiten Online-Schule kein Problem sein – schließlich gibt es etliche Lehrkräfte, die (aufgrund von Vorerkrankungen oder Schwangerschaft) nicht zum Einsatz im Präsenzunterricht herangezogen werden. Trotzdem scheute das Schulministerium offenbar den organisatorischen Aufwand. Der Antrag wurde mit der Mehrheit der schwarz-gelben Regierungskoalition abgelehnt. Und deshalb sitzt nun eine vorerkrankte 13-jährige Schülerin bei ein Grad Celsius dick vermummt auf dem Schulhof ihrer Schule, um sich dort unterrichten zu lassen, wie die „Westfalenpost“ berichtet.

Dass sie ihren Klassenraum – trotz der geltenden Präsenzpflicht – meidet, dafür hat die Schulleiterin volles Verständnis. „Wir möchten sie nicht zwingen, die Schule zu betreten, wenn sie Angst vor einer Infektion hat. Und ich kann auch nicht garantieren, dass sie sich nicht ansteckt“, sagt sie.

Bei Eiseskälte draußen zu lernen, ist kein Spaß. Foto: Shutterstock

Das Mädchen selbst, das – mit der Entschlossenheit der Klimaaktivistin Greta Thunberg – mutterseelenallein vor dem Schulgebäude sitzt, versteht die Aktion als Protest gegen eine Schulpolitik, die offenbar die Durchseuchung der Schülerschaft in Kauf nimmt, ohne sich um vulnerable Kinder und Jugendliche zu kümmern. „Ich halte mich an alle Hygieneregeln. Es gibt viele Kinder wie mich. Aber es gibt auch solche, die sind nicht geimpft und halten sich nicht an die Regeln. Und mit denen setze ich mich nicht mehr zusammen in einen Raum“, sagt die Schülerin, die als Risikopatientin gilt. Formal könnte sie sich  aufgrund ihrer Vorerkrankung vom Präsenzunterricht befreien lassen. Nur: Dann hätte sie keinen Anspruch auf Unterricht. Dem folgt sie jetzt online auf ihrem Laptop-Bildschirm draußen vor dem Schulgebäude.

„Und wenn die Politiker das nicht gebacken kriegen, werde ich versuchen, weitere Mitstreiter in ganz Deutschland zu finden“

Überall würden Ungeimpfte „rausgeschmissen“, so zitiert sie das „Westfalenblatt“: „Nur in den Schulen nicht, und das finde ich doof.“ Sie selbst ist geimpft. Viele junge Leute hätten in der Pandemie super mitgearbeitet und ihre Jugend verloren, sagt die Schülerin: „Alles ohne zu murren. Nun allerdings werden wir wie ein Lamm zur Schlachtung in die Schule geschleift, damit wir alle durchseucht werden.“ Weiter betont sie: „Für meine Sache kämpfe ich. Und wenn die Politiker das nicht gebacken kriegen, werde ich versuchen, weitere Mitstreiter in ganz Deutschland zu finden und es so hinzukriegen.“

Aus Gründen der Fürsorgepflicht bittet die Schulleiterin die Schülerin immer mal wieder ins Gebäude, damit sie sich aufwärmen kann. Dazu darf das Mädchen das leerstehende Büro einer Vertrauenslehrerin aufsuchen. Dort verbringe es auch die Pausen, wenn sich seine Mitschülerinnen und Mitschüler auf dem Schulhof aufhalten, so heißt es in dem Bericht.

Die Pflegemutter der 13-Jährigen steht voll hinter der Aktion. Sie sagt über ihre Tochter: „Sie ist ein Mensch, der weiß, was er will.“ Die Schülerin selbst gibt sich kämpferisch: „In dieser Sache gebe ich nicht auf.“ News4teachers

Hier geht es zum Bericht in der „Westfalenpost“.

Lauterbach: „Eine Durchseuchung mit der Omikron-Variante wäre für die Kinder (…) in keiner Weise verantwortbar“

 

 

 

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83 Kommentare
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Echt
6 Monate zuvor

Bemerkenswert konsequent. Ich hoffe, dass sie so auf den unzureichenden Infektionsschutz in den Schulen aufmerksam machen kann und auch darauf, wie aufrichtig gemeint die Bildungsbemühungen der Kumis in der Realität tatsächlich sind.

Pit2020
6 Monate zuvor

Starke Aktion!

Da wird das erste Kind bzw. die erste Jugendliche SICHTBAR … eben weil sie sich NICHT SICHER fühlt im Präsenzunterricht.
Und sie selbst sagt ja es gäbe viele Schüler wie sie, die so denken und empfinden.

Ich wünsche der jungen Dame eine eiserne Gesundheit.
Den eisernen Willen zeigt sie ja schon. CHAPEAU!

Seltsam nur, dass die üblichen „Volksmedien“, allen voran die „BILD“, sich bisher diesen Aufmacher entgehen ließen …
Naja, bestimmt morgen auf Seite 1 in der „BILD“ und dann ziehen auch die anderen nach! 😉

Monika, BY
6 Monate zuvor
Antwortet  Pit2020

Hut ab kleines und tapferes Mädchen!!!

Dil Uhlenspiegel
6 Monate zuvor
Antwortet  Pit2020

Och, da kommen sicher noch interessierte Anrufe bei der Schulleitung, von außen und von oben und von ganz weit unten.

Jane
6 Monate zuvor

Ich finde die Aktion sehr mutig. Jetzt muss die Presse gut nachhaken, wichtige Fragen an das Mädchen, die Schulleiterin und Eltern stellen- ihren Journalismusberuf richtig ausüben….Ich bin gespannt!

Defence
6 Monate zuvor

Großartige Aktion. Was für ein starkes Mädel. Wär ich ihr Lehrer, würde ich mich solidarisch zeigen!

DerDip
6 Monate zuvor
Antwortet  Defence

An all die Kommentare, die den Mut und die Stärke des Mädchens bewundern. Angenommen, ein anderes Mädchen würde die gleiche Aktion aus Protest gegen die Maskenpflicht im Unterricht durchführen. Mut und Stärke wären im gleichen Maße gegeben.
Wäre die Bewunderung in diesem Forum gleich? Natürlich nicht. Denn es geht offenbar eben nicht um Mut und Stärke an sich, sondern schlicht und einfach darum, dass das Mädchen die Ansichten vieler Kommentatoren teilt.

W.
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

@DerDip
Natürlich.

Maren
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Schonmal aufdie Idee gekommen,dass deswegen so viele die Ansicht teilen,weil sieeinfach realistisch und vernünftig ist?Gegen Masken (derzeit neben Lüften nunmal der einzige Schutz)zu protestieren wär halt eher dämlich.

