Der Klimawandel bedroht die Menschheit – Forscher fordern mehr Aufklärung, Lehrer entsprechend angepasste Lehrpläne

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BERLIN. Könnte die Menschheit durch den Klimawandel aussterben? Solche Endzeit-Perspektiven werden nach Ansicht mancher Experten zu wenig beachtet. Sie fordern mehr Forschung und mehr Aufklärung – alles andere sei «fatal töricht». Lehrerverbände warnen zwar vor «Horrorszenarien», sehen aber die Notwendigkeit, in den Schulen die Bildung für nachaltige Entwicklung (BNE) zu stärken. 

Wir werden unsere Lebensweise ändern müssen – hin zu mehr Nachhaltigkeit. Die Hintergründe soll die Bildung für nachhaltige Bildung (BNE) vermitteln. Foto: Shutterstock

Der Klimawandel könnte nach Ansicht von Experten im schlimmsten Fall zum Aussterben der Menschheit führen. Bisher wisse man zu wenig über solche Endzeit-Szenarien und deren Wahrscheinlichkeit, schreibt ein internationales Team in den «Proceedings» der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften («PNAS»). Unter der Überschrift «Klima-Endspiel: Erforschung katastrophaler Szenarien des Klimawandels» plädieren die Autoren für ein umsichtigeres Risikomanagement und mehr Forschung zu den schlimmstmöglichen Folgen der Erderwärmung. Die Welt müsse anfangen, sich auch auf Endzeit-Szenarien durch den Klimawandel vorzubereiten.

«Es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass der Klimawandel katastrophale Ausmaße annehmen könnte», schreiben die Wissenschaftler, darunter der frühere und ein aktueller Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Hans Joachim Schellnhuber und Johan Rockström. Trotz 30-jähriger Bemühungen seien die durch den Menschen verursachten Treibhausgas-Emissionen weiter gestiegen. «Selbst wenn man den schlimmsten Fall von Klimaänderungen außer Acht lässt, ist die Welt auf dem besten Weg, bis zum Jahr 2100 einen Temperaturanstieg zwischen 2,1 und 3,9 Grad zu erleben.»

Dennoch seien die Folgen einer Erwärmung um 3 Grad bisher nicht ausreichend untersucht. Die Forschung fokussiere sich auf Szenarien, bei denen die Folgen des Klimawandels moderat seien. «Sich einer Zukunft mit beschleunigtem Klimawandel zu stellen, ohne die schlimmsten Szenarien zu bedenken, ist bestenfalls naives Risikomanagement und schlimmstenfalls fatal töricht», heißt es.

Für den Klimaforscher Niklas Höhne von der Universität Wageningen ist das Worst-Case-Szenario des Aussterbens noch «relativ weit weg». «Aber davor gibt es Abstufungen», sagte der Experte, der nicht an dem Artikel beteiligt war. «Dass ganze Landesteile und Länder nicht mehr bewohnbar sind, ist durchaus wahrscheinlich.»

«Wir verstehen immer mehr das Zusammenspiel und die Wechselwirkungen von Klimawandel und anderen Bereichen»

In ihrem Artikel schreiben die Forscher über die Ausweitung von Gebieten mit extremer Hitze – also einer jährlichen Durchschnittstemperatur von über 29 Grad Celsius. Gegenwärtig seien davon rund 30 Millionen Menschen in der Sahara und an der Golfküste betroffen. Laut Modellierungen des Teams könnten bis 2070 zwei Milliarden Menschen in solchen Gebieten leben.

Das zeige, wie komplex Klimafolgen sein könnten. «Bis 2070 werden diese Temperaturen und die sozialen und politischen Folgen zwei Atommächte und sieben Hochsicherheitslabore, in denen die gefährlichsten Krankheitserreger untergebracht sind, direkt betreffen», sagt Ko-Autor Chi Xu von der chinesischen Universität Nanjing. «Es besteht ein ernsthaftes Potenzial für katastrophale Folgewirkungen.»

Die Wissenschaftler plädieren deshalb dafür, komplexere Zusammenhänge in künftige Risikobewertungen einzubeziehen. Sie warnen vor einer «Risikokaskade», bei der einzelne Folgen des Klimawandels weitere Probleme auslösen. So könnten Hitze und unbewohnbare Gegenden etwa zu Migration, sozialen Unruhen und internationalen Konflikten führen.

«Wir verstehen immer mehr das Zusammenspiel und die Wechselwirkungen von Klimawandel und anderen Bereichen wie Biodiversität, Ökonomie oder auch Nahrungsmittelproduktion», sagt Daniela Jacob, Direktorin des German Institute for Climate Services (GERICS), die nicht an dem Artikel beteiligt war. «Jetzt ist man so weit, dass man dieses Wissen zusammentragen kann und somit wichtige Erkenntnisse für das Überleben des Erdsystems generiert.»

«Im Dialog mit der Öffentlichkeit kommt man mit solchen Endzeit-Szenarien nicht weiter»

Besonders gefährlich seien die Folgen des Klimawandels mit Blick auf Kipppunkte, schreiben die Wissenschaftler. Diese Schwellenwerte sind vergleichbar mit einer Tasse auf einem Tisch: Schiebt man sie Richtung Rand, passiert zunächst nichts – bis sie an einen Kipppunkt gerät, an dem sie abstürzt. Für den Klimawandel heißt das etwa: Die Schmelze in einer Eisregion erreicht einen Punkt, an dem sie nicht mehr aufzuhalten ist. Sind Eisregionen abgeschmolzen, ist das Eis erst einmal weg. Besonders gefährlich sei dies, wenn ein Kipppunkt zu einem weiteren führe.

Nach Ansicht der Autoren hat sich auch der Weltklimarat (IPCC) noch nicht ausreichend mit möglichen katastrophalen Folgen des Klimawandels befasst. Keiner der 14 Sonderberichte des IPCCs behandele extreme oder katastrophale Klimaveränderungen. Sie sollten den Autoren zufolge im nächsten Bericht berücksichtigt werden.

Jacob, die selbst Leitautorin eines IPCC-Sonderberichts war, spricht sich ebenfalls dafür aus. «Ich fände das richtig, weil es zwei Dinge tut: Ein Sonderbericht sammelt zum einen den Stand des Wissens zum Thema. Das zeigt, ob wir genug wissen oder Lücken haben», sagt sie. «Und zum anderen triggert diese Analyse Forschung.»

Ob solche Szenarien aber außerhalb der Wissenschaft diskutiert werden sollten, sei fraglich. «Das ist für mich ein Schritt zu früh», sagt sie. «Im Dialog mit der Öffentlichkeit kommt man mit solchen Endzeit-Szenarien nicht weiter, wenn man noch nicht weiß, was genau auf einen zukommen kann, wann das passieren könnte und was man tun muss, um das Schlimmste zu verhindern.»

Höhne hält es dagegen für wichtig, Menschen über Worst-Case-Szenarien aufzuklären. «Wir müssen klar kommunizieren, was die Risiken sind. Und auf der anderen Seite sagen: Wir haben es noch in der Hand», sagt der Forscher. «Wir wissen, wie es geht, wir haben die Technologien und kennen die politischen Maßnahmen. Es ist nicht einmal teuer, langfristig sogar billiger, etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen.» News4teachers / mit Material der dpa

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Immer mehr Lehrer engagieren sich für das Thema Klimaschutz. In Bayern hat die Arbeitsgemeinschaft bayerischer Lehrerverbände (abl), der unter anderem der Philologenverband und der Realschullehrerverband VDR angehören, eine Stellungnahme zum Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) herausgegeben.

