Kindergrundsicherung: Ampel zofft sich wieder – Lindner nennt Paus‘ Vorstellungen „verstörend“

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BERLIN. Erneut sorgt das ambitionierteste Sozialprojekt der Ampel für Krach in der Koalition. Die FDP will den Vorschlag von Ministerin Paus zur Schaffung tausender neuer Stellen, mit deren Hilfe Familien von Bürokratie entlastet werden sollen, nicht mittragen. Auch der Zeitplan steht auf der Kippe.

«Die Vorstellung, dass der Staat eine „Bringschuld“ bei Sozialleistungen habe, finde ich verstörend»: FDP-Bundesvorsitzender und Bundesfinanzminister Christian Lindner. Foto: FDP

Die geplante Kindergrundsicherung sorgt weiter für Ärger in der Ampel-Koalition. Besonders aus der FDP-Fraktion gibt es heftige Kritik an den bisherigen Vorschlägen von Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) zur Umsetzung des Milliardenprojekts. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion, Johannes Vogel, lehnt die von Paus gewünschte Schaffung tausender neuer Stellen entschieden ab. «Warum das Familienministerium gerade jetzt die ebenso alte wie absurde Forderung nach 5000 neuen Stellen wiederholt hat, erscheint rätselhaft», sagte Vogel. Es müsse bei der Kindergrundsicherung darum gehen, Prozesse zu digitalisieren und Bürokratie ab- und nicht aufzubauen, bekräftigte Vogel. Dafür liege «bis heute leider kein funktionierendes Konzept vor». Zuvor hatten unter anderem auch Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) und die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gyde Jensen ihren Unmut über den Vorschlag von Paus geäußert.

Die Familienministerin hatte zuvor bekräftigt, dass sie die Schaffung von 5000 Stellen zur Abwicklung der Kindergrundsicherung für richtig halte. Den Samstagsausgaben der «Rheinischen Post» und des «General-Anzeigers» hatte Paus gesagt: «Das zusätzliche Personal bedeutet eine Bürokratieentlastung für die Bürger. Im Moment tragen sie die Bürokratielast, müssen von Pontius zu Pilatus rennen.» Und weiter: «Mit den 5.000 Stellen wollen wir von der Holschuld der Bürger zur Bringschuld des Staates kommen. Wir werden deutlich mehr Anträge als bisher haben.» Die Kindergrundsicherung könne, so Paus, bis zu 5,6 Millionen Kinder und Jugendliche erreichen. Minister Lindner hatte dazu gesagt: «Die Vorstellung, dass der Staat eine „Bringschuld“ bei Sozialleistungen habe, finde ich verstörend – erst recht, wenn dafür 5000 neue Staatsbedienstete eingestellt werden müssen.»

Der Gesetzentwurf zur Kindergrundsicherung befindet sich derzeit in der parlamentarischen Beratung zwischen den Fraktionen. Mit der Sozialreform sollen ab 2025 bisherige Leistungen wie das Kindergeld, Leistungen aus dem Bürgergeld für Kinder oder der Kinderzuschlag gebündelt werden. Die Kindergrundsicherung gilt als das sozialpolitische Prestigeprojekt der Grünen. Das Kabinett hatte im September einen Gesetzentwurf mit dem Ziel verabschiedet, dass die Kindergrundsicherung am 1. Januar 2025 in Kraft tritt. Nach Bedenken der Bundesagentur für Arbeit und des Bundesrats kündigte die Bundesregierung im Dezember an, den Zeitplan zu überprüfen. Auf Anfrage teilte das Ministerium von Paus in der vergangenen Woche mit, dass der Zeitplan sowie der Zeitpunkt der Verabschiedung des Entwurfs «vom Fortgang der Beratungen» im Parlament abhängig seien.

Es wachsen die Zweifel, dass der 1. Januar 2025 eingehalten werden kann – auch in der SPD-Fraktion. Das Parlament habe den Gesetzentwurf zur Kindergrundsicherung «erst recht spät in dieser Legislaturperiode» erhalten, kritisierte der familienpolitische Sprecher der Fraktion, Sönke Rix. Die SPD gehe davon aus, «dass wir nicht die komplette Kindergrundsicherung zu Mitte 2025 einführen können», sagte Rix der «Rheinischen Post». Wahrscheinlicher werde daher eine Einführung in mehreren Schritten.

Aus den Reihen der Grünen gab es dagegen Rückenwind für die viel gescholtene Ministerin. Der Grünen-Fraktionsvize Andreas Audretsch bekräftigte, dass das Projekt nicht auf der Kippe stehe: «Alle Koalitionspartner haben sich zur Kindergrundsicherung bekannt, die Kindergrundsicherung wird kommen», sagte er. Mit der Reform würden Leistungen  «zusammengelegt und vereinfacht», für Familien werde es «übersichtlicher und unbürokratischer», versprach Audretsch.

Sozialverbände und die Partei Die Linke kritisierten den erneuten Koalitionsstreit um die Kindergrundsicherung scharf. Die Bundesgeschäftsführerin der Linken, Katina Schubert, sprach von einem «würdelosen Gezerre». Der Staat breche sich keinen «Zacken aus der Krone, wenn er seine eigene Bringschuld gegenüber Menschen, die vielleicht alleinerziehend sind, berufstätig und unter Umständen noch gesundheitlich angeschlagen, anerkennt», erklärte Schubert.

