Zu wenig Aufklärung? Abtreibungen: Zahl steigt auf höchsten Stand seit Jahren

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WIESBADEN. Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche ist im vergangenen Jahr auf den höchsten Stand seit dem Jahr 2012 gestiegen. 2023 wurden in Deutschland rund 106.000 solcher Fälle gemeldet, wie das Statistische Bundesamt  in Wiesbaden mitteilte. Höher sei die Zahl zuletzt im Jahr 2012 gewesen – mit damals 107.000 Fällen.

Immer mehr (junge) Frauen werden ungewollt schwanger. (Symbolfoto) Foto: Shutterstock

Strafrechtlerin Liane Wörner von der Universität Konstanz führt die Entwicklung auch auf die «Gesamtdebatte über die Streichung des Werbeverbots zum Schutz vor Schwangerschaftsabbrüchen» zurück. Dadurch habe «eine neue allgemeingesellschaftliche Diskussion eingesetzt», durch die Frauen «anders und öffentlicher mit Schwangerschaftsabbrüchen umgehen», sagte Wörner.

Aus Sicht von Wörner können zwar nicht alle ungewollten Schwangerschaften verhindert werden. Aber die Zahl könne gesenkt werden – nämlich mit einer kinderfreundlichen Gesellschaft, mit Hilfe für Personen in vulnerablen Lebenslagen und für Alleinerziehende, mit sexueller Aufklärung, Kitaplätzen und freien Verhütungsmitteln, wie Wörner aufzählte. «Das sind Dinge, die wir brauchen, nicht Strafrecht.»

2022 hatte der Bundestag die Abschaffung von Paragraf 219a des Strafgesetzbuchs, also das Werbeverbot für Abtreibungen beschlossen. Seit Jahren wird darüber diskutiert, ob auch der Paragraf 218 des Strafgesetzbuchs abgeschafft werden soll, nachdem eine Abtreibung in Deutschland grundsätzlich rechtswidrig ist.

Diese Debatte war zuletzt wieder besonders kontrovers geführt worden, nachdem eine von der Bundesregierung eingesetzte Kommission empfohlen hatte, Abtreibungen in den ersten Wochen einer Schwangerschaft zu entkriminalisieren. Die Empfehlungen würden jetzt regierungsintern beraten und anschließend an die Fraktionen weitergeleitet. Einen Zeithorizont könne noch niemand nennen, hieß es vergangene Woche.

Daphne Hahn, Gesundheitswissenschaftlerin an der Hochschule Fulda, hat ebenso wie Strafrechtlerin Wörner an den Empfehlungen mitgewirkt. Hahn sieht vor allem Probleme bei der Betreuung vor einem Schwangerschaftsabbruch. Frauen hätten bereits am Anfang, wenn es noch überhaupt nicht um die praktische Durchführung des Schwangerschaftsabbruchs geht, Probleme und Schwierigkeiten bei der Informationssuche, «weil sie den Schwangerschaftsabbruch geheim halten wollen oder müssen und weil sie denken, dass Menschen schlecht über sie reden oder auch denken». Diese Stigmatisierung sei ein großes Thema beim Schwangerschaftsabbruch.

Regional gebe es zudem unterschiedliche Hürden: «Wir haben uns auch die regionale Versorgungslage angesehen und festgestellt, dass Frauen in manchen Regionen mehr Barrieren überwinden müssen, um einen Schwangerschaftsabbruch zu bekommen.» Beispielsweise müssten dort längere Wege in Kauf genommen werden. Auch die Preise für einen solchen Eingriff seien dort höher. «Sie haben es insgesamt schwerer, in schlechter versorgten Regionen einen Schwangerschaftsabbruch zu bekommen.» Hahn nennt als Beispiele die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg. In Großstädten gelinge der Zugang leichter, aber in den anderen Regionen machten die Frauen deutlich schlechtere Erfahrungen.

Mehr als 120 Politiker verschiedener Parteien im Bundestag forderten unterdessen auch wegen ethischer Bedenken eine Überprüfung von Bluttests in der Schwangerschaft auf Trisomie als Kassenleistung. Abgeordnete von Union, SPD, Grünen, FDP und Linken halten es für problematisch, dass der sogenannte nicht-invasive Pränataltest (NIPT) seit Sommer 2022 von den Krankenkassen übernommen wird. Der Bluttest zur Bestimmung des Risikos einer Behinderung des Babys könne werdende Eltern in extrem schwierige Situationen stürzen.

Die Kritiker haben große ethische Bedenken. Sie fordern von der Bundesregierung eine Datenerhebung, die erfasst, wie viele Schwangere den Test aus welchen Gründen in Anspruch nehmen und wie sich die Geburtenrate von Kindern mit Trisomie 21 (Down-Syndrom) entwickelt.

Die weitaus meisten Abtreibungen, nämlich 96 Prozent der im Jahr 2023 gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche, wurden nach der sogenannten Beratungsregelung vorgenommen. Nach der Regelung bleibt ein Schwangerschaftsabbruch in den ersten zwölf Wochen straffrei, wenn die Frau sich zuvor beraten lässt. Ohne Strafe bleibt ein Abbruch zudem, wenn medizinische Gründe vorliegen oder wenn er wegen einer Vergewaltigung vorgenommen wird.

Indikationen aus medizinischen Gründen und aufgrund von Sexualdelikten waren in vier Prozent der Fälle die Begründung für den Abbruch, hieß es vom Statistischen Bundesamt. Die Eingriffe erfolgten überwiegend ambulant, davon rund 84 Prozent in Arztpraxen beziehungsweise OP-Zentren und 14 Prozent ambulant im Krankenhaus. Von Lukas Fortkord, dpa

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Unfassbar
1 Monat zuvor

Mich würde mal interessieren, wie viele der Frauen, die eine Abtreibung an sich vornehmen haben lassen, selbst Vegetarierin oder Veganerin sind. Diese müssten dann die Frage beantworten, weshalb sie das Tierwohl für wichtiger empfinden als das Menschenwohl.

Mary-Ellen
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Ja, der Kommentar von @Unfassbar ist tatsächlich UNFASSBAR!

Mary-Ellen
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Manches Mal wäre die Wiedereinführung der roten Daumen in diesem Forum doch sehr sinnvoll.

Luka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Da braucht’s wirklich starke Nerven. Vielen Dank für Ihre Arbeit!