Darin heißt es: „Die jüngsten Erkenntnisse des IPCC vom April 2022 (gemeint ist der Weltklimarat, d. Red.) machen es zur vordringlichen Aufgabe, Bildung für nachhaltige Entwicklung in den unterschiedlichen Schularten zu stärken, um Beliebigkeit und eine Ideologisierung zu vermeiden, Fachlichkeit zu betonen, Schüler zu aktivieren und Handlungsdruck auf Politik und Gesellschaft zu erzeugen. Die Schulen stehen dabei
für die nachfolgenden Generationen in der Pflicht und der Verantwortung keine Horrorszenarien zu entwerfen, sondern den Schülerinnen und Schülern aufzuzeigen, welche Schritte im eigenen, gesellschaftlichen und politischen Verhalten erforderlich sind, um uns eine lebenswerte Umwelt zu erhalten und an bereits feststehende Entwicklungen anzupassen. Es ist unabdingbar, dass die Komplexität des Themas allen Schülerinnen und Schülern nahegebracht und gleichzeitig die Dringlichkeit zu handeln verdeutlicht wird.“

Die Lehrerverbände fordern konkret:

  • 1. BNE in den Lehrplänen aller Fächer oder Fachrichtungen verbindlich verankern!
  • 2. BNEThemen und Fragen in allen Abschlussprüfungen stärker einbinden!
  • 3. BNE in die Lehrkräftebildung und fortbildung verpflichtend aufnehmen!
  • 4. KMBek („Richtlinie für die Umweltbildung an den bayerischen Schulen“ von 2003,d. Red.) aktualisieren und das Thema innerschulisch durch Einführung von BNEKoordinatorinnen und Koordinatoren aufwerten!
  • 5. Das Schulleben außerhalb des (Pflicht)Unterrichts durch entsprechende Schulentwicklungsprozesse „BNEgerecht“ ausrichten (Mensa, Ganztag, Fahrten, Feste usw.)!
  • 6. Intensive Kooperationen mit externen Partnern anbahnen und nutzen!
  • 7. Bereits in Schulen implementierte, positive Ansätze und konkrete Projekte wie „Klimaschule Bayern“ ausbauen und in die Fläche bringen!

„Wir, die Lehrerverbände in der abl, sind bereit, unseren Beitrag im Bereich BNE zu leisten und die entsprechenden Stellen und Institutionen bei der Umsetzung der Maßnahmen beratend zu unterstützen. Vor uns liegt eine enorme, gesamtgesellschaftliche Aufgabe von existentieller Bedeutung für zukünftige Generationen packen wir sie gemeinsam an!“

„Wir brauchen eine neue Generation von Menschen“: 47 Organisationen schließen Pakt für eine Bildung zur Nachhaltigkeit

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48 Kommentare
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GriasDi
3 Monate zuvor

Viele SchülerInnen wissen doch was Sache ist. Diejenigen, die Nachhilfe brauchen sind doch Politiker wie Söder und Co.

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  GriasDi

Biden, Trump, Putin, ….
China, Taiwan, USA, Brasilien, …

ENDLOSListe!

Da muss man wohl mal mit DER Wirtschaft in allen Ländern hm, reden?

Last edited 3 Monate zuvor by Riesenzwerg
Pit2020
3 Monate zuvor

Hurra!
Ein „neues“ Schweinderl wird durchs „Schul-Dorf“ getrieben!!!!
JUBEL ! ! ! (Ironie!)

So weit, so bekannt – was das Klima-Thema angeht.
Wenigstens für die, die sich auch für Dinge interessieren, die sich jenseits der eigenen Nasenspitze befinden.

Jetzt zum gelben Kasten:
Die Lehrerverbände fordern konkret: …
Bis hierhin „Vielen Dank!“. Hieße ich „Heidi“, hätte ich leider KEIN FOTO für Euch!

So, jetzt mal im Ernst:
1)
Umweltschutz und ressourcenschonendes Leben bzw. ein entsprechendes Handeln im Alltag sind bei mir persönlich schon immer Bestandteil des Unterrichts. (Bei den mir bekannten Kollegen ist es ebenso.)
Btw: Das kenne ich sogar noch aus meiner eigenen Schulzeit – „neu“ ist das Thema also keineswegs!
(Mit erkennbaren Wirkungen auf SuS-Seite über die ganze Bandbreite von Erkenntnisfähigkeit – weil es ja immerhin die Zukunft der jungen Generation noch länger betreffen wird als meine eigene, leuchtet aber eben auch nicht jedem Schüler ein, benötigt nebenher auch auf Seite der SuS selbst guten Willen vs. „innerer Schweinehund, lass uns Shoppen gehen: 8 T-Shirts für 10 Euro, krass geil“ usw.)
2)
Umweltschutz und ressourcenschonendes Leben bzw. ein entsprechendes Handeln im Alltag sind bei mir persönlich schon immer Bestandteil des Unterrichts.
Nein – das ist keine bloße Wiederholung von Punkt 1, denn ich lebe das auch vor, was die SuS durchaus bemerken und als ehrlich und überzeugend finden (dennoch vgl. Punkt 1, Inhalt der Klammer).
Es geht um das, was jeder im Alltag tun kann. Jetzt. Ohne Ausreden. (Unbedingt erwünscht ist weiterhin gewissenhafte Körperhygiene!) Viele Dinge kann man ein wenig einschränken (z.B. Fleischkonsum) und wenn das viele Menschen machen hat es schon einen Effekt.
3)
Lasst mich (und womöglich auch viele andere LuL) aus den o.g. Gründen mit gewohnt zeitintensiven, überflüssigen und beknackten „Zusatzaufgaben“ in Ruhe. VERSCHONT UNS DAMIT ! ! !

Wenn Ihr so große Langeweile habt: Wie wäre das hier?
IHR arbeitet aus, schreibt und dokumentiert als ob es kein Morgen mehr gebe (Wer weiß?) … und WIR heften ab, womit dann alles erledigt wäre.

Wenn „die Lehrerverbände“ sonst mal wieder Langeweile haben:
Dann kommt auch Ihr, liebe Leute, mal aus Euren Elfenbeintürmchen heraus und tut das, was originär Eure Aufgabe ist!
JA, was Eure Aufgabe IST !
Bevor da jetzt noch lange in Arbeitskreisen diskutiert wird: Eure Aufgabe ist die Interessenvertretung Eurer Mitglieder!
Ach so? – Ja, echt!
Startet doch von mir aus eine Umfrage: „Wie viele Mitglieder sind interessiert an den 7 Punkten Eurer „Forderungen*“?
*Forderungen (, die an den einzelnen Schulorten für einen gewohnt irrsinnigen Mehraufwand in LuL-Arbeitsstunden münden und am Ende kommen doch wieder nur die üblichen Plakate – oder neuerdings vielleicht auch eine PowerPoint-Präsentation – dabei raus, aber keine Verhaltensänderung?)
Denn: PSSSST! Für Verhaltensänderungen ist jedes Individuum selber verantwortlich! „Die Schule“ ist es NICHT!

Im Interesse Eurer Mitglieder liegen „vernünftige“ Arbeitsbedingungen.
TIPP:
Zumutungen (fehlender Gesundheitsschutz, immer mehr „Zusatzaufgaben“, fehlende Ausstattungen auf Sach- und Personalebene, marode Gebäude, …) PASSEN NICHT zu „vernünftigen“ Arbeitsbedingungen).

So, liebe Lehrerverbände: GO FOR IT !

Rike
3 Monate zuvor
Antwortet  Pit2020

Lieber Pit2020,
Ich hätte es nicht so schön formulieren können, daher DANKE! Und ja, du sprichst mir aus dem Herzen. Dieses Thema kommt bei mir immer in allen Klassen wieder und wieder auf den Tisch. Die Grunderkenntnis – nämlich Verzicht – ist bei den wenigsten leider erkennbar. Aber das liegt auch an den Eltern, die oft anderes vorleben („Ja, ja, ist wirklich interessant, was ihr da so lernt, aber du willst doch nicht im Ernst, dass wir aufs Auto verzichten sollen, nicht mehr in den Urlaub fliegen und das neue IPhone hattest du dir doch sooooo gewünscht“).
Das Konsumverhalten wird sich nur auf Zwang über den Geldbeutel ändern, und da stehen wir-glaube ich-unmittelbar davor.

