LISUM wird abgewickelt: Brandenburg bekommt 2025 eigenes Lehrerbildungsinstitut

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POTSDAM. Brandenburg stellt die Aus- und Fortbildung von Lehrkräften neu auf. Ein eigenes Landesinstitut soll im Januar 2025 an den Start gehen. Nur wie es heißen soll, weiß noch keiner.

Die Planungen laufen. (Symbolfoto) Foto: Shutterstock

Brandenburg bekommt zum 1. Januar 2025 ein neues Landesinstitut für die die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften. Es soll das bisherige Landesinstitut für Schule und Medien (LISUM) mit Sitz in Ludwigsfelde (Teltow-Fläming) ersetzen und deutlich mehr Aufgaben bei der Lehrkräftebildung, Unterrichtsentwicklung und der Digitalisierung von Schule und Unterricht übernehmen. Das teilte das Bildungsministerium in Potsdam am Freitag mit, nachdem das Kabinett dem Gründungskonzept in dieser Woche zugestimmt hatte.

Das neue Institut soll außerdem Modellprojekte und Schulversuche koordinieren und ein landesweites Bildungsmonitoring aufbauen und weiterentwickeln.

«Mit der Neuaufstellung des Landesinstituts wird die Lehrkräftefort- und -weiterbildung in Brandenburg direkter, digitaler, qualifizierter», sagte Bildungsminister Steffen Freiberg (SPD). LISUM-Direktor Mathias Iffert ergänzte: «Mit seinen fünf Standorten in Ludwigsfelde, Bernau, Cottbus, Potsdam und Neuruppin wird das Landesinstitut für die Schulen in allen Regionen Brandenburgs ein umfangreiches und differenziertes Unterstützungsangebot bereitstellen.»

Der Arbeitstitel für die neue Einrichtung lautet bisher Brandenburger Landesinstitut. Der künftige Name wird mit Beteiligung von LISUM-Mitarbeitern und Lehrkräften derzeit gesucht. Im März ist eine digitale Abstimmung dazu geplant.

Das LISUM war 2007 per Staatsvertrag zwischen den Ländern Berlin und Brandenburg gegründet worden. Berlin entschied sich 2022, die gemeinsame Einrichtung zu verlassen und den Staatsvertrag zu kündigen. Wie ein Sprecher der Berliner Bildungsverwaltung auf Anfrage mitteilte, ist der Planungsstand in der Hauptstadt vergleichbar: «Wir bauen das Berliner Landesinstitut für Aus-, Fort- und Weiterbildung auf und bereiten konzeptionell eine Aufnahme des Betriebs im Jahr 2025 vor.» News4teachers / mit Material der dpa

Die IT-Pannenserie geht weiter (nach Abi-Debakel und Datenleck): Auch die Homepage des Landesinstituts für Schule ist nicht sicher

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2 Kommentare
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Dil Uhlenspiegel
1 Monat zuvor

„LAFuWL“ oder „Brandheiß“
Gern geschehen. Kontonummer folgt.

Arno
1 Monat zuvor

Und was hat das bisherige Landesinstitut LISUM bewirkt? Dazu hört man nichts. Gerade Brandenburg hat negative Schlagzeilen gemacht, z.B. beim IQB-Bildungstrend, auch bei der Sache in Burg mit zwei Lehrern, die rausgeekelt wurden.