Die Vorsitzende des Sozialverbands Deutschland, Michaela Engelmeier, rückte die Betroffenen in den Fokus. «Erst kürzlich wurde berichtet, dass mehr als jedes fünfte Kind und jeder fünfte Jugendliche in Deutschland von Armut betroffen ist. Um diese Misere zu bekämpfen, wäre eine echte Kindergrundsicherung wichtig», erklärte sie. Stattdessen habe die FDP dafür gesorgt, «dass dieses so wichtige Projekt deutlich beschnitten wurde», kritisierte Engelmeier.  Der Sozialverband VdK mahnte erneut an, Hürden für Familien abzubauen. «Der Bürokratie-Wahnsinn erschwert enorm den Kampf gegen Kinderarmut», erklärte VdK-Präsidentin Verena Bentele. Familien müssten teilweise «bis zu vier Behörden ablaufen, um ihre Kinder finanziell abzusichern». Es sei kein Wunder, dass viele dann auf bestimmte Hilfen verzichten würden. Mit der Kindergrundsicherung müsse ein «vollumfänglicher Systemwandel» gelingen. News4teachers / mit Material der dpa

Ampel-Koalition einigt sich auf „Kindergrundsicherung light“ (wie ein Bildungsminister kritisiert)

 

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Realist
10 Tage zuvor

Die Kindergrundsicherung ist eine Schnapsidee, aber nicht nur aus dem von Lindner gennanten Grund, dass diese Form von „Bürokratieabbau“ zu 5000 neuen Bürokratenstellen führen soll…

Statt das Geld ohne Prüfung den Erziehungsberechtigten zu geben, sollte davon besser der Ausbau der vorschulischen Betreuungsangebote und eines kostenlosen Mittagessens für alle Schul- und Kitakinder finanziert werden. Frankreich ist hier tatsächlich ein Vorbild.

Ich kann mich noch gut an eine Werbekampagne eines bekannten Elektromarktes erinnern, der kurz nachdem das Kindergeld um 100€ (?) erhöht wurde, offensiv mit Ratenzahlungsangeboten in genau dieser Höhe geworben hat…

Pro Mille
10 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Also jetzt wird aber von Ihnen das Narrativ vom faulen Bürgergeldbeziehenden, den man mit Druck zum Arbeiten bringen muss, bedient. Diese (sozial=) einkommensschwachen Eltern (adressiert werden Ratenkäufer:innen) verjubeln dann das Kindergeld. Deshalb gehören sie bevormundet und mit Sachleistungen versorgt.
Die Kampagne war, wenn sie denn so ausgesehen hat, eindeutig. Aber ist sie denn auch verfangen?

DerechteNorden
10 Tage zuvor
Antwortet  Pro Mille

Na ja, ich finde, um dass Narrativ gar nicht erst aufkommen zu lassen, dass der Staat Bildung für alle Kinder finanzieren sollte. Und zwar nicht so, dass irgendwelche Eltern Geld überwiesen bekommen und bemüht werden, das Geld sinnvoll für ihre Kinder auszugeben, sondern dass sämtliche Ausgaben, die mit Bildung zusammenhängen (Verbrauchsmaterialien, Bücher, Sportzeug, Ausflüge, Theaterbesuche, Klassenfahrten, Schulessen u.a.) gestellt werden sollten. Das hätte auch den Vorteil, dass man z.B. gutes Schulessen anbieten könnte. Auch würden wir Lehrkräfte nicht ständig für einige Bücher etc. bezahlen, weil man das Geld, das man erstmal ausgelegt hat, nie kriegt.

Mich stören beide Seiten, wenn ich ehrlich bin: Zum einen diejenigen, die alle negativ über einen Kamm scheren, sich aber nicht kümmern wollen (Stichwort „Eigenverantwortung“) zum anderen auch diejenigen, die die Augen vor der Realität verschließen („man darf niemanden bevormunden“).
Wir müssen fördern und fordern. Nur zu fordern bringt genauso wenig wie nur nur zu fördern.

Mr X
10 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Geld für sus auslegen? Für deren Bücher?

Niemals!

DerechteNorden
10 Tage zuvor
Antwortet  Mr X

Wissen Sie, mir ist es wichtig, dass alle Kinder Materialien haben.

Realist
9 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

WIeso ist Ihnen das so wichtigt, wenn es Ihrem Arbeitgeber / Dienstherrn scheinbar nicht wichtig ist?

DerechteNorden
9 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Wenn es danach ginge, würde gar nichts mehr gehen. Und auch das würde ihn wahrscheinlich nicht interessieren. So lange die Kids aufbewahrt sind, …

Fräulein Rottenmeier
9 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Kann man machen….man kann auch Brote schmieren für die Kinder, die morgens ohne aus dem Haus gehen. Man kann auch Materialien für die Schule kaufen, Bücher für die Kinder oder Einrichtungsgegenstände für das Klassenzimmer.
Meine Meinung dazu: Nein, auf keinen Fall!
Was Materialien, Einrichtung, Schulbücher angeht, hat wenn überhaupt die Schule in Vorleistung zu treten. Die Schule soll sich das ausgelegte Büchergeld von den Eltern wiederholen.
Ganz ehrlich? Die Schule ist ein Arbeitsort und manchmal ist es wichtig das ganz sachlich zu sehen. Man kann ganz viel Engagement in die Arbeit investieren, die dann allen zugute kommt, aber irgendwo gibt es ein Grenze und diese Grenze ist für mich erreicht, wenn ich Aufgaben erledige, für die ich nicht zuständig bin oder mich finanziell beteilige an Dingen, für die auch nicht zuständig bin.

