Kultusminister: Schulen sollen bei Teilnahme an Antikriegsdemos auf unentschuldigtes Fehlen verzichten

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Schulen in Niedersachsen sollen es Kindern und Jugendlichen ermöglichen, an Antikriegsdemonstrationen während der Schulzeit teilzunehmen. Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) richtete am Freitag die Bitte an Schulen, dies zu genehmigen. Wenn für die Schulen die Teilnahme nachvollziehbar und glaubhaft erscheint, könne auf unentschuldigtes Fehlen verzichtet werden.

„Historische Umstände“: Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD). Foto: Foto-AG Melle, derivative work Lämpel is licensed under CC BY 3.0

Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine unterstützte er es ausdrücklich, wenn Schüler ein Zeichen setzen wollen und an Demonstrationen teilnehmen oder diese organisieren. Solch historische Umstände rechtfertigten und erforderten, von gewohnten Handhabungen abweichen zu können. Tonne wies Kinder, Jugendliche und Eltern darauf hin, dass eine Teilnahme an Demos keine Schulveranstaltungen seien und die Schulen daher keine Aufsichtspflicht hätten. dpa

Fridays for Future: Zig-Tausende Schüler bei Ukraine-Friedensdemos auf den Straßen

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43 Kommentare
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Nachgedacht4
5 Monate zuvor

Könnte man nicht einfach nach dem Unterricht demonstrieren? Dann könnte auch die berufstätige Bevölkerung teilnehmen…….

Pälzer
5 Monate zuvor
Antwortet  Nachgedacht4

Die Tendenz, für die politisch „gute“ Sache alle anderen Regeln brechen zu dürfen, gefällt mir auch nicht. War nicht mal die Grundregel des Sittengesetzes „Handle so, dass man die Maxime deines Handelns als Grundlage allgemeiner Gesetze machen könnte“?

Nucatino
5 Monate zuvor

Ich möchte auch hier noch einmal sagen: Ja, Engagement für Frieden und gegen Krieg ist wichtig!!! Es bleibt jedoch fraglich, warum man dafür nicht zu anderen Zeiten demonstrieren kann, aber hier frage ich mich außerdem, warum man das in dem einen Falle so sieht und in anderen Fällen nicht? Hängt es davon ab, wie weit weg ein Krieg stattfindet? Und darf das ein Kriterium sein?

Kriege gibt es bedauerlicherweise und erschreckenderweise ständig und überall auf der Welt. Dürfen Schüler nun also ständig während des Unterrichts gegen irgendeinen Krieg auf der Welt demonstrieren gehen?! Man sage bitte nicht, es gibt schlimme Kriege und nicht so schlimme Kriege!

Jeder Krieg ist schlimm!!

Alla
5 Monate zuvor
Antwortet  Nucatino

@Nucatino
Selbstverständlich sind alle Kriege schlimm! Und es sind auch früher viele Menschen gegen Kriege auf die Straße gegangen (Vietnam usw.).

Allerdings muss ich zugeben, dass wir mit der Zeit wohl ein wenig abgestumpft sind! So viele Kriege, davon auch so viele Bürgerkriege ( Jugoslawien, Iran, Syrien….)

Aber daraus nun abzuleiten, dass wir gegen einen Angriffskrieg nicht mehr auf die Straße gehen dürfen, finde ich schon etwas seltsam! Ich finde es auch nicht so unverständlich, dass uns ein Krieg vor der eigenen Haustür mehr betrifft als in einem „fernen“ Land.
Was ist Ihr Punkt?

Pflaumenpaul
5 Monate zuvor
Antwortet  Alla

Es hat doch aber niemand „abgeleitet, dass wir gegen einen Angriffstkrieg nicht mehr auf die Straße gegen dürfen“! Warum verballhornen Sie die Aussagen der anderen bis zur Unkenntlichkeit, ja, Verfälschung? Es ging um das Demonstrieren in der Unterrichtszeit. Die Teilnahme außerhalb scheint ja eher mau zu sein.

Schattenläufer
5 Monate zuvor
Antwortet  Nucatino

Da sieht man eben die Scheinheiligkeit unserer Gesellschaft.
Der Mensch ist eben so.

Sind Tote im Jemen oder in Syrien den weniger schlimm als Tote in der Ukraine?