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Aber sonst geht’s Ihnen hoffentlich gut ? Was Sie da schreiben passt zu Unfassbar, unglaublich, voll daneben.
Danke @ Redaktion; ich hätte es nicht geglaubt.

Mary-Ellen
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

„Diese müssten dann die Frage beantworten, weshalb….“
MÜSSTEN?
Aaach, Sie möchten Verhöre durchführen?
Interessant!

Lena Hauenstein
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Ba, watt habt ihr für e’ne fiese Charakter!“

Lisa
1 Monat zuvor

Hat vielleicht auch mit der Verarmung von Bevölkerung zu tun. Es gibt eine “ Verhütungsarmut“, Frauen, die sich die Pille nicht leisten können, männliche“ Partner“, denen es egal ist, wenn dann die Pille nur ab und zu genommen wird und die selbst in der Meinung, Verhütung wäre Frauensache, nie Kondome kaufen würden.
Hier wäre beispielsweise ein Feld, um für Geschlechtergerechtigkeit zu kämpfen, und hier macht es auch inhaltlichen Sinn, das Geschlecht explizit zu benennen. Würden Männer schwanger werden, wäre Verhütung vermutlich eine Kassenleistung für alle.

Marie Brand
1 Monat zuvor
Antwortet  Lisa

Die Pille ist zwar sehr bequem, aber aus rein gesundheitlicher Sicht die schlechteste Lösung.
Man sollte auf Beratung in den Schulen setzen. Gute Aufklärung. Von mir aus auch Kondome verteilen.
Eltern sollten ihre Kinder gut aufklären. Aber bei vielen gibt es das nicht.
Und das Abtreibungsgesetz anpassen. Abtreibung sollte für jede Frau möglich sein, aber es ist auch eine verantwortungsvolle Entscheidung und nichts, was man eben mal so macht.
Hier müsste eine umfassende Beratung für junge Frauen angeboten werden uns Möglichkeiten, trotz schlechter Lebenssituationen, ein Kind zu bekommen.
Und hin und wieder wurde dem ein oder anderem Kind mit der Abtreibung wenn schlimmeres Schicksal erspart.

Ich kenne aber auch Frauen, die in jungen Jahren abgetrieben haben uns später sehr damit gekämpft haben.
Eine sieht ihre Fehlgeburt als Bestrafung zum Beispiel.
Das muss man jungen Frauen erklären. Das es Konsequenzen hat

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie Brand

„Man sollte auf Beratung in den Schulen setzen. Gute Aufklärung. Von mir aus auch Kondome verteilen.“ – Ähem, meinen Sie, wir drehen seit Jahrzehnten Däumchen? Aber Unterricht ist halt nicht so interessant und nachhaltig.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie Brand

„Das muss man jungen Frauen erklären. Das es Konsequenzen hat“
Natürlich muss man das den Dummerchen erklären. Sonst machen die alle drei Wochen ne Abtreibung, sowas macht sich total cool auf Insta und Co. Und hinterher heulen se dann rum, die dummen Schlusen!

Wissen Sie, was laut Studie sehr viele Frauen als Grund für eine vorzeitige Schwangerschaftsbeendigung angeben? Dass es keine Kitaplätze gibt und sie es nicht finanziell schaffen, ohne dass beide arbeiten gehen. Dass sie schon zwei Kinder haben, die Wohnung zu klein für drei Kinder ist und es kaum bezahlbaren Wohnraum gibt. Vielleicht erklären Sie besser mal den Politikern und auch gern den CSU – PolitikerINNEN, dass die gesellschaftlichen Verhältnisse so gestaltet werden müssen, dass man sich Kinder leisten kann. Und dass die Verantwortung der Gesellschaft mit der Geburt erst richtig beginnt. Die vielen selbsternannten „Lebensschützer“ interessieren sich nämlich einen Dreck darum, wie Erziehungsverantwortliche klarkommen, sobald das Kind den Mutterleib verlassen hat. Da geht’s nicht um den Zellhaufen, der sich zu einem Menschen entwickeln kann: da geht’s um Macht über Frauen, um sonst gar nichts! Ansonsten würden sich die „Lebensschützer“ wohl mehr dafür einsetzen, dass Erziehungsverantwortliche geschützt, ihre Leistung anerkannt und durch die Gesellschaft so unterstützt werden, dass Abtreibungen aus genannten Gründen nicht notwendig sind. Und sie würden, wenn sie denn den Beginn des Lebens auf die Verschmelzung von Samen und Ei datieren, sich dafür stark machen, dass die Frauen Kindergeld ab diesem Zeitpunkt beziehen. Aber statt dessen wird hier im Forum zum Beispiel Lehrerinnen vorgeworfen, Kinder zu bekommen und dem Schuldienst dann nicht zur Verfügung zu stehen. Und wenn sie, um ihre Kinder zu erziehen, in Teilzeit arbeiten, weil der Lehrerjob in Vollzeit einfach nur familienfeindlich ist, wird abgelästert über die faulen Kolleginnen, die nichts anderes im Kopf haben als ihre Kinder.
Es ist unfassbar, was manche sich hier rausnehmen!

Mary-Ellen
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Bestens und umfassend formuliert.
Kompliment!

Marie Brand
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Ich habe mir eigentlich gar nichts rausgenommen.
Ich habe mir Gedanken dazu gemacht.
Die müssen ja nicht richtig sein.
Ich bin sowohl Mutter als auch Pädagogin. Und ich arbeite in Teilzeit.
Diese meisten Mütter, die ich kenne arbeiten in Teilzeit.
Natürlich haben Sie recht. Die Frau bestimmt, ob sie ein Kind bekommt oder nicht. Aber Abtreibung sollte nicht leichtfertig vorgenommen werden.
Ich bin kein Befürworter dafür, Kinder so früh wie möglich in die Betreuung zu geben. Wir haben es nicht gemacht. Ich war bei jedem Kind 2 Jahre Zuhause. Dafür haben wir aber den Gürtel enger geschnallt. Geht selbstverständlich nicht bei jeder Familie und prinzipiell sollte die finanzielle Möglichkeit bestehen, Zuhause bleiben zu können. Hier kommt der Staat ins Spiel.
Ich kann auch nicht verstehen, dass ein Land wie Deutschland mit den höchsten Steuersätzen es gibt schafft, eine vernünftige familienfreundliche Politik zu betreiben.
Und trotzdem ist ein Embryo kein Zellhaufen. Es ist ein Lebewesen.
Kindergeld ab dem Zeitpunkt wo man schwanger ist, halte ich für Quatsch.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie Brand

Wer hat hier je behauptet, dass Abtreibungen leichtfertig vorgenommen werden sollen? Und wie viel Prozent der Frauen, die eine Schwangerschaft vorzeitig haben beenden lassen, haben dies leichtfertig getan? Sie argumentieren gegen Aussagen, die weder getätigt wurden noch irgendeine Grundlage haben.

