Nach Eklat um verstorbene Kinder: KMK-Präsidentin legt ihr Twitter-Konto still – Debatte um „Schattenfamilien“

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KIEL. Nach dem Wirbel über eine Äußerung auf Twitter hat die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien, ihren Account in dem Dienst vorläufig deaktiviert. „Ich nehme mir einige Wochen Zeit, um darüber nachzudenken, ob und wie ich Twitter als Medium weiter zur Kommunikation nutze“, begründete die CDU-Politikerin am Montag diesen Schritt. Selbstkritik kommt bei ihr nicht auf. Dabei hatte Prien mit ihrem Post über die in der Pandemie verstorbenen Kinder ein Tabu gebrochen – und eine Grundsatzdiskussion ausgelöst, die auch den Ethikrat beschäftigt.

Vorerkrankte Kinder haben die Wahl: Bildung – oder Gesundheitsschutz. Beides ist derzeit für sie nicht zu haben. (Symbolfoto) Foto: Shutterstock

Auf Twitter sorgt eine Äußerung der KMK-Präsidentin im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie nach wie vor für Wirbel. Worum geht es? Eine Nutzerin hatte geschrieben: „Wir haben in den letzten 4 Wochen 17 tote Kinder gehabt. 17 – in VIER Wochen. Und es geht immer schneller. Bis Oktober 21 hatten wir 27 tote Kinder, seit Oktober 38. Also in 4,5 Monaten mehr als in 18 Monaten. Insgesamt sind 65 Kinder verstorben. FÜNFUNDSECHZIG.“ Prien antwortete am Freitagabend: „Bitte differenzieren: Kinder sterben. Das ist extrem tragisch. Aber sie sterben mit COVID_19 und nur extrem selten wegen COVID_19.“ Diese Antwort zog zahlreiche – teils auch beleidigende – Reaktionen nach sich. Viele werfen der Politikerin nun Empathielosigkeit vor und verlangen eine Entschuldigung.

„Man darf Dissens haben, aber man darf nicht als Kultusministerin tote Kinder verhöhnen. Frau Prien, treten Sie zurück!“

So schreibt der Arzt Dr. med. Marc Hahnefeld: „Puh Frau Prien. Echt Hardcore. Dass Sie ideologisch verblendet sind, war klar. Dass Sie hier tote Kinder verhöhnen, das ist eine neue Qualität.“ Der Familienanwalt Thorsten Frühmark postet: „Ein Schlag in das Gesicht von Eltern mit vorerkrankten Kindern, darauf hinzuweisen, dass Kinder nicht an, sondern mit Covid-19 sterben.“ Der Mediziner Dr. med. Christian Kröner meint: „Man darf Dissens haben, aber man darf nicht als Kultusministerin tote Kinder verhöhnen. Frau Prien, treten Sie zurück!“ Der Hashtag #Prienruecktritt trendete.

Die Diskussion wirft eine Grundsatzfrage auf: Darf der Staat Kinder, die vorerkrankt sind, in einen ungeschützten Präsenzunterricht nötigen – oder Schüler gar per Schulpflicht dorthin zwingen, wenn „nur“ deren enge Familienmitglieder vorerkrankt sind?

Bislang tut er das – und scheint dabei, so jedenfalls legt es Priens Tweet nahe, sich kaum um die berechtigten Sorgen der Betroffenen zu scheren. So wenige sind das nicht: Zwischen 3,2 und 3,4 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland weisen nach einer AOK-Erhebung Vorerkrankungen auf, die ein erhöhtes Risiko für schwere Covid-19-Verläufe mit sich bringen – das wären rund 400.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland. Wie viele Kinder mit vorerkrankten Vätern, Müttern oder Geschwistern zusammenleben, wird nirgends erfasst. Die Zahl der betroffenen Schülerinnen und Schüler dürfte aber insgesamt siebenstellig sein. Die Familien nennen sich selbst „Schattenfamilien“ – weil sich für ihre Sicherheitsbedürfnisse kaum jemand in der Krise interessiert.

„Wir haben Angst: Angst um die Gesundheit und das Leben unserer Kinder, von denen viele lebenszeitverkürzend erkrankt sind und eines besonderen Schutzes bedürfen. Angst um unsere Gesundheit und unser Leben, ständige Sorge zu erkranken und für unsere Kinder nicht da sein zu können“, so erklären Eltern.

Grundsätzlich gilt zwar, dass Kinder mit Vorerkrankungen vom Präsenz-Unterricht befreit werden können; eine ärztliche Empfehlung genügt meist. Einen Anspruch auf Distanzunterricht haben sie allerdings nicht, sodass den Familien faktisch nur die Wahl zwischen Gesundheitsschutz und Bildung bleibt. Noch schlechter sieht es für Schüler aus, deren Angehörige an einer Vorerkrankung leiden, die das Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf erhöht. Sie sind nicht auto­matisch vom Präsen­zunter­richt befreit. Anträge werden nur im Ausnahme­fall und befristet genehmigt.

Petra Bahr, evangelisch-lutherische Bischöfin von Hannover und Mitglied des Deutschen Ethikrates, zeigt trotzdem Verständnis für Prien. „Die Pandemie erinnert daran, dass das Leben fragil ist. Vielleicht ist das die eigentliche Kränkung: es gibt keine Sicherheit. Das Virus ist aber nicht das einzige Lebensrisiko. Ich wünsche mir einen klügeren Umgang mit Ungewissheit als den der wechselseitige Diffamierung“, so schreibt sie auf Twitter. Ein User antwortet: „Ich glaube nicht, dass es darum geht. Natürlich gibt es verschiedene Lebensgefahren, auch andere gefährliche Viren, aber kein anderes Virus mit einer so hohen und ja auch politisch geduldeten Inzidenz. ‚Wir kriegen es ja jetzt eh alle‘ ist für manche sehr bedrohlich.“

Bahr daraufhin: „Es geht um einen fairen Umgang mit unterschiedlichen Risikoeinschätzungen und – auch wissenschaftlichen – Bewertungen wegen der multiplen Folgen des jeweiligen Handelns. So oder so. Die Unterstellung, irgendwer wolle den Tod von Kindern, finde ich infam.“ Der Nutzer antwortet: „Aber was hier sichtbar wird, ist ja pure Verzweiflung angesichts politisch geduldeter Zustände, für die Zuständige in Verantwortung genommen werden. Das verstehe ich auch.“ Bahr fragt zurück: „Was würdest Du tun? Schattenfamilien brauchen deutlich mehr Unterstützung. Arme Kinder aber auch! Ich starre morgens vor der Schule auf die Tests. Sehe nur, dass mein Kind die Peer genau so braucht wie meine Umarmung.“

Eine betroffene Mutter mischt sich in den Dialog ein – und zählt auf, was politisch zu tun wäre: „Langfristig Online-Schule durch die Schule für Kranke, v.a. in Zeiten sehr hoher Infektionsgefahr. Recht auf Hybridunterricht. Kurzfristig #PraesenzpflichtAussetzen auch für Geschwisterkinder. Stattdessen werden Atteste in Frage gestellt, Zwangsgelder erhoben, Sorgen negiert. Wenn offiziell vom Jugendamt vorgeschlagen wird, die Risikoperson solle sich im Haushalt isolieren, damit der Rest in Präsenz soziale Kontakte haben kann, dann ist das zynisch. Zugang zu PCR-Tests hat man als Kontaktperson nicht mehr. Bis der Schnelltests anschlägt, ist es zu spät.“

Bahr antwortet daraufhin: „Hier ist das genau so möglich. Ich begleite Schattenfamilien und es gibt individuell zugeschnittene Lösungen.“ Woraufhin eine Mutter schreibt: „Überrascht es irgendjemanden, dass es für Familien, die von der Frau Bischöfin begleitet werden, individuelle Lösungen gibt? Wäre vielleicht schön, wenn man dafür keine Bischöfin bräuchte, sondern die Politik einfach ihre Arbeit machen würde.“

Das passiert aber nicht – im Gegenteil: Prien hat am Wochenende erklärt, „wir müssen raus aus einer Kultur der Angst an den Schulen.“ Wenn ab Mitte Februar, Anfang März geöffnet werde, müsse auch an Schulen gelockert werden. Konkret stellte sie ein Ende der Maskenpflicht im Unterricht sowie der Corona-Tests an Schülern in Aussicht. Von Schutz für „Schattenfamilien“, in deren Ohren das Gerede von einer „Kultur der Angst“ zynisch klingen muss, war dabei keine Rede.

Dafür räsoniert die Politikerin über ihre eigene Befindlichkeit. „Ich nehme mir einige Wochen Zeit, um darüber nachzudenken, ob und wie ich Twitter als Medium weiter zur Kommunikation nutze“, so begründet die CDU-Politikerin, dass sie sich zunächst von Twitter zurückzieht. Bei ihren Terminen im Land, in den Schulen, mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedenster Interessen erlebe sie eine andere Kultur als im Netz. „Auch kritisch und mit anderen Vorstellungen von den richtigen Lösungen, aber zivilisiert und mit Respekt im Umgang und an guten Lösungen interessiert.“ Wer sie erreichen wolle, dem stehe sie weiter über viele Wege zur Verfügung.