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  Rike

Richtig!

Dabei hätte Verzicht etwas gebracht – keine tagelangen Schlangen an den Flughäfen, keine Stunden im Stau auf den Autobahnen…..

„Verzicht“ ist ein Wort, auf das die meisten verzichten – es kommt im Familienwortschatz einfach nicht vor.

Übrigens auch bei meinen geschätzten Kolleg:innen nicht. Das wird unterrichtet, aber nicht gelebt.

Ich vermute auch, dass erst Corona und nun der Krieg in der Ukraine mit Auswirkungen auf andere Länder und deren Bewohner:innen – wie kann das nur sein?! – dazu beitragen werden, verzichten zu müssen.

Vielleicht lernt die Menschheitsfamilie etwas daraus, wahrscheinlich nicht.

Und dann, liebe Leser:innen, ist es nur konsequent, wenn die Menschen aussterben. Wird der Erde und anderen Bewohnern nur gut tun.

Wenig Ironie, eher Frust inside.

447
3 Monate zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Zitat: „*Forderungen (, die an den einzelnen Schulorten für einen gewohnt irrsinnigen Mehraufwand in LuL-Arbeitsstunden münden und am Ende kommen doch wieder nur die üblichen Plakate – oder neuerdings vielleicht auch eine PowerPoint-Präsentation – dabei raus, aber keine Verhaltensänderung?) “

Viele Grüße“ vom Fach“: Sie sehen das nur nicht kreativ genug. Jeder SuS weiß, was bei solchen Stunden rauskommen soll… „Konsum böse, alter weisser Mann schuld“, „Wir werden alle sterben“, „Co2“, „Kapitalismus schuld“, „FFF gut und vorbildlich“, „NOx“ (oh halt, Dieselschwefel des Todes ist dann ja wieder ausser Mode gekommen, hat nicht gut genug gezündet).
„Klimastunden“ sind reines Wiederkäuen von dem, was man in der Öffentlichkeit ohnehin „sagen soll“.
Da braucht es doch keinen riesen Aufwand für.

Also lässt man die PPTs gleich erstellen (einfach copypasta von den üblichen NGO-Seiten, darf nur nicht zu gut aussehen) und spielt Fußball, Mathe/Deutsch/Englisch (Unterstufe) oder macht (jetzt müssen alle ganz stark sein, jetzt kommt es! Das pure Böse!) *Fachunterricht* (Oberstufe).

Relaxter Schultag, gewünschtes Politisierungs- und Indoktrinationsmaß (statt Unterricht) wurde auf dem Papier erfüllt, abhaken, weitermachen.

Last edited 3 Monate zuvor by 447
Andre Hog
3 Monate zuvor
Antwortet  Pit2020

Lieber Pit….
Direkt aus meinem Herzen gesprochen … ich unterstütze jeden!!!! deiner Vorgebrachten Punkte.

… und gebe hier nochmal den Strategieansatz vom Riesenzwerg zu bedenken:

„Lassen!!“

…. einfach mal etwas (unter-)lassen, was man von oben oder auch von der Seite (Lehrerverbände stehen nicht über uns – sie sind Teil der gleichen hierarchischen Eben) an uns heranträgt.

In dem Sinne: “ Let it be!!“

Georg
3 Monate zuvor

So unangenehm das klingt, gibt es aktuell relevantere Probleme als einen Klimawandel, an dem Deutschland alleine ohnehin nichts verändern kann. Strom und Heizung im kommenden Winter zähle ich beispielsweise dazu.

Rike
3 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Naja Georg,
genau betrachtet hängt alles mit allem zusammen, wenn wir mal in größeren Dimensionen denken.
Und richtige Heizungen brauchen wir bald nicht mehr, höchstens der Golfstrom kommt zum Erliegen. Dann haben wir aber noch ganz andere Probleme.
Strom können wir bei wochenlangem ununterbrochenen Sonnenschein, der bei uns herrscht, dann schon mit einem Solarpanel zum Plug-In auf jedem Balkon erzeugen. Alternativ das Hamsterrad mit angeschlossenem Dynamo, das auch gut gegen das Übergewicht der Bevölkerung wirkt.

TaMu
3 Monate zuvor
Antwortet  Georg

So unangenehm es klingt, aber genau diese Haltung ist es, die 2070 zu 3 Grad Erderwärmung geführt haben wird. Ich bin zum Glück dann nicht mehr dabei, aber ich kenne ganz kleine Menschen persönlich, die damit klar kommen müssen, wenn sie so alt sind wie ich jetzt. Die lesen dann, dass uns Strom und Heizung im Winter 2022 wichtiger waren als das Szenario, in dem sie dann stecken.

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  TaMu

Bin voll dabei! (s.oben oder unten).

Mir ist immer ganz unklar, wieso Kinder soooooo wichtig sind – laut Aussagen aller – wenn doch weder in der Schule noch an künftigen Lebensbedingungen (von dem ganzen Schei. an angeblichen „Lebens“mitteln will ich gar nicht erst anfangen) etwas zum Erhalt getan wird.

Fahren wir die Schule vor die Wand. Nehmen wir die Erde ein paar Jahre später mit.

Ich fürchte, so sieht es aus.

Georg
3 Monate zuvor
Antwortet  TaMu

Das Problem ist nur, dass zum Beispiel China das nicht die Bohne interessiert.

Streamer01
3 Monate zuvor
Antwortet  TaMu

So unangenehm es klingt, aber genau diese Haltung ist es, die 2070 zu 3 Grad Erderwärmung geführt haben wird. Ich bin zum Glück dann nicht mehr dabei, aber ich kenne ganz kleine Menschen persönlich, die damit klar kommen müssen, wenn sie so alt sind wie ich jetzt.“

Wenn Sie das so meinen, wie Sie es sagen, dann fordern Sie, dass die Ukraine sich endlich Russland unterwirft, anstatt das Ganze unnötig in die Länge zu ziehen! Warum? Na wegen der Erderwärmung oder wollen Sie sagen, dass die Ukraine wichtiger wäre als „3 Grad Erderwärmung“? Mal abgesehen davon, dass die Panzer dort eben nicht sehr ökologisch sind, müsste dann nicht das LNG über den großen Teich gebracht werden, mit speziellen Ozeanriesen, deren Anzahl auf dem Globus noch gar nicht ausreichend vorhanden sind.
Zeigen Sie Solidarität mit dem Planeten und fordern Sie die umweltschonende Variante des russischen Gases, anstatt „Allein die 15 größten Schiffe der Welt stießen pro Jahr so viele Schadstoffe aus wie 750 Millionen Autos“ 1 – aber da ist der Klimaschutz dann doch nicht mehr so wichtig, oder?

Jetzt aber mal Spaß bei Seite! Ehrlich gesagt nervt mich dieses virtual signaling einfach nur noch. Es wird ja nicht einmal mehr faktisch argumentiert und wenn es von der „richtigen Seite“ kommt, kann sogar der Ungebildetste den größten Unsinn unwidersprochen behaupten (z.B. el. Energie kann in Stromleitungen gespeichert werden – Bärbock; Deutschland produziere mittags 140 Gigabyte [kein Schreibfehler] elektrischen Strom; Özdemir) und noch viel widerlicher finde ich, wenn ausgerechnet diejenigen (meist eine finanziell abgesicherte Clique), die von anderen Verzicht fordern, dann die größten Heuchler sind (Langstreckenluisa, Bonusmilencarla, California-Ice-Kathi und die vielen anderen Beispiele sind noch in guter Erinnerung).

Ich kenne auch viele kleine Menschen, kleine Leute, die sich schon jetzt auf den Herbst freuen.