Übrigens: die Definition „Embryo existiert ab Verschmelzung Samen mit Eizelle“ ist schon lange nicht mehr zeitgemäß. Einen Embryo als Lebewesen zu bezeichnen halte ich persönlich für sehr gewagt, da dieser nicht selbständig existieren kann. Es ist eher eine Zellansammlung mit der Disposition, sich zu einem Lebewesen zu entwickeln.
Für Sie und andere verlinke ich hier einen sehr interessanten Artikel der ZEIT zum Thema, um mal Sachlichkeit hineinzubringen:
https://www.zeit.de/zeit-magazin/familie/2023-11/schwangerschaftsabbruch-abtreibungsgegner-fotos-joan-fleischman

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Besseranonym

Ich schätze weder über noch unter, mich interessiert ganz unemotional der wissenschaftliche Sachstand zur Frage. Die ersten „Herztöne“ in der (ich glaube) 5ten Woche werden den Frauen gern als schlagendes Herz des Ungeborenen verkauft, dabei sind das die Geräusche von synchronisiert pulsierenden Zellen, welche später (nach vielfacher Teilung, und wenn der Prozess glatt läuft) das Herz bilden werden. Aber es hört sich so schön gefühlig an, vom schlagenden Herzen zu sprechen, und man kann den Frauen, die sich gegen das Kind entscheiden, so schön einreden, dass sie ein schlagendes Herz ermorden. Es sind in den ersten 3 Monaten Zellansammlungen mit der Disposition zur Menschwerdung, nicht mehr und nicht weniger. Das „Gefühlige“ sollte man da besser rauslassen.
Ich frage jetzt mal ketzerisch: Wie viele Mücken/Fliegen etc. haben Sie bereits absichtlich vom Leben zum Tode befördert? Und die sind vollständig entwickelt und selbständig lebensfähig, anders als ein Embryo. Gilt da nicht, dass auch Mücken einen Gleichgewichtssinn haben? Sind Mücken weniger wert als Embryos? Wenn ja, warum? Ist es nicht Hybris, sich als über den Mücken stehend und wertvoller als diese zu betrachten?

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

? ? ? auch Ganz sachlich nüchtern betrachtet : “ Sind Mücken weniger wert als Embryos…..Hybris…. ? ? ?

> Ist nicht thematisch zielführend und meiner Meinung nach ein gelinde gesagt seltsamer Vergleich

Noch mal zur Biologie

https://www.msdmanuals.com/de-de/heim/gesundheitsprobleme-von-frauen/normale-schwangerschaft/entwicklungsstadien-des-f%C3%B6tus

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie Brand

Und hier für die Interessierten ohne Zeit-Abo der Direktlink zur Website der interviewten Ärztin, auf der sich die benannten Fotos und Informationen finden:
https://myanetwork.org/the-issue-of-tissue/

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie Brand

Bei stabilen monogamen Beziehungen mit abgeschlossener Kinderplanung und gesunden Partnern halte ich die Vasektomie für die beste Verhütungsmethode. Der Eingriff ist harmlos, der Hormonhaushalt des Mannes und seine Erektionsfähigkeit sind uneingeschränkt, beide brauchen sich danach um Verhütung keine Gedanken mehr zu machen. Also win-win-win für beide Beteiligte.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Sie sollten eine Beratungsstelle aufmachen!

Mary-Ellen
1 Monat zuvor

Wobei @Unfassbar vermutlich zunächst die Ernährungsgewohnheiten der Beratungsbedürftigen abfragen wird.

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Lisa

Nicht ganz

“ Bis zum 22. Geburtstag werden die Kosten für verschreibungspflichtige Verhütungsmittel von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
Wird die Pille zur Behandlung einer Akne oder aus anderen medizinischen Gründen verschrieben, übernimmt die Krankenkasse auch nach dem 22. Geburtstag die Kosten. Es kann auch medizinische Gründe für die Übernahme der Kosten einer Spirale geben, z. B. besonders starke Monatsblutungen. Am besten, Sie besprechen das mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.“

„Gibt es Unterstützung für Frauen, die
nicht genug Geld für Verhütungsmittel haben?
Auch Frauen, die Sozialhilfe oder Bürgergeld beziehen, müssen ab ihrem 22. Geburtstag Verhütungsmittel grundsätzlich selbst bezahlen. Einige Städte und Gemeinden haben aber Sonderfonds eingerichtet, die unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten für Verhütungsmittel übernehmen, wenn Frauen nachweislich wenig Geld haben.“
Aus

https://www.familienplanung.de/verhuetung/rezeptpflicht-und-kostenuebernahme/#:~:text=Bis%20zum%2022.,Geburtstag%20die%20Kosten.

Lisa
1 Monat zuvor
Antwortet  Besseranonym

Die Frage ist wirklich, warum nur bis 22 und nicht unbürokratisch darüber hinaus.

pfk
1 Monat zuvor
Antwortet  Lisa

Würden Männer schwanger werden, wäre Verhütung vermutlich eine Kassenleistung für alle.“

Und Abtreibung ,genauso vermutlich, ein Grundrecht.

Alx
1 Monat zuvor

Die deutsche Kinder-Überraschung:

In fast jedem 7.Ei ist Abtreibung dabei.

hyperbel
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Auch dieser Kommentar von Alx ist extrem geschmacklos.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  hyperbel

Was (ausser möglicherweise geschmacklose/banale) Witze soll man auch bei so einem Thema und der Jammerhaltung dahinter posten?

Eine Diskussion ist unerwünscht, Meinungen gibt es eine erlaubte dazu (mit einigen Untervarianten, ok) UND (was am schlimmsten ist) wir haben das alles doch schon tausend mal gehört.

