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Elternverband fordert nach Pisa-Debakel: Kein “Weiter so” – Bildung neu denken!

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Nach dem starken Leistungsabfall deutscher Schülerinnen und Schüler bei der internationalen Vergleichsstudie Pisa hat der Bayerische Elternverband (BEV) schnelle und umfangreiche Konsequenzen gefordert. Nötig sei ein «Neudenken eines flexiblen, leistungsfähigen und chancengerechten Bildungssystems – von der frühkindlichen Bildung bis zum Hochschulabschluss». Es müsse sofort begonnen werden.

Absturz. Illustration: Shutterstock

«Ein “Weiter so!” oder Aufschieben käme der bedingungslosen Kapitulation unserer Gesellschaft gegenüber Extremisten und Populisten gleich», sagte BEV-Landesvorsitzender Martin Löwe. Entgegen wohlklingenden Versicherungen in Sonntagsreden zeugten marode Schulbauten sowie fehlende Lehrkräfte und -mittel von tatsächlich geringer Wertschätzung der politisch Verantwortlichen gegenüber der allgemeinen Bildung.

Die natürliche Neugier und somit Lernlust sei dem Menschen angeboren. Die Hirnforschung bestätige, dass selbst Erarbeitetes und als nützlich Erfahrenes nachhaltiger gelernt werde. «Genau hierfür aber ist angesichts überfüllter Lehrpläne, mangelnder Ressourcen in unseren Schulen und gestresster Eltern zu wenig Platz», so Löwe. «So schaffen wir es, Kindern schon zu Beginn ihrer Schulkarriere die Lust am Lernen auszutreiben.»

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Hinzu komme, dass Bildung bisher als Schlüssel für Wohlstand gegolten habe. Nun seien zunehmend Personen mit den höchsten Klickzahlen die Vorbilder für Jugendliche; etwa Influencer, die selbst noch ohne Schulabschluss scheinbar Millionen verdienen könnten. «Hier stellen sich Jugendliche zurecht die Frage, warum sie sich mit Schule herumquälen sollen, wenn sie auch ohne Bildungsabschluss reich oder berühmt werden könnten», sagte Löwe. Schule müsse plausibel die Frage beantworten können, wozu Bildung nötig und wie wichtig sie heutzutage noch sei. News4teachers / mit Material der dpa

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