1 https://www.welt.de/dieweltbewegen/sonderveroeffentlichungen/article118988228/Das-schmutzigste-Gewerbe-der-Welt-bleibt-auf-Kurs.html

TaMu
3 Monate zuvor
Antwortet  Streamer01

Ach so , nein nein, Streamer 01, jetzt wo sie das so sagen, bin ich natürlich dafür, dass im Jahr 2070 die Kinder von heute mit den 3Grad mehr umgehen müssen.
Wie geil, die Ukraine- Keule zu schwingen und mir zu unterstellen, dass ich die Unterwerfung der Ukraine fordere.
Reagieren Sie sich woanders ab.

Ça me fatigue
3 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Aber das betrifft doch den Klimaschutz.
Klimaschutz kann sehr vielschichtig sein, Energiesparen gehört dazu.

Wenn wir in der Schule heizen und gleichzeitig lüften, wie bisher, dann kann ich den SuS viel erzählen … die vorgegebenen Handlungsweisen erzählen das Gegenteil.

Sich aber stattdessen nur auf (nicht vorhandene) Lüfter zu verlassen, ist auch keine Lösung. Denn gesund durch diese Pandemie zu kommen, ist
ein ebenso komplexes Vorhaben.

Mit nur einer Maßnahme wird das nichts.

Mit Masken könnte man die Virenlast im Raum minimieren. Einen Luftreiniger könnte man dann immer wieder laufen lassen. Ohne Masken wird der eine Luftfilter das auch im Dauerbetrieb nicht schaffen. Also muss man zusätzlich lüften.

Masken erzeugen Müll und Energieverbrauch bei Herstellung und Lieferung, Luftfilter benötigen Strom und Heizungen benötigen Strom und evtl. Gas (besonders viel, wenn ständig alles zum Fenster hinaus gelüftet wird). Dilemma!
Wie soll ich mich da klimaneutral verhalten – als Vorbild?
Vielleicht sollten schlaue Leute das mal durchrechnen??
Insgesamt dürfte ein Mix aus allem am sinnvollsten sein.

Vielleicht könnte man ja an waschbaren FFP2 Masken forschen? Dann müsste man sie nicht jedes Mal entsorgen.

In jedem Fall würden FFP2 Masken dazu führen, dass von vorne herein weniger Viren in der Luft sind – das würde Strom sparen, weil dann weniger Viren aus der Luft entfernt werden müssen (durch Filter oder Lüften).

Ach ja: Das mit dem Strom ist auch so eine Sache. An Strom mangelt es ja angeblich nicht.
Man beachte dazu folgenden Artikel:
https://www.spektrum.de/news/stromversorgung-wie-verhindert-man-europaweite-blackouts/1828780

… nicht mehr brandneu … immer noch aktuell und den wenigsten Menschen klar.

Und der hier:
https://www.nationalgeographic.de/umwelt/2021/11/blackout-was-passiert-wenn-nichts-mehr-geht

Stromerzeugung mit vermehrt erneuerbaren Energien führt zu instabilen Stromnetzen. Um sie stabil zu bekommen, benötigt man regelbare Kraftwerke, die nicht von äußeren Bedingungen abhängig sind (Kohle, Gas, Atom .. .). Die schalten wir aber alle ab …
Und über den Wirkungsgrad all dieser Anlagen spricht auch niemand.
Wieviel Energie wird benötigt, bis sie einsatzbereit sind und Energie liefern? Wie lange müssen sie laufen, bis sie darüber hinaus Energie erzeugen können, sich also selbst erwirtschaftet haben? Wie lange ist die Lebensdauer?

Soll ich den SuS also beibringen, dass Autofahren mit Elektroautos klimaneutral ist? Hat auch mal jemand über die Batterien nachgedacht … und deren Entsorgung…?

Wir wünschen uns die digitale Ausstattung – das ist ja logisch in der heutigen Zeit. Das sind alles Stromfresser. Kreidetafeln sind klimaneutraler als Active Boards. Auch für White Boards braucht man viel Chemie (Stifte). Bücher und Hefte sind klimaneutraler als Tablets und Smartphones. Ins Heft schreiben ist klimaneutraler als unzählbar viele Kopien austeilen.

Egal, wo ich hinschaue: die heutige Zeit tendiert zur Verschwendung von Energie und Ressourcen.

Wir können also immer nur über Kompromisse reden. Es gibt kein: „das ist gut und das ist schlecht“.

Genau das erzähle ich auch seit jeher den SuS.

In der Öffentlichkeit wird aber durch gekonntes Weglassen von Fakten und Informationen oft ein falsches Bild erzeugt. Die alleinige Betrachtung des Ausschnittes, der mir gefällt, führt dazu, dass die Gesamtsituation nicht richtig bewertet werden kann.
So werden dann politische Entscheidungen getroffen, die nicht nachvollziehbar sind.

Zum Ausgangspunkt zurück: Aufklärung zum Klimawandel findet in den Schulen bereits statt.
Die Schule als „vorbildlicher Ort“ sehe ich nicht. Wir sagen also das eine und tun das andere.

Sehr überzeugend (Ironie)

Ist scheinbar nicht so wichtig – aber gut, dass wir darüber geredet haben im Unterricht – dann ist die Pflicht ja erfüllt …

Pit2020
3 Monate zuvor
Antwortet  Ça me fatigue

@Ça me fatigue

Danke für Ihren Post.

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  Pit2020

Ich schließe mich an!

Marion
3 Monate zuvor
Antwortet  Ça me fatigue

Wir sagen das eine und tun das andere. Das habe ich bei der ganzen Thematik rund um den Klimawandel auch noch nicht verstanden.
Wir steigen um auf erneuerbare Energien, die den Badarf aber anscheinend nicht wirklich decken können. Anstatt aber alles zu tun, um Strom einzusparen, bauen wir Elektroautos und setzten auf immer noch mehr Digitalisierung.
Woher soll all der Strom für die E-Autos kommen?
Wohin mit den Batterien, die in der Herstellung derart umweltzerstörend sind, daß ich mich frage, ob da nicht mehr kaputt als gut gemacht wird.
Woher der Strom für noch mehr Digitalisierung mit Computern und Tablets für alle Schüler, schon von der 1. Klasse an? Wie paßt das alles zusammen? Ich blick da nicht mehr durch. Vielleicht bin ich ja auch einfach nur zu blöd.
Kann mir jemand mal schlüssig erklären, wie das alles zusammengeht?

Realist
3 Monate zuvor
Antwortet  Marion

Strom für Elektroautos und Wärmepumpen ist genug da, hat das nicht neulich der Habeck gesagt?

Soll doch der Pöbel im Winter in seinen Mietswohnungen die Heizlüfter abschalten, wenn das Gas abgedreht wird. Dann passt das alles schon.

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  Realist

HÄ?

Habeck neigt auch inzwischen mehr zu Beruhigungsmaßnahmen – man steht auch besser da, wenn man … sich mit der Ihr-wisst-schon-welche-Partei-ich-meine! … zusammentut.

Digitalisierung first – Bedenken second!

Ohne Sinn und Verstand, aber mit einer Geldgier, dass mir schwindelig wird.

Realist
3 Monate zuvor
Antwortet  Realist

War Sarkasmus, der die aktuellen politischen Äußerungen zusammenfasst. Haben die Downvoter wieder nicht kapiert…

Pit2020
3 Monate zuvor
Antwortet  Realist

@Realist

Die Downvoter … Immer mit „Wurscht case“ rechnen.
(Kein Sarkasmus.)
😉

dickebank
3 Monate zuvor
Antwortet  Pit2020

Wurscht case – ja, das ist doch das Problem, dass ein zu hoher Fleischkonsum das Klima schädigt:)

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  Marion

Psssst, es ist DIE Wirtschaft, die wir retten. Immer und immer wieder.

