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A13 nur an landesweit vier Grundschulen? SPD bremst Haseloffs Plan

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MAGDEBURG. Wann kommt in Sachsen-Anhalt die bessere Bezahlung von Lehrkräften an Grundschulen? Nachdem Ministerpräsident Haseloff (CDU) einen Gesetzentwurf hatte vorlegen lassen, der lediglich Lehrkräfte an Ganztags-Grundschulen besser gestellt hätte (wovon es landesweit gerade mal vier gibt), schlug die SPD offenbar Krach. Eine stundenlange Beratung der Koalition brachte am Dienstag kein Ergebnis. Dieses Thema und eine andere Frage sollen in den nächsten Wochen aber geklärt werden.

Hat A13 für Grundschullehrkräfte versprochzen: Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff. Foto: Steffen Böttcher / CDU Sachsen-Anhalt

Die schwarz-rot-gelbe Koalition hat eine Entscheidung über die bessere Bezahlung von Lehrkräften an Grundschulen in Sachsen-Anhalt vertagt. In den nächsten Wochen solle dafür eine Lösung gefunden werden, teilten CDU-Landeschef Sven Schulze, SPD-Landesvorsitzender Andreas Schmidt und FDP-Landeschefin Lydia Hüskens am Dienstag nach einer mehrstündigen Beratung des Koalitionsausschusses in Magdeburg mit.

Man wolle eine Höhergruppierung der Lehrkräfte in die Entgelt- und Besoldungsgruppen E13 und A13 im Rahmen dieser Legislatur realisieren, sagte Hüskens. Arbeitsgruppen sollten nun offene Fragen klären, zum Beispiel zur Finanzierung. Gleichzeitig ginge es aber auch um die Zusammenarbeit von Schule und Hort. «Wir wollen die Qualität verbessern, gerade im Grundschulbereich», so die FDP-Landesvorsitzende.

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«Wir wollen, dass alle Lehrkräfte in Zukunft besser bezahlt werden und wir wollen, dass es eine qualitativ höherwertigere Grundschule gibt – das schließt auch Ganztagsschule ein»

Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hatte im Januar nach einem Bildungsgipfel in der Staatskanzlei eine Unterrichtsstunde Mehrarbeit für Lehrkräfte angekündigt und versprochen, schon in diesem Jahr solle mit der schrittweisen Erhöhung der Besoldung der Grundschullehrkräfte begonnen werden. Die konkrete Ausgestaltung sei Sache des Landtags, der über den Haushalt berate. Die Landesregierung formulierte daraufhin einen Gesetzentwurf, der eine Höherstufung lediglich an Ganztagsgrundschulen vorsah – wovon es in Sachsen-Anhalt laut GEW nur vier gibt. Ein Zeitplan über weitere Anpassungsschritte war nicht enthalten. Insbesondere die SPD äußerte vor dem Koalitionsausschuss nun jedoch ihren Unmut darüber und beklagte sich über die mangelnde Abstimmung.

«Wir wollen, dass alle Lehrkräfte in Zukunft besser bezahlt werden und wir wollen, dass es eine qualitativ höherwertigere Grundschule gibt – das schließt auch Ganztagsschule ein», sagte Landeschef Schmidt am Dienstag. Diese müsse besser sein als Grundschule und Hort heute zusammen. «Wie wir das erreichen, darüber haben wir noch eine Menge zu reden.»

Der CDU-Landesvorsitzende Schulze erklärte, man werde die bessere Vergütung der Grundschullehrer gelöst bekommen. Aber es gehe auch um eine Verbesserung der Qualität an den Grundschulen insgesamt. «Das heißt nicht, dass die Lehrerinnen und Lehrer, die dort arbeiten, schlechte Arbeit machen.» Aber das Angebot am Nachmittag im Hort wie beispielsweise die Hausaufgabenbetreuung sei verbesserungswürdig. Die Koalition werde bis Anfang März Lösungen für die offenen Themen präsentieren. Aktuell liege man in einzelnen Punkten «noch sehr weit auseinander», sagte er.

Die Höherstufung von den Entgelt- und Besoldungsgruppen auf A13 und E13 kann mehrere Hundert Euro mehr im Monat bringen. Die bessere Bezahlung aller Grundschullehrer würde das Land nach Angaben des Finanzministeriums auf einen Schlag 26 Millionen Euro mehr pro Jahr kosten. News4teachers / mit Material der dpa

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