Ich muss da mal was loswerden
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Ach man, Dip, warum sind Sie denn eigentlich immer noch in diesen Forum, wenn Sie das immer alles so nervt hier…

DerDip
6 Monate zuvor

@Ich muss… : Naja, ich bin halt immer wieder erstaunt, wie einseitig viele Kommentatoren die Dinge hier sehen. Da Bedarf es nun mal auch kritische Stimmen.

Enjoy your chicken Ted!
6 Monate zuvor

Wo bleibt der Landeselternrat, der sich für die Belange der Familie einsetzt??

Ach stimmt ja, ALLE Eltern wollen ja bedingungslosen Präsenzunterricht, weil Corona für Kinder ja nur eine Erkältung ist.

Rosa
6 Monate zuvor

Die KM und die Politik hat gegenüber den heranwachsenden Kindern und Jugendlichen in jeder Hinsicht versagt. Das die Schulleiterin die Aktion unterstützt und mit trägt und die Jugendliche mit ihren Bedenken ernst nimmt, finde ich sehr Ehrenwert. Die Schülerschaft hat in den ganzem Verlauf der Pandemie am wenigsten Gesundheitsschutz und Aufmerksamkeit zugesprochen bekommen. Die Schulleiterin ist sogar bereit die Konsequenzen zu tragen, durch die Aktion der Schülerin. Das KM wird die Aktion sicherlich nicht dulden und vieleicht auch unterbinden. Die Festellung, dass die KM nicht bereit waren, auf Wechselunterricht umzustellen und am Präsenzunterricht fest hält, ist ein schweres Vergehen. Die Virologen sprechen immer wieder von Kontaktreduzierung und man hält an der vollen Besetzung der Klassen fest. Die junge Generation hat keine Vorbilder in diesem Ausnahmezustand erlebt, die für adeqaten Gesundheitsschutz eintreten. Es geht nur noch um Machtposition und die auf Kosten von den schwächsten Personengruppe ausgelebt wird.

Tina+2
6 Monate zuvor
Antwortet  Rosa

Auch bei Wechselunterricht besteht weiterhin eine Ansteckungsgefahr. Aerosole lachen über 1,5 Meter Abstand.

Ich muss da mal was loswerden
6 Monate zuvor

Armes Deutschland! Das so etwas bei uns im Land passiert ist bezeichnend für die aktuelle Situation und eine Ohrfeige an alle Entscheidungsträger im Bildungssektor.

Bin gespannt, ob sich noch weitere Kinder in den nächsten Tagen zu ihr hinzugesellen werden (das wäre MEGA stark) und wie dehnbar der Begriff „Präsenzpflicht“ noch so ist.

Pessimist
6 Monate zuvor

Das Schulamt wird die kleine Rebellin schon schnell durch ein Ordnungsgeldverfahren einbremsen. Kann ja nicht sein, dass einer dieser Beschulten sich gegen das KuMi stellt. Wünsche ihr und den Eltern ein dickes Fell.

Monika, BY
6 Monate zuvor
Antwortet  Pessimist

Lieber Pesimist, seienm Sie nicht so ein Pesmist :).

Monika, BY
6 Monate zuvor
Antwortet  Pessimist

Nein, wird es nicht! Wir werden ihr beistehen! Meine Tochter will ihr Namen wissen und zusammen mit ihr auf der Bank sitzen!

Naturius
6 Monate zuvor

Chapeau … und ich wünsche Durchhaltevermögen, denn es wird nicht so schnell wieder wärmer, das dauert noch.
Meine Schüler schütteln auch reihenweise den Kopf darüber, was mit ihnen gemacht wird, aber das kriege ja nur ich mit und meine Kollegen … Hier wird hoffentlich nun etwas öffentlich, was vielleicht die Wende in der Behandlung von Millionen Schülern und Tausenden Lehrern bringt, weil es mit Sicherheit einige Empörung hervorruft – wünschen ist erlaubt! An Greta Thunberg hat anfangs auch keiner geglaubt …

Rosa
6 Monate zuvor
Pitti
6 Monate zuvor

Oh, das ist einsame Spitze, Hut ab. Finde ich einfach toll. Ich wünsche ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen. Hoffentlich schafft sie es auf die Missstände aufmerksam zu machen, dass endlich was passiert in der Richtung.

Minna
6 Monate zuvor

Kann sie wenigstens einen Container bekommen? Unser Kind war nach nur zwei eiskalten Draußenstunden vollkommen fertig und hat den ganzen Nachmittag geschlafen.
Vielleicht kann ja die BILD einspringen … der „Sozial“staat scheint ja nicht mehr viel herzugeben.

Dil Uhlenspiegel
6 Monate zuvor

Ins Wasser fällt ein Stein, ganz heimlich still und leise …

gilmore girl
6 Monate zuvor

…und ist er noch so klein, er zieht doch weite Kreise…ich hoffe es…

Emil
6 Monate zuvor

Ich schließe mich an: Tolles Mädchen!
Anderseits – wie unglaublich erbärmlich, dass solche Aktionen in unserem Land nötig sind.
Nicht mehr mein Staat!!

Jan aus H
6 Monate zuvor

„Und ich kann auch nicht garantieren, dass sie sich nicht ansteckt“

Genau DAS ist der Punkt und diese Schulleiterin zeigt, dass sie ihre Verantwortung verstanden hat. Ich hoffe sehr, dass Frau G. ihr nicht in den Rücken fällt.

Letztlich sollte schon der gesunde Menschenverstand sagen, dass man SuS nicht in Schulen zwingen darf, in denen sie Angst um ihre Gesundheit haben. Lernen würden sie in so einer Angstsituation doch ohnehin nichts, was soll das also?

TD
6 Monate zuvor

Unglaublich!
Das arme, verwirrte Mädchen erfriert.
Das nennt man Kindeswohlgefärdung.
Das Kind brauch dringend viel Aufmerksamkeit, liebe und Wärme und das nicht von den Medien.
Wie kann sowas eine Schulleitung erlauben.
Wenn das Kind morgen tot krank ist, feiern Sie das dann auch alle?
Heißt es dann, das Kind hat sich für die Impfung geopfert.
Das passiert gerade…..
Sie ist 13!!!

Darfdaswahrsein
6 Monate zuvor
Antwortet  TD

@TD
Was haben Sie an der Aktion des Mädchens nicht verstanden?
Ich glaube ganz und gar nicht, daß dieses Mädchen verwirrt ist.
Manche Erwachsenen schon.