Die Erde ist doch völlig peng.

Seltene Erden – machen wir die Berge halt kaputt.
Gas-Fracking – klar, nehmen wir die Lebensgrundlage auseinander.

Frei nach dem Motto – Verzicht geht nicht!

Pit2020
3 Monate zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

@Riesenzweg

„Verzicht geht nicht!“

Jaaaa uuuuuunnnnd?
Immerhin reimt „Verzicht“ auf „nicht“. … Klingt doch gar nicht sooo übel?

Denken vielleicht wirklich irgendwelche Leute da draußen … 😉

Andre Hog
3 Monate zuvor
Antwortet  Ça me fatigue

Vielen Dank für die klugen Gedanken….aber solange das Wort „Wachstum“ über alles gestellt wird kann es nicht besser werden.
Dieter Nuhr glaubt ja immer noch, dass der Mensch – intelligent wie er ist (also der Mensch, nicht zwingend Nuhr) immer eine angemessene Lösung für anstehende Probleme finden wird. Er selbst spricht dabei von „Zukunftsoptimismus“ … Chrissi Lindner würde an der selben Stelle sagen „Der Markt regelt das schon!“

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Es ist an der Zeit, über den zeitlichen Tellerrand hinaus zu schauen – und zwar schon vor mehr als 30-50 Jahren, als es in den 70ern die erste miterlebte Ölkrise gab.

Und – alleine lässt sich kaum etwas verändern. Wegen Greta Thunberg schreibe ich nicht „nie“, denn sie hat massiv was bewegt – eine Weltbewegung ist die FfF geworden!

Aber das reicht nicht, wenn man so Deppen wie ….. in der Politik hat – überall auf der Welt.

Und – Individualismus ist nicht gleichbedeutend mit Egoismus.

mama51
3 Monate zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Und – Individualismus ist nicht gleichbedeutend mit Egoismus.

Bei sehr vielen Menschen,die ich kenne, LEIDER doch! Insbesondere beim Thema „Verzicht“! ☹️

Georg
3 Monate zuvor
Antwortet  mama51

Im Egoismus ist die heute junge Generation sehr gut. Sie wurde aber durch die ganzen individuellen Förderprogramme, Einzelkindertum usw. auch sehr gut darin trainiert.

TaMu
3 Monate zuvor

Waren und sind es nicht mittlerweile weltweit couragierte Jugendliche und junge Menschen, die genau zu diesem Thema auf die Straße gegangen sind und auch noch gehen? Die versuchen, Politiker und überhaupt Erwachsene aufzurütteln aus ihrer Bräsigkeit und ihrem Unwillen, auch durch Verzicht etwas zu verändern? Die sich brutal dafür angehen lassen müssen, wie unglaublich verwöhnt und verzogen sie seien und wie wenig es gut gekleideten, satten jungen Menschen mit smartphone (!) zusteht, sich zum Umweltschutz zu äußern, so lange sie nicht hungrig in Sack und Asche gehen und sich ausschließlich komplett autofrei bewegen? Die längst aus dem IPCC Sonderbericht referieren, als wäre es ihr Hauptfach? Denen man die Sorge um ihre Zukunft bei 3 Grad Erderwärmung abspricht und ihnen unterstellt, FFF zum Faulenzen zu benutzen? Wo ein 16jähriges Mädchen zu einer der von Erwachsenen meist gehasstesten Personen wurde, weil sie eine Bewegung ins Leben gerufen hat, die sich auf den IPCC Bericht bezieht und die Einhaltung der 1,5 Grad einfordert? Wo sie mit einem Boot in die USA über den Atlantik gefahren ist, statt zu fliegen, sie jetzt aber damit gebasht wird, wie sie wohnt, wie viel Geld sie hat und welches Auto sie fährt (falls das überhaupt stimmt). Da kommt jetzt ein Lehrerverband aus dem Gebüsch gekrabbelt und will jungen Menschen endlich mal nahe bringen, dass es um ihre Zukunft total beschissen bestellt ist, weil die Erwachsenen es JETZT gerade völlig vermasseln? HOW DARE YOU

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  TaMu

Liebe DownThumper – are you Trumper?

Leugnet ihr den Klimawandel auch?
Findet ihr FfF sollte dahin gehen, wo der Pfeffer wächst? Nun, die müssten fliegen. Umweltschädlich – machen die nicht.

Mal mit Worten bitte und nicht mit roten Daumen!

Pit2020
3 Monate zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

@Riesenzwerg

1 grüner Daumen ist von mir. 🙂

Andre Hog
3 Monate zuvor
Antwortet  Pit2020

😉

Streamer01
3 Monate zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Findet ihr FfF sollte dahin gehen, wo der Pfeffer wächst? Nun, die müssten fliegen.“

Ich befürchte, das werden sie sogar machen, wieder und immer wieder, nach Kalifornien, Spanien, Afrika… überall dahin, wo es nun einmal schöne Strände mit Eisbechern mit Wegwerfplastiklöffel gibt.

Kätzchen
3 Monate zuvor

Es sind nicht nur die jungen Leute, sondern auch die ältere Generation, die noch nicht verstanden hat, dass ein wir machen so weiter wie vorher und ergeben uns in den üblichen Konsumrausch und verschwenden weiterhin Ressourcen, nicht mehr geht. Corona hat gezeigt, dass Eigenverantwortung nicht funktioniert. Es wird also in Zukunft nur mit gesetzlichen Regelungen gehen. Wir reden hier von der Lebensgrundlage und nicht von irgendeinem Problem. Das sind wir den folgenden Generationen und diesem Planeten einfach schuldig!!!

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  Kätzchen

Die ältere Generation weiß genau, wie sparen und verzichten geht.

Der Rest hat keinen Plan davon, weil alles 24/7 verfügbar ist.

Wir sind es in erster Linie dem Planeten schuldig.

Wer ernährt uns denn? Wer wärmt uns denn? Wer bringt den Regen für die Pflanzen? Wer sorgt für Naturwachstum?

Im übrigen sind auch noch andere wichtige Lebewesen auf der Erde, die wir dabei sind auszurotten, weil … keine Ahnung.

Umweltschutz geht uns alle an, denn Umweltschutz ist die Grundlage für eine gesund Erde, die gesunde Nahrung hervorbringt und gesunde Bewohner.

Erst wenn der letzte Baum, …

Ich fürchte, auf dem Weg sind wir.

Seebald
3 Monate zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Wer kennt sie nicht, die Bilder der im Meer treibenden Plastikberge, die nur aus bunten Ballons bestehen oder die massenweise von aufsteigenden Ballons geschredderten Vögel(1,4) und weil man bei den bunten Ballons immer noch nicht weiß, wie man sie recyclen soll, werden sie mancherorts einfach vergraben(2). Nicht zu vergessen, dass man in Deutschland angefangen hat, für die Herstellung von bunten Ballons sogar in Naturschutzgebieten Wald abzuholzen(3).
Gut, dass wenigstens hier einige erkannt haben, dass lustige Kinderluftballons die wahren Probleme sind…

1 https://www.t-online.de/heim-garten/garten/id_85462976/windkraftanlagen-toeten-taeglich-bis-zu-sechs-milliarden-insekten.html

2 https://www.bloomberg.com/news/features/2020-02-05/wind-turbine-blades-can-t-be-recycled-so-they-re-piling-up-in-landfills

3 https://www.stern.de/panorama/reinhardswald–biologe-erklaert-die-auswirkungen-von-windraedern-im-wald-31635846.html

4 https://www.deine-tierwelt.de/magazin/tierschuetzer-warnen-so-gefaehrlich-sind-corona-masken-fuer-voegel/

Pit2020
3 Monate zuvor
Antwortet  Kätzchen

@Kätzchen

„Wir reden hier von der Lebensgrundlage und nicht von irgendeinem Problem. Das sind wir den folgenden Generationen und diesem Planeten einfach schuldig!!!“

Leider wollen oder können das viele Menschen nicht erkennen oder verstehen.
Das eigene Sitzfleisch ist halt immer das nächstgelegene und eben genau JETZT!!! gilt „Ich will Spaß, ich geb Gas …“ und „Ab in den Urlaub!“, „Malle forever!“ usw.
Was soll es uns sagen, wenn auch (relativ) junge Menschen lachend am Flughafen stehen und im Brustton der Überzeugung mitteilen, dass sie aber eben genau diese Flugreise ganz genau jetzt (und in Zukunft selbstverständlich weitere – na klar) unbedingt brauchen?!