Nein, Krieg ist Krieg und Tote sind tot.

Der Krieg in der Ukraine ist für Deutschland nur aus einem Grund schlimmer, er könnte zu uns überschwappen.

Wenn man selbst betroffen ist, erscheinen Dinge oder besonders auch Kriege eben plötzlich viiiiiiiiiiel schlimmer.

Menschlich aber darum nicht unbedingt richtig.

Angelika
5 Monate zuvor

Möchte das Kultusministerium entscheiden, welche Demos gewünscht und welche unerwünscht sind? Wenn Schüler gegen den Krieg in der Ukraine demonstrieren, erfolgt keine Sanktion, demonstrieren sie aber gegen Coronamassnahmen, gibt es keine Extrawurst?

HerrWirfHirnVomHimmel
5 Monate zuvor
Antwortet  Angelika

Was soll man auf solch einen unterirdischen Kommentar nur schreiben, ausser: schämst du dich nicht für den Vergleich? Wirklich nicht? Dann scheint dir jeglicher gesunder Menschenverstand abhanden gekommen zu sein Angelika. Ich finde diesen Vergleich einfach nur widerlich.

Julia
5 Monate zuvor

Widerlich ist diese Replik auf die von Frau Angelika mit Recht gestellte Frage. @Herr…., Sie sehen bei gegen Corona- Maßnahmen Demonstrierenden ausschließlich die Querdenker und Nazis vor sich. Kann sein, muss aber nicht. Das ist so, wie jeder Person mit pigmentierterem Teint Migrationshintergrund zu unterstellen. Kann auch sein, muss aber nicht.
Die Frage stellt sich durchaus, ob es „gute“ und „schlechte“ Demos für die KM gibt. Was ist mit FFF? Auch da gibt es unterschiedliche Vorgaben und Forderungen.
Eine Lehrkraft mit so wenig Differenzierungsvermögen und solch einer Art Diskurse zu führen- DAS ist unteririsch.

Warum
5 Monate zuvor

Warum?
Warum dürfen 10.000e Menschen gegen den Krieg demonstrieren und gegen Maßnahmen nicht?
Entweder wir haben Pandemie oder nicht.
Und Demonstration ist Demonstration. Oder kann man sich auf einer Antikriegs-demo nicht anstecken?

Pflaumenpaul
5 Monate zuvor
Antwortet  Warum

Und man erinnere sich mal, dass „Querdenker-Demos“ schon aufgelöst wurden, weil deutlich mehr Teilnehmer kamen als angekündigt waren (es muss ja immer angegeben werden, mit wie vielen Teilnehmern man rechnet wegen der notwendigen Polizeiabsicherung) und nun stelle man sich vor, eine Friedensdemo wird aufgelöst, weil deutlich mehr Teilnehmer kommen als angekündigt waren. Das ist schon seltsam, wie hier zweierlei Maß angewendet wird.

PS: Ich bin kein Querdenker und ich bin fürs Impfen.

AvL
5 Monate zuvor
Antwortet  Pflaumenpaul

Pflaumenpaul
Sie verbreiten hier Lügen, weil nur nicht genehmigte Querdenkerdemos zum Teil aufgelöst wurden.
Haben sie etwa verpasst, dass überall auf der Welt am Wochenende zahlreiche Friedensdemonstrationen gegen Putins Angriffskrieg gegen eine demokratisch organisierte ukrainische Gesellschaft stattfanden.
Die einzige Demonstration für Putin fand in Belgrad statt.

AvL
5 Monate zuvor
Antwortet  Pflaumenpaul

P.S,
Und nebenbei bemerkt tragen die Friedensdemonstranten im Gegensatz zu ihren Querdenkern Masken auf den Demos.

Alla
5 Monate zuvor
Antwortet  Angelika

@Angelika
Das Coronavirus hat allein in Deutschland in knapp 2 Jahren bisher 124.000 Todesopfer gefordert. Und das trotz der Coronamaßnahmen!. Hätten wir diese nicht gehabt, wären es weit mehr gewesen!