„Übergewichtige und Menschen mit Vorerkrankungen haben genauso ein Recht auf Gesundheitsschutz wie Gesunde“

Die Virologin Prof. Isabella Eckerle, Leiterin des Zentrums für Neuartige Viruserkrankungen an den Universitätskliniken in Genf (wo sie die Rolle der Kinder bei der Übertragung von Corona erforscht), schrieb hingegen schon vor Monaten auf Twitter: „Die Diskussion um schwere SarsCoV2-Infektionen & Todesfälle unter dem Vorzeichen ‚aber die waren ja vorerkrankt‘ finde ich höchst verstörend. Ganz besonders, wenn man über Kinder spricht. Ich kann dazu nur sagen, dass die kurze Zeit, in der ich selbst als klinisch tätige Ärztin gearbeitet habe, mich dankbar und demütig zugleich gemacht in Bezug auf die eigene Gesundheit. Nur ein paar Wochen Hospitation in einer Klinik würde vielen hier gut tun.“ Zudem betont sie: „Übergewichtige und Menschen mit Vorerkrankungen haben genauso ein Recht auf Gesundheitsschutz wie Gesunde.“ News4teachers

Familien mit vorerkrankten Angehörigen: Wenn die Schulpflicht lebensgefährlich wird

 

 

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John Rambo
3 Monate zuvor

Vielleicht ist diese Aussage hart, aber trifft in der Mitte:
Politiker die uns Führen, sind Produkt unseres Schulsystems.

Wenn ich jetzt unsere Führungskräfte anschaue, ohne Rucksicht, ohne Mitgefühl, geblendet mit Ideologie… ich frage mich was machen wir hier eigentlich? Was produzieren wir in unseren Schulen?

DerechteNorden
3 Monate zuvor
Antwortet  John Rambo

Also, die Schule kann nicht ausbügeln, was zuhause falsch läuft. Das war früher auch nicht anders.

Herr Müller
3 Monate zuvor
Antwortet  John Rambo

Ja, ja, für alles, was in der Gesellschaft verkehrt läuft, ist die Schule verantwortlich…
Genau anders herum ist es: Die Schule ist Spiegelbild der Gesellschaft. Alles das, was man „da draußen“ vorfindet, gibt es komprimiert im Mikrokosmos Schule.

John Rambo
3 Monate zuvor
Antwortet  John Rambo

Ich dachte, wenn es so gefährlich ist dass die Kinder in einer Pandemie zuhause bleiben (Misbrauch, Unterentwicklung, psyhische Störungen ….) dann ist die Schlussfolgerung die Schule sind einzige Orte die ’normale‘ Personen produzieren wird….
Aber wir wissen alle es ist nicht so.

Um mich klar auszudrucken, ich bin gegen Presenzpflicht in einer Pandemie.

Ich denke es ist gut und notwendig dass die Kinder Schule besuchen, aber nicht in einer Pandemie.
Diese Entscheidung sollte nicht von Politiker getroffen werden sondern die SuS oder Eltern sollten entschieden. Alternative sollte es geben.

Spende an der Familie die Präzenzpficht in der Pandemie vor Verfassungsgericht herausfordern will:
https://www.betterplace.me/praesenzpflicht-in-der-pandemie

Elly
3 Monate zuvor
Antwortet  John Rambo

Danke! Ich verfolge diesen Fall schon eine Weile und habe nun auch gespendet.

TaMu
3 Monate zuvor
Antwortet  Elly

Elly@ ich auch!

Stromdoktor
3 Monate zuvor
Antwortet  John Rambo

@AvL
Ich mag tatsächlich Ihre kurzen, knackigen Kommentare. Diese kommen immer mit einer gesunden Grundaggressivität und gelegentlich einer Portion Witz daher, ohne Grenzen zu überschreiten. In jedem Fall sehr unterhaltsam.

Was mir an mancher Stelle ein wenig zu kurz kommt, sind inhaltliche Einlassungen zum Thema. Insofern ist mir teilweise nicht ganz klar, wo ggf. Dissens oder Konsens besteht.

Ich bin mir sicher, Sie können wertvolle Kommentare veröffentlichen und Diskussionen führen. Für meinen Geschmack ziehen Sie sich aktuell aber weitesgehend auf die Rolle des kommentierenden Zaungastes zurück.

Ich teile Ihre Einschätzung, dass Fr. Prien die von Ihnen angesprochene Auszeit zur Selbstreflexion nutzen könnte.

Stromdoktor
3 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Verklickt…
Bezog sich auf die untenstehenden Kommentare von AvL.

Gute Nacht…

Minna
3 Monate zuvor

Wir haben gerade unseren Bußgeldbescheid bekommen, dabei hatte die Schule unseren Antrag gar nicht beschieden, sondern nur eine informelle Ablehnung per E-Mail geschickt. Aber mit dem Bußgeldbescheid waren sie schnell, so ein Tempo kenn ich von Behörden sonst gar nicht.
Inzidenz der Schule zu dem Zeitpunkt 8500, Vater gehört (Booster hin oder her) zur Risikogruppe, Kind sollte erst den vollen Impfschutz bekommen.
Danke Ties! Wisst ihr was, wir werden dieses beschissene Land, das alles verharmlost und uns ZWINGT, das Kind zu infizieren, verlassen. Wir wollen nicht zum Risikolevel „Unangeschnallt mit betrunkenem Autofahrer ohne Führerschein mitfahren“ GEZWUNGEN werden, sondern die FREIHEIT haben, uns im Winter zum Coronahöhepunkt zurückziehen zu können. Meine Verwandtschaft kommt aus Nordschweden, da ist traditionell im Winter nicht viel los und diesen saisonalen Rhythmus werden wir uns halt angewöhnen. Das geht. Man kann kreativ mit den Anforderungen umgehen. Man kann zum Beispiel auch Risikoklassen an den Schulen einrichten.
Ich werde mich nicht von unwissenschaftlichen, dummen Menschen herumkommandieren lassen. Es reicht. Aber richtig.

PS: Wenn Leute wie ich erstmal sauer sind, werden wir SEHR ungemütlich und zwar dauerhaft. Da hat sich schon manch einer gewundert.

Lehrer mit Seele
3 Monate zuvor
Antwortet  Minna

Ein nicht vorschriftsmäß abgelehnter Antrag gilt nach 6 Wochen als positiv beschiwden. Bitte Anwalt einschalten

Lessi
3 Monate zuvor
Antwortet  Minna

Liebe Minna,
ich freue mich für euch, weil ihr eine gute Lösung gefunden habt. Zieht das durch mit Nordschweden und berichtet von dort aus bitte öffentlich! Es ist furchtbar unmenschlich, eine Schande, wie Deutschland mit den Schattenfamilien (Risikopatienten) umgeht.

Alles Gute von Herzen!

A.H.
3 Monate zuvor
Antwortet  Minna

Liebe Minna, geht Schweden denn inzwischen besser mit dem Schutz der Älteren um?

Elly
3 Monate zuvor
Antwortet  Minna

Liebe Minna, ich kann das sehr gut verstehen und ich würde auch auswandern, wenn mein Sohn nicht schon 18 wäre. Deutschland ist keine Demokratie.

Elly
3 Monate zuvor
Antwortet  Elly

(Anmerkung: hat Schweden aber nicht auch eine Präsenzpflicht?)

Minna
3 Monate zuvor
Antwortet  Minna

Vielen Dank für den Zuspruch!

Das war missverständlich: wir werden nicht nach Nordschweden ziehen (wir wollen noch weiter weg). Allerdings hat Schweden seit Jahren Luftfilter und achtet auf Lufthygiene, die Möglichkeit, unkompliziert für Monate ins Ausland zu gehen (viele Schweden sind im Winter länger in Thailand) und deutlich mehr Krankentage für Eltern.
Und warmes Wasser, Seife und Papier auf den Toiletten …

Stromdoktor
3 Monate zuvor

„Selbstkritik kommt bei ihr nicht auf“

Im Rahmen einer ganzheitlichen Berichterstattung sollte fairerweise ergänzt werden, dass Fr. Prien z.T. Empfänger „unsachlicher Kritik“ wurde. Oder wie es der NDR formulierte:

„Neben sachlicher Kritik, enttäuschten oder wütenden Tweets, reagierten auch viele User mit hetzerischen und menschenverachtende Tweets“

https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Wegen-heftiger-Kritik-Prien-deaktiviert-Twitter-Account,prien392.html

Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn N4T über die ganze Dimension solcher Vorkommnisse berichten würde. Anderen gelingt dieses ja auch, ohne die berechtigte Kritik an der Äußerung zu vernachlässigen.

Ja, die Schadenfreude dürfte bei vielen groß sein. Und ja, bisher wurden rote Linien bei N4T (noch) nicht überschritten. Mit dem Bericht bewegt man sich aber schon sehr nahe an dieser Grenze, wenn man in diesem Kontext persönliche Bedrohungen nicht erwähnt und von fehlender Selbstkritik fabuliert.