Was dann noch bleibt sind die Brote….würde ich nur in ganz krassen Ausnahmesituationen machen….

DerechteNorden
9 Tage zuvor

Ja, ja, es ist immer sehr schön, wenn so klug daher geschnackt wird … Ich finde es albern hier diesen Nebenschauplatz zu bedienen, weil das nicht mein Hauptpunkt ist, obwohl ich mir sicher bin, dass – bis auf die ganz Tollen hier natürlich – die meisten wissen, was ich meine.

Wir haben Konferenzbeschlüsse, die z.B. die Anschaffung von Workbooks, Kunstgeld, Theatereintritte usw. betrifft. Diese Dinge kommen on top und sind von den Eltern zu leisten. Dafür gibt es im Schuljahr für die sog. Sozialschwachen zweimal Geld aufs Konto. Es gibt auch noch die sog. Bildungskarten, die gewisse Dinge abdecken.
Die letzteren beiden Hilfen würden z.B. wegfallen, wenn der Staat alle Kinder versorgen würde.

Fräulein Rottenmeier
9 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Sie haben den Nebenschauplatz aufgemacht!
Mir ist es im Übrigen egal, ob Sie die Materialien, Bücher, etc. für Ihre Schüler übernehmen. Es ist Ihr Geld….bitteschön!

Und trotzdem bin ich der Meinung, dass der Staat nicht die Aufgabe hat, eine Vollkasko Mentalität zu bedienen. Es gibt das Lehrmittelfreiheitsgesetz und in diesem Zusammenhang zahlt der Staat 2/3 zu den Lehrbüchern dazu, den Rest haben die Eltern zu tragen. Die übrigen Materialien sind ebenfalls von den Eltern zu tragen, dafür bekommen sozialschwache Eltern ebenfalls Zuschüsse. Darüber hinaus gibt es jedes Jahr viele Organisationen, die alle Materialien kostenlos zur Verfügung stellen.
Das einzige, was Eltern tun müssen, ist dahin gehen und sich das Zeug abholen. Ich bin der Meinung, dass wohl nicht zuviel verlangt ist.

Auch Auflüge und Klassenfahrten werden vollständig vom Amt übernommen, die Eltern müssen nur einen klitzekleinen Antrag stellen.
Ich weiß, manche Eltern können das auch x Gründen nicht leisten, aber auch hier gibt es Leute (z.B. Schulsozialarbeiter) die unter die Arme greifen.

Und ja es gibt auch Bildungskarten. Die Eltern müssen nur die Nummer parat haben und die Schule bucht dann bei Ausflügen und Klassenfahrten ab. Blöd nur, wenn Eltern entweder die Nummer nicht einreichen oder die Karte nicht aufgeladen ist….da rennt man als Schule dann hinterher….

Aber nur weil einige wenige Eltern nicht in der Lage oder willens sind, sich nur ein bisschen um die Belange Ihrer Kinder zu kümmern, soll der Staat für alle und alles aufkommen?
Das ist meiner Meinung nach der falsche Weg.

ed840
8 Tage zuvor

Kommt vermutlich mal wieder auf das jeweilige Bundesland an. Schon zu meiner Schulzeit bekamen wir in Bayern die im Unterricht verwendeten Schulbücher kostenlos von der Schule geliehen und mussten nichts zuzahlen. Im Gym wurden wir dann gebeten auf eigene Kosten einen Weltatlas für Erdkunde anzuschaffen, der war dann aber auch mein Eigentum und steht immer noch bei mir im Regal.

Schade
8 Tage zuvor

Ich denke, das Geld DIREKT in die Schulen, Kitas, andere Bildungsinstitutionen zu investieren, wäre der beste Weg. Alle Bürgergeld-Familien bekommen JEDES JAHR einen pauschalen Betrag für die Anschaffung aller notwendigen Schulmaterialien. In mindestens 50% der Fälle ist das Material aber dann nicht zu Schulbeginn vorhanden, oft auch nicht nach den Herbstferien, manchmal nicht mal zum 2. Halbjahr. Die Gründe dafür sind vielfältig. Das andauernde Nachhaken, ermahnen, einfordern, Übergangslösungen finden ist für mich deutlich anstrengender, als das Material zu Schulbeginn den Kindern zuzuteilen und übers Jahr zu verwalten. Und wer immer auf der angeblichen Entwürdigung der Bürgergeldempfänger herumhackt: Ist es nicht viel entwürdigender für ein Kind, von jedem einzelnen Lehrer von August bis Februar quasi jede Unterrichtsstunde entnervt gefragt zu werden, warum es denn immer noch nicht das benötigte Buch, Heft etc. hat?

DerechteNorden
8 Tage zuvor
Antwortet  Schade

Danke!