Z.B. hier
https://www.zdf.de/dokumentation/grauzone/klima-retten—wachstum-oder-verzicht-100.html
ab etwa Minute 22 sieht man sehr schön die unterschiedlichen Positionen … im Vergleich mit den Flughafen-Interviews, denn dort ist endlich, endlich wieder totale Happiness angesagt!
Leuchtende Kinderaugen – bei Menschen ü18.
(Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich gönne jedem seinen Urlaub. Aber überlegt euch dann auch gut, was man den späteren Generationen dann erzählen will und wie man es erzählt. Das gilt natürlich auch für alle Leute, die jetzt so gerade eben Volljährig sind und endlich eigene Entscheidungen treffen können. Glückwunsch! Ihr seid „die spätere Generation! 😉 Aber später nicht meckern beim Schwitzen oder beim Weglaufen vor Waldbränden oder Hochwasserfluten, sämtliche Sekundäreffekte sind noch gar nicht absehbar, denn dazu ist die ganze Thematik zu komplex … oder der Mensch an sich zu … zu sehr kognitiv limitiert. Und: Nein, hier steckt keine Ironie drin!)

Insgesamt kann man sich die knapp 29 Minuten mal zu Gemüte führen.
Ich denke – wie ich oben schon einmal schrieb, und auch andere Foristen taten Ähnliches kund – man muss auch nicht zur Spaßbremse werden mit komplettem Verzicht auf alles, das Motto „Zurück in die Steinzeit“ ist völlig übertrieben und auch absurd.
Aber ohne Verhaltensänderungen aka Einschränkungen im „Lifestyle“ bei der Mehrheit der Bevölkerung, letztlich bei jedem Einzelnen wird es nicht gehen.

Und die Lehrerverbände (vgl. gelber Kasten im Ausgangsartikel) können diese kurze Doku ebenso anschauen und auch gerne als Arbeitsgrundlage nutzen. 😉

Ça me fatigue
3 Monate zuvor
Antwortet  Pit2020

Guter Filmbeitrag!
Es gibt noch mehr dieser Art, z.B. https://www.zdf.de/dokumentation/planet-e/planet-e-mogelpackung-klimaneutralitaet-100.html

Das reduzieren der Klimaverträglichkeit auf den CO2 Ausstoß ist bei vielen Veröffentlichungen und Meinungsäußerungen ein Problem, denn das ist nur ein Teil der Wahrheit.

Und wie ich weiter oben bereits geschrieben habe, ist die komplette Abkehr von fossilen Brennstoffen nicht wirklich machbar, weil unser Stromnetz dann zu instabil ist.
Atomkraftwerke erzeugen Müll, von dem die nächste Dinosauriergeneration und deren Urururururenkel noch „profitieren“.
Außerdem liegt Atomkraftwerk und Atombombe nicht so weit auseinander, wie viele meinen. Kühlung wird mit höheren Temperaturen immer mehr zum Problem, das Wasser aus den Flüssen ist zu warm. Die Unfälle, die wir bis jetzt schon hatten, genügen -in manchen Regionen sind Pflanzen und Wildtiere immer noch stark belastet – und da muss man nicht bis zu den Ruinen fahren.

Was bleibt also?

Echtes Wissen und Verständnis in der Bevölkerung erzeugen (nicht: wenn ich diese eine Sache mache, dann habe ich genug mitgeholfen)

Wissen und Verständnis setzt gute Schulbildung voraus.

Gute Schulbildung setzt gutes Grundlagenverständnis voraus.

Gutes Grundlagenverständnis setzt PAUKEN IN DER SCHULE voraus.
Unbequem?
Will keiner?
Vermeintliche Überforderung?

Es wird immer mehr Information in „einfacher Sprache“ angeboten. Das ist einerseits gut, weil dann auch diejenigen es verstehen können, die die normalen Texte nicht vetstehen. Andererseits sind diese Infos derart vereinfacht, dass sie nicht dazu führen können, das Ganze zu verstehen. Es sind immer Darstellungen in der Art: „So ist es und so ist es richtig“. Schwarzweiß. Unsere Welt ist aber nicht schwarzweiß.

Dass (angefangen mit Corona) plötzlich wissenschaftliche Aussagen in der Presse und in der Öffentlichkeit diskutiert werden und dazu (nach guter Politikermanier) Halbsätze aus einem Kontext herausgerissen werden und wie Werbebanner verbreitet werden, ohne die darin enthaltenen Nebenbemerkungen zu erwähnen, ist nicht förderlich. Ich meine damit Aussagen wie: „vielleicht“, „mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit“, “ unter der Voraussetzung, dass diese und jene Bedingung gilt“, …

Das verunsichert alle, die nicht direkt etwas mit dem wissenschaftlichen Arbeiten zu tun haben. Es schafft die Bühne für die Querdenker.

Wissenschaftliche Arbeiten finden im Labor statt oder es sind statistische Betrachtungen.

Im ersten Fall werden Versuche unter Laborbedingungen durchgeführt und man versucht, die Ergebnisse mathematisch zu beschreiben und so ein Modell zu erstellen.
Es kann auch sein, dass mehrere Modelle zu einem ähnlichen Ergebnis führen. Dann muss man die Bedingungen ändern und die Modelle überprüfen.

Das Arbeiten mit Modellen kennt jeder aus der Wettervorhersage, die mal mehr und mal weniger stimmt. Es ist ein sehr komplexer Vorgang mit vielen freien Parametern.
Es sind also immer nur Aussagen, die MIT EINER GEWISSEN WAHRSCHEINLICHKEIT zutreffen können.

Im zweiten Fall nimmt man die statistisch erhobenen Daten und legt eine Kurve durch, die durch eine Modellrechnung erzeugt wurde. Hier hat man noch die zusätzliche Fehlerquelle, dass die erhobenen Daten sehr von der Auswahl der befragten Personen abhängt: welche Region, Geschlecht, Familiensituation, Herkunft, Lebensweise, Beruf, persönliches Umfeld, Alter, ….. usw.
Oft ist die Datenmenge nicht ausreichend, um ordentliche Aussagen machen zu können. Ich habe selten Fehlerbalken an den Darstellungen gesehen. Vereinfacht ausgedrückt: ich habe zwei Messwerte, da kann ich eine Gerade durchlegen – juhuu – ich habe die Lösung! Auch in diesem Fall gilt: Es sind also immer nur Aussagen, die MIT EINER GEWISSEN WAHRSCHEINLICHKEIT zutreffen können.

Dieses Bewusstsein fehlt meines Erachtens an breiter Front. Es lässt sich auch nicht gut vermarkten: „Wir glauben, dass …“ klingt ja weniger vertrauenserweckend als „Wir wissen, dass …“. Wäre aber ehrlicher!

Und weiter zum Klimaschutz (lässt sich auch auf Corona anwenden):

Reduzieren von allem … auch, wenn es unbequem ist.

Mogelpackungen in der Wirtschaft abschaffen, sanktionieren.

Subventionen an falscher Stelle abschaffen.

Konsumieren mit Bedacht.

Panikmache sollte vermieden werden.

Und so weiter ….