Hellus
6 Monate zuvor
Antwortet  TD

Als Anfang des 20. Jhds. die Tuberkulose wütete, wurden in manchen Regionen die Kinder durchgehend draußen unterrichtet, warm eingepackt. Es diente ihrem Gesundheitsschutz.
Beheizte Räume gibt es erst seit der Antike, die Menschheit ist allerdings viel älter und hat trotzdem überlebt. Vor der Antike konnte man sich kurzfristig an der Feuerstelle aufwärmen.
Aufwärmen tut sich diese Schülerin offensichtlich regelmäßig.
Dieses Mimimi „von Kälte wird man krank“ oder sogar todkrank, kann ich nicht mehr hören. Richtig angezogen ist der Aufenthalt draußen deutlich gesünder, als in geheizten Räumen.
In chicken Sneakers und bauchfrei wird das allerdings nix.

W.
6 Monate zuvor
Antwortet  TD

@TD
„Heißt es dann, das Kind hat sich für die Impfung geopfert.“
Schwurbel-Alarm Stufe „ROT“.

mater ante portas
6 Monate zuvor
Antwortet  TD

IN deutschen Klassenzimmern wird auch gefroren, falls es noch nicht durchgedrungen sein sollte.

Ein tolles Mädchen. Alles,Gute, Yasmin!

Dil Uhlenspiegel
6 Monate zuvor
Antwortet  TD

Zirp, zirp … oh, eine Grille.

Lehrer_X
6 Monate zuvor
Antwortet  TD

Ich verstehe vollkommen, dass man gerne mal über die Kommentarsektion herzieht, weil einige User eine festgefahrene Meinung haben … aber dass man hier auch SO einen Schwachsinn wie den Ihren lesen muss, zeigt wieder nur, wie mies es tatsächlich um Bildung und Intelligenz in diesem Land steht.

Meine Güte, ich kann mir da nicht oft genug an den Kopf fassen. Haben Sie auch nur eine Sekunde überdacht, was Sie da schreiben?!?!??!!

Jan aus H
6 Monate zuvor

Die Geschichte geht weiter:

https://www.wp.de/staedte/hagen/unterricht-auf-schulhof-jugendamt-hagen-will-eingreifen-id234299333.html

„Sollte die Schülerin die Aktion auf dem Schulhof dennoch fortsetzen, werde er eventuell ihre Inobhutnahme anordnen“ – sagt jemand vom Jugendamt.

Da scheint das Jugendamt nicht verstanden zu haben, worum es hier geht und dass hier eine 13jährige das in die Hand genommen hat, was eigentlich genau dieses Amt leisten sollte. Aber man kann ja erstmal die ganz große Keule auspacken.

eldorado
6 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

Ich werde mich am Wochenende daran machen, das Hagener Jugendamt und die Bezirksregierung darauf hinzuweisen, dass sie demnach alle Hagener Schüler inobhut nehmen müssen, da diese bei der aktuellen Kälte bei offenen Fenstern im Unterricht sitzen.
Macht da jemand mit? Wir sind ja fleißige Bürger und wollen die Behörden unterstützen, wenn wir irgendwo eine Kindeswohlgefährdung sehen. Wäre ja blöd für die anderen Schüler, wenn sich nur um diese eine Schülerin gekümmert wird.

potschemutschka
6 Monate zuvor
Antwortet  eldorado

@eldorado
Diese Idee finde ich super! Und es sollten noch mehr Kinder solidarisch auf dem Schulhof sitzen! Dann würde vielleicht endlich mal etwas sinnvolles in Bezug auf Infektionsschutz in den Schulen in Gang kommen.

mama51
6 Monate zuvor
Antwortet  eldorado

….und nicht nur in Hagen, sondern bundesweit müssen ganze Schulklassen vom Jugendamt „in Obhut“ genommen werden:
– dir Räume sind ALLE zu kalt
– der Gesundheitsschutz und Arbeitsschutz in allen Schulen ist durch Kultusministerien quasi verboten worden,
– … alle Eltern, die das gutheißen und ihre Kinder in diese Einrichtungen schicken, müssen vom Jugendamt wegen „Kindeswohlgefährdung“ zur Rechenschaft gezogen werden!
Na, das könnte ja fast spaßig werden.
So, und jetzt genug Ironie!
Der jungen Dame wünsche ich viele „Follower“ und Likes und gratuliere ihr zu ihrem Mut, ihren Unterstützer/innen halte ich die Daumen, dass „die übergeordneten Entscheider“ nicht in sinnlosen Macht- Aktionismus verfallen, sondern vielmehr die wesentlichen Probleme ENDLICH und EHRLICH erkennen!
Tolles Kind: Halte durch und bleibe gesund!!!!!!!!!

Maren
6 Monate zuvor
Antwortet  eldorado

@eldorado genau so!

Dil Uhlenspiegel
6 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

In Obhutnahme … wird man da im Klassenraum eingeschlossen?
Und wie lange war eigentlich damals Greta Thunberg in Obhutnahme?

Maren
6 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

Interessant auch die Stelle…“ggfs Distanzunterricht ermöglichen“.Wenneine diese Ausnahme bewilligt bekommt,können die Gerichte anderen diese dann noch verwehren?(gabj a Klagen,die abgelehnt wurden)Mit welcher Begründung dann?

Ich muss da mal was loswerden
6 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

Klingt mehr so nach „Schutzhaft“ was die da vorhaben…

Lehrer mit Seele
6 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

Oh meine absolute Lieblingsbehörde das Jugendamt, selbstherrlich, arrogant, niemanden Rechenschaft verpflichtet, kann sogar weiter machen, wenn das EU Gericht in Straßburg es verurteilt (Deutschland zahlt lieber Strafen, als Kinder zurück zu geben).

Die wollen also das Kind in Obhut nehmen. Das Kind lebt in einer Pflegefamilie. Es wurde längst in Obhut genommen. Aber die wissen ja alles besser und nein das Kind versteht das nicht. Es versteht nicht, dass sein eigens Wohl nichts zählt.

Meine Liebe, meinen Beistand und Zuspruch hast du.

Und bei dieser Behörde gebe ich meinen Pazifismus auf.

Indra Rupp
6 Monate zuvor
Antwortet  Lehrer mit Seele

Deswegen allein schon – alle mitmachen!

Dieter Schmeer
6 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

Wer Mißstände öffentlich sichtbar macht muss weg. Wenn das in China passiert, ist das gegen die Menschenrechte und unsere Politiker beschweren sich.

