Home Nachrichten Text von Klimaaktivistin Neubauer in Abi-Prüfung: CDU vermutet Einflussnahme

Text von Klimaaktivistin Neubauer in Abi-Prüfung: CDU vermutet Einflussnahme

5
Anzeige

Ein veröffentlichter Gastbeitrag von Klimaaktivistin Luisa Neubauer ist Materialgrundlage für eine Aufgabe in einer Abiturprüfung in Niedersachsen geworden  und sorgt nun für Aufregung. Die CDU vermutet Einflussnahme durch die grüne Kultusministerin.

Der Gastbeitrag wurde laut Ministerium im Juni vergangenen Jahres von einem Medium veröffentlicht. Bei der Abiturprüfung standen demnach mehrere Aufgaben zur Auswahl für die Schüler – bei einer war der Text von Neubauer Grundlage. Schüler müssen sich für eine Aufgabe entscheiden. Dabei handelte es sich um die schriftliche Prüfung im Fach Politik-Wirtschaft, wie das Kultusministerium in Hannover am Mittwoch mitteilte. Die Prüfung war am Montag.

Das Kultusministerium wies die Kritik des CDU-Politikers zurück. Das Verfahren sei klar und eindeutig. Es sei absolut apolitisch, weder sei die Ministerin Mitglied der Fachkommissionen, die bereits Monate vorher die Aufgaben entwickeln, noch würden die Aufgaben von ihr freigegeben oder vorgelegt, sagte ein Ministeriumssprecher. Dass ein aktueller Bericht Teil einer Abiturprüfung ist, sei nichts Ungewöhnliches. News4teachers / mit Material der dpa, Titelfoto: Shutterstock / Rolf G Wackenberg

„Was erzählen wir Eltern, deren Kinder dann straffällig werden?“: Empörung über angeblich geplante Vorträge der Letzten Generation in Schulen

Anzeige

5 COMMENTS

  1. So tragisch finde ich den Text erst einmal nicht. Spannend ist aber der Erwartungshorizont insbesondere im Hinblick auf von Neubauer abweichende Thesen.

    An Stelle eines Schülers würde ich diese Klausur nicht auswählen oder unabhängig von der eigenen Meinung nach dem gängigen Modell antworten.

    • Goldene Regel, die ich auch meinen Schülern immer empfehle:
      1. Wähle die offensichtlich mainstreamigste Klausur
      2. Schreib das hin, was große Medien schreiben oder was Du denkst was der typische Lehrer gerne dazu hören will.
      3. Forsche selber nach wenn der Prüfungsstress vorbei ist.

      Funktioniert Bombe.
      Und schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe:
      1. Schüler behält die Würde als freier Mensch, ohne Nachteile zu erleiden
      2. Übergriffigkeit wird unterlaufen

      Und Mal ehrlich: Würde jemand einen Luisa-Text verbal zerreißen – wir wissen doch alle, dass dies im typischen deutschen Lehrerzimmer mit einer fetten Runterstufung der Note quittiert werden würde.

  2. Schade, dass jetzt schon etablierte Parteien in Populismus verfallen. Jeder, der das Auswahlsystem kennt weiß, dass dazu das Kultusministerium keine Möglichkeit hat.
    Außerdem ist die Idee als solche lächerlich, da die Klimadebatte tagesaktuelle Politik ist und natürlich, mit den unterschiedlichen Positionen, im Unterricht behandelt wird.

    • Das Kultusministerium bestimmt doch jene Kommission, die die Zentralabituraufgaben erstellt bzw. aus einem Pool auswählt. Und die könnte doch parteipolitisch besetzt worden sein, wissen wir das? Glaubt jemand, bei solchen Dingen ginge es einer grünen Ministerin um fachliche Qualifikationen?

      • Wenn es in Niedersachsen so läuft wie in NRW, werden Schulen zur Erstellung der Aufgaben beauftragt. Die Kommission im Ministerium prüft und wählt endgültig aus.

Kommentar schreiben

Bitte gib einen Kommentar ein!
Bitte gib deinen Namen ein

wpDiscuz
Die mobile Version verlassen