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  447

“ und der Jammerhaltung dahinter posten? “ – habe Erklärungsnotstand:
Was wollen Sie damit GENAU sagen ?
??? “ Meinungen gibt es eine erlaubte dazu (mit einigen Untervarianten, ok) “ soll WAS heißen ?

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Besseranonym

Die erlaubte Haltung ist: „Das ist voll das große Problem, Frauen brauchen mehr [XYZ, Geld, Vorsorge, Unterstützung undundund], außerdem sind Männer/das Patriarchat schuld.“

Und Jammerhaltung – ja, ich bezeichne das so.
Wenn man als Frau in Westeuropa ungeplant ***in relevanter Anzahl*** schwanger werden will, da muss man sich…wie soll ich es sagen…schon…“extrem leichtsinnig“ verhalten.
Es gelten die üblichen Ausnahmen. (Extreme Verbrechen, 1 zu X Chance von versagender Verhütung usw.)

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Ohne Mann ist das ungewollt-schwanger-werden ausgeschlossen, oder? Ihre Vorwürfe gehen also zu 50% an den Erzeuger. Ich kenne übrigens mehrere Frauen, die trotz Spirale, Kondom, Pille schwanger geworden sind. Extrem leichtsinnig, mitbdiesen Mitteln zu verhüten? Besser wär’s, Mann ließe sich sterilisieren?
Und was an: „die Bedingungen, um ein Kind großzuziehen (Wohnraum, Gehalt, Zeit etc.) müssen gesichert sein und sind ggf. zu verbessern“ ist falsch?

SekII-Lehrer
1 Monat zuvor
Antwortet  447

„Der Pearl-Index eines Kondoms liegt zwischen 2 und 12. Das heißt, wenn eine Frau und ein Mann 100 Mal beim Geschlechtsverkehr mit einem Kondom verhüten, wird die Frau wahrscheinlich zu durchschnittlich 7 % schwanger.“

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  SekII-Lehrer

Nicht ganz. Der Pearl-Index bezieht sich jeweils auf Verhütung mit einer bestimmten Methode für ein ganzes Jahr. Auf Ihr Beispiel bezogen: Verhüten 100 Frauen ausschließlich mit Kondom, so werden innerhalb eines Jahres zwischen zwei und zwölf von ihnen schwanger.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

So ist es. Zusätzlich ist der Pearl-Index eigentlich nicht repräsentativ. Es wird weder die Anzahl der Geschlechtsakte berücksichtigt, noch die sichere Anwendung.
Wenn bspw. jemand 5 Kondome übereinenderzieht und jeden Tag zweimal Geschlechtsverkehr hat, dann zählt der so wie jemand, der einmal im Jahr Sex hätte und eine sehr sichere Anwendung des Kondoms dabei war – oder?

Kondom bei sicherer Anwendung ist schon recht sicher. Wenn es dann bspw. platzen sollte oder ähnliches, dann würde ggf. die Pille danach seinen Einsatz finden.

Mal ganz abgesehen … „wahrscheinlich zu durchschnittlich 7%“ ist – wahrscheinlich – im Durchschnitt eine zumindest zu 7% komische Formulierung zu „wahrscheinlich“ „durchschnittlich“ und „%“…

Lena Hauenstein
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Manchmal blamiert man sich einfach weniger, wenn man die Klappe hält. Man darf sich aber natürlich auch immer selbst in die Deppenecke stellen und da ganz laut weinen.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Lena Hauenstein

Genau – zum Beispiel als in Westeuropa lebende Frau über „unerwünschte“ Schwangerschaften.

Die quasi so naturwüchsig-katastrophenartig hereinbrechen… /Augenrollsmiley

Aus dem Stand fallen mir schon 5 Verhütungsmethoden ein, die nun wirklich (sollte man meinen) einfach zu verwenden sind.
Und selbst wenn frau auf keine einzige Variante davon Lust hat, das nicht will, gesundheitlicge Bedenken hat – möge sie schlicht zum jeweiligen Kerl sagen :“Nö, nicht ohne Kondom.“.

Oder gar (schockschwere Not) auf entsprechenden Sex verzichten.

Gleiche Empfehlung gilt selbstverständlich auch für die Kerle.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Die Kerle haben es aber nicht auszubaden! Nett, wie Sie im letzten Satz wenigstens die Männer ansprechen.
Jetzt wissen wir Frauen auf jeden Fall, dass wir Schuld sind, wenn wir schwanger werden und wir sind auch schuld, wenn wir uns gegen das Kind entscheiden. Wir sind auch schuld, wenn wir uns für das Kind entscheiden und der arme Kerl muss dann blechen….

Und genau aus diesem Grund, muss es einer Frau erlaubt sein (und das nicht nur aus strafrechtlicher Sicht) sich für oder gegen ein Kind zu entscheiden….da hat der Kerl mal die Klappe zu halten!

447
1 Monat zuvor

Gut, dass mein jüngeres ich das nicht wusste – die Kerle baden das ganz selbstverständlich aus, ausgenommen ihre DNA ist nicht registriert und/oder sie sind durch vollen Ermittlungsaufwand des Staates nicht beizutreiben.
Gibt da so Gesetze und so…

Gegen das Abtreibungsrecht habe ich garnichts, von mir aus können Frauen da schalten und walten wie sie wollen…

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Ist ihre DNA registriert? Spannend….was haben Sie getan, damit man Ihre DNA registriert hat? Sollten Sie in einer Spenderdatenbank registriert sein, hat da niemand Zugriff drauf, außer die Betreiber der Datenbank…..

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Ich bezweifle ganz stark, dass der vom nichterziehenden Elternteil zu zahlende Unterhalt den Einkommensverlust des anderen Elternteils (in den ersten Jahren durch Erziehungsurlaub bzw. Teilzeit, später durch verzögerte Karriere) und die tatsächlich anfallenden Kosten (größere Wohnung etc.) des Kindes (diese gern hälftig geteilt) auch nur ansatzweise kompensiert.

Mary-Ellen
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Kann ich aus zumindest eigener Erfahrung bestätigen!
Hinzu kommt bei nicht wenigen Erzeugern der berühmte „Stacheldraht in den Taschen“. (Es gibt da Tricks, da staunt man nur, wie wenig die Herren schlagartig verdienen.)

Unfassbar
1 Monat zuvor

… und das Portemonnaie ggf. zu öffnen.