Marie Brand
9 Tage zuvor

Ich bin ein DDR Kind. In der DDR haben wir die Bücher von der Schule erhalten. JEDE Schule hatte eine Küche und einen Speisesaal. Das Essen kostet Geld, aber es war wenig. Es war ein symbolischer Beitrag. Nach der Schule konnte man in die Hortbetreuung und dort wurden die Hausaufgaben erledigt und zwar ordentlich und richtig. Dafür gab es Erzieher, die Pädagogen waren. Gerade für Kinder aus schwierigen Verhältnissen wirklich Gold wert. Diese Kinder hatten eine Chance.
Sowas wünsche ich mir wieder. Nicht Geld, in Form von Grundsicherung, von dem dann der eine oder andere Elternteil seine Zigaretten finanzieren kann.

potschemutschka
9 Tage zuvor
Antwortet  Marie Brand

Ja, die Horterzieher waren speziell dafür ausgebildet und hatten eine Lehrbefähigung für ein Fach bis Klasse 4.

mama51
8 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

…mir ist es auch wichtig! Und bis jetzt habe ich tatsächlich „meinGeld“ immer zurückbekommen! Von daher… alles im grünen Bereich!

DerechteNorden
8 Tage zuvor
Antwortet  mama51

Viele meiner Kolleg*innen und ich leider nicht. Das hängt wohl auch von der Elternklientel ab. In den letzten zehn Jahren ist es bei uns zeitgleich mit der Veränderung unserer Klientel schlimmer geworden.

Spirale
10 Tage zuvor
Antwortet  Realist

„Oh, da ist eine kleine Gruppe, die offenbar das Geld für andere Dinge ausgibt als für die Kinder. Los, lasst uns ein Argument daraus stricken um gehen Sinnvolle Vorhaben mir dieser Randgruppe zu torpedieren“ sprch der Populist.

Studien haben längst gezeigt, dass Eltern mehr Geld auch für ihre Kinder ausgeben. Grundsätzlich müsste das von dir richtigerweise gefrdette Betreuungsangebot, was du hier fälschlicherweise mit etwas völlig anderem vermengst, parallel zur Grundsicherug ausgebaut werden.

DerechteNorden
10 Tage zuvor
Antwortet  Spirale

Damit das Geld für Bildung bei den Kindern ankommt, könnte der Staat einfach den direkten Weg gehen und alles bereitstellen, ohne das die Eltern sich damit abmühen müssen, die benötigten Dinge/Veranstaltungen/Schulessen zu bezahlen. Dadurch könnte man im großen Stil einkaufen und qualitativ Hochwertiges anbieten (z.B. Schulessen).
Aber das würde die FDP natürlich erst recht nicht wollen.

Pro Mille
10 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Das sehe ich nicht so einfach. Zum einen sind die Pflege und Erziehung der Kinder die primäre Aufgabe der Eltern- steht schon im GG. Dann sollen sie es auch müssen und nicht die Kinder Vollkasko abgeben- aus welchen noblen Gründen auch immer. Außerdem sollen sie entscheiden können, nicht der Staat bzw. Lehrkräfte, was benötigt oder priorisiert wird.
Sie unterstellen erneut!

DerechteNorden
9 Tage zuvor
Antwortet  Pro Mille

Und da das so ist, sind zu viele Kinder abgehängt.
Ich schreibe mit inzwischen über 20 Jahren IGS- bzw. GemS-Erfahrung.

Pro Mille
9 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Aber gibt’s nur die Alternative, dass der Staat alles ab- oder übernimmt?
Ich frage das als Arbeiter:innenkind, dessen Eltern im Rahmen der eigenen Möglichkeiten gekümmert und sich verantwortlich gemacht haben, und mit inzwischen über 30 Jahren Erfahrung als Lehrer an Haupt-/Realschule.

Schade
9 Tage zuvor
Antwortet  Pro Mille

Letztendlich ist es doch die Frage, bei welcher Variante die beste Unterstützung beim Kind ankommt. Ich stimme Ihnen uneingeschränkt zu, dass die Pflege und Erziehung die originäre Aufgabe der Eltern ist. Gerade bei den Kindern aus prekären Verhältnissen kommen die Eltern aber dieser Aufgabe aus verschiedensten Gründen oft nicht nach bzw. haben Probleme, dieser Aufgaben nachzukommen. Ich bezweifle sehr, dass (noch) mehr Geld auf dem Konto den Kindern in irgendeiner Form wirklich zugute kommt.

DerechteNorden
9 Tage zuvor
Antwortet  Pro Mille

Wir reden hier aber nicht wirklich von Arbeiter*innenkindern. Die Pro Milles und Willy Brandts gibt es kaum noch.
Wenn Sie diese 30 Jahre Erfahrung haben, dann frage ich mich, wo Sie denn arbeiten, wenn Sie es nicht wissen, dass sich vieles geändert hat. Ich arbeite in einer Stadt, in der es sehr viele Familien gibt, die nicht wirklich funktionieren. Wenn man sich nicht um die Kids kümmert, dann werden die selbst für immer alimentiert (gibt Geld aufs Konto und gut), ihre eigenen Kinder werden dann aber auch wieder keine Chancen haben, weil das Geld für andere Dinge als Schule & Co. ausgegeben wird.
Frage in die Runde: Was meint ihr denn, was der Staat mit all den Kids, deren Eltern sich nicht kümmern, tun soll, damit diese eine Chance haben und unsere Gesellschaft ebenfalls etwas von diesen Kids hat, weil sie mitwirken und gute Arbeit leisten? Jetzt mal ganz konkret, bitte!

