Höhepunkt der Infektionswelle überschritten? Sinkende Inzidenz unter Schülern

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SCHWERIN. Kinder und Jugendliche sind in Mecklenburg-Vorpommern amtlichen Daten zufolge noch immer fast doppelt so oft von Corona-Infektionen betroffen wie der Durchschnitt der Bevölkerung. So lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei den 0- bis 17-Jährigen laut dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Donnerstag bei 4125 nachgewiesenen Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Über alle Altersgruppen hinweg wurde zuletzt ein Wert von 2363 gemeldet.

Grinsender Junge hält sich die Nase zu.
Die Inzidenzen scheinen zurückzugehen, offenbar nicht nur wegen unzuverlässiger Tests. Foto: Shutterstock

Allerdings zeichnet sich bei Kindern und Jugendlichen eine spürbar rückläufige Tendenz bei neuen Ansteckungen ab. Seit dem Höchststand der Inzidenz von 5179 am 17. März gehen die Werte kontinuierlich zurück – innerhalb einer Woche um etwa 1000. Das bedeutet, dass statt zuvor etwa 260 neue Infektionen pro Tag bei gleicher Testintensität in Schulen und Kitas nun noch etwa 210 festgestellt wurden. Ob dies möglicherweise damit zusammenhängt, dass Schnelltests weniger genau auf die neue Omikron-Variante des Corona-Virus anschlagen, geht aus den Unterlagen des Lagus nicht hervor.

Doch sprechen auch andere Daten dafür, dass der Höhepunkt der aktuellen Infektionswelle, die Mecklenburg-Vorpommern besonders heftig traf, erreicht sein könnte. So mussten nach Angaben des Bildungsministeriums in Schwerin am Mittwoch landesweit noch 4415 Schülerinnen und Schüler wegen Corona-Quarantäne zu Hause bleiben. Das waren knapp 2300 weniger als eine Woche zuvor. Der Anteil der Schüler an den öffentlichen Schulen, die wegen enger Kontakte zu Infizierten in Quarantäne mussten, sank von 4,9 auf 3,3 Prozent.

An 405 Schulen im Land und damit etwa 81 Prozent fand laut Ministerium regulärer Unterricht in Präsenz statt. An 77 weiteren Schulen gab es Wechselunterricht, an 20 wurden die Schüler der oberen Klassenstufen via Internet unterrichtet. Wie viele der landesweit etwa 15 000 Lehrer wegen einer Corona-Infektion fehlten, wurde nicht mitgeteilt. 42 von ihnen seien derzeit aber von Quarantänemaßnahmen betroffen, hieß es. (dpa)

Keine Corona-Maskenpflicht im Schulunterricht ab Montag in MV

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Georg
3 Monate zuvor

In einer Woche werden die Inzidenzen unter den Schülern wieder steigen. Dann fällt nämlich die Maskenpflicht. Nach Ostern wird sie aber schnell wieder fallen. Dann fallen nämlich alle Maßnahmen inkl. der Tests.

Helmer
3 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Fakt.