Sapperlot
6 Monate zuvor

Bewundernswert und taff! Hätte ich mir mit 13 Jahren nicht zugetraut …

Stromdoktor
6 Monate zuvor

„Das Mädchen selbst, das – mit der Entschlossenheit der Klimaaktivistin Greta Thunberg – mutterseelenallein vor dem Schulgebäude sitzt, versteht die Aktion als Protest gegen eine Schulpolitik, die offenbar die Durchseuchung der Schülerschaft in Kauf nimmt, ohne sich um vulnerable Kinder und Jugendliche zu kümmern.“

Wenn ich den Originalartikel lese, dann kann ich nicht erkennen, dass die Schülerin eine (versäumte) Corona-Politik anprangert oder Missstände aufdecken möchte.

Vielmehr fordert sie sehr konkret die konsequente Einhaltung von Hygienemaßnahmen durch ihre Mitschüler sowie eine Impfung für Schüler und Lehrer -durchgesetzt von Politik. Alternativ den Ausschluss von Ungeimpften aus dem Schulbetrieb. Damit würde sie sich nach meiner Lesart ausreichend geschützt sehen.

Sie sieht es wohl eher als Protest gegen ungeimpfte Lehrer und Schüler.

Durch N4T hart bis an die Schmerzgrenze „frei“ interpretiert…

Stromdoktor
6 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich ergänze:
Ggf. ist mit ihrer Aussage der Wunsch nach Aufhebung der Präsenzpflicht verbunden. Das wäre dann die von N4T formulierte Kritik an der Schulpolitik. Lässt sich aber nicht eindeutig aus dem Zitat ableiten. Jedenfalls nicht durch mich…

Insofern bleibe ich dabei. Die Schülerin hadert eher mit ihren Mitschülern und Lehrern in Bezug auf die fehlende Bereitschaft zur Impfung. Und wünscht sich diesbezügliche Konsequenzen im Sinne einer Impfpflicht oder Ausschluss vom Unterricht durch die Politik.

eldorado
6 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich habe auch den Originalartikel gelesen und bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, was die kleine – wirklich bewundernswerte – Aktivistin wirklich möchte. Sie spricht sich im genannten Zitat gegen die Durchseuchung aus, aber ansonsten geht es ihr hauptsächlich darum, dass sich alle impfen lassen. Vielleicht hat der Originalartikel da auch einfach den Kontext zu sehr auseinander gerissen, so dass es nicht mehr verständlich ist. Da wäre mMn noch mal eine genauere Recherche notwendig, um ein klares Bild zu bekommen.

Dil Uhlenspiegel
6 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Na, zunächst einmal fühlt sie sich offenbar nicht sicher drinnen und führt ihre sachlichen Punkte dafür an.

Herbert
6 Monate zuvor

Wir haben das selbe Problem. Mein Kind hat Vorerkrankungen, Arzt sieht Gefahr durch Ansteckung. Mein Kind ist nicht im Präsensunterricht und hat keine Beschulung. Die Klausuren müssen dennoch weiter geschrieben werden. Es ist enormer Druck der auf diesen Kindern lastet, nicht nur das man nicht beschult wird, sondern noch abgestraft wird, wenn das Notenbild nicht passt. Chancenungleichheit. Doppelt bestraft.

UnterStrom-Mutter
6 Monate zuvor

Unglaublich was hier in Deutschland abläuft!!! In aller Öffentlichkeit mit Kindesentführung- entzug zu drohen! Dem Herrn Reinhard Goldbach sollte der Beamtenstatus, falls er überhaupt einen hat, mit sofortiger Wirkung auf Lebenszeit aberkannt werden.
An den Pranger soll er gestellt werden – in aller Öffentlichkeit! Ich hoffe das wird passieren!

Hochachtung vor Yasmin! Ihr Einsatz verdient aller größten Respekt und Anerkennung!!!
Hoffentlich kannst du mit deiner Aktion was bewirken! Es wäre sehr zu wünschen.

Ich bin selbst Mutter von 3 schulpflichtigen Kindern, zum Teil mit Vorerkrankungen.
Wir wissen, was da alles im Argen liegt in der Coronapolitik bei den Kultusministerien.
Auch uns wurde bereits vom Jugendamt gedroht, man würde ggf. das Familiengericht einschalten, weil wir unsere Kinder lieber zu Hause beschulen. Präsenzpflicht um jeden Preis!

Wir sagen ganz klar: STOP – NEIN, das entscheiden immer noch wir Eltern, ob wir unsere Kinder der Durchseuchung preis geben wollen oder nicht!

UnterStrom-Mutter
6 Monate zuvor

Ich möchte noch eines anmerken:

Tolle Leistung der Schulleiterin! Sie zeigt Courage! Finde ich sehr lobenswert! Das findet man sicherlich nicht so oft.
Wir haben erlebt, dass uns die Schulleitung ärztliche Atteste nicht anerkannt hat und nach Rücksprache mit der Schulaufsicht uns keinerlei Arbeitsmaterial für die Kinder zur Verfügung gestellt hat. Sogar mit dem Jugendamt gedroht, wenn wir unsere Kinder nicht in die Schule schicken. Im November vergangenen Jahres haben sie uns dann das Ordnungsamt vorbei geschickt. Diese wollten unsere Kinder „der Schule zuführen“. So diese wortwörtlich! Da fällt einem nichts mehr ein! Das war dann die kommissarische Schulleitung. Weil die bisherige Schulleitung schon im Frühjahr abgedankt hatte. Warum auch immer. Aber die hatte uns ja bereits mit dem Jugendamt gedroht.

Tina+2
6 Monate zuvor

Ich hoffe, es finden sich weitere Jugendliche, die sich dem Protest anschließen. Und vielleicht Sponsoren, die dem Mädchen einen kleinen Container mit Heizung auf den Schulhof setzen.

Den verantwortlichen Politkern hingegen wünsche ich…

Mel
6 Monate zuvor

Ich habe Tränen in den Augen. So weit haben wir es kommen lassen.

Dieses Mädchen… Ich habe absolute Hochachtung. Sie tut, was Erwachsene längst hätten tun sollen. Lehrer, Schulleiter und Eltern. Nicht nur reden und sich beschweren. Handeln, ein eindeutiges Zeichen setzen.