Lena Hauenstein
9 Tage zuvor
Antwortet  Pro Mille

Naja, mich als A13-verdienende Mutter würde es auch entlasten, wenn ich keine Brote schmieren/Workbooks kaufen/wasweißich müßte

Hans Malz
9 Tage zuvor
Antwortet  Pro Mille

Also soll das Geld den Eltern überwiesen werden, damit diese die gleichen Bücher etc. kaufen, die ansonsten bereitgestellt werden würden? Die Schule entscheidet doch sowieso, welches Lernmaterial genutzt wird, ich verstehe die Argumentation nicht.

An der Stelle könnte man wirklich ganz einfach Bürokratie abbauen und das Lernmaterial direkt ausgeben. Auch die, die Geld und Zeit für ihre Kinder investieren wollen, können diese ja jetzt gewinnbringender nutzen.

Fräulein Rottenmeier
9 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

NEIN! Auf gar keinen Fall! Wir als Kita oder Schule sind nicht die Ersatzeltern! Wir haben einen Job zu tun, der sich ganz klar abgrenzt. Eltern sind Eltern und wenn sie nicht in der Lage sind für ihre Kinder zu sorgen, gibt es staatliche Stellen, die unter die Arme greifen, aber das sind nicht die Schulen….die mit dem Bildungsauftrag….die Kitas, die mit dem Betreuungsauftrag und Bildungsauftrag…..
Und genau das gilt es Eltern klar zu machen….und die meisten wissen das auch….

DerechteNorden
9 Tage zuvor

Dann mal her mit Ihren Vorschlägen, wie man das diesen Eltern klarmacht! Danke!

Fräulein Rottenmeier
9 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Wir gehen recht erfolgreich einige Wege, wenn wir auf solche Eltern treffen, die sich in irgendeiner Weise nicht kümmern können oder wollen:
– Einladung zum Gespräch (in Anwesenheit der Schulsozialarbeiterin)….hilft meist schon, da dort das Problem eingekreist wird und Hilfe angeboten wird.
– Schriftliche Erinnerung an Schulpflicht, dann Einleitung von Bußgeldverfahren….sehr erfolgreich, da dann erhebliche Kosten drohen und auch eingetrieben werden
– Meldung ans Jugendamt mit der Bitte um Unterstützung (Familienhilfe)…..dauert ein bisschen, ist aber erfolgreich
– Ausschluss von OGS (wenn bereits hohe Schulden aufgelaufen sind)…..sehr erfolgreich, da die Nummer der Bildungskarte dann sehr zügig vorliegt und diese auch aufgeladen ist. Das gleiche gilt für Klassenfahrten,….klappt genauso…..
– Bastelmaterialien kaufen wir für die ganze Schule ein und werden aus der Klassenkasse finanziert…..letztlich fällt das dann zu Lasten des Schuletats, wenn Eltern nicht einzahlen….dasselbe gilt für den Eigenanteil der Eltern bei Schulbüchern…..aber das trägt dann die Schule und nicht die Lehrer,…..

DerechteNorden
9 Tage zuvor

Na, dann sind die meisten anderen Schulen Deutschlands wohl einfach nur zu doof, was?
Nichts für ungut, aber Sie sind Schulleiterin, nicht wahr?

Fräulein Rottenmeier
9 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Wieso sollten andere Schulen doof sein? Und was hat das mit mir als SL zu tun?

DerechteNorden
9 Tage zuvor

Ach, nur so. Ich denke, Sie wissen, was ich meine.

Fräulein Rottenmeier
9 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Nein, weiß ich nicht! Meine Glaskugel ist staubig…..

DerechteNorden
8 Tage zuvor

Schulleitungen können sich ja auch sehr oft nicht erklären, warum der Krankenstand in ihren Kollegien sehr hoch ist. Von daher wundert mich Ihre Aussage jetzt auch nicht.

Fräulein Rottenmeier
8 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ich kann das sehr gut einschätzen, denn ich gehöre genau wie meine Kolleginnen auch zu den Grenzgängern. Glauben Sie allen Ernstes, dass es da Unterschiede gibt?
Ich kenne meine Aufgaben und kenne auch die Aufgaben der Kolleginnen! Ich unterrichte immerhin 14 Stunden also halbes Deputat….
Also erzählen Sie mir nix von keine Ahnung!!

Fräulein Rottenmeier
8 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Sie antworten mit Ad hominem Angriffen und werfen mir mindestens einen roten Hering hin. Können Sie machen, ist mir aber zu billig!
Ich muss mich nicht von Ihnen despektierlich behandeln lassen…. Echt nicht!

DerechteNorden
8 Tage zuvor

Ich finde es immer wieder schön, wie Schulleitungen sich vor anderen die Dinge schön reden, damit ihre Schulen gut dastehen.
All die von Ihnen aufgezählten Maßnahmen, mögen bei Ihnen an der Schule vielleicht einigermaßen funktionieren, an sehr vielen anderen Schulen (meiner z.B.) nicht so, dass man es „erfolgreich“ nennen könnte. Maßnahmen durch das Jugend- oder Ordnungsamt? Geschenkt! Vor Gericht? Geschenkt!
Des weiteren ist das Nachhaken, hinter den Eltern hinterlaufen usw. für Klassenlehrkräfte sehr anstrengend und eine Ursache für Überlastung und einen hohen Krankenstand.