Ggf. hat Fr. Prien aktuell einfach Angst. Soll es ja manchmal geben. Speziell vor dem persönlichen Hintergrund:

„Karin Prien wuchs zunächst in den Niederlanden auf, wohin ihre Großeltern mütterlicherseits Anfang der 1930er-Jahre vor dem in Deutschland aufkommenden Nationalsozialismus geflohen waren.[2] Später siedelte sie nach Deutschland über.

Nach dem Abitur 1984 in Rheinland-Pfalz studierte Prien Rechts- und Politikwissenschaften in Bonn. Von 1986 bis 1989 war sie studentische Mitarbeiterin von Friedbert Pflüger (CDU), dem Pressesprecher des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker (CDU). Auf das 1. Staatsexamen 1989 folgte 1991 nach einem Postgraduiertenstudium in Amsterdam der Master of Laws (LL.M.) und 1994 das 2. Staatsexamen in Celle. Seit 1994 ist sie selbständige Rechtsanwältin mit Schwerpunkt Wirtschafts- und Insolvenzrecht in Hannover, Leipzig und Hamburg. Seit 2008 ist sie Fachanwältin für Handels- und Gesellschaftsrecht, seit 2011 auch Mediatorin.[3][4]

Karin Prien ist mit dem Rechtsanwalt Jochen Prien verheiratet und hat drei Kinder.[5] Sie ist die Ururenkelin des jüdischen Düsseldorfer Kaufmanns Salomon Hartoch.[6]“

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Karin_Prien

Realität
3 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Frau Prien ist Juristin = ganz auf dem Kopf gefallen kann sie nicht sein.
Ich habe ihren Twitter-Tweed gestern auch gelesen. Mir ist es im Hals stecken geblieben.
Sie verweisen hier auf ihren jüdischen Hintergrund. Gerade mit diesem sollte sie meiner Meinung nach extremst sensibel sein, wie sie ihre Aussagen formuliert.

Es ist vollkommen egal, ob ein Kind an oder mit Corona stirbt. Alleine diese Äußerung ist „nicht gerade kinderlieb“. Wir sprechen hier immer noch von Menschenleben und vor allem von Menschen, die ihr Leben noch vor sich haben.
Für mich hat ihre Äußerung den faden Beigemschmack: Kollateralschaden. Egal, ob das Kind an Corona oder an etwas anderem gestorben ist. Ihr scheint es egal zu sein solange es nicht ihre Kinder betrifft.

Bevor jetzt eine Antwort kommt, dass der Tod dazugehört… Ja, das wissen wir alle, aber ihr Job ist die Fürsorgepflicht gegenüber den Kinder. Wenn Eltern ihre Kinder schlagen oder einem anderen Risiko aussetzen, werden die Kinder ihnen weggenommen. Ergo (meiner Meinung nach): Frau Prien sollte sich einen anderen Job suchen.

Ich hätte mir als Selbstkritik von Frau Prien gewünscht, dass sie sich für ihre Aussage entschuldigt und sich zum Schutz der Kinder und Jugendlichen in den Schulen bekennt. Wenn der Teufel stimmt, dann stehen wir im Herbst/Winter wieder vor demselben Problem und bis dahin haben die KM wieder nichts für ansatzweise sichere Schulen gemacht.

Ich stimme ihnen zu, dass die Art und Weise, wie Menschen auf Twitter reagiert haben unter aller S** ist. Aber bitte bedenken sie auch, dass ein ähnlicher Umgangston auch von Seiten der KM gegenüber ihren „Schutzbefohlenen“ (Lehrer und Schülern) gezeigt wird. Ich spreche da leider aus eigener persönlicher Erfahrung, sowohl während der Coronakrise als auch schon vorher.
Ich verweise hier einfach mal auf die Aussage von Gerhart Schröder: Lehrer sind faule Säcke.
Dies war damals auch kein angemessener Umgangston.

Wir wollen genau dasselbe, was die Politiker für sich in Anspruch nehmen. Einen möglichst geschützten Arbeitsplatz. Wieso hat der nds Landtag Luftfiltergeräte und Plexiglaswände und nach jedem Redner wird das Pult desinfiziert?
Es entsteht der Eindruck der „Zweiklassengesellschaft“, die Politiker und die Anderen. Vielleicht sollte das bei der angespannten Stimmung auch einmal mit berücksichtigt werden.

Fazit: Es muss ein faires, menschenwürdigendes Miteinander her. Die Politiker müssen damit anfangen und die anderen Menschen (Nichtpolitiker) müssen mitmachen. Vielleicht mal nicht gleich die Diäten erhöhen, aber alleine bei der letzten Nullrunde wollte der nds Landtag ja nicht mitspielen. Das wäre ein erstes Zeichen gewesen, dass es ansatzweise eine Gleichheit in der Gesellschaft gibt.
Solange es die nicht gibt, bleibt das Problem bestehen. „All animals are equal, but some are more equal than others.“…

AvL
3 Monate zuvor
Antwortet  Realität

Danke

Stromdoktor
3 Monate zuvor
Antwortet  Realität

@Realität und @Redaktion
Vielen Dank für Ihr ausführliches Feedback zu meinem Kommentar!
Als ich mir den Beitrag auf Wikipedia zu Fr. Prien angeschaut habe, bin ich zunächst der Frage nachgegangen, ob sie ggf. keine eigenen Kinder hat – das hätte eine gewisse Empathielosigkeit für mich erklärt (jedoch nicht entschuldigt). Angesichts ihres Geburtsdatums (war mir auch nicht präsent) gehe ich davon aus, dass ihre drei Kinder ggf. schon aus dem schulpflichtigen Alter heraus sind und sie deswegen einen gewissen emotionalen Abstand zu den Sorgen und Nöten der LuL sowie insbesondere zu betroffenen Eltern vorerkrankter Kinder hergestellt hat.

Kurzum: ich wollte mir ein eigenes Bild über die Motivationslage von Fr. Prien machen, welche über die polarisierenden Deutungen in die eine (#RücktrittPrien) bzw. andere Richtungen (Solidaritätsbekundungen mit Fr. Prien) hinausgehen.

Die Information über ihren jüdischen Hintergrund habe ich in dem Eintrag auf Wikipedia ebenfalls erst initial wahrgenommen.

Bei meiner „Kurzrecherche“ bin ich auch auf ihre Positionierung zu Hrn. Maaßen und der Mitgliedschaft in der CDU gestoßen.

Mit meinem nun „brandaktuellen“ Wissen fasse ich einmal für mich zusammen:

1) Es ist für mich eher unwahrscheinlich, dass Fr. Prien sich mit der „Querdenker-Fraktion“ (müsste mir N4T in einer ruhigen Minute einmal erläutern, wer in unter diesem Begriff subsummiert wird) gemein machen möchte. Ich sehe sie eher einen Interessenkonflikt zwischen den Eltern, die vehement einen Präsenzunterricht fordern und den Teilen der Elternschaft, die besseren Gesundheitsschutz an Schulen stärker gewichten. Sie bewegt sich argumentativ auf einem schmalen Grat, hat eine unzulässige Schlussfolgerung gezogen und wird hierfür zurecht kritisiert.
2) Ich vermute hinter ihrem „Beitrag“ auf Twitter den angedeuteten Interessenkonflikt. Gerne möchte ich ihr unterstellen, dass sie für sich eine Abwägung zwischen Vor- und Nachteilen des Präsenzunterrichtes vorgenommen hat und diese Position (in diesem Fall pro Präsenzunterricht) nachdrücklich vertritt. Leider hat sie und das gesamte System keine Lösung für die berechtigten, individuellen Bedürfnisse von Familien mit Vorerkrankungen und dem Gesundheitsschutz der LuL vor Ort. Hier werden für mich die „Lücken“ in der Argumentation deutlich. Die Verallgemeinerung, dass Covid-19 keine Opfer unter Kindern fordert und falls doch, diese „lediglich“ an Vorerkrankungen litten, ist für mich daher ebenfalls nicht tragbar.

Letztlich zahlt Fr. Prien jetzt ihren Preis dafür.

Ob wir in der Diskussion in den sozialen Medien so miteinander umgehen sollten, möchte ich anzweifeln. In beide Richtungen gesprochen.

Abschließend ist mir persönlich aufgefallen, dass ich zu den Hintergründen vieler Beiträge erst einmal selber recherchieren muss. In diesem konkreten Fall erst einmal zur Person – um den Background (insbesondere Familie) halbwegs zu verstehen. Im weiteren Verlauf auf Twitter zu verschiedenen Tendenzen der Kommentare und ggf. vorhandener Differenzierungen. Und letztlich auch in anderen Online-Artikeln…hier bin ich auf das Thema „menschenverachtende“ und „hetzerische“ Tweets gestoßen. Für mich stellt es zumindest eine menschlich nachvollziehbare Reaktion dar, das Thema „Selbstkritik“ aktuell nicht in den Vordergrund zu stellen.