Es tut mir leid, dass wir es so weit haben kommen lassen. Dass sie dort in der Kälte sitzt und einsam um ihr Recht auf Bildung und das Recht auf Gesundheitsschutz kämpft. Das sollte uns alle aufrütteln. Diese starke junge Frau hat den Anfang gemacht, der bitter notwendig ist. Zeit sich wenigstens zu beteiligen, würde ich sagen.

kanndochnichtwahrsein
6 Monate zuvor

„Ich halte mich an alle Hygieneregeln. Es gibt viele Kinder wie mich. Aber es gibt auch solche, die sind nicht geimpft und halten sich nicht an die Regeln..“

Das ist aber auch eine Kritik an Eltern (anderer Schüler), die es in zwei Jahren Pandemie nicht geschafft haben, ihre Kinder wenigstens zu dem Wenigen anzuhalten, das uns die KM noch (in NRW wieder) als (Selbst-) Schutz lassen: konsequent Maske tragen, Abstand halten, den anderen nicht anschreien/anpusten/anspucken – diesen Respekt vor anderen Personen lernen Kinder normalerweise zu Hause.
Wie oft müssen wir jeden Tag wie viele Schüler auffordern, die Maske hochzuziehen, sich die Hände zu waschen, den Nachbarn nicht zu schubsen/schlagen/umarmen, Abstand zu halten beim Essen ohne Maske etc.
Reaktion auf unsere Ermahnungen: „Ohren auf Durchzug“ ist noch die harmloseste Variante… die respektlosen Sprüche, die man sich da manchmal anhört, haben die Kids zu Hause oder in ihrem privaten Umfeld gelernt, nicht in meinem Unterricht!

Wir brauchen mehr Menschen, die für ihr Ding gerade stehen!
Leider fördert Schule solche Charaktere allzu wenig.

Ohne den Hintergrund im Einzelnen zu kennen: von solchen Schülern verspreche ich mir mehr verantwortliches Handeln an ihrem späteren Platz im Leben als von den vielen Menschen, die widerstandslos machen, was man von ihnen verlangt (arbeiten gehen, zur Schule gehen) und immer den Weg des geringsten Widerstandes (Kinder in die Schule schicken, weil das immer so war) oder des größten persönlichen Vorteils (ohne Maske atmet es sich bequemer) wählen.
Vielleicht treffen Kinder wie diese in Zukunft bessere Entscheidungen als unsere Vorgesetzten und Politiker heute…

Jugendämter: wenn die nichts anderes zu tun haben, können die uns gerne auf den Schulhöfen unterstützen bei der Aufsicht über Hunderte durcheinanderlaufende Kids, die Hygienevorschriften nicht einhalten, obwohl die Möglichkeit bestünde – weil sie es nicht einsehen, weil man ihnen einredete, sie müssen es nicht, weil sie nicht in der Lage sind ihr eigenes Verhalten zu reflektieren und zu steuern…
Dann wären Schulen schon wieder ein ganzes Stückchen sicherer!
Ganz ohne die KM…

AvL
6 Monate zuvor

Ich finde die Aktion sehr gut, mutig und konsequent im Angesicht der gesundheitlichen Gefährdung der Schülerin.
Warum ist es nicht möglich wie bei ärztlichen Fortbildungen im Internet in Gruppen von 10 Personen einen Onlineunterricht auf die Beine zu stellen ?
Das 53. Münsteraner Anästhesie-Symposium 2021 fand Ende November einschließlich der Workshops mit bis zu 15 Personen auch vollständig online statt.
Wieso kriegt das die Politik nicht hin ?

A.
6 Monate zuvor

Die hauptsächliche Kritik des Mädchens bezieht sich scheinbar wohl schon auf umgeimpfte Mitschüler und dass diese am Unterricht teilnehmen dürfen. Hier sollte man aufpassen, keine Unterstützerin der aktuell wenig hilfreichen bis toxischen Polarisierung und eines teilweise etwas schlichten, von der Politik forcierten binären Denkens zu bejubeln. Wenn man dem Mädchen erklärt, dass die neue Coronavariante auch durch Geimpfte und sehr wahrscheinlich sogar durch Geboosterte weitergegeben wird, spart es sich vielleicht eine Blasen- oder Lungenentzündung. Bei einer Kritik an fehlenden Luftfiltern, am nicht umgesetzten Abstandsgebot, an mangelhaften Teststrategien mit zweifelhaften, billigen Testkits oder an schlechter digitaler Weiterentwicklung etc. gehen ich übrigens absolut mit, ebenso bei einer sehr nachdrücklichen Impfempfehlung für Erwachsene.

Stromdoktor
6 Monate zuvor
Antwortet  A.

Ich stimme Ihnen zu – auch in Ihren Ausführungen zu Schutzmaßnahmen in der Schule. Möchte aber ergänzen, dass das Mädchen ungeimpfte Schüler UND Lehrer kritisiert.

Ein gutes Beispiel dafür, dass es individuelle Risikopräferenzen gibt. Hier einmal aus Sicht einer 13jährigen dargelegt. Offensichtlich trägt sie das Risiko einer Erkältung oder sonstigen Erkrankung zu Gunsten ihres Anliegens. Ob objektiv für uns nachvollziehbar oder nicht. Man sollte ihr auch keine gutgemeinten Ratschläge im Sinne einer Aufklärung über die „schwächen“ eines Impfschutzes und dem damit verbundenen Restrisiken geben.

Vielmehr sollte man akzeptieren, dass es dem Mädchen reichen würde, wenn sämtliche ihrer Kontaktpersonen geimpft sind.

Abschließend konnte ich nicht herauslesen, dass das Mädchen kein Interesse an einem Schulbesuch oder einer Präsenzveranstaltung hat und sie sich bis dato gegen irgendwelche Zwänge erwehren müsste bzw. alternative Angebote fehlen. Vielmehr möchte sie, trotz Befreiung vom Präsenzunterricht, die Schule besuchen – unter der Voraussetzung, dass alle geimpft sind.

Für mich ist diese Position durchaus nachvollziehbar. Sie favorisiert den Schulbesuch und die damit verbundenen sozialen Kontakte. Sie kritisiert das (aus ihrer Perspektive) in Teilen unsolidarische Verhalten ungeimpfter Akteure im schulischen Umfeld. Damit meint sie ca. 10 % der Lehrkräfte und 40% der Mitschüler…wenn mein aktueller Wissensstand zum Thema Impfquoten annähernd aktuell ist. Darüber hinaus ist ihre Erwartungshaltung an die Politik, dass diese „das (konkrete) Problem gebacken bekommen“.

Jegliche Umdeutungen werden dem Mädchen aus meiner Sicht nicht gerecht und zeigen einmal mehr, dass es schwierig(er) geworden ist, andere Positionen einfach zu akzeptieren…erst recht, wenn es sich um junge Menschen handelt, die ggf. noch nicht die gesamte Bandbreite erfassen können/wollen. Was auch nicht zwingend ein Nachteil sein muss…

hopeless
6 Monate zuvor

@eldorado: Ich schreibe auch am Wochenende an das Jugendamt in Hagen!