Nenne Sie meine Skepsis gern „ad hominem Angriffe“. Aber ich halte viele Schulleitungen in Deutschland für ein Teil des Problems. Man hat immer die Anmeldezahlen und den Ruf der Schule im Kopf, denn man selbst muss dafür gerade stehen, wenn es nach außen nicht so toll aussieht. Und solange man noch damit durchkommt, nicht die Karten auf den Tisch legen zu müssen, „funktioniert alles“.
Ich bin lange genug im Geschäft, um einschätzen zu können, wie Schulleitung so geht.

Fräulein Rottenmeier
8 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ich frage mich, wie viele Schulen Sie kennen, also genau kennen und nicht nur aus persönlicher anekdotischer Evidenz.
Aber gut, sei es drum. Eigentlich ist es mir wumpe, wie Sie aus der Ferne meine Arbeit beurteilen.
Mag sein, das es falsch ist, für einen möglichst angenehmes Arbeitsklima zu sorgen, mag auch sein, dass die ganzen Konzepte, an denen wir bislang gearbeitet haben und noch arbeiten von den Kolleginnen nicht geschätzt werden und sie nur als lästiges Beiwerk betrachtet werden und ein Ruf nach außen hin so völlig unwichtig ist. Doof ist es nur, wenn die Eltern mit den Füßen abstimmen und dann einige Kolleginnen leider gehen müssen….ja, auch dafür ist ein Ruf wichtig, damit genug Ressourcen gestellt werden. Aber egal, sie sehen es von Ihrer Seite, ich von einer anderen…..
Im Nachbarthread kann man gerade ganz wunderbar beobachten, wie LuL ihre oder andere SL wahrnehmen.
Gut, habe ich gelesen, muss ich mit klarkommen, findenich persönlich aber unglaublich schade, missachtend, zum Teil abgrundtief böse.
Hoffe inständig, dass niemand von denen an meiner Schule beschäftigt ist oder je sein wird…..

DerechteNorden
7 Tage zuvor

„Ich frage mich, wie viele Schulen Sie kennen, also genau kennen und nicht nur aus persönlicher anekdotischer Evidenz.“
Da man als Lehrkraft im Laufe der Jahrzehnte viele andere Lehrkräfte kennenlernt (u.a. auch auf vielen Fortbildungen, auch bei Gewerkschaftstreffen usw.), ist mein Wissen nicht anekdotisch, würde ich sagen.
Mein Schulleiter ist ein sehr um Ausgleich bemühter Chef, den ich wirklich sehr schätze und der das Kollegium nie aus dem Auge verliert, aber auch er merkt bestimmte Dinge einfach nicht.
Er würde sich ähnlich wie Sie äußern, schätze ich.
Aber so wird sich eben nichts ändern. Wenn die meisten Schulleiter*innen sich so äußern, dann läuft es doch eigentlich. Nur die normalen Lehrkräfte sind wohl irgendwie zu doof.

Fräulein Rottenmeier
7 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Warum sollten die Lehrkräfte nun doof sein?

Ich verweise wieder auf den Nachbarthread….da wird sehr schön demonstriert, wie die überwiegende Mehrheit der LuL wunderbar nur den eigenen Teller in den Blick nimmt und jeden Blick über den Tellerrand ganz sorgfältig vermieden wird. Da wird sich darüber aufgeregt, wie leer doch der eigene Teller ist, was alles an Besteck und Deko auf dem Tisch fehlt und woran das liegen muss. Dabei wird kategorisch ausgeschlossen, dass man selber auch für eine festlich gedeckte Tafel mit verantwortlich sein könnte….naja für einen schlechten Koch kann man nix und auch nicht, wenn die Speise nicht dem eigenen Geschmack entspricht….aber sonst wird jede Selbstwirksamkeit ausgeschlossen und erwartet, dass der „Tischherr“ alles schön hergerichtet hat und man sich eigentlich nur auf den reichlich gefüllten Teller stürzen muss….

Um im Bild zu bleiben (ich finde gerade Gefallen daran 🙂 ):
Ich halte schlechte SL übrigens genau dann für schlecht, wenn sie nicht in der Lage sind alle Teller mitsamt des gedeckten Tisches im Blick zu behalten und nicht aufpassen, dass die Teller gleichmäßig gefüllt sind und das Besteck auch parat liegt. Dabei achtet er auch nicht darauf, dass es selber auch mit am Tisch sitzt und nur einen halb gefüllten Teller vor sich stehen hat, was auch zur Mangelernährung führt, wenn er das ständig so macht.

Zusammenfassend bin ich der Meinung, dass für alle gesorgt ist, wenn alle gemeinsam mit anfassen und einer den Überblick behält…..