Gegen Coronamaßnahmen zu demonstrieren ist in etwa so, als würde man allen Menschen in Kriegsgebieten den Zugang zu Kellern und Bunkern verwehren. Alle stellen sich auf die Straße und versuchen, die Geschosse durch reine Willenskraft (Immunsystem) oder mit ihrem Körper aufzuhalten. Schließlich sind Geschosse nicht schlimm, treffen nur wenige! Auch wenn mein/e Nebenmann/frau stirbt kann ich doch überleben, wenn ich Glück habe sogar unverletzt. (Und was interessiert mich eigentlich mein/e Nebenmann/frau? Vielleicht winkt mir ja sogar ein Erbe!)

77 Jahre Frieden und Wohlstand in Deutschland haben ihre Spuren hinterlassen! Egoismus, Bequemlichkeit und ein erschreckender Mangel an Empathie gehören wohl dazu!

HerrWirfHirnVomHimmel
5 Monate zuvor
Antwortet  Alla

Das verstehen die Carstens, Dirks und Konsorten aber nicht. Sieht man ja an ihren erbärmlichen Kommentaren. Es kommt einem langsam so vor, als ob die blauen und die gelben seit Monaten hier die Meinungspolizei spielen. Wie im Kindergarten immer die gleichen „Argumente“ und immer rumopfern. Einfach nur zum Fremdschämen.

Nachgedacht4
5 Monate zuvor
Antwortet  Angelika

@Angelika, lassen Sie sich durch die unterirdischen Kommentare anderer nicht einschüchtern! Wir sind hier nicht in Russland. Noch darf jeder eine sachliche Meinung vortragen. Ich stimme Palzer oben zu. Wer entscheidet und warum, für welche Demo-Teilnahme es kein UE gibt und für welche doch?!?

Carsten60
5 Monate zuvor
Antwortet  Nachgedacht4

Es gibt ja auch noch andere Demonstrationen: für die Palästinenser, gegen die Palästinenser, für die Kurden, gegen die Kurden, für den Islam, gegen den Islam usw. Auch Russen und Chinesen könnten jederzeit gegen die NATO demonstrieren. Und immer könnten die Betroffenen geltend machen, dass das für sie wichtiger ist als Schule. Das deutsche Demonstrationsrecht jedenfalls unterscheidet nicht nach der Güte oder Akzeptanz der jeweiligen Ziele. Tatsächlich finden wohl die meisten Demonstrationen samstags statt.
Dass der Freitag nicht mehr so ganz für voll genommen wird, steht auf einem anderen Blatt. Die Tendenz scheint die 4-Tage-Woche zu sein. Ganztagsschule am Freitag? Nein danke. Da sind die Stadtbusse schon ab 11:30 voll von Schulkindern.

Ullrich
5 Monate zuvor
Antwortet  Carsten60

Klingt sehr verbittert was sie da schreiben Carsten. Oder spricht da der Neid aus Ihnen? Passen Sie lieber auf sich auf.

Carsten60
5 Monate zuvor
Antwortet  Carsten60

@ Ullrich: Ich verstehe nicht, was Sie meinen. Auf wen soll ich neidisch sein? Auf einen freien Freitag-Nachmittag?
Heute wird uns erzählt, wie wichtig doch die Ganztagsbetreuung ist, denn in den bildungsfernen Familien haben die Kinder es ja gar nicht gut. Als man die 5-Tage-Woche eingeführt hat, wurde genau umgekehrt argumentiert: wie schön, dass die Kinder jetzt samstags in den Familien sind. So nebenbei hat man Unterricht und damit auch Lehrerstellen eingespart. Niemand hat protestiert wegen der reduzierten Bildung der Kinder.
Und lange Ferien sind ja auch ganz schlecht, aber heimlich und durch die Hintertür wird die 4-Tage-Woche vorbereitet, nach dem Vorbild gewerkschaftlicher Forderungen. Der Effekt wird garantiert eine weitere Reduzierung der Bildung sein. Ab Freitag mittags ist jetzt schon Wochenende. Demonstrieren muss man dann natürlich Freitag vormittags.
Ich halte Anti-Impf-Demonstrationen auch für Unsinn und nicht würdig, von Schulen toleriert zu werden, aber andere sehen das eben anders, und deren Bürgerrechte sind dieselben wie die meinen. Sogar Putin-Freunde dürften demonstrieren mit Anti-NATO-Plakaten, und die Polizei müsste sie davor schützen, von dem „gesunden Volksempfinden“ verprügelt zu werden. Alles nicht so einfach.