Mary-Ellen
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Wo Sie ja die ganze Zeit von Verantwortung reden…. warum nicht?!
Kinder kosten nun mal.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Es spricht für Sie, dass sie noch niemals einen one-night-stand hatten, obwohl….nein, eigentlich nicht….*augenroll* ohne smiley…..

447
1 Monat zuvor

Sweet – wie viel mehr oder weniger „richtig“ liegt man denn, wenn man…
a) sehr viele
b) sehr wenige
ONS hatte? 🙂

Ach so…na dann, muss wohl Powerfrauenlogik sein. 🙂

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Ja ja….

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Schließt Intelligenz eigentlich Derbheit und Dummsprech nicht aus ?

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  hyperbel

Für je 6,8 geborene Kinder wurde 2023 ein Kind abgetrieben.

Warum ist es geschmacklos, das deutlich auszudrücken?

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Die Art und Weise, wie Sie das ausgedrückt haben, enthält in meiner Wahrnehmung eine Wertung des Fakts und des Verhaltens der Frauen – und zwar als leichtfertig (Überraschungsei und so). Die Art der Wertung ist geschmacklos. Da die Gründe für einen Schwangerschaftsabbruch höchst individuell sind, steht Ihnen eine solche Wertung in Bezug auf andere als Ihren eigenen Abbruch auch nicht zu.

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Natürlich steht mir eine Wertung zu.
Sonst stünde Ihnen auch gegenüber meinem Kommentar keine Wertung zu, da es ja nicht Ihr Kommentar war.

Ich halte das Leben jedes Menschen für schützenswert und Verhütung für machbar, falls man denn keine Kinder zeugen will.

Sternschnuppe
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Und jede Frau hat das Recht, selbst zu entscheiden. Es ist ihr Körper. Wenn Männer Kinder bekommen würden, gäbe es diese Diskussion nicht!

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Sternschnuppe

Niemand hat das Recht gänzlich frei über seinen Körper zu entscheiden.
Und die Entscheidung über den eigenen Körper betrifft in diesem Fall nicht nur den eigenen Körper, sondern auch den des Kindes.

Sternschnuppe
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Doch. Siehe Sterberecht, vom Bundesverfassungsgericht bestätigt.Jeder entscheidet selbst, wie und wann er sterben will. Ihre Argumentation ist aus einer anderen Zeit. Jedenfalls für mich.

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Sternschnuppe

Nein, sie können zum Eigenschutz in die Psychiatrie gezwungen werden, im Verteidigungsfall an die Waffe, ins Gefängnis gesperrt, zu Diensten gezwungen werden, dürfen bestimmte Körperliche Eingriffe nicht vornehmen lassen, gewisse Substanzen nicht zu sich nehmen und und und.

Waren Sie vor ein paar Jahren nicht beim Lockdown dabei?
Unterliegen Sie nicht der Impfpflicht?
Keine U bei Amtsarzt gehabt?

Alles das sind Eingriffe in ihre körperliche und juristische Autonomie.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Es gab keine Impfpflicht für Personen. Es gab eine temporäre Impfpflicht für wenige Berufsgruppen. Wenn jemand nicht geimpft werden wollte, musste er das auch nicht, konnte in der Zeit dann aber nicht in einem Beruf mit temporärer Impfpflicht arbeiten. Geht z.B. Lehrern in Brandenburg genauso: ohne Masernimpfubg bzw. Immunitätsnachweis kein Job im staatlichen Schuldienst.
Ich sehe bei keinem Ihrer Beipiele eine Fremdbestimmung über Ihren Körper, solange die Person in der Lage ist, ihren Willen zu artikulieren. Suizid ist nicht strafbar. Sie kommen wegen Suizidgedanken nur mit Seibsteinweisung in die Psychatrie. Etwas anderes ist es bei Drogenmissbrauch bzw. bestimmten Erkrankungen,während der Sie nicht in der Lage sind, selbstbestimmt zu entscheiden. Es gibt eine Berufsarmee – Zivilisten werden nicht an die Waffe gezwungen, niemand darf über den Körper eines anderen verfügen im Sinne von „Eingriffe gegen den Willen desjenigen vornehmen“.

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

“ Sie kommen wegen Suizidgedanken nur mit Seibsteinweisung in die Psychatrie.“
Schrieben Sie.

>> Rund 200.000 Menschen werden jährlich zwangsweise in die Psychiatrie gebracht. <<
aus

https://www.mdr.de/religion/zwangseinweisung-psychiatrie-fuersorge-freiheitsberaubung-102.html

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Besseranonym

Ich sehe keinen Widerspruch zwischen dem Inhalt des von Ihnen verlinkten Artikels und meinem Post.

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Sie schreiben “
Sie kommen wegen Suizidgedanken nur MIT SELBSEIWEISUNG in die Psychatrie.
Ich schreibe
>> Rund 200.000 Menschen werden jährlich ZWANGSWEISE in die Psychiatrie gebracht. <<

Darin sehe ich einen RIESENUNTERSCHIED. ‍♀️

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Besseranonym

Lesen Sie den von Ihnen verlinkten Artikel und lesen Sie den auf den von Ihnen zitierten folgenden Satz meines Posts.

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Es gab also auch keine Ausgangsbeschränkung und Maskenpflicht?

Masernimpfung+ Schulpflicht=?

Sie sollten sich noch einmal fundiert über die Gesetzeslage bezüglich medizinischer Einweisung zum Selbst- und Fremdschutz und Wehrpflicht im Verteidigungsfall informieren.
Ist auch für Frauen spannendes dabei.

Auch Haftstrafen übergingen Sie geflissentlich.

Sternschnuppe
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Das sind Notstandssituationen und nicht der Normalfall. Das da die Gesetzeslage eine andere ist, ist ja wohl klar. Wieder Äpfel mit Birnen.

Uwe
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Was mich wirklich irritiert ist das sie ohne Begründung hier einen moralischen Imperativ nach dem anderen raushauen. Und was noch irritiert ist das sie als Atheist*in 1:1 die „Argumente“ der Evangelikalen raushauen (weswegen ich davon ausgehe das sie in dem Punkt wahrscheinlich lügen)

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Uwe

Was mich irritiert ist, dass Sie das zigmal schreiben. Dadurch wird Ihre Annahme nun auch nicht richtig.