DerechteNorden
6 Tage zuvor

„Warum sollten die Lehrkräfte nun doof sein?“
? Sie scheiben es ja selbst: „Ich verweise wieder auf den Nachbarthread….da wird sehr schön demonstriert, wie die überwiegende Mehrheit der LuL wunderbar nur den eigenen Teller in den Blick nimmt und jeden Blick über den Tellerrand ganz sorgfältig vermieden wird. Da wird sich darüber aufgeregt, wie leer doch der eigene Teller ist, was alles an Besteck und Deko auf dem Tisch fehlt und woran das liegen muss. Dabei wird kategorisch ausgeschlossen, dass man selber auch für eine festlich gedeckte Tafel mit verantwortlich sein könnte….naja für einen schlechten Koch kann man nix und auch nicht, wenn die Speise nicht dem eigenen Geschmack entspricht….aber sonst wird jede Selbstwirksamkeit ausgeschlossen und erwartet, dass der „Tischherr“ alles schön hergerichtet hat und man sich eigentlich nur auf den reichlich gefüllten Teller stürzen muss….“
Sehen Sie nicht, dass Sie zwar schön beschreiben können, was Sie von anderen erwarten, es selbst aber auch nicht so wirklich erfüllen?
Zuletzt: Immer weniger Menschen, möchten derzeit auf Lehramt studieren bzw. in Schulen arbeiten. …

Fräulein Rottenmeier
6 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ich erwarte lediglich von anderen (sind damit die LuL gemeint?), dass man mit anfasst…..habe ich ja zusammenfassend geschrieben….
Was Sie daraus machen, ist Ihre Interpretation…..

Und natürlich möchten immer weniger Menschen an einer Schule arbeiten, es ist ja auch zuweilen ein Höllenjob, aber er ist für alle ein Höllenjob und nicht nur für den gemeinen Lehrer…..und das meinte ich mit meinen Ausführungen….

Lisa
10 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Das sollte kein Entweder oder sein.

Fräulein Rottenmeier
10 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Naja, die Kindergrundsicherung ist ja nichts anderes als die Zusammenführung der bisherigen Einzelkomponenten bestehend auch Kindergeld, Kindergeld plus, Bildung und Teilhabe. Eigentlich ist es eine gute Idee, dass Eltern zukünftig lediglich einen Antrag stellen und nicht bei verschiedenen Ämtern vorstellig werden müssen. So gesehen eigentlich eine gute Sache.
Das dieses Vorhaben natürlich auch Personal braucht, versteht sich von selber. Paus veranschlagt dafür 5000 Stellen – für ganz Deutschland sicherlich realistisch. Hier gilt es aber zu prüfen, ob es in verschiedenen Bundesämtern nicht vorhandenes Personal gibt, welches man damit betrauen kann, z.B. das Personal auch BAA, welches jetzt noch für das Kindergeld zuständig ist. Ob es möglich ist, Personal von einer Behörde in eine andere zu versetzen müsste also geprüft werden. Genau das hat Paus auch verkündet….gut möglich also, dass es evt. nur noch die Hälfte der Stellen sind, die neu eingerichtet werden müssten.

Realist
9 Tage zuvor

Na, so einfach ist das aber nicht. Das Personal, das dafür in Frage kommt, ist in der Regel angestellt. D.h. da kann man nicht einfach wie bei Beamten „versetzen“. Das geht dann nur mit Änderungskündigung, die dann vom Angestellten auch vor dem Arbeitsgericht angefochten werden kann. Und dann müsste der Arbeitgeber, also die entsprechende Behörde, erst einmal nachweisen, dass für den Angestellten keine andere Verwendung innerhalb derselben Behörde möglich ist. Und da auch alle öffentlichen Verwaltungen mittlerweile über „Personalmangel“ klagen, dürfte das gar nicht so einfach sein.

Der „einfachste“ Weg wird tatsächlich sein, die 5000 Stellen neu zu schaffen. Soviel zum „Berürkratieabbau“…

Fräulein Rottenmeier
9 Tage zuvor
Antwortet  Realist

In der Regel sind es Angestellte des öffentlichen Dienstes, entweder bei der Kommune oder des Landes angestellt….manche sind auch verbeamtet. Auch da gibt es Möglichkeiten der Verschiebung, weil gleicher Arbeitgeber. Vielleicht wird da nicht einfach bestimmt sondern offeriert, aber das Prinzip ist das gleiche.

dickebank
9 Tage zuvor

… oder des Bundes sowie öffentlich-rechtlicher Körperschaften des Bundes oder der Länder sowie den – NRW Sonderheit – Landschaftsverbänden.
Daneben gibt es dann noch Eigengesellschaften sowie regiebetriebe des Bundes, der länder und der Kommunen.

Kurzum es gibt eine breite Palette von Arbeitgebern innerhalb des ÖD.

Die Schaffung von 5.000 neuen Planstellen heißt ja nicht, dass diese zusätzlich geschaffen werden und nicht durch Personalabbau an anderen Stellen kompensiert werden können.

Ist halt wie in der freien Wirtschaft, bei der Ausgliederung eines Unternehmensteilbereiches in eine eigenständige Gesellschaft entstehen in dieser Gesellschaft zwar neue Stellen, die Gesamtbelegschaft von Mutter und Tochter ändert sich aber nicht oder nur geringfügig.

Es geht also nur um die Zuordnung der Planstellen zu einer Organisationseinheit, die neu geschaffen werden soll, um Aufgaben, die vormals von verschiedenen Stellen geleistet worden sind, zusammen zu fassen.

Mo3
9 Tage zuvor

Wenn vorher drei Personen drei verschiedene Anträge bearbeitet haben und jetzt eine Stelle für drei Themen in einem Antrag zuständig ist, sollte doch eher Personal eingespart werden können?!?

