Tonne gegen Verschiebung der Abiturtermine – trotz explodierender Inzidenzen

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HANNOVER. Die Corona-Infektionszahlen schießen wieder einmal in die Höhe – auch in Niedersachsen. Die Prüfungstermine bewertet Kultusminister Tonne diesmal jedoch anders als zu Pandemiebeginn vor zwei Jahren.

„Sehen keinen Grund“: Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD). Foto: Foto-AG Melle, derivative work Lämpel is licensed under CC BY 3.0

Die Prüfungstermine an Niedersachsens Schulen sollen trotz des erneuten Anstiegs der Corona-Zahlen nicht verschoben werden. «Wir sehen derzeit keinen Grund, die anstehenden Abitur- und Abschlussprüfungen zu verschieben», sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne.

Die Anstrengungen seien seit Pandemiebeginn darauf ausgerichtet, den Schülerinnen und Schülern auch in schwieriger Lage «hochwertige und faire Prüfungen» zu ermöglichen, erklärte der SPD-Politiker. «Sie haben jahrelang gelernt und ein Recht darauf, ihr Engagement und ihre Leistungen unter Beweis zu stellen.» Tonne verwies darauf, dass in diesem Schuljahr durchgehend Präsenzunterricht stattgefunden habe, außerdem seien Schüler und Lehrer auf die Zeitpläne vorbereitet.

Mit den Hygieneplänen seien die Schulen auch gut aufgestellt, um sichere Prüfungen zu gewährleisten. «Das sind gute Rahmenbedingungen für erneut gute Prüfungen», sagte der Minister.

Wie schon in den beiden Vorjahren hat das Land die Vorgaben für das Zentralabitur allerdings wegen der Pandemie angepasst. So wurden in einzelnen Fächern Themen gestrichen oder inhaltliche Fokussierungen vorgenommen. Außerdem wurde die Zahl der Klausuren in der Oberstufe reduziert und den Lehrern ein zusätzlicher Aufgabenvorschlag zur Vorauswahl vorgelegt, damit sie die Prüfungen auf die behandelten Unterrichtsinhalte abstimmen können.

Auch im Sekundarbereich I ist in allen Fächern und Schuljahrgängen im zweiten Halbjahr nur eine schriftliche Arbeit zu schreiben. Die mündlichen Abschlussprüfungen in diesem Bereich sind dieses Jahr erneut freiwillig statt verbindlich. Im Jahr 2020, kurz nach Ausbruch der Pandemie, hatte Niedersachsen die Prüfungstermine noch verschoben. dpa

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