Uwe
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Oh es war unter 10 und ich habe argumentiert , nicht einfach nur wiederholt.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Sternschnuppe

Das stimmt. Ist allerdings nicht möglich.
Dann wäre die Gegenseite allerdings: Wenn Männer keine Kinder haben wollen (oder mal Salopp gesagt – keinen Unterhalt zahlen wollen), dann müsste man eine Abtreibung auch akzeptieren. Es gehören – wie angesprochen – zwei dazu.
Falls die Frau sich dann trotzdem dafür entscheiden würde, dann müsste man einen Rechtsanspruch auf Unterhalt entgegenwirken.

Nicht nur Cherry-Picking. Wenn es schon um Entscheidungen, Verantwortung und Gleichberechtigung geht?

Sternschnuppe
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Es geht darum, dass ganze nicht unter Strafe zu stellen. Das ist der Punkt.

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Sternschnuppe

Bis zu welchem Monat sollte Ihrer Meinung nach für „das ganze“ Straffreiheit bestehen ?

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Besseranonym

Ich bin zwar nicht gefragt, aber in Kanada ist Abtreibung während der gesamten Schwangerschaft seit Jahrzehnten straffrei.

Das hat nicht dazu geführt, dass die Zahl der Abtreibungen nach der 12. Woche gestiegen ist oder Zahl der Abtreibungen dort höher ist als hier. Spätabtreibungen sind dort genau wie hier sehr selten und geschehen, wenn Gesundheitsgefahr für die Mutter besteht.

Das kanadische Beispiel zeigt, dass die Strafandrohung nicht nötig ist, um Embryonen zu schützen.

Die Strafandrohung unterstellt, dass Frauen ohne die Drohung der Strafe sich unverantwortlich und unmoralisch verhalten würden.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Sternschnuppe

Den Punkt würde ich mitgehen. Dann habe ich Ihren Beitrag entweder falsch verstanden oder das „Und jede Frau hat das Recht, selbst zu entscheiden.“ ist zumindest für mich auszuweiten, dass beide Beteiligten das Recht drauf haben. Zumindest zur (Mit-/Teil-)Entscheidung.

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Sternschnuppe

Darf ich Sie bitten, meine Frage zu beantworten.
Die Wochen/ Entwicklungsphasen sind ein entscheidendes Kriterium.

Sternschnuppe
1 Monat zuvor
Antwortet  Besseranonym

Ich habe Ihre Frage schon beantwortet. Ich halte es wie die Kanadier und glaube, dass jede Frau das selbst verantwortlich entscheiden kann.

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Sternschnuppe

Danke, dann hatte ich Sie missverstanden. In Kanada finden ca. 90% der Abbrüche Inden ersten 12 Wochen statt.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Cherry Picking? Interessante Vorstellung, die alleinige Entscheidung über eine Abtreibung als Kirsche auf der Torte zu betrachten.
Eine Abtreibung nehmen i.d.R. Frauen vor, die KEIN (weiteres) Kind wollen. Es geht um Schwangerschaften, die vorzeitig beendet werden sollen und nicht um Kinder, die Frau will und Mann nicht.
Für Frauen mit Kinderwunsch ist es eh einfacher mittels Samenspende zum Ziel zu kommen als über das „Austricksen“ des Mannes, welches Sie hier unterstellen. Gibts da eigentlich valide Zahlen, welchen Prozentsatz der Kinder das betrifft?

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Danke. So abwegig ist die Vorstellung hoffentlich nicht? Logisch durchaus nachvollziehbar denke ich. Zumindest auf meine Aspekte zum Cherry-Picking.

Ja, dann wäre das doch kein Problem? Ist doch okay dann?

Ist es das? Gibt es dazu vllt. Zahlen?
Das „Austricksen“ wäre nur ein kleiner Teilaspekt. Das war an und für sich gar nicht explizit gemeint. Aber da Sie es erwähnen ist es natürlich auch inklusiv zu benennen. Ja, auch sowas gibt es. Ist wohl eher selten … Allerdings durchaus gegeben.
Gibt es im Übrigen auch andersrum. Das „Unterjubeln“ von bspw. Kindern bei Urlaubsbekanntschaften. Kann man mal recherchieren. Aber auch das meinte ich eigentlich nicht und ist ein anderes Thema.

Welcher Kinder? Wo „Frau“ gewollt einem sowas unterjubeln? Weiß nicht. Sehr wahrscheinlich (hoffentlich) minimalst.

Es ging bspw. mehr um ungewollte Schwangerschaften – wo Frau sich dann trotzdem – gegen den „Willen des Mannes“ – für das Kind entscheidet.
Sooo in die „Trickkiste“ wollte ich thematisch nicht rein.

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Sternschnuppe

Wann wird es denn Ihr Körper? Also in welchem Alter?

Sternschnuppe
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Dann schauen Sie mal bei den Juristen nach, ab wann man eigene Entscheidungen treffen darf und dies von Gerichten miteinbezogen wird.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Ohne Kenntnis der jeweiligen Beweggründe und Ursachen zu werten zeugt davon, sich nicht mit der Problematik befassen, sondern anderen seine Wertvorstellungen aufdrücken zu wollen. Es geht hier nur um Macht über Frauen, ich sag’s ja.

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Nein.
Es geht darum, dass ungeborene Kinder getötet werden.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Wie wäre es dann mit der Pflicht für Väter, dass diese das Kind nach der Geburt „übernehmen“ mit allen Konsequenzen, wenn die Mütter sich dazu nicht in der Lage fühlen. Mit einem entsprechenden Gesetz könnte man die Zahl der Abbrüche sicher sehr stark reduzieren.

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Wenn die Mutter nicht in der Lage ist, sich um das Kind zu kümmern, dann gibt es auch noch andere Möglichkeiten wie z.B. Freigabe zur Adoption oder Babyklappe.

Aber ja, ich würde darüber hinaus ein derartiges Gesetz befürworten.
In dem Fall müsste dann natürlich auch die Frau zum Unterhalt beitragen, so wie es derzeit bei Vätern geregelt ist und entsprechende Einschränkungen beim Sorgerecht in Kauf nehmen.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Genausowenig wie jemand zum Spenden einer Niere verpflichtet werden kann sollte eine Frau gegen ihren Willen ihren Körper als Brutkasten für ein Kind zur Verfügung stellen müssen. Macht über Frauen – ich bleibe dabei.