Ich würde mir seitens N4T mehr Mut wünschen, die Leserinnen und Leser hier vollumfänglich zu allen Facetten der Ereignisse zu informieren. Wir sind alle erwachsen genug, um uns eine Meinung zu bilden, die im Kern hier trotzdem konsensfähig ist.

@Realität:
Ihr Fazit möchte ich 100%ig unterschreiben. Der Anfang muss aus der politischen Klasse kommen. Hier ist mir das nachfolgende Bild von der gestrigen Bundestagswahl noch präsent, welches exakt in Ihre Kerbe schlägt:

(Die Kommentare auf Twitter hierzu kann ich ebenfalls empfehlen. Leider gibt es keine seriösere Quelle für das Foto außerhalb dieser Plattform)

https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/what-a-shit-show-ex-nationalspieler-ruegt-bundesversammlung-79139406.bild.html###wt_ref=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F&wt_t=1644862190591

Alle weiteren Quellen hier:
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/hans-georg-maassen-cdu-ministerin-karien-prien-fordert-parteiausschluss-a-bdace6ac-142a-466e-8cbd-bcf8f6a24e02

https://www.deutschlandfunk.de/fackelzuege-und-mordplaene-radikalisierung-der-querdenker-szene-100.html

lk in nds
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

@Redaktion
Verstehe ich das richtig, dass Sie Frau Prien eine Nähe zur Argumentation der Querdenker vorwerfen?

Wieso geben ärztliche Befunde der (unbedachten) Aussage von Frau Prien sachlich recht, sodass sie sich eben nicht „überwiegend auf Informationen beruft, die von Experten als falsch oder stark vereinfachend eingestuft werden.“ (Nachzulesen nicht in der Springerpresse, sondern hier: https://www.tagesschau.de/faktenfinder/covid-kinder-hospitalisierungen-101.html – Sie verweisen ja gerne mal auf „unseriöse Quellen“, wenn hier gegen Ihre Artikel argumentiert wird).

Dementsprechend sehe ich es als doch recht eigenwillig an, wenn Sie hier keinen Unterschied zwischen „an und mit Corona versterben“ machen wollen, wenn Fachärzte dies tun. Das erweckt für mich den Eindruck, als sei N4T eine der letzten Bastionen der No-Covid-Strategie.

Menschen argumentieren bezüglich Corona eben rational oder emotional.

Dirk Z
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

@Redaktion: @lk in nds hat geschrieben, daß sie den Eindruck hat, daß N4T eine der letzten Bastionen der No-Covid-Strategie ist.
Ehrlich gesagt habe ich auch diesen Eindruck. Sie verweisen streng auf die S3-Leitlinien und was auch immer deutlich wird ist das Gefühl, daß es neben der Wissenschaft nichts anderes gibt.
Wenn irgendwo belegt wird, daß eine FFP2-Maske besser schützt, dann mag das für bestimmte Situationen auch zutreffen. Aber zu dem Ganzen gibt es auch weitere Einflüsse, die sich durch die konsequente Umsetzung der S3-Leitlinien ergeben. Das gilt auch für die weiteren Punkte der S3-Leitlinie. Und Kritik hierzu ist meines Gefühls her nicht erwünscht- man hat es so umzusetzen und das ist Gesetz. Das ist ein typisches Verhalten, was man von autoritären Personen kennt.
Von Frau Prien halte ich im allgemeinen auch nicht sehr viel, weil sie oft wankelmütig ist, aber sie bewusst in die Querdenkerecke abzuschieben, ist ein sehr starkes Stück. Aber sie gehört zu den Personen, die nicht nur auf die Wissenschaft vertraut. Und das bitte sollten Sie auch respektieren.

DerechteNorden
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

@Dirk Z: „No covid“ fordert oder erwartet hier niemand. Seltsam, wie Sie auf so etwas kommen.
Allen ist aber wichtig, dass Menschen in Schulen den Schutz erhalten, der ihnen gebührt. DAS ist aber de facto nicht der Fall. Und Menschen, die in Schulen tätig sind, bestätigen das.
Die Politik tut aber so, als wären Schulen nicht nur sichere Orte, sondern auch Orte, an denen alles läuft, wie es laufen sollte. Außerdem wird so gut wie nirgends berichtet, wie es in Schulen derzeit wirklich aussieht. Alle sind am Limit. Aber nicht einmal das wird eingestanden. Frau Prien haut außerdem regelmäßig noch drauf (Stichwort: „Richtig lüften“).
Ohne New4Teachers hätten wir gar keine Plattform, die unsere Sorgen darstellt.

Dirk Z
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

@Redaktion: „Unser Job als JournalistInnen ist es, darauf hinzuweisen. …“. Ich empfinde, daß dies von Ihnen nur recht einseitig erfolgt, nämlich in Richtung unbedingte strenge Einhaltung der S3- Richtlinien ohne Berücksichtigung der Folgen aus phychologischer Sicht usw.
Ich bin ja nicht der einzigste, der das so empfindet. Arbeiten Sie bitte daran und finden Sie eine Balance zwischen den S3-Richtlinien und den Rest.

@DerechteNorden: Eine Plattform nützt nichts, wenn es hier ein Sammelbecken von unbedingten S3-Leitlinienbefürwortern im Kommentarbereich ist und jegliche gegensätzliche Meinung scharf angegangen wird. Das hat bei vielen sehr narzisstische Züge angenommen. Diejenigen, die alle Massnahmen satt haben und auch eine absolute Notwendigkeit für Lockerungen, die inzwischen auch geboten sind, sehen, trauen sich nicht mehr hier reinzuschreiben ausser einige sehr wenige Ausnahmen wie mich. Und von daher ist diese Plattform zur notwendigen Lösung auch nicht unbedingt geeignet.

Stromdoktor
3 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

*Bundespräsidentenwahl

Klugscheisser
3 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Präsenzunterricht und sicherer Unterricht hätten sich nicht zwingend ausgeschlossen.
Aber dafür waren die Kosten zu hoch. Für die Absicherung der Landestage,Bundestage, Ämter war das Geld da. Ich habe zwei (!) Monate auf meine Perso gewartet, weil immer nur eine handvoll Bürger empfangen worden sind.

Die gesparten Kosten zahlen jetzt und in naher Zukunft die KuJ und das Gesundheitssystem.

Lessi
3 Monate zuvor
Antwortet  Realität

Da gehe ich in allen angesprochenen Punkten absolut mit.
Warum entschuldigt sie sich nicht? Was ist daran zu schwer, zu konstatieren, etwas zu unsensibel formuliert zu haben? Wo bleibt ihre Vorbildfunktion?
Frau Prien sollte jetzt zeitnah (nicht erst in ein paar Wochen) sich bei den Betroffenen, die ein Kind verloren haben oder deren Kinder wegen Langzeitschäden immer noch leiden, entschuldigen oder wenigstens, wenn sie dies nicht vermag, noch Bruchstücke von Charakter beweisen und zurücktreten.
@Stromdoktor: Gerade wegen der furchtbaren Vergangenheit ihrer Großeltern und Eltern hätte ich von Frau Prien als Präsidentin der KMK mehr Sensibilität, Menschlichkeit, Geradlinigkeit- zusammengefasst: Achtung vor dem Leben (egal, welches) erwartet! Zu Beginn des Jahres heftete ich meine Hoffnung an diese Frau. Die ist nun fort. Ihre Äußerungen wie ,,Angstmodus“ und ,,Panik“ ist aus dem Munde einer Person, die eine hohe Verantwortung für Schutzbefohlene trägt, ihres Amtes unwürdig- widerlich zynisch. *enttäuscht*

Lessi
3 Monate zuvor
Antwortet  Lessi

Korrektur: egal welches… ein Komma weg! 😉

Ogg
3 Monate zuvor
Antwortet  Realität

„Sie verweisen hier auf ihren jüdischen Hintergrund. Gerade mit diesem sollte sie meiner Meinung nach extremst sensibel sein, wie sie ihre Aussagen formuliert.“

Tatsächlich? Gerade mit DEM Hintergrund sollte sie irgendwas extremst können? Darf ich hier um eine Erklärung bitten?

Sie soll nicht einfach für ihren Job qualifiziert sein und für ihre Fehler einstehen, „extremst“ soll es sein, weil einer der Vorfahren jüdisch war?

potschemutschka
3 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Gerade mit ihrem familiären, jüdischen Hintergrund, sollte Frau Prien vorsichtiger mit ihren Tweets sein. Man könnte ihre Aussagen sehr leicht falsch interpretieren. Erst denken, dann tweeten!

potschemutschka
3 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

P.S. Sie wünscht sich Respekt im Umgang. War ihre Äußerung zu den verstorbenen Kindern respektvoll?