Nach den Kriegsflüchtlingen werden wir von Klimaflüchtlingen überrannt werden. Es gibt nämlich Regionen, dort geht es den Menschen viel schlechter als uns.

Wir schaffen das!!!
Wirklich???????
Ich bezweile das!

Wie wir das der Schülerschaft verklickern sollen? Das geht nur, wenn diese will. Dazu gehört, dass sie das Lernen für sich entdecken, dass es für ihren persönlichen Werdegang in jeder Hinsicht notwendig ist. Dazu gehört der Wille und das Sitzfleisch!

Und wie ich schon einmal geschrieben habe:
Die meiste Zeit ihres Lebens verbringen Kinder bis zum Schulabschluss in der Familie.
Dort wird ab dem ersten Atemzug eingeübt, wie das Leben funktioniert. Bereits Kinder im Säuglingsalter nehmen durch Beobachten Handlungsschemata auf und erlernen sie. Kindheitserinnerungen begleiten uns unser ganzes Leben.
Wie bedauerlich, wenn dabei herauskommt, dass man in der Familie als „Störfaktor“ wargenommen wurde oder dass man nur schwierige Situationen erlebt hat. Ich will damit nicht sagen, dass das in allen Familien so ist – zum Glück nicht! Aber es betrifft zu viele.

Viele Eltern und Kinder, die derart mit sich selbst beschäftigt sind, haben auch keinen Kopf dafür, jetzt auch noch die Welt zu retten:
Stress in Arbeit, Schule, Partnerschaft oder/und gesundheitliche Probleme wie Depressionen, psychische Krankheiten aller Art, Volkskrankheiten, … und/oder der Zwang der heutigen Gesellschaft, überall dabei zu sein, alles zu veröffentlichen, nur nicht zu sehr aufzufallen (weil man dann selber am modernen Pranger steht), immer cool sein, keine Schwächen zeigen, immer erreichbar immer „up to date“, … usw.
… eben alles, was das Leben schwer macht.
Manche Probleme hat man nicht selbst in der Hand, andere schon …

Die Schule kann das aber auch nicht retten.

Gibt es eigentlich eine Studie mit genügend Daten, die vergleicht, wie folgende Faktoren über einen längeren Zeitraum zusammenspielen?
Lernprobleme bei SuS
Verhaltensauffälligkeiten bei SuS
Psychische Erkrankungen bei SuS
Art der Schule
Freizeitbeschäftigungen
UND
Psychische Erkrankungen der Bezugspersonen (im Idealfall Eltern)
Lebenssituation der Familie (mit Vater/Mutter/x Geschwistern, im Haus, Wohnung, Anzahl Zimmer pro Kind, geschieden, Patchwork, …)
Lebensregion (Bundesland, Stadt, Stadtrand, ländlich)
Arbeitssituation der Eltern
Gemeinsame Zeit mit den Eltern

Und völlig egal, was wir hier noch so alles diskutieren:
Respekt und Achtsamkeit gegenüber anderen Menschen, Tieren, der Umwelt, allen Dingen, …. ist die Basis von allem. Empathie nicht zu vergessen.

Solange das nicht vorhanden ist, kann auch keine vernünftige Diskussion stattfinden und damit auch keine aktive Problemlösung.

Lehrer, Schüler, Eltern, Politiker, Arbeitgeber, Arbeitnehmer, große und kleine Unternehmen …. alle müssen sich gleichermaßen beteiligen. Und damit meine ich nicht, dass man immer auf den anderen schielt, ob der mehr oder weniger bekommt. Wer am lautesten schreit gewinnt bei uns meistens. Wer leise und sachlich auf Probleme aufmerksam macht, ist unpopulär.

Ein bisschen mehr Kultur, leiser, sachlicher, miteinander und nicht gegeneinander … das wäre schön.

Wenn wir Freiheiten haben wollen, müssen wir alle mitdenken und mitmachen. Sobald einer die Freiheiten ausnutzt, fühlen andere sich hintergangen und machen es nach. Wie kann ich das System am besten melken? Wie kann ich mehr haben, schneller, besser sein?

Es ist wie ein Wettbewerb. Das kann in einem anderen Kontext auch auf die Schule angewandt werden: siehe TikTok Challanges.

Das sind nicht die Gedanken, die uns weiter bringen, sie sind aber leider weit verbreitet …

Kätzchen
3 Monate zuvor
Antwortet  Pit2020

Danke Pit. Sehr interessant und ich lerne gern immer wieder dazu.

Ça me fatigue
3 Monate zuvor

Umweltschutz beginnt leider mit der Wirtschaft. Und das wird uns alle treffen.

Warum ist es billiger, die Tomaten aus Holland zu kaufen als die, die um die Ecke gewachsen sind?

Warum muss man Milch durch ganz Europa fahren? Wie kann es sein, dass das nicht viel teurer ist als die Milch vom Bauern um die Ecke?

Warum muss Seife flüssig sein (schwerer als Seifensteine, braucht Plastikverpackung)?

Weshalb hat Mode so großen Einfluss? Man kann Kleidung länger als nur eine Saison lang tragen.

Weshalb braucht man frische Erdbeeren im Winter?

Wer kann mit dem Begriff Saisongemüse noch was anfangen?

Die Herkunftsländr aus der Gemüseabteilung lesen sich wie eine Werbung im Reisebüro.

Ist das wirklich nötig?

Da können wir den Kindern lange einreden, dass sie die Welt retten, wenn sie nur jeden zweiten Tag duschen. Es entbehrt nur jeden Sinn!

Wir müssen wieder lernen, mit Bedacht zu leben und zu konsumieren.

Dazu muss man aber den Blick von sich weg wenden.

Das Problem ist, dass die gesamte Wirtschaft festgefahren ist.
Immer mehr und immer exotischer. Alles andere ist langweilig, nicht cool.
… und das auf allen Ebenen … nicht nur bei den Nahrungsmitteln.

Wir müssen wieder neu in die Köpfe pflanzen, was eigentlich regional bedeutet, dass es überall regionale Spezialitäten gibt.

Wir sollten uns auch zurückbesinnen, dass es tatsächlich Uhren ohne Batterie gibt (nur ein Beispiel von vielen).

Die Konsumenten entscheiden, was angeboten wird (mit Verzögerung).

Ganz klar ist aber auch, dass Personen/Familien am Existenzminimum zu den preiswerten Varianten greifen – völlig egal, ob das gut oder schlecht fürs Klima ist.

Der Verkauf regionaler Produkte sollte günstiger sein als der von weitgereisten Dingen.

Wie soll man den SuS erklären, dass das nicht so ist?
Wie soll die Politik das ändern?

Ich würde sagen: Die eigentliche Regierung in Deutschland (und auch in den anderen Industriestaaten mit freier Wirtschaft) ist die Wirtschaft.
Es ist sich klar, dass wir diese nicht an die Wand fahren dürfen, denn das ist der Garant unseres Wohlstands.

Wer will schon abbauen? Man will sich doch immer verbessern (in jeder Hinsicht).

Aber das wird auf Dauer unsere Erde kosten.

Ziemlich teuer.

Nur: Alleine können wir nichts bewirken. Da müssen die anderen Groß- und Wirtschaftsmächte schon mitmachen.

Und ob z.B. in den USA (oder auch bei uns) die Klimaanlagen für den Klimaschutz gedrosselt werden???
Da müssten sich die Personen, die uns im Stillen regieren, ja selbst beschneiden.
Das wage ich zu bezweifeln.

Bedauerlich!

Indra Rupp
3 Monate zuvor
Antwortet  Ça me fatigue

Familien am Existenzminimum kaufen zwar billiger, leben aber aufgrund von Armut viel umweltbewusster als die Mehrheit der Deutschen. Die größten Vorbilder sind hier Obdachlose. Die nehmen es zwar mit ihrem Müll nicht so genau und pinkeln das Rathaus an – aber Leute, die mehr verzichten gibt es hier praktisch nicht. Das zeigt doch, dass jeder irgendwo eine Vorbildfunktion haben kann. Armen wird der Verzicht am leichtesten fallen.