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Das ist aber ein riesen Unterschied.
1. Haben Sie nichts mit der Niere eines Anderen zu tun aber waren an der Zeugung eines Kindes beteiligt.
2. Haben Sie im Falle einer Geburt kein Organ weniger.
3. Besteht für den Spendenempfänger immer noch die Möglichkeit, dass jemand anderes die Niere spendet oder Möglichkeit auf Dialyse, weil er nicht getötet wurde.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Es geht um „gegen ihren Willen“ und um körperliche Unversehrtheit. Gegen meinen Willen passiert mit meinem Körper genau garnichts, wenn ich ein Mann bin. Bin ich eine Frau, entscheiden andere darüber, ob ich eine wie auch immer empfangene Schwangerschaft austragen muss und bestimmen damit über meinen Körper. Eine Schwangerschaft ist nicht risikolos: Schwangerschaftsdiabetes, Bluthochdruck, vorzeitige Plauentaablösung, Kaiserschnitt und einiges mehr. 2020 gab es eine Müttersterblichkeitsrate von 547 pro 100.000 Lebendgeburten. Die Frau, die bereits drei Kinder hat und sich gegen das vierte entscheidet, zwingen Menschen wie Sie dann zur Austragung? Und wenn dann die Frau unter der Geburt verstirbt, dann Pech, auch für Vater und die drei älteren Kinder? Übernehmen Sie die Verantwortung? Unterstützen Sie den Vater und die Kinder so, dass die Kinder gut groß werden können? Ich bin der Ansicht, dass jeder Mensch selbst über seinen Körper entscheiden muss. Die Vorschläge der Expertenkommission sind für mich ein tragbarer Kompromiss.

HellaWahnsinn
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

„1. Haben Sie nichts mit der Niere eines Anderen zu tun aber waren an der Zeugung eines Kindes beteiligt.“

Das trifft ja sogar auf Frauen zu, die zum Zeitpunkt der Zeugung eines Kindes vergewaltigt wurden!
(Ist das in Ihren Augen dann auch eine „Spende“? Samen“spende“ sogar für null Euro?! )

Vergewaltigung passiert gar nicht so selten.

Blick über den Tellerrand gefällig?
Dann googeln Sie einfach: Irland Vergewaltigung Abtreibung

Wenn das nicht genügt:
Es wird nicht jede Vergewaltigung angezeigt, z. B. weil es Beziehungstaten sind und nicht so einfach nachzuweisen!

Und dann soll die betroffene Frau sich als Bonus zur erlittenen Vergewaltigung noch die Schwangerschaft antun?

Durch die Vergewaltigung hat sie doch sowieso schon „lebenslänglich“! Oder glauben Sie, dass eine Vergewaltigung „vergessen“ werden kann?!

Mann Mann Mann!!! 🙁

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  HellaWahnsinn

Ca 4% Abbrüche aus medizinischen und kriminologischen Gründen – sind es ( 2021/22 )
Genauer, selbst konfigurierbar, unter

https://www.gbe-bund.de/gbe/isgbe.information?p_uid=gast&p_aid=70050314&p_sprache=D&p_thema_id=3724&p_thema_id2=1&p_thema_id3=&p_thema_id4=

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  HellaWahnsinn

0,003 Prozent der Schwangerschaftsabbrüche sind Folge von kriminologischer Indikation.
3,7 Prozent medizinisch indiziert.
In beiden Fällen ist die Abtreibung bereits straffrei möglich. Im ersteren Fall ist tatsächlich die körperliche Autonomie der Frau durch eine Straftat verletzt worden und im letzteren Fall ist das Leben der Mutter durch die Schwangerschaft direkt bedroht.

Bleiben aber trotzdem noch über 100 000 andere Fälle um die es hier eigentlich geht.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Na Moment mal, jetzt unterscheiden Sie aber nach „wertem“ und „unwertem“ Leben. Warum soll, wenn man wie Sie ausschließlich vom Kind her denkt, eine Schwangerschaft beendet werden dürfen, wenn sie aus einer Vergewaltigung entsteht? Warum hat der sich daraus entwickelnde Fötus nicht dieselben Rechte wie jeder andere Fötus? Und wenn man wie Sie Leben ab der Verschmelzung von Eizelle und Samen definiert: wieso sollte dann der medizinisch indizierte Abbruch zulässig sein? Ist ein Leben wertvoller als das andere, potentielle Mutter wertvoller als potentielles Kind?
Und warum soll Vergewaltigung durch Fremde ein Grund sein, Vergewaltigung in der Ehe aber nicht, da ja erst mühevoll ermittelt werden muss, ob entgegen der Aussage des Ehemanns eine Vergewaltigung vorliegt, und so eine Ermittlung Monate bis Jahre dauern kann?

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Wer sagt denn, dass ich ausschließlich vom Kind aus denke? Ich denke lediglich als fast einziger hier AUCH vom Kind aus.

Wenn die Mutter stirbt, stirbt das Kind auch und dann wären 2 Menschen tot. Da muss das Leben, dass das andere bedingen würde natürlich Vorrang haben.

Im Falle einer Vergewaltigung ist das die Rechtslage und teilweise nachvollziehbar, wobei ich mir deutlich härtere Strafen für den Täter und mehr milde für das Kind wünschen würde.

Ungeachtet dessen sind es immer noch 100 000 andere Fälle

uwe
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Tja dann mal vielleicht kurz überlegen wie viele Vergewaltigungen in Deutschland so angezeigt werden. Ich spoilere da mal: Die wenigsten. . Und nach heutiger Rechtslage steht Frauen ja (nach Beratung) Gottseidank eine Abtreibung offen. Oder die „Pille danach“

HellaWahnsinn
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

„Bleibt aber trotzdem noch“?

Genau!
Ich schrieb es doch schon:

„Wenn das nicht genügt:
Es wird nicht jede Vergewaltigung angezeigt, z. B. weil es Beziehungstaten sind und nicht so einfach nachzuweisen!“

Aber klar!
SIE wissen alles … und besser.

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Ich glaube nicht, dass diese Betroffenengruppe darauf aus war, ein Kind zeugen zu wollen – daher der Wunsch auf die Entkriminalisierung von Abtreibungen…

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Genau so ein Gesetz meine ich, gleiches Recht für alle! Zur Zeugung bzw. Verhütung gehören ja auch immer zwei. Könnte natürlich passieren, dass sich auch Frauen um die Unterhaltszahlung „drücken“.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Die im Rahmen der Fristenregelung beendeten Schwangerschaften beinhalten mitnichten das Töten von Kindern, auch nicht von ungeborenen Kindern. Unterlassen Sie bitte derartige Falschbehauptungen.