Lessi
3 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Als Politiker*in ist es vielleicht angemessener, auf Twitter ganz zu verzichten, glaube ich. Wenn Politiker tweeten, an wen muss ich da automatisch denken?
Alles ein seltsames Bei- Gschmäckle! 😉

Ogg
3 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Wieso sollte sie um Himmels Willen gerade mit diesem Hintergrund vorsichtiger bei ihren Tweets sein? Was könnte man da anders lesen, als das, was da gerade steht? Sind die Buchstaben anders? Schreibt sie von rechts nach links?
Echt jetzt, man fragt sich doch wirklich „potschemu“.

Thomas Baader
3 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ich halte den Verweis auf den jüdischen Hintergrund von Frau Priens Kindern für latent antisemitisch. Irgendwo dort versteckt sich in der Argumentation eine Verharmlosung des Nationalsozialismus.

Bernd
3 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Wo Sie auf den jüdischen Familienhintergrund verweisen: Gibt’s die Unterscheidung „mit“ und „an“ eigentlich auch bei Opfern des Nationalsozialismus? Oder gäb’s da – zurecht – einen empörten Aufschrei, wenn das jemand versuchen würde?

Enjoy your chicken Ted!
3 Monate zuvor
Antwortet  Bernd

Bei Erwachsenen wird komischerweise nicht in Frage gestellt, dass Covid eine schwere Erkrankung darstellt. Warum also bei Kindern? Langzeitfolgen sind bei Kindern einfach noch nicht absehbar, also warum sollten wir unsere Kinder nicht genauso schützen wie z.B. die Menschen Ü60? Da sieht man die Menschenverachtung mancher deutscher Mitbürger, inklusive Frau Prien. Sie hat einfach den Vogel abgeschossen und soll endlich ihren Sessel räumen

Salentin
3 Monate zuvor
Antwortet  Bernd

@Bernd, wie war das noch mit den unsäglichen Vergleichen mit dem Nationalsozialismus und der Verharmlosung desselben alleine dadurch……. ?!?

Bernd
3 Monate zuvor
Antwortet  Salentin

Ich vergleiche nichts mit dem Nationalsozialismus. Ich vergleiche den Respekt, mit dem man über Opfer spricht.

Salentin
3 Monate zuvor
Antwortet  Bernd

@Bernd, hier, das hatten Sie gefragt:
„Gibt’s die Unterscheidung „mit“ und „an“ eigentlich auch bei Opfern des Nationalsozialismus?“

Bernd
3 Monate zuvor
Antwortet  Bernd

Genau. Ich weiß schon, was ich tue.

Thomas Baader
3 Monate zuvor
Antwortet  Bernd

„Gibt’s die Unterscheidung ‚mit‘ und ‚an‘ eigentlich auch bei Opfern des Nationalsozialismus?“

Auweia, Bernd. Wenn Sie selber nicht sehen, warum dieser Vergleich, statt nur zu hinken, bereits schon am Boden liegt…

Ich erkläre es mal in Kurzform: Auch wenn die Redaktion hier es anders sehen mag, die Unterscheidung zwischen „an Corona“ und „mit Corona“ ist keine Querdenker-Erfindung, sondern aus wissenschaftlicher Sicht berechtigt. Wer an einem Herzinfarkt stirbt, während er coronapositiv war, ist nun mal kein Opfer der Pandemie. Um die Tödlichkeit des Virus bzw. seiner Varianten ermitteln, muss natürlich auf diejenigen abgehoben werden, bei denen die Corona-Erkrankung auch den Tod herbeigeführt hat. Alles andere macht keinen Sinn.

Thomas Baader
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Liebe Redaktion,
pseudowissenschaftlich ist es immer nur dann, wenn die Information nicht vorliegt. Liegt sie vor, ist es im Gegenteil wissenschaftlich, den Herzinfarkttoten nicht in die Coronatoten miteinzuberechnen.

Sie sagen, Frau Prien darf sachlich kritisiert werden. Dem stimme ich zu. Die Methoden des RKI dürfen auch sachlich kritisiert werden. Das Statistische Bundesamt zählt übrigens anders als das RKI.

Mika
3 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Nun, ich sage mal so: wer sein Segel hart in den Wind stellt, sollte sich nicht wundern, dass der Wind auch reinbläst. Niemand hat Frau Prien gezwungen, diesen mehr als unsensiblen Tweet abzusetzen. Niemand hat sie gezwungen, den Schutz von Kindern mit Vorerkrankungen als weniger wichtig gegenüber dem Öffnungsbedürfnis anderer Kreise einzuschätzen und dies der Öffentlichkeit mitzuteilen. Es war ihre Entscheidung, und mit der Reaktion der Öffentlichkeit muss sie nun umgehen. Ich fände Selbstkritik angemessen, nur glaube ich nach zwei Jahren Pandemie nicht mehr daran, dass auch nur einer aus der Riege der glorreichen 16 KuMis zur Selbstreflexion fähig ist.

AvL
3 Monate zuvor
Antwortet  Mika

„Die Glorreichen 16“ ist in satirischer Hinsicht ein sehr treffend gewählter Begriff, und danke auch für ihren sehr gut zusammenfassenden Kommentar.

TaMu
3 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Falls Frau Prien ganz einfach Angst hat, sollte sie diese auch anderen zugestehen. Wenn Sie ihre jüdischen Wurzeln ansprechen, muss man dazu sagen, dass im 3. Reich nicht nur Juden Angst hatten, sondern auch vorerkrankte Menschen. Das Leben vieler Vorerkrankter wurde als „Unwert“ abgetan und sie haben jeglichen Schutz von staatlicher Seite verloren. Gerade wenn auf Wurzeln verwiesen wird, die unter dem damaligen Denken und Handeln aufs Schwerste gelitten haben, sollte man heute in einer Machtposition besonders achtsam sein und nicht unterscheiden zwischen „von“ und „mit“. Ich erdreiste mich als Nichte einer Epileptikerin, die Nazideutschland unter dem Schutz einiger „Bischöfe“ überlebt hat, hier zu schreiben, denn normalerweise fürchte ich mich vor sämtlichen Einlassungen auf den Holocaust. Aber wäre meine Tante nicht persönlich durch Beziehungen geschützt gewesen, wäre sie nicht am Gas, sondern mit dem Gas gestorben, da sie geistig und körperlich vorerkrankt war. Sie ist dann übrigens 86 Jahre alt geworden. Mir ist klar, dass damals ein Vernichtungswille dahinter stand im Gegensatz zu heute. Heute scheint es zum billigenden Inkaufnehmen zu werden, das sich durch die Gesellschaft zieht. „Mit dem Risiko leben lernen müssen“, das müssen Schattenfamilien schon immer. Aber man setzt deshalb geliebte Menschen nicht mutwillig der Gefahr aus, nur weil man sich sowieso an den drohenden Verlust gewöhnen muss. Mir fehlt hier grundsätzlich genauso die Empathie wie „damals“, nur darf man das heute glücklicherweise sagen und auch einfordern und zwar im Namen aller Menschen, die jemals unter dieser Angst gelitten haben, also auch im Namen der Familie von Frau Prien.

AusderPraxis
3 Monate zuvor
Antwortet  TaMu

Danke für den guten Kommentar, TaMu!
Auch ein Bruder meiner Mutter, der eine geistige Störung hatte, möglicherweise Schizophrenie, ist nicht AN, sondern MIT dieser Störung 1943 als 12-jähriger gestorben.
Als „Patient“ in einem Kinderkrankenhaus, in das er zwangseingewiesen wurde!
Für meine Großeltern war es ein sehr geringer Trost, dass er „vorerkrankt“ war!

TaMu
3 Monate zuvor
Antwortet  AusderPraxis

Aus der Praxis@ das tut mir bitter leid für Sie und Ihre Familie. Aus Erfahrung weiß ich, dass Angst und Grauen in der Familie bleiben, selbst wenn jemand überlebt hat. Ich bin traurig, dass Ihr 12jähriger Onkel und seine Familie das erleben musste. Es sind nicht ausschließlich jüdische Familien Opfer geworden, aber allen ist gemein, dass die Gefühle in der Familie weiter gegeben wurden. Ich wünschte mir von Frau Prien Verständnis für die Schattenfamilien von heute, gerade weil ihr Ururgroßvater laut Stromdoktor die Schattenfamilie damals war. Wir sollten Lichtfamilien erschaffen, die durch unsere Gemeinschaft beschützt sind. Es soll nie mehr Kinder und Erwachsene geben, die von vornherein zur Disposition stehen. Ich wünschte mir, dass Frau Prien innerlich an diese Stelle kommt, wenn sie sich schon zum Nachdenken zurück gezogen hat. Hat denn außer den selbst betroffenen deutschen Familien irgendjemand Mitleid mit den sogenannten „Blöden“, die ins Gas geschickt wurden? Oder gibt es immer noch dieses gemeinschaftliche Denken, dass „es besser so war“? Ich bekomme jetzt erst diese Zweifel. Corona holt wirklich alle offenen Fragen ans Licht. Wo stehen wir als Gesellschaft? Wieviel ist uns vorerkranktes Leben wert, wenn es um unsere „Freiheit“ geht?