Mehrzeller
3 Monate zuvor

Vorbereitung auf katastrophale Auswirkungen hat dann aber nichts mehr mit Nachhaltigkeit zu tun, sondern nur noch mit Überleben. Riesige Gebiete werden unbewohnbar werden, Wasser und Nahrung für Milliarden von Menschen werden fehlen, kriegerische Auseinandersetzungen um die Lebensgrundlagen werden zunehmen und diese wahrscheinlich noch zusätzlich zerstören. Ratschlag an die Jugend: Studiert Kerntechnik, fangt bei der Marine an und werdet Atom-U-Boot-Kapitän. Damit dürftet ihr auf den kommemden Selektionsdruck gut vorbereitet sein.

kanndochnichtwahrsein
3 Monate zuvor

«Wir wissen, wie es geht, wir haben die Technologien und kennen die politischen Maßnahmen. Es ist nicht einmal teuer, langfristig sogar billiger, etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen.»

Muss man sich immer wieder auf immer neue Technologien verlassen?

Es gibt bessere Wege – die kennt man nicht erst seit gestern.

Schulhöfe und Bushaltestellen bepflanzen
Alleen an Straßen
Kreide und Tafel als Regelfall, digital wo wirklich sinnvoll
sinnvolles Pandemiemanagement: heizen oder lüften, Masken ohne Müllberge

Wir müssen endlich unsere Signale gut überdenken:

Wenn wir Kinder bei 40 Grad Hitze in der Schule aufbewahren, obwohl eh nicht genug Lehrkräfte da sind, weil die Eltern arbeiten (ja, ich weiß, in vielen Familien geht das nicht anders), müssen wir uns nicht wundern, wenn wir sie zu dem erziehen, was viele heute sind: Konsumenten, Chiller, Egoisten, Sofasitzer, Urlauber, Motivationslose, Desorientierte, Frustrierte, wenig Grundgebildete, wenig um Verständnis Bemühte, Menschen, die den Weg des geringsten Widerstands gehen und im Moment leben… am Ende Menschen, die ihre eigenen (ihnen vermeintlich zustehenden) Ressourcen verteidigen, sie ausreizen, sie überreizen, damit die Welt in den Untergang treiben.
Ja, es gibt auch engagierte Jugendliche – bei FfF oder sonstwo.
Ist das die Mehrheit? Sind sie auch privat willens und in der Lage, die geäußerten Überzeugungen zu leben?
Wie lange können wir uns nocht darauf verlassen, dass es Menschen „mit Durchblick“ gibt, die sagen was Sache ist, die wissen, was wichtig ist, die notfalls auf die Straße gehen?

Bildung wirtschaften wir gerade – m.E. ohne wirkliche Not – gründlich herunter.
Wenn wir/die nachfolgenden Generationen all den kommenden Herausforderungen gewachsen sein wollen, müssen wir bei der Bildung anfangen.
Als erstes müssen wir eingestehen, was nicht mehr geleistet werden kann.
Schule muss wieder Schule, muss wieder geachteter und von der Gesellschaft getragener Bildungsort sein – nicht Aufbewahrungsort auf Teufel komm raus.
Das hätte auch den Vorteil, dass Kinder nicht mehr wie in den letzten zwei, drei Jahrzehnten, in einer Blase leben. Schule soll Lebensort sein, ist aber Aufbewahrungsort.
Daneben bleibt weder Zeit noch Energie, mit dem wirklichen Leben, mit anderen Vorbildern als ihren Lehrern Kontakt zu haben. Kinder werden abgeschirmt, bekommen nichts mehr mit vom Leben.
Außerdem ist Schule so auf Kante genäht, dass echte Bildung kaum mehr denkbar ist. Dazu gehört nämlich Wissen, Können, Erfahrungen, Weitblick, nachhaltiges Verstehen von Zusammenhängen – nicht aber „Lernen für die nächste Klassenarbeit“…
Noch gibt es genug Leute, die trotz der Mängel unseres Schulsystems verantwortungsvoll denken und handeln… wie lange noch?

Warum nicht bei Extremwetter auch mal Fünfe grad sein lassen und Kinder nach Hause schicken? Betreuung kann es ja gerne geben, soweit notwendig.

Warum nicht auch in der Wirtschaft kreative Lösungen finden, damit Verkehr vermieden, Zeit sinnvoll genutzt, ein Elternteil bei Bedarf für die Kinder da sein kann, umweltverträgliche Lösungen ihren Raum finden, weniger verträgliche Lösungen minimiert werden…?

Warum nicht Mut zur Rückkehr zu analogen, natürlichen, nachhaltigen Lösungen?

Nein, ich bin nicht „gegen digital“ oder gar „gegen Fortschritt“.
Ich sehe aber nicht den Sinn in „digital auf Teufel komm raus“ und „immer alles neu erfinden“, obwohl unsere Situation dabei und dadurch ganz klar verschlechtert wird.

Marion
3 Monate zuvor

Ich stimme ihnen in allen Punkten zu. Es wird nicht ohne ein „Weniger ist Mehr“ gehen. Viele scheinen zu glauben, man bräuchte nur ein wenig neue, schlaue Technologie und schon könnte man writermachen wie zuvor. Bauen wir halt Elektroautos und brausen weiter wie wild durch die Gegend.
Nein! So funktioniert das nicht. Wir werden tatsächlich auf liebgewordenen Luxus verzichten müssen. Aber keine Panik. Das ist nur überflüssiger Schnickschnack.
Wenn wir uns den erst mal abgewöhnt haben, werden wir merken, daß es uns ohne gar nicht schlechter geht.
Es ist gar nicht schwer, auf Erdbeeren und Tomaten im Winter zu verzichten und wir brauchen auch keine Avocados, um glücklich zu sein. Hatten unsere Großeltern auch nicht. Sie haben’s tstsächlich überlebt.

Georg
3 Monate zuvor

Da mein Kommentar mit den wichtigeren Problemen nicht so gut ankam, mache ich einen neuen Vorschlag:

Ja, thematisiert den Klimawandel auf akzeptablem Niveau ohne Moral, Gefühle und Panikmache. Dazu braucht man ohne Ende Mathematik und Physik, insbesondere Thermodynamik/Klimatologie und Astronomie, damit die kommenden Schülergenerationen tatsächlich fundiert mitreden können und nicht nur das nachbrabbeln, was ihnen von Seite der Medien andauernd, aber ohne Sachverstand eingetrichtert wird.

Sie, gemeint sind die anderen Mitkommentierenden bei n4t, dürfen mir gerne plausibel machen, weshalb Greta, Luisa & Co abgesehen von Moral, Gefühlen und Panikmache auch nur einen Funken Ahnung vom Klimawandel haben.

Rike
3 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Ja Georg, hier gebe ich dir vollkommen Recht. Und als Ma/Ph Lehrerin versuche ich es immer wieder, diese komplexen Themen mit der gebotenen und notwendigen Wissenschaftlichkeit zu behandeln. Aber die naturwissenschaftliche Vorbildung der SuS ist derart oberflächlich und es fehlt auch an der Hartnäckigkeit, sich bei einem schwierigeren Thema mal dahinter zu klemmen… mit einer hübschen Präsentation und dramatischen Bildern ist es eben nicht getan, die Zusammenhänge werden nicht gezeigt/verstanden usw. usf.

447
3 Monate zuvor

Oh, es ist wieder „Klima“ – time.
Vielleicht Freitags wieder schulfrei?
Bissl Agitprop gefällig, so „nach“ (?) Corona?

Im kommenden Schuljahr könnte ich das gut gebrauchen, wenn Freitags wieder demonstriert wird. Wenn ich so sehe, was da auf uns zurollt…