Toleranz
5 Monate zuvor
Antwortet  Angelika

Da haben wir Erwachsenen nun hart darum gekämpft, dass die Kinder endlich wieder Präsenzunterricht haben, (es sei denn sie sind krank oder in Quarantäne oder ihre Lehrer sind krank oder in Quarantäne, oder sie fallen dem Lehrermangel zum Opfer) und dann ERDREISTEN sich die Gören, wegen eines Krieges vor ihrer Haustür einige dieser kostbaren Präsenzstunden in die Tonne zu treten?
Nur weil sie ein paar scheußliche Bilder in allen Medien sehen und Angst haben? Was glauben die denn, mit ihrer Demonstration zu erreichen? Das bringt gar nicht, Leute!
Geht zur Schule, macht euch keine Gedanken! Funktioniert endlich wieder! Lernt, holt auf, schließt die Lücken!

Wir läuten um 20 Uhr die Kirchenglocken und machen das Licht aus! Das muss euch reichen, kapiert?
So ein UNDANKBARES PACK!
(Ironie off!)

Carsten60
5 Monate zuvor
Antwortet  Angelika

Die Frage „welche Demos sind erwünscht und welche nicht?“ ist durchaus berechtigt. Auch in Diktaturen gibt es immer die erwünschten und die unerwünschten Demonstrationen, also für oder gegen die Regierung. Das betrifft auch die Frage, was Schüler in der Schule dürfen und was nicht, etwa: wer darf wen wie beschimpfen? Und jeder schreibt, was er denkt; was andere denken, ist nicht das allein Maßgebliche.
Was HerrWirfHirnVomHimmel sagt, das nimmt hier niemand ernst, mit gutem Grund. Das ist nur destruktiv. Das Wort „widerlich“ wurde etliche Male auch von „Bernd“ gebraucht, ein Zufall? Aber niemand ist gezwungen, das hier zu lesen. Und das „gesunde Volksempfinden“ hier in Stellung zu bringen gegen „destruktive Intellektuelle“, das muss wohl nicht sein. Damit wurde schon genug Missbrauch getrieben.

Rabe aus NRW
5 Monate zuvor

Können Schüler auch Samstags demonstrieren? Oder müssen sie da leider chillen? Auf meine Nachfrage, wer von Ihnen bei der grossen Demo in Köln am Montag dabei war (war frei wegen Brauchtumstag) war die Teilnahme: 0 Personen…
Ich meine ja nur.

Klugscheisser
5 Monate zuvor

Friday for Future mit dem Klimagedanken wurde auf Amtswegen missbilligt, umgemünzt jetzt auf den Krieg in der Ukraine nun gebilligt?

Ich bin froh, wenn Schüler sich engagieren und ihre Meinung offen kund tun. Doch hat diese Billigung oder Missbilligung aus Regierungskreisen m.E. Geschmäckle.
Beide Themen sind wichtig, bei beiden Themen geht es um die Zukunft von Menschen und der Welt.

Ich persönlich habe immer meine schützende Hand über engagierte Schüler gehalten – auch ohne diese Grosskot… äh, Grosszügigkeit von Ihro Polito-Gnaden.

dickebank
5 Monate zuvor

Was soll die Diskussion? Die Eltern schreiben eine Entschuldigung und die Sache ist geklärt. Grundsätzlich müssen die Eltern den verhinderungsgrund nicht angeben.

„Ich bitte das Fehlen meines Kindes am dd.mm.yyyyy ganztägig/in der x. bis y. Stunde zu entschuldigen.“

Die Klassenleitung braucht schon gute Gründe, um eine Entschuldigung nicht zu akzeptieren. Ein Attest kann nicht verlangt werden – außer es liegt ein entsprechender, formal gefasster Beschluss der zuständigen Schulkonferenz (Ordnungs- und Erziehungsmaßnahmen) vor.

Pflaumenpaul
5 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

@dickebank: Das kenne ich anders. Danach reicht ein Entschuldigungszettel ohne Angabe eines Grundes nicht. Ein Grund muss angegeben werden. Die Schule entscheidet, ob sie ihn akzeptiert, muss sie nämlich nicht. Natürlich prüft die Schule nicht alle Gründe nach. Insofern können Eltern auch einfach lügen. Die Kinder lernen dann dabei von ihren Eltern, „im passenden Moment“ nicht die Wahrheit zu sagen. Wenn die Schule den Eindruck hat, dass die Eltern nicht die Wahrheit angeben, kann sie künftig ein ärztliches Attest verlangen (aber auch das kann „erbeten“ sein).