Pit2020
3 Monate zuvor
Antwortet  TaMu

@TaMu

„… aber allen ist gemein, dass die Gefühle in der Familie weiter gegeben wurden.“
Dazu gibt es mittlerweile etliche Ansätze der Forschung, das noch tiefer zu ergründen. Als erwiesen gilt es schon längst, dass Stress quasi „vererbt“ wird an nachfolgende Generationen.
Die verlinkte Doku läuft etwa eine halbe Stunde und geht auch auf diesen Punkt ein (mit den drolligen kleinen Mäuslein).
Das Gute ist: Die Doku wurde schon 2019 hochgeladen, sie ist also garantiert „Corona-frei“! 😉
https://www.youtube.com/watch?v=ede8zveSHRk

Wer sich speziell mit der Problematik der „Weitergabe“ von traumatischen Erlebnissen durch die Zeit von 1933-45 beschäftigen möchte, dem sei Sabine Bode empfohlen – sie war die erste, die „schon“ in 2012 dieses „heiße Eisen“ angepackt hat.
(Nicht verwechseln, es gibt 2 Autorinnen namens Sabine Bode!)
Es gibt 3 Bücher:
ISBN 978-3-608-94797-7 („Kriegskinder“)
ISBN 978-3-608-98052-3 („Nachkriegskinder“)
ISBN 978-3-608-94808-0 („Kriegsenkel“)

Von derselben Autorin ISBN 978-3-608-98064-6
>»Die Kölner Journalistin hat sich umgehört unter ihren Landsleuten. Entstanden ist dabei eine Art Collage kurzer Psychogramme der deutschen Seelenlage, gespeist aus Interviews mit Politikern, Managern, Journalisten, Schriftstellern und Wissenschaftlern.« Thomas Speckmann, Die Welt <

TaMu
3 Monate zuvor
Antwortet  TaMu

Pit2020@ danke!

Pit2020
3 Monate zuvor
Antwortet  TaMu

@TaMu 16. Februar 2022 um 11:24

Gern geschehen. 🙂

Echt
3 Monate zuvor

Endlich wird deutlich worum es geht. Vielfach wird den Vorsichtigen unterstellt, sie plädieren für geschlossene Schulen und wären einfach nur überängstlich. Darum geht es aber nicht. Es geht um das Grundrecht auf die körperliche Unversehrtheit und wie dem entsprochen werden kann. Das „Augen zu und durch“ – Prinzip ignoriert und delegitimiert die berechtigten Sorgen vieler Familien.
Leider befürchte ich, dass entsprechende Medien wieder jegliche konstruktive Diskussion, durch bewußte Polarisierung zu unterdrücken versuchen und die gesellschaftliche Spaltung durch Freude an der Diffamierung kritischer Meinungen weitervorantreiben.

Elly
3 Monate zuvor
Antwortet  Echt

Echt: genau. Und es geht ebenfalls darum, dass Kinder keine Menschen zweiter Klasse sein dürfen. Präsenzpflicht und Luftfilter für alle oder für keinen. Dieses „sie tranken heimlich Wein, und predigten öffentlich Wasser“ ist so ungeheuerlich zynisch, kein Vorbild für die Kinder. Einfach nur schlimm.

Lanayah
3 Monate zuvor
Antwortet  Elly

Sie trinken den Wein ja nicht mal heimlich. Das macht es noch krasser.

Stromdoktor
3 Monate zuvor

Nachtrag:
„Dafür räsoniert die Politikerin über ihre eigene Befindlichkeit“

Man möge sich eine derartige Wertung einmal in Bezug auf andere Themen vorstellen, wo Menschen bedroht und verunglimpft werden – aus welchem Anlass heraus auch immer.

Scheinbar gelten Grundrechte auf N4T nicht für Kultusministerinnen und Kultusminister bzw. sind nicht einmal erwähnenswert.

Ich kann da nur mit dem Kopf schütteln…

Unerträglich
3 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Ich schüttel bei jedem deiner Beiträge mit dem Kopf Stromdoktor.

Stromdoktor
3 Monate zuvor
Antwortet  Unerträglich

Es gibt einen tollen Trend, der mir zur Ihrem Kommentar einfällt:

Es geht ja mittlerweile stark zum „Du“, wie Sie richtigerweise erkannt haben.

Um seine Bereitschaft hierfür zu signalisieren, wird vermehrt in der E-Mail-Signatur folgende Lösung gewählt:

*************************

Mit freundlichen Grüßen
Herr Unerträglich

#gerneperDu
*************************

Ich würde „Dein“ Angebot aber auch ohne diesen Umweg annehmen.

Megalodon
3 Monate zuvor
Antwortet  Unerträglich

@Unerträglich, ICH schüttle bei jedem deiner Beiträge den Kopf. Ich habe hier noch nie jemand so unsympathischen getroffen wie dich.

AvL
3 Monate zuvor
Antwortet  Megalodon

Bei dem ganzen Schütteln sollten sie sich dann aber bei einem Orthopäden vorstellen.

Unerträglich
3 Monate zuvor
Antwortet  Megalodon

Das Kompliment kann ich leider nicht zurück geben. Ich möchte dich aber auch garnicht kennenlernen Megalodon.

DerechteNorden
3 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Dass Frau Prien Hassnachrichten ausgesetzt ist, geht natürlich gar nicht. Und wer Relativierung mit Hass begegnet, muss belangt werden. Kritik ist okay , Hass und Hetze sind es niemals, egal WIE schxxxx ein Tweet ist.
Tatsache bleibt trotzdem, dass der Tweet von Frau Prien daneben und ihres Antes unwürdig war.

AvL
3 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Frau Prien könnte jetzt einmal während ihrer Auszeit darüber reflektieren, ob sie selbst ausreichend viel dazu beigetragen hat, damit die mit familiären Risikoerkrankungen behafteten Schattenkinder und die noch nicht ausreichend geimpften Schul- und KiTa-Kinder sich nicht mit Covid-19 infizieren.
Diese Risiken waren ihr aber als verantwortliche Kultusministerin anscheinend nicht bekannt, was auf gravierende Unkenntnis ihrerseits schließen lässt.

AvL
3 Monate zuvor
Antwortet  AvL

Der Kommentar war an Stromdoktor gerichtet.

TäglichGrüßtDasMurmeltier
3 Monate zuvor
Antwortet  AvL

Wieso sollte sie? Die Organisation der Impfkampagne liegt in der Zuständigkeit des Gesundheitsministeriums (und dann natürlich lokal bei den entsprechenden Stellen). Und gerade in diesem Ministerium erleben wir gerade den zweiten Totalausfall in Folge.

Lessi
3 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Pressesprecher o.ä. beim KM?

Stromdoktor
3 Monate zuvor
Antwortet  Lessi

@Lessi
In dieser Funktion hätte ich ggf. noch einmal über die Aktivitäten aus „meinem“ Ministerium im Bereich Social Media drüber geschaut…ich glaube, der Posten ist aktuell vakant.

gehtsnoch
3 Monate zuvor

Es ist die Zeit ihrer Selbstreflektion gekommen.
Wer sich brüstet, bereits seit 2011 auch als Mediatorin unterwegs zu sein und sich dann nach der erfahrenen Misere letzter Woche dann einige Wochen Zeit zum Nachdenken bei Kommunikation in Medien einräumt, darf kein Verständnis erwarten.
Bedenkt man, dass diese Aussagen dann noch von einer Mutter dreier Kinder geäußert wurde, die als Kultusministerin agiert und den Vorsitz inne hat, scheint doch das Maß damit voll.
Da wird auch eine Bischöfin Bahr, die seit einigen Jahren wohlwollende Kommentare bei Tweets von Frau Prien hinterlassen hatte nichts retten.

Grundschullehrer
3 Monate zuvor

Jeder Mensch sollte die Möglichkeit haben, sich vor Sars Cov2 zu schützen. Fakt ist: Kinder werden seit Beginn der Pandemie nicht ausreichend geschützt bzw. gibt man ihnen dazu keine Möglichkeit. Die Unterteilung in „mit Covid gestorbene“ und „an Covid gestorbene Kinder“ finde ich höchst zynisch. Besonders in Bezug auf Kinder. Jedes Kind, das in einem so reichen Land wie unserem an Covid 19 stirbt, ist eines zu viel.

Ich muss da mal was loswerden
3 Monate zuvor

Social Media – ein Minenfeld für Politiker. Ich hab’s ja immer gesagt.

Küstenfuchs
3 Monate zuvor

Wir erleben ein Spannungsfeld zwischen rechtsradikalen Querdenkern auf der einen Seite und hysterischen Angstmachern auf der anderen Seite. Da wird eine rationale Diskussion immer schwieriger.

Salentin
3 Monate zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

DAS stimmt, Küstenfuchs!

AvL
3 Monate zuvor
Antwortet  Salentin

Dann sind sie aber dem Querdenkerkreis zuzurechnen.

Klugscheisser
3 Monate zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

Sind unsere luftgefilterten und durchgetesteten Abgeordnete in Videokonferenzen auch Angsthasen und Paniker?
Selber sich schützen, aber anderen Angstmacherei vorwerfen. Welche Bezeichnung bekommt solch ein Personenkreis?