Indra Rupp
6 Monate zuvor

Ich finde die Jugend von heute soooo klasse!!
Fff und jetzt das. Ich hoffe, da kommt eine Welle auf und viele schließen sich an. Und wir Erwachsenen halten uns immer für was besseres als die „Pommes-Generation“, wie ein mir bekannter „Spät-Hippie“ sie mal nannte. Von wegen nicht an Politik und Co interessiert. Dazu noch ein Pflegekind und NICHT!!! Auf dem Gymnasium! Jetzt fallen alle, mit ihren Menschenfeindlichen Klischees über „Die“ Oberschüler*innen verwirrt vom Stuhl – so kann man also auch „Verhaltensoriginell“ sein ^^.
Wenn mein Sohn heute nach Hause kommt, zeige ich ihm das – vielleicht solidarisieren die sich ja mal einen Vormittag, einfach um die Aufmerksamkeit zu steigern…
Und klar, dass wir Erwachsenen erstmal pathologisieren müssen – bestimmt wird für so ein Verhalten bald eine neue Krankheit erfunden…. statt AD(H)S vielleicht AD(R)S, R steht für Rebellion!
Und natürlich die Jugendamtskeule – mit der kann man Leute immer öffentlich auf ihren „sozialen“ Platz verweisen.
Wir wohnen garnicht weit von Hagen entfernt, hoffentlich spielt unsere Schule mit.

Echt
6 Monate zuvor

Mein jüngstes Kind will so nicht mehr in die Schule gehen. Gestern liefen die Tränen, heute knallte die Tür vor Wut. Es klagt über Kälte, die Nase läuft ständig unter der Maske, häufiger Vertretungsunterricht bei fachfremden Lehrern oder päd Mitarbeitern. Viele Kinder wären unaufmerksam und laut, so dass ständig wiederholt werden würde. Freies Spielen auf dem Schulhof wäre nur eingeschränkt möglich. Mein Kind klagt über Konzentrationsprobleme unter den Bedingungen und wünscht sich aktuell ganz dringend den DU zurück, damit es unter entspannteren Bedingungen wirklich lernen kann. Was versteht Politik unter Bildungsgerechtigkeit und Kindeswohl? Hauptsache es geht allen gleich- schlecht? Diese Politik treibt auch schon Keile in die Familien und verstört das Vertrauen der Kinder in die Fürsorge und Handlungsfähigkeit ihrer Eltern. Mein Kind fühlt sich hilflos im Stich gelassen. Die Präsenzpflicht pervertiert unter den aktuellen Bedingungen die elterlichen Grundrechte.
Auch wenn ich mich wiederhole. Ich fühle mich nicht mehr in einer Demokratie, wenn ich Steuern für „Staasbedienste“ entrichten muss, die sich wie Gutsherren verhalten, ambivalente Erwartungen formulieren und unter Zwang gesundheitsgefährdende Maßnahmen durchsetzen. Viele Kinder und Jugendliche zweifeln jetzt schon am Staat. Bei FfF war es legitim dem Unterricht fernzubleiben. In einer akut gesundheisgefährdenden Situation aber nicht. Alles nur eine Frage der politisch korrekten Ideologie?

Echt
6 Monate zuvor
Antwortet  Echt

Sorry, es scheinen sich Rechtschreibfehler eingeschlichen zu haben. Mein Touchscreen funktioniert nicht mehr einwandfrei und nimmt nicht immer alle Buchstaben gut an.

Maren
6 Monate zuvor
Antwortet  Echt

@Echt ich fühle mit.Hier genauso.Dazu dauerkrank wegen ständigen Frierens,das Immunsystem kommt gar nixht mehr hinterher….

Indra Rupp
6 Monate zuvor

Ich denke, man kann sich am besten „neutral“ als Schule solidarisieren! Bei manchen Dingen spaltet sich eben die Gesellschaft. Die einen finden PU besser, die anderen Du. Die Einen sehen mehr die einen, die Anderen die anderen Probleme.

Die dumme Afd will ja angeblich Spaltung verhindern, indem sie alle auffordert, es wie die Afd zu sehen „Freiheit statt Spaltung“ – soll heißen, jeder kann auf Kosten Anderer machen, was er will und das spaltet dann angeblich nicht – fallt bloß nicht auf deren Verdrehungen herein!

Ich schlage als Konzept vor :
Man will nicht für PU oder Du demonstrieren, sondern auf die fehlende Sicherheit und die anderen Mängel in Schulen aufmerksam machen – da sind sich alle ziemlich einig. Wenn der Landeselternrat kritisiert, dass die Schulen sich einschränken, während Andere feiern gehen, heißt das ja auch nicht, dass die Schulen das auch alles wieder tun sollen, sondern dass es einfach unfair ist, wenn Kinder sich ständig für Erwachsene einschränken, kurz, muss dann für alle gelten. Also Ungleichbehandlung kritisieren. Welches Büro würde unter Schulähnlichen Bedingungen arbeiten? Dann sollten wir auch mit einer Demo nicht zum Impfen zwingen wollen, denn das ginge auch nach hinten los und wäre auch Spaltung innerhalb der Schule (und so kann man ja schlecht demonstrieren) sondern wir wollen damit auf die Bedeutung von Impfungen und den Schutz von vulnerablen Kindern aufmerksam machen.
Es könnte so organisiert werden, dass Kinder, die aus verschiedenen Gründen nicht mitmachen möchten als Notbetreuung von ebensolchen Lehrkräften im Gebäude unterrichtet werden. Die Anderen holen Tische und Stühle ect raus. Bringen Tasse, Decke, Wärmflasche, Regenschirm (falls es schneit) mit. Eltern kochen Kakao, füllen Wärmflaschen auf, versorgen die Kinder mit Utensilien, die diese evtl nicht dabei haben ( Decke ect). Im Vorfeld kann man ein paar Unterstützer fragen, die zB Decken spenden um auf sich Aufmerksam zu machen. Der E-Center spendet vielleicht den Kakao. Sind oft auch ältere Leute, die sich gerne einbringen wollen. Organisieren über den Förderverein der Schule! Damit alles Sinn macht, muss man natürlich die Presse informieren und das macht auch gleich noch der Schule einen guten Ruf und andere Schulen werden sich anschließen. Vielleicht an dem Tag nach der 4. Schluß. Ich bin Straßenmusikerin und weiß, wie unerträglich das nach ein paar Stunden wird, weil man ja nicht in Bewegung ist! Der Sportlehrer/die Sportlehrerin ist zwischendurch für ein Aufwärmprogramm zuständig. Passend wäre auch der Tag vor den Zeugnisferien, da ist eh der Schultag kurz und anschließend ist man ja ein paar Tage im warmen Zuhause. Erkälten tut man sich mit solchen Vorkehrungen eher nicht, vor allem nicht bei trockener Kälte! Man steckt sich eher durch Andere in warmen Räumen an. Wärmflasche auf den Schoß und Wolldecke unterm Po, dann gibt es keine Blasenentzündung. Naja, und wenn sich doch welche erkälten, dann ist es ( Achtung Ironie) nur eine Grippe….