@andere: Manche tun so, als würden sich Kommentatoren darüber aufregen, dass Schüler gegen den Krieg demonstrieren. Stimmt doch gar nicht. Es ging um die Frage, ob das in der Unterrichtszeit sein muss. Muss es nicht. Und es steht im Raum, ob die Teilnahme nur deshalb so groß war/ist, weil/wenn es in der Unterrichtszeit stattfand/stattfindet. Es scheint so zu sein.

Nachgedacht4
5 Monate zuvor
Antwortet  Pflaumenpaul

Nicht erbeten, vielmehr erbettelt.

Ansonsten stimme ich Ihnen zu.

Manmanman
5 Monate zuvor
Antwortet  Pflaumenpaul

Das ist nicht wahr Pflaumenpaul.
Ärztliches Attest nur bei Klausuren wenn vorher angekündigt oder auf Beschluss der Klassenkonferenz. Grund muss nicht angegeben werden.

Klugscheisser
5 Monate zuvor
Antwortet  Pflaumenpaul

Es ging bei Friday for future auch um einen Schulstreik für das Klima. Damit sollte die Aufmerksamkeit erhöht werden. Hat geklappt.

Ignaz Wrobel
5 Monate zuvor
Antwortet  Pflaumenpaul

Pflaumenpaul
Machen sie sich eigentlich auch noch Gedanken darüber, ob Putin nicht lieber seine Luftangriffe und seinen Artilleriebeschuss gegen die ukrainische Zivilbevölkerung auf einen Zeitraum außerhalb der Schulunterrichtszeit verlegt ?

Holunder
5 Monate zuvor
Antwortet  Pflaumenpaul

Bei uns in Berlin ist es auch so. Ein Grund muss angegeben werden. Ist das vielleicht je Bundesland unterschiedlich?

Pflaumenpaul
5 Monate zuvor
Antwortet  Holunder

Ja, richtig, @Holunder. Zumindest in Berlin. Aus dem Berliner Schulgesetz:

„(2) Bei der Rückkehr in die Schule hat die
Schülerin oder der Schüler eine Erklärung
vorzulegen, aus der sich die Dauer ihres
oder seines Fernbleibens sowie der Grund
dafür (zum Beispiel Krankheit) ergibt. (…)“

dickebank
5 Monate zuvor

@Pflaumengaul – dann sehen Sie sich einfach die Entschuldigungsformulare an, die die meisten NRW-Schulen im Servicebereich zum Download bereitstellen.

Es ist nichts Anderes als die AU-Meldungen der Ärzte. Auf dem durchschlag für den eigenen AG steht auch keine Diagnose bzw. die entsprechenden Schlüsselzahlen.

Wenn Klassenleitungen oder Schulleitungen dergleichen einfordern, würde ich erst einmal klagen. Also Zeugnis abwarten und gegen die Anzahl der unentschuldigten Fehlstunden Widerspruch einfordern. Sollte die Beantwortung des Widerspruches nicht zeitnah erfolgen, ist der Widerspruch durch. Die stundengenaue Auflistung jeder einzelnen Fehlstunde ist ein gewaltiger Akt. Im Regelfall werden nämlich die Soll-Stunden eines Fehltages angegeben, um die gefehlten Ist-Stunden angeben zu können, müssen nämlich die Vertretungspläne, die Klassenbücher und die Kursbücher akribisch abgeglichen werden. Also nach den Versetzungszeugnissen des zweiten Halbjahres am Ende der Widerspruchsfrist Widerspruch einlegen, da sind die Kolleg*innen bereits im Urlaub. Danach geht der Vorgang an die Bez.-Reg. als Widerspruchsbehörde. Und dann erst einmal abwarten. Kommt die Aufstellung der Fehlstunden, wiederum widersprechen. Danach geht die Angelegenheit ans zuständige Amtsgericht, da die Bez,-Reg. für den Fall das der Widerspruch niedergeschlagen wird, ein Bußgeld verhängen muss, dem widersprochen werden sollte. Wenn die Bez.-Reg. wirklich ernst macht, kann man kurz vor der Verhandlung immer noch die Klage zurückziehen. Dann kann man immer noch zahlen und freundlich sein. – Und sich darüber freuen, dass man die Verwaltung ganz gut auf Trab gehalten hat.