Rabe aus NRW
3 Monate zuvor

Ein vorerkranktes Kind, das sich NICHT mit Covid infiziert, hat meist Möglichkeiten durch die moderne Medizin, zu leben, Covid kommt ZUSÄTZLICH und verhindert das – also ist es völlig egal, ob an oder mit! MIT ist auch AN! Bei vorerkrankten LuL ist es nicht anders. Die werden aber erst gar nicht mehr erwähnt. Nun zieht sie sich nun schmollend zurück – das ist keine Einsicht.

Rabe aus NRW
3 Monate zuvor
Antwortet  Rabe aus NRW

Uuups, ein Komma und ein ’nun‘ zuviel – sorry! Hab’s gesehen …

Cornelia
3 Monate zuvor
Antwortet  Rabe aus NRW

Richtig. Vorerkrankte Kinder sind nicht todkrank. Sie haben in der Regel noch viele Lebensjahrzehnte vor sich, dank der modernen Medizin.
Sie brauchen nur mehr Schutz als andere, vor allem, wenn sie noch nicht geimpft sind.

Alla
3 Monate zuvor

Wäre es nicht möglich, dass die 4.größte Wirtschaftsmacht der Erde, also Deutschland, ein funktionierendes Onlineschool-System aufbaut? In so vielen Ländern, die wesentlich „ärmer“ sind als wir, geht das doch auch!
Soweit ich recherchieren konnte, gibt es außer Deutschland noch 3 Länder (Schweden, China, Nordkorea), in denen Präsenzpflicht herrscht. In den meisten Ländern in der EU gibt es die Bildungspflicht. Es scheint also möglich zu sein, diese zu kontrollieren, wir müssten nur über den Tellerrand hinausgucken.
Ok, bei 16 KM, die ja auch ihre Daseinsberechtigung unter Beweis stellen wollen, hat es Deutschland wirklich schwer! Außerdem kosten diese uns viel Geld, das wir dann nicht in Schulen investieren können!

Frau Prien, mit ihrer in SH schon bekannten harten Gangart gegen „Mimimi-Lehrkräfte“, ist hier einfach den berühmten „Schritt zu weit“ gegangen!
Da sie inzwischen als KMK Vorsitzende eine viel größere Reichweite hat, werden ihre Tweets nun bundesweit wahrgenommen!
Erst denken, dann twittern, möchte man ihr zurufen! Nicht überall kommt ihre norddeutsch-nassforsche Art gut an! Hätte sie das-als ausgebildete Mediatorin-ahnen können? Zumindest wenn es um Kinder (und auch um Juden) geht, ist Vorsicht geboten!

Trulla
3 Monate zuvor

Ich nehme mir einige Wochen Zeit, um darüber nachzudenken, ob und wie ich Twitter als Medium weiter zur Kommunikation nutze“

Unfassbar! Das lässt gleich Prioritäten erkennen. Um wen geht es hier eigentlich?

Lieber – endlich – darüber nachdenken, wie ein respektvoller und gesundheitlich angemessener Umgang mit den ihr Schutzbefohlenen gestaltet werden soll/ kann/ muss

Irinja
3 Monate zuvor

Sorry, aber auch ich sowie mein Mann (beide 60J.) sind vorerkrankt (COPD/Lungentumor). Trotzdem möchten wir keinesfalls weder „mit“ noch „an“ Corona auf der Intensivstation landen und …..natürlich nach langer Erwerbstätigkeit auch bald noch einige gute Rentenjahre
erleben! Schon zynisch diese Frage….ob „mit“ oder „an“ Corona. Sind sehr vorsichtig….treffen soll es ja aber jeden….da ist es schon schwierig, aus dem Panikmodus heraus zu kommen…..Irinja

Elly
3 Monate zuvor
Antwortet  Irinja

Absolut, liebe Irinja! Und wenn man sich dann noch vor Augen führt, dass luftfiltergeschützte Abgeordnete die Präsenz für sich selbst für zu gefährlich halten, aber dafür plädieren, dass „die Schulen aus dem Angst- und Panikmodus“ herausfinden sollten, ist das insbesondere gegenüber vorerkrankten Schulbeteiligten an Empathielosigkeit und Geringschätzung einfach nicht mehr zu überbieten. Widerstand!

James Smith
3 Monate zuvor

Sollte jemand in einer Familie an einer Sars-CoV2 Infektion erkranken, sind Vorerkrankungen ausgelöst durch das Virus, auch bei mildem Verlauf, das Resultat einer Infektion, also wird es wahrscheinlich demnächst einige „ Schattenfamilien“ mehr geben..welcher Herkunft und Status auch immer, skrupellos bleibt skrupellos,
verachtungswürdig bleibt verachtungswürdig, bei unmenschlichen moralisch bedenklichen Verhalten ist die Herkunft eines Menschen egal, und tut nichts zur Sache, es zählt die Tat sowie das Verhalten danach…..

Cornelia
3 Monate zuvor
Antwortet  James Smith

Leider muss man damit rechnen, dass das eine oder andere gesunde Kind nach einer Infektion mit Einschränkungen leben muss. Und die Familie gleich mit.
Und auch bei vorerkrankten Menschen gibt es ein“ noch schlimmer“. Bei 2 Kollegen unserer behinderten Tochter ist uns das bekannt, durch eine zusätzliche Erkrankung bzw. einen Narkosefehler.

Salentin
3 Monate zuvor

„Bitte differenzieren: Kinder sterben. Das ist extrem tragisch. Aber sie sterben mit COVID_19 und nur extrem selten wegen COVID_19.“

Diese Aussage ist sachlich richtig. Mehr kann man dazu eigentlich nicht sagen. Die Hysterie darüber teile ich nicht und sie ist für mich nicht nachvollziehbar!

An diesen 3 Sätzen ist alles richtig. Nichts davon ist falsch.

AvL
3 Monate zuvor
Antwortet  Salentin

In Bezug auf Rechtschreibfehler könnte ich ihnen wohlwollend zustimmen, aber ansonsten scheinen sie den Kern des Problems ihrer Äußerungen semantisch nicht erfasst zu haben.
Sind sie ein Robot ?

potschemutschka
3 Monate zuvor
Antwortet  AvL

Robot passt – die sind auch empathielos.

Klugscheisser
3 Monate zuvor
Antwortet  Salentin

Vielleicht würden gern ein paar weniger an oder wegen Corona sterben. Und das mit Hilfe der Fürsorge des Staates und nicht als Opfer unsicherer Schulen.

Walter
3 Monate zuvor
Antwortet  Salentin

Meistens ist die künstliche Intelligenz strohdumm.
Eine „KAI“ (künstliche allgemeine Intelligenz) zeichnet sich heute noch nicht klar am Horizont der KI-Entwicklung ab.

Ravel
3 Monate zuvor
Antwortet  Salentin

Satz Nr. 1: Was soll ich bei „Kinder sterben.“ differenzieren? Der Tod kennt keine Dialektik und keine „Differenzierung“.
Satz Nr. 2: Ein Satz ist nie so gemeint, wie er geschrieben wird, wenn sich ein „aber“ anschließt.

Satz Nr. 3: Querdenker-Quatsch, Quelle: RKI.

Indra Rupp
3 Monate zuvor
Antwortet  Salentin

Das Leben ist keine Matheaufgabe!

Indra Rupp
3 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

@Salentin

Grundschullehrer
3 Monate zuvor
Antwortet  Salentin

Der Tod ist ein absoluter Zustand. Da gibt es nichts mehr zu differenzieren. Ist es besser/ richtiger, „mit Covid 19“ zu sterben, als „an Covid 19“? Beide Male ist das Coronavirus am Tod beteiligt. Dies wiederum zu verhindern, ist Aufgabe der Kultusminister, indem Sie die Schulen mit den nötigen Schutzmöglichkeiten auszustatten. Die Entschuldigung von Frau Prien lässt derweil immer noch auf sich warten.

Barbora Emilija K.
3 Monate zuvor

Die Aussage dieser Frau war so kalt, ja, genauso wie die von Frau Gebauer, die sagte, dass es auch Tote geben wird oder so ähnlich. Falsch ist das nicht, aber absolut empathielos. Wir sprechen über Kinder und nicht über Autoreifen. Und sie sind Frauen. Mütter. Eisig…

Grundschullehrer
3 Monate zuvor

Eine unethische Sichtweise kann selbstverständlich auch falsch sein.

Dil Uhlenspiegel
3 Monate zuvor

Bei Glatteis rutsche ich aus und falle auf die Fahrbahn, wo mich ein LKW zermatscht. Dann bin ich mit aber nicht am LKW gestorben, weil ich war ja schon „instabil“ davor, richtig? Cool, jetzt hab ich’s kapiert.

Dil Uhlenspiegel
3 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Wobei … ohne LKW wäre ich mit Hüftbruch doch noch am Leben? Hm schwierig, darf man wohl nicht zu genau nachdenken dabei …
Und ich sah den LKW kommen und sah, dass der Fußweg unsicher war, etliche fielen dort schon seit Wochen immer öfter um. Aber es war ja meine Pflicht dorthin zu gehen, kein anderer Weg war freigegeben.