Tulpenstengel
6 Monate zuvor

Und warum sollen wir bitte alle tun, wozu uns eine einzelne Schülerin zwingen will? Warum wird nicht getan, was ICH möchte? Soll ich mich dazu auch in die Kälte auf den Schulhof setzen?

Demokratie geht meines Wissens anders!!

Senkrechtstarter
6 Monate zuvor
Antwortet  Tulpenstengel

Genau, ich finde das Verhalten dieser Schülerin auch nicht in Ordnung, denn sie versucht, allen anderen ihre Meinung aufzuwingen. In einer Demokratie entscheiden aber Mehrheiten. Das ist ein mühseliger Meinungsfindungsprozess mit oft vielen Kompromissen, damit eine Mehrheit überhaupt zustande kommt.

Daran versucht sich diese Schülerin vorbeizumogeln. Sie nimmt die Abkürzung sozusagen: kein Verhandeln mit den anderen, alle sollen gefälligst so machen, wie „ich“ es will (also sie, diese Schülerin).

Wird sie die anderen künftig immer mit solchen Aktionen erpressen, um sich durchzusetzen und nerviges Verhandeln mit anderen zu vermeiden?

DerDip
6 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

@Redaktion: Das ist richtig. Und ob Grundrechte eingehalten werden, beurteilen Gerichte und nicht Aktivisten oder Medien. Sie kann ja gerne klagen.
Zudem gilt der Grundsatz, dass die Freiheit einer Person dort endet wo die Freiheit einer anderen Person beginnt. Die Forderung der Schülerin nach Impfung der anderen Schüler ist somit übergriffig auf die Freiheit der anderen Schüler (insbesondere, da die Impfung keine sterile Immunität verleiht).

Indra Rupp
6 Monate zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

In einer Demokratie entscheidet die Mehrheit – soweit sie von einer Minderheit unterdrückt wird! Anders ist es, wenn eine Mehrheit eine Minderheit unterdrückt. Dann gilt es, dass die Minderheit berücksichtigt wird, weil deren Belange sonst untergehen und sie nicht zu den gleichen Rechten wie alle anderen kommen ( Ehe für alle, Inklusion, ect). Noch wieder anders ist es, wenn es sich zwar um eine schwache Minderheit handelt, diese aber vorhat allen zu schaden und die Macht zu ergreifen (Afd). Dies gilt es dann zu unterbinden. Im Endeffekt geht es in einer Demokratie also nicht darum, die Mehrheit bestimmen zu lassen, sondern zum Wohl aller zu entscheiden. Teilweise erreicht man das, indem man sich nach der Mehrheit richtet, teilweise kann man aber eine Mehrheit nicht entscheiden lassen, was für eine Minderheit, deren Belange die Mehrheit nicht empathisch nachvollziehen kann, gut ist. Für bestimmte Belange kann man eben nur Betroffene selber sprechen lassen. Wäre das anders, könnten sich alle gegen die Menschenrechte von Einzelnen wehren und müssten dazu nur eine Mehrheit bilden. Da Menschen dazu neigen, unempathisch gegenüber Problemen, die sie nicht selber betreffen, zu sein und jeder irgendeine Besonderheit hat, die Andere nicht betreffen, hätte auch so ziemlich jeder unter dieser Nicht-Demokratie zu leiden.

DerDip
6 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

@Indra…: Das stimmt so nicht. In einer parlamentarischen Demokratie wie bei uns entscheiden die gewählten Volksvertreter. In der Regel spiegeln diese bei ihren Entscheidungen den Willen der Mehrheit wieder, werden aber auch stark von Lobbyisten beeinflusst. Natürlich setzen sich viele auch für die Interessen einiger Minderheiten ein (für welche hängt vom jeweiligen Zeitgeist ab) . Wie wir am Bildungssystem gut sehen können, werden die Interessen der Minderheit „Schüler“ nicht besonders gut vertreten, seit langem nicht.
Durch die Parlamente getroffene Entscheidungen sind somit zunächst immer demokratisch legitimiert, unabhängig davon, ob Sie oder ich diese für richtig halten. Es ist eben das Wesen der Demokratie, dass die Bevölkerung bei der Gesetzgebung mitbestimmen kann. Dabei kann das Parlament innerhalb des Grundgesetzes auch unsinnige Entscheidungen treffen, die dann aber für alle verbindlich sind. Und auch das GG kann auf demokratischem Wege geändert werden.

Indra Rupp
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Das ist UNSERE Demokratie und wie wir sie organisiert und ausgelegt haben. DEMOKRATISCH bedeutet aber nicht einfach nur, die Mehrheit bestimmen zu lassen.

DerDip
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

@Indra: Ja, und in unserer Demokratie zählt die Stimme jedes einzelnen gleich. Somit entscheidet die Mehrheit. Sobald gegen die Mehrheit entschieden wird, nennt man es „undemokratisch“ . Ich behaupte dabei nicht, dass die Mehrheit immer gute Entscheidungen trifft. Aber das ist dann meine subjektive Ansicht, genauso wie Sie ihre Ansichten haben. Die Geschichte hat oft genug gezeigt, dass Entscheidungen gegen die Mehrheit auf Dauer zu Problemen führen, mögen diese mit noch so guten Absichten getroffen worden sein. Sozialistische Staaten mit dem Ziel des Kommunismus waren hierfür ein sehr gutes Beispiel. Dort wurde mit auf den ersten Blick guten Absichten (Gleichberechtigung, Gleichheit,…) unfassbar viel Schaden und Leid angerichtet. Anschließend ist das ganze System zusammengebrochen, weil den Menschen Wohlstand und Freiheit auf Dauer wichtiger sind (das scheint in der Natur des Menschen zu liegen).
Ein aktuelles Beispiel zur Demokratie und Mehrheiten in der EU ist die Atomenergie. Wir haben in Westeuropa viele Staaten mit ähnlich geprägter Bevölkerung. In den meisten davon wird die Atomenergie durch die Mehrheit befürwortet, in D nicht. Und nun? Sowohl in Deutschland beruht dies auf einer sauberen demokratischen Entscheidung als auch in Frankreich. Trotzdem komplett verschiedene Mehrheiten und Standpunkte zur Atomenergie. Sicher können Sie mir sagen, welcher dieser Staaten Ihrer Meinung nach ein undemokratischer Schurkenstaat ist, richtig?