Holunder
5 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Womöglich sprechen Sie nur für NRW, vielleicht auch nur für die Sek II? Können Sie Ihre Aussagen denn mal belegen, bitte?

dickebank
5 Monate zuvor
Antwortet  Holunder

Werwaltungsverfahrensgesetz gilt bundesweit.

Pflaumenpaul
5 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Aus dem Berliner Schulgesetz:

„(2) Bei der Rückkehr in die Schule hat die
Schülerin oder der Schüler eine Erklärung
vorzulegen, aus der sich die Dauer ihres
oder seines Fernbleibens sowie der Grund
dafür (zum Beispiel Krankheit) ergibt. (…)“

dickebank
5 Monate zuvor
Antwortet  Pflaumenpaul

Hat vom 10. bis zum 15. krankheitsbedingt gefehlt …
Der Krankheitsgrund selbst muss nicht angegeben werden. Der geht die Schule sowie die Schulaufsicht nämlich nichts an.

Btw das VerwVerfG regelt ja auch nur das Widerspruchsverfahren. Des weiteren definiert es Wirksamkeit und Richtigkeit von Verwaltungsakten. Die Feststellung der unentschuldigten Fehlstundenzahl, die von der zeugniskonferenz beschlossen werden, sind Bestandteil des Verwaltungsaktes. Aus diesem Grund ist ja auch geregelt, dass bei bewerbungsrelevanten Zeugnissen die fehlstundenzahl sowie negative Bemerkungen unterbleiben müssen.

Da Berlin als Bundesland zu den „failed states“ gehört, ist ja nu auch nichts Neues mehr.

Salentin
5 Monate zuvor

Merkwürdig, die Veranstalter sprechen von 120 000 Teilnehmern, die Polizei von 20 000. Der Polizei kann man diesbezüglich meistens eher trauen.

Wie viele unterrichtsbefreite Schüler hätten kommen können? Wie viele kamen? Ich glaube, da belügen sich manche selbst.

Gestern am Samstag sollen laut Polizei rund 30 000 in Hamburg demonstriert haben. Da könnten auch viele Berufstätige hingehen. Gingen aber nicht.

Ignaz Wrobel
5 Monate zuvor

Es ist schon interessant zu beobachten, wie sich die Blauen propagandistisch indirekt für den Diktator Putin einsetzen. Das war schon 2014 bei der Okkupation der Krim so der Fall.

ErstDenkenDannSchreiben
5 Monate zuvor

Die Kids demonstrieren gegen den Krieg. Das ist doch super.
Nicht in Deutschland: AM VORMITTAG IST SCHULE, WAS SOLL DAS?
Wenn es nicht so ungeheuerlich erbärmlich wäre, könnte man laut über euch lachen. Es ist aber leider ungeheuerlich erbärmlich. Also kann man ja nur Mitleid mit euch haben.

Zarenthin
5 Monate zuvor

Oben wurden die richtigen Fragen gestellt und auch die richtigen Antworten gegeben, finde ich. Man braucht in Deutschland nicht den Unterricht ausfallen zu lassen, um gegen den Krieg in einem anderen Land zu demonstrieren, weil man damit keinen direkten Druck ausüben kann. So bleibt der Verdacht, dass der Unterrichtsausfall nur mehr Teilnehmer zur Demo bringen soll, als sonst gekommen wären.

Sie loben das Engagement, aber was für ein Engagement ist das denn, wenn man nur an einer Demo teilnimmt, wenn dafür der Unterricht ausfällt?!?

ErstDenkenDannSchreiben
5 Monate zuvor
Antwortet  Zarenthin

Auch für dich habe ich noch Mitleid übrig Zarenthin. Braucht noch jemand Mitleid, dann bitte hinten anstellen.

Zarenthin
5 Monate zuvor

Und ich kaufe dir eine Tüte Lustig, weil du so (un)witzig bist. Wohin soll ich sie senden? 😀

ErstDenkenDannSchreiben
5 Monate zuvor
Antwortet  Zarenthin

Kannst du dir behalten, du brauchst sie anscheinend viel dringender.