Grundschullehrer
3 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Sollten wir nun „mit“ oder „an“ der KMK-Vorsitzenden verzweifeln?

Sissi
3 Monate zuvor

@ Salentin
Bitte jetzt nicht mit dem Fuss aufstampfen und Wir haben doch Recht! posten.
Bei den Kids ist das ja putzig, aber Sie sind doch erwachsen und eigentlich sollten Sie merken, dass man im Leben mit „alles davon ist richtig oder nichts davon ist falsch“ ohne ein weil nicht ernst genommen wird, intelligent programmierte Roboter können das sogar besser, nur das mit der Empathie, oh je: z.B. Kein Mitleid empfinden zu können, muss schlimm sein.

Lieber @ AvL, ich möchte ihr semantisch noch durch morphologisch ergänzen und erspare mir die Begründung, die KuK mögen interpretieren.
An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön
für viele hilfreiche Erklärungen zum Thema covid.
Eigentlich müsste @ Salentin nur lesen – oh, ist ja wie in der Schule.

Rosa
3 Monate zuvor

Die KM haben in der Pandemie den Gesundheitsschutz an Schulen nicht geleistet und die Fehlverhalten ist fahrlässig! https://www.tagesschau.de/faktenfinder/covid-kinder-hospitalisierungen-101.html

Elly
3 Monate zuvor

die deutsche Kinderfeindlichkeit in Vollendung…Frau Prien sollte zurücktreten. Ihre Sicht auf Kinder ist zu wenig zeitgemäß. Kinder sind wertvoll, immer und unbedingt.

Maren
3 Monate zuvor
Antwortet  Elly

@Elly das hab ich bei der aktuellen Schulpolitik so oft schon gedacht….und immer wurde wieder eins draufgesetzt….

Nachgedacht4
3 Monate zuvor
Antwortet  Elly

Kinderfreundlichkeit? So ein Unsinn.

Nachgedacht4
3 Monate zuvor
Antwortet  Nachgedacht4

Ups, Autokorrektur…. meinte Kinderfeindlichkeit.

W.
3 Monate zuvor
Antwortet  Nachgedacht4

@Nachgedacht4
„Autokorrektur…. meinte Kinderfeindlichkeit“

Freud’sche Autokorrektur?
Lapsus „tippicus“?

Ich muss da mal was loswerden
3 Monate zuvor
Antwortet  Nachgedacht4

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat neuste Zahlen zur Kinderfeindlichkeit in Deutschland ermittelt. Demnach empfindet die Mehrheit der Deutschen unser Land als kinderfeindlich.

Trulla
3 Monate zuvor

Fakt ist, dass es bei „vulnerable Gruppen“ stets um Senioren ging.
Dies zeigte sich schon bei der Impfprioriesrung, bei der chronisch Kranke mit einem hohen Risiko zunächst zurückstehen müssten.
Und vulnerable Personen unter SuS (bzw. in deren eigenen Haushalten) wurden nicht nur ignoriert, sondern durch Präsenzpflicht sogar in ihren Bedürfnissen mit Füßen getreten.
Wenn eine KM deren Tod relativiert, ist dass ein weiterer Schlag in deren Gesicht.
Dass Frau Prien diesbezüglich Kritik erntet, ist m E. verständlich und richtig.
Dass diese Kritik in Beleidigung umschlägt ist nicht richtig, es ist ein Angriff auf die Würde eines Menschen.
Dass Frau Prien jetzt allerdings Befindlichkeiten äußert, ist ein weiterer Schlag ins Gesicht der Schattenfamilien.
Deren berechtigte „Befindlichkeiten“, die nicht „nur“ ein Angriff auf die Würde sind, sondern das Leben betreffen – in den 65 Fällen der verstorbenen SuS muss man sagen „betrafen“ – werden seit 2 Jahren überhört und durch Äußerungen verharmlost.

Grundschullehrer
3 Monate zuvor
Antwortet  Trulla

Kinder sind aber eben auch keine Wählerstimmen. Es ging bei der Impfpriorisierung vordergründig darum, die für die CDU und SPD relevante Stammwählergruppe zu schützen, jenseits der 50.

Nachgedacht4
3 Monate zuvor

Ich kann verstehen, dass Sie Twitter stilllegt. Man schaue sich nur die Hasskommentare hier an und dort geht es bestimmt noch heftiger zu.

Schade, dass viele glauben, wer am gehassigsten schreibt, hat am meisten Recht. Ich wende mich nur angewidert ab in solchen Fällen.

W.
3 Monate zuvor
Antwortet  Nachgedacht4

@Nachgedacht4
Ach kommen Sie schon, wahrscheinlich war es bei dem Prien-Twitter-Text auch nur die Autokorrektur?
„Ups“?
( Nein, das meine ich nicht ernst. )

Mika
3 Monate zuvor
Antwortet  Nachgedacht4

Hasskommentare? Die Kommentare hier sind Ihrer Meinung nach Hasskommentare? Bitte informieren Sie sich dringend, was unter Hasskommentaren zu verstehen ist! Sie relativieren hier nämlich gerade ganz erheblich das Leid von Personen, welche Hasskommentare bekommen!

Unerträglich
3 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Wer hier Hasskommentare ließt, der hat einfach überhaupt keine Ahnung, von was er oder sie da schreibt. Hauptsache Drama, wenn jemand die eigene Position nicht gut heisst. Unerträglich

Aleidis, von edlem Wesen
3 Monate zuvor
Antwortet  Unerträglich

Nomen est omen. Sie gaben sich Ihren Namen zurecht. 😀

Ich muss da mal was loswerden
3 Monate zuvor
Antwortet  Nachgedacht4

Politische Themen haben auf Social Media nichts zu suchen. NICHTS!

Wer das seit Trump immer noch nicht verstanden hat, muss es halt auf die harte Tour lernen.

Thomas Baader
3 Monate zuvor

Zur Versachlichung… vielleicht sollten wir einfach zu den Fakten zurückkehren (dies Zahlen sind extrem leicht recherchierbar):

Anzahl der Toten in der Altersgruppe 0-17 in der gesamten Coronapandemie laut DGPI: 21, davon starben aber nur 10 wirklich sicher AN Corona, bei 3 weiteren ist es unsicher, die restlichen hatten zwar Corona, starben aber an etwas anderes.

Anzahl der Grippetoten in der Altersgruppe 0-15 im Jahr 2018: 16 Kinder
Anzahl der Grippetoten in der Altersgruppe 0-15 im Jahr 2019: 12 Kinder

Schlussfolgerung: Zwar IST in der Tat Corona gefährlicher als die Grippe, aber eben nicht für Kinder. Frau Priens Äußerungen sind korrekt. Wer hier „Kinderfeindlichkeit“ ausmacht, müsste logischerweise die Frage stellen, warum in den Jahren 2018-19 keine Maßnahmen ergriffen worden sind, um die 28 Grippetoten in der Altersgruppe 0-15 zu verhindern.

Ich muss da mal was loswerden
3 Monate zuvor
Antwortet  Thomas Baader

Es geht ja überhaupt nicht um die Zahlen in dieser Situation, die mögen ja sachlich korrekt sein, es geht um die Tatsache wie man mit so einer Twitter-Botschaft rüber kommt, wenn man so was raus haut. So ein Thema hat auf Social Media nichts zu suchen bzw. Politiker haben auf Social Media nichts zu suchen, es sei denn man möchte Trump nacheifern.

Thomas Baader
3 Monate zuvor

Da haben wir eben unterschiedliche Ansichten. Mir geht es um die Zahlen.

Sissi
3 Monate zuvor

Sehr geehrter H. Baader, ich denke Ihnen ist nicht entgangen ? , dass GM Lauterbach und auch der Expertenrat des Bundes Ihr „coronaistfürKindernichtgefährlich“ als gefährlich an sich (-> Einfachdenken vieler: Schutzvorkehrungen in Schule und Kita sind völlig übertrieben) und de facto in der Sache als absolut unrichtig befunden haben.
Wie ein anderer Forist bereits beschrieben hat, ist auch Ihre Ausführung zu Frau Prien falsch, nachzulesen unter Spektrum.de
Ich hoffe und glaube, dass Ihre Äußerungen zu bez der Kids nicht zu Unvorsichtigkeit geführt haben, denn dies wäre das wirklich Gefährliche.

sale
3 Monate zuvor
Antwortet  Sissi

Danke Herr Baader, vielen fehlt hier die sachlich realistische Einschätzung zur aktuellen Lage, die sie haben! Ich verstehe nicht, warum viele, die hier ihre Meinung posten, eben nicht dazu in der Lage sind. Denkt eigentlich irgendjemand an die Folgen der Isolation für die Kinder? Warum hat niemand seine Kinder zur Grippesaison isoliert und Homeschooling gefordert? Sollen die Kinder ihr gesamtes Leben in Isolation verbringen?