Alex
9 Tage zuvor

All die Einzelkomponenten mussten doch bisher auch schon bei entsprechend ausgebildetem Personal beantragt werden. Warum man bei Zusammenführung der Komponenten auf einmal 5000 Leute mehr brauchen soll, erschließt sich mir nicht wirklich. Spontan könnte man eher meinen, mit einem einzigen Antrag sollte es möglich sein, Personal einzusparen.

dickebank
9 Tage zuvor
Antwortet  Alex

Die Schaffung einer neuen Organisationseinheit verlangt eben auch, dass dieser planstellen zugewiesen werden müssen.
Ob diese Stellen mit zusätzlichem Personal oder mit Personal, das zuvor bei anderen Organisationseinheiten beschäftigt war, besetzt wird, ist doch derzeit überhaupt noch nicht geklärt.

Alex
9 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Na, Frau Paus hat schon erklärt, es sollen 5000 NEUE Beamtenstellen geschaffen werden.

Spirale
10 Tage zuvor

Das einzige was hier verstörend ist, ist das eine Partei mit so wenig Zustimmung (< 5%) wie die FDP hier überhaupt noch was zu sagen hat. "Es ist besser nicht zu regieren, als falsch zu regien" war der einzige sinnvolle Satz, den dieser Typ hervorgebracht hat. Warum er sich daran nicht einfach mal halten kann. Naja, Fähnchen im Wind bald verschwindt. 😉

Sandra
10 Tage zuvor
Antwortet  Spirale

Vielen Dank für Ihren völlig unqualifizierten und inhaltlich leeren Kommentar, Hauptsache gegen FDP und Lindner gehetzt

DerechteNorden
10 Tage zuvor
Antwortet  Sandra

Die haben sich aber sämtliche Kritik wirklich „redlich“ verdient. Was ist nur aus dieser Partei geworden?!

Enjoy your chicken Ted
9 Tage zuvor
Antwortet  Sandra

Bitte keinen AfD-Sprech, das ist nun wirklich unter unser aller Würde. Gegen eine Partei zu hetzen, bedeutet etwas ganz Anderes. Das ist lediglich eine Meinungsäußerung.

Dreamghost
9 Tage zuvor
Antwortet  Sandra

Sie sind 3 schlechte Monate davon entfernt, jemand zu werden, gegen den die FDP hetzt. Aber Sie sind nicht 3 gute Monate davon entfernt, ein Wähler dieser Partei zu werden (welcher einen Vorteil aus der Politik zieht)

dickebank
9 Tage zuvor
Antwortet  Sandra

… aber es stimmt doch, das die FDP sich fast drei Prozentpunkten der abgegebenen gültigen Stimmen bei Wahlen annähert.

Und ja es stimmt, die beiträge der FDP zum gesellschaftlichen Diskurs sind wenig qualifiziert. Letzteres leigt entweder am Parteiprogramm oder den handelnden Protagonist*innen.

Lisa
10 Tage zuvor

Kindergrundsicherung ist nötig, doch das Konzept von Frau Paus ist zu bürokratisch. Woher will sie 5000 neue Stellen besetzen? Da hat die FDP nicht unrecht.
Das Unbürokratischste wäre eine bedingungslose Kindergrundsicherung im Stil eines bedingungslosen Grundeinkommens. Du bist Kind ,- du bekommst es.
Um zu sehen, ob das funktioniert, hätte man es in einer Stadt erproben können. Schon längst.

DerechteNorden
10 Tage zuvor
Antwortet  Lisa

Die FDP schiebt das Argument aber nur vor. Eigentlich will sie keinerlei zusätzliche Ausgaben. Da kommt jenes Argument wie gerufen.
Dass man Bürokratie auch ganz anders abbauen könnte und jedes Kind in Deutschland unabhängig von seinen Eltern davon profitieren könnte, wäre für diese Partei ja noch viel weniger gewünscht.

anka
10 Tage zuvor
Antwortet  Lisa

Dreifachstrukturen und 5000 neue Schreibtischstellen zu schaffen sollen das Problem der Kinterarmut lösen?
Eine weitere Behörde zu schaffen und neue lustige Anträge zu entwerfen wird das Problem sicher nicht lösen. Hat schon mal Jemand einen BUT-Antrag selbst ausgefüllt? Oder einen ähnlichen Antrag? Das überfordert nicht nur Hilfesuchende!
Die Kindergrundsicherung ist angesichts der Kinderarmut leider nötig, muss aber auch die Zielgruppe erreichen. Aber mit Dreifachstruktur wird die Antragsstellung noch komplizierter. Wer soll denn da noch einen Überblick haben: sicher nicht die Antragssteller* und auch nicht die Behörden. Wäre, um Mißbrauch zu vermeiden, übrigens auch sinnvoll. Da sich deutsche Ämter bekanntlich nur begrenzt austauschen (können), ist der Aufbau eines neuen Amtes schiere Ressourcenverschwendung, Überbürokratisierung live und kontraproduktiv.
Auf so eine doofe Idee muss auch erst mal Jemand kommen, Frau Paus.
Insofern kann ich Lindners Kritik an der Umsetzung voll nachvollziehen.

Indra Rupp
9 Tage zuvor

Ist doch gut! 5000 Arbeitslose weniger.
🙂

dickebank
9 Tage zuvor

Deutsch Sagen:

Es bedarf neben des Lindner Blattes eben auch noch einen Hagen …

Krimhild und Brunhild haben wir mit CDU und Grünen ja bereits. Und Gunter stellt die SPD.

ed840
8 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Hier um zwei weiße Leiber verdirbt Burgunds Geschlecht.