Pit2020
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

@ DerDip 14. Januar 2022 um 12:52

Von der Schülerin, die gegen fehlenden Corona-Schutz vor ihrer Schule SICHTBAR demonstriert (Huh! So eine dreiste Göre … 😉 ) hin zu Vor- und Nachteilen von Demokratie – ja, da komme ich noch mit.

Aaaaaber dann den Schwenk zum Kommunismus … halte ich für … äh, verzichtbar. Warum? Nun, wir leben ja in einer Demokratie.

Spätestens ab „Atomenergie“ rutscht Ihr Beitrag in die Rubrik „Nebelkerzen-Weitwurf“.
Und erzählen Sie jetzt nichts von „Beispiele für demokratische Entscheidungen“, denn da würde jemandem wie Ihnen doch ganz bestimmt etwas einfallen, was näher am Ausgangsthema (zur Erinnerung: das war so was mit „Schule“) dran ist als Atomenergie?
(Verdammt! … Hoffentlich hat jemand heute am Freitag nach der letzten Stunde dran gedacht, nicht nur die Kaffeemaschine im Lehrerzimmer sondern auch den kleinen Atomreaktor im Keller auszustellen …) 😉

Pit2020
6 Monate zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

@Tulpenstengel
@Senkrechtstarter
https://www.youtube.com/watch?v=KINkD69rlkc
Besonders Minute 0:44 und 0:58 … geht sogar im Sitzen.

Stromdoktor
6 Monate zuvor
Antwortet  Pit2020

@Pit2020

Keine inhaltlichen Beiträge mehr. Noch nicht einmal mehr Support von den einschlägigen Verbündeten hier. Was ist los? Sie sind zunehmend isoliert??

Lehrer mit Seele
6 Monate zuvor

@ Redaktion
https://www.rnd.de/panorama/corona-in-hagen-schuelerin-verweigert-aus-angst-schule-mit-ungeimpften-2XVRWTA6UJEDZPDBS73M3RZDKQ.html

Jetzt ist das Jugendamt sogar schon Schulen gegenüber weisungsberechtigt? Wird ja immer schöner.

Sorry, Kinderschutz auf jeden Fall. Aber diese Behörde muss weg

E. Hulse
6 Monate zuvor

Nach meinem Wissen sind sowohl Geimpfte, als auch Ungeimpfte Träger des Corona Virus, somit ist es also hinfällig, dass sich Yasmin an Ungeimpften ansteckt. Durchseuchung mit Omikron scheint unausweichlich, und Yasmin kann es doch egal sein, ob ihre ungeimpften Klassenkameraden mehr leiden müssen, als sie als Geimpfte. Versucht sie krampfhaft sich ihren Weg in die Medien zu bahnen? Sie kann doch nicht vorschreiben, wer sich impfen lassen soll.

W.
6 Monate zuvor
Antwortet  E. Hulse

@E. Hulse
„Versucht sie krampfhaft sich ihren Weg in die Medien zu bahnen?“
Da gibt es ja noch andere Möglichkeiten:
Z.B. haben Sie sich mit Ihrem Post ( so wie jeder, der in den sozialen Medien postet ) doch auch krampfhaft den Weg in die Medien gebahnt.
Und nu?

Und was war nochmal Ihre Meinung zu den Leuten, die vor einigen Tagen bei einem „Spaziergang“ gegen Corona-Maßnahmen die eigenen Kinder als Schutzschild misbraucht haben?
Ich habe Ihren Post dazu offensichtlich übersehen. 😉
Bitte verlinken Sie einfach nochmal den Artikel von n4t, unter dem Sie auch dazu gepostet haben.

Stromdoktor
6 Monate zuvor

Aktuell gibt es keine Impfpflicht. Und es darf stark bezweifelt werden, dass eine solche für Kinder unter 16 Jahren jemals eingeführt wird.

Das Anliegen der Schülerin wird damit ins Leere laufen. Hierbei wird sie niemand unterstützen können/wollen.

Ob sie dann auf alternative Wünsche/Forderungen wie Einhaltung AHA+L, Distanzunterricht, Luftfilter einschwenkt, wie es hier als „perfektes Substitut“ gesehen wird, bleibt abzuwarten.

„Laura will ihren Freiluftunterricht solange durchziehen, bis hier alle geimpft sind…“ (14:20)

https://www.ardmediathek.de/video/aktuelle-stunde/aktuelle-stunde-oder-12-01-2022/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLTkwNDg0OTNjLWI5NDktNGU0OS04MWE0LTYwODYxZjM3MmJhMg/

Indra Rupp
6 Monate zuvor

Leute, es geht um eine 13 – JÄHRIGE!!! Ihr müsst doch nicht über jede Satzstellung oder Wortfindung philosophieren! Sie muss kein Konzept parat haben, wie man die Welt rettet oder allen gerecht wird. Und sie muss sich auch nicht mit medizinischen und virologischen Angelegenheiten auskennen. Das ist alles egal! Wenn Kinder zB gegen Krieg demonstrieren, wie Anfang der 2000er, weil sie merken, dass es wichtig ist, ein Zeichen und sich einzusetzen, dann mucken immer altkluge Erwachsene auf und versuchen die Kinder lächerlich zu machen und verweisen darauf, wie wenig Ahnung die doch von der Geschichte haben. In Wirklichkeit sind die Erwachsenen peinlich, wenn sie es für eine Leistung halten durch 40 Lebensjahre mehr als die Kinder, weiter als diese zu sein. Und es ist beschämend, wenn sie meinen, so lange wie diese Lebenserfahrung nicht vorhanden ist, den Mund halten zu müssen. Wenn die Kinder desinteressiert sind, dann wird auch wieder gemeckert. Um eine starke Persönlichkeit zu werden, muss man auch irgendwann anfangen, eine Meinung zu haben und zu äußern. Impfen ist wichtig und manche übernehmen hier keine Verantwortung für die Gemeinschaft. Das hat sie richtig erkannt und darauf sollte man aufmerksam machen. Spielt keine Rolle, wie genau es mit Omikron aussieht oder ob Impfpflicht gut wäre oder nicht. Warum reagieren Privilegierte der Mehrheitsgesellschaft nur immer so allergisch, wenn einzelne Benachteiligte auf sich Aufmerksam machen wollen? Angst über Machtverlust? Und warum müssen solche Benachteiligten dann immer das doppelte leisten um sich zu behaupten, nur weil sie die gleichen Chancen wie alle haben wollen? (Achtung Ironie) Was? Das Kind ist nicht Albert Einstein und Mutter Theresa in einem? Womit hat die dann Gleichberechtigung verdient?