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Was passiert denn sonst bei einer Abtreibung?

Ein Embryo (lateinisch embryo zu altgriechisch ἔμβρυον émbryon „Junges, Ungeborenes, Neugeborenes“,[2] aus ἐν en „in“ und βρύειν brýein „hervorsprießen lassen, schwellen)
oder Fötus (von lateinisch fetus, „Brut, Nachkommenschaft“) wird ausgelöscht.

Ohne Abtreibung wäre es in 10 Jahren höchstwahrscheinlich in der Lage, das hier zu lesen.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Solange nicht mal die geborenen Kinder in Deutschland im Bedarfsfall die notwendige Fürsorge und den notwendigen Schutz durch die staatliche Gemeinschaft erhalten (ausreichend großen und bezahlbaren Wohnraum, Zeit der Eltern für Zuwendung und Erziehung durch mangelnde finanzielle Unterstützung der Erziehungsberechtigten, ausreichend Unterstützung der Erziehungsberechtigten im täglichen Leben, Kitaplätze, gute schulische Bildung etc.) finde ich die Diskussion um den Schutz eines Zellhaufens mit dem Potential zur Menschwerdung irgendwie absurd. Je besser die gesellschaftlichen Bedingungen für Kinder und Familien, desto mehr potentielle Eltern werden sich gegen eine Abtreibung entscheiden.
Was den Begriff „Kind“ betrifft, haben wir verschiedene Definitionen. Für mich ist ein Kind ein geborenes Lebewesen. Für Sie beschreibt der Begriff „Kind“ offensichtlich bereits das Produkt der Verschmelzung von Sperma mit Eizelle. Sehen Sie sich mal die Fotos auf der Website an, die ich oben verlinkt habe. Dessen ungeachtet: ich finde es befremdlich, über den Körper anderer Menschen zu bestimmen und ihnen vorzuschreiben, dass sie diesen ihren Körper gegen ihren Willen für etwas herzugeben haben, was meinen Moralvorstellungen nach wichtiger ist als das Wohl und der Wille des jeweiligen Menschen.

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Sie mögen das absurd finden, das Bundesverfassungsgericht findet das allerdings nicht.
Die haben das nämlich damit begründet, dass auch ungeborenes Leben Menschenwürde hat.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Würden Sie bitte verlinken, worauf Sie sich beziehen? Vielen Dank!

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

BVERFG 28.05.93 und darauf aufbauend am 27.10.98.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Schicken Sie bitte einen Link, das vereinfacht das Nachlesen.
Vielen Dank!

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Das ist ein sehr kurzer Auszug. Haben Sie Zugang zum kompletten Text?

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Die Fotos die Sie oben verlinkt haben zeigen übrigens keinen Embryo in utero, sondern die umgebende Eihaut, die übrig ist, nachdem er mit einer Kraft die 10-12 mal stärker ist als ein Staubsauger durch eine Kanüle abgesaugt wurde. Die dargestellte Eihaut wurde dann noch von Blut und Geweberesten bereinigt und fotografiert.

Uwe
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Auch bei absolut optimalen Bedingungen wäre diese Diskussion vollkommen absurd.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Ein Embryo und ein Fötus sind niemals in der Lage, etwas zu lesen.

Und in 100 Jahren wären sie ohnehin tot. Die mögliche Zukuft eines Fötus ist für die Debatte schlicht und einfach irrelevant.

Auch Gegner von liberalen Abtreibungsregelungen behandeln Föten und Embryos außerhalb der Abtreibungsdebatte nicht wie geborene Menschen. Es gibt keine Friedhöfe oder Sterbeurkunden für Föten, die auf natürliche Weise nicht geboren werden.

Es wird auch nicht in derselben Weise über den Tod von Föten getrauert, teilweise gar nicht. Manche Paare sagen einfach: “ Dann versuchen wir es eben noch einmal“, oder sogar: “ Gott sei Dank!“

Das Potenzialitätsarguent ist einfach nicht überzeugend. Nur weil aus einem Fötus einmal ein Mensch werden kann, hat er nicht dieselben Rechte wie ein Mensch oder überhaupt irgendwelche Rechte. Ein Sechsjährigen hat ja auch nicht das Recht, ein Auto zu fahren, obwohl er irgendwann einmal 18 wird und dann den Führerschein machen darf.

Überall außerhalb der Abtreibungsdebatte lehnen wir das Potenzialitätsargument ab. Es müsste schon sehr starke zusätzliche Argumente geben, weshalb es gerade in dieser einen Debatte gültig sein sollte.

Uwe
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Wenn mein Vater am Tag meiner Zeugung masturbiert hätte wäre ich nicht am Leben. Gilt für ein paar Millionen Spermien. Ohne Masturbation sondern Zeugung wäre jedes dieser Spermien es in 10 Jahren höchstwahrscheinlich in der Lage, das hier zu lesen.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Nein, es sind Föten in einer sehr frühen, embryonalen Entwicklungsphase. Um Ihren Puls zu aktivieren, könnte man/frau die auch als Zellklumpen bezeichnen.

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Fötus ist das lateinische Wort für Nachkommenschaft, Embryo ein anderes Wort für Ungeborenes.
Das Problem ist nicht, dass Sie meinen Puls aktivieren, sondern den des Ungeborenen deaktivieren.

Warum ist Ihnen denn so viel daran gelegen ungeborene „Zellhaufen“ zu töten?

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Niemand hat hier zum Ausdruck gebracht, dass ihm viel an Abtreibungen gelegen ist. Es geht darum, und das könnten auch Sie verstehen, dass Frauen selbst über ihren Körper entscheiden.

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Das dürfen Sie ja, solange sie dabei kein anderes Leben nehmen.

Wenn eine Frau freiwillig Geschlechtsverkehr hatte, dann hat sie eine Schwangerschaft in Kauf genommen.

Das Kind ist nicht Teil Ihres Körpers.
Es hat eine eigene DNS, es entwickelt einen eigenen Körper und ist ein eigener, einzigartiger Mensch.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Wenn eine Frau unfreiwillig schwanger geworden ist, gilt nach Ihrer Argumentation jedoch ebenfalls: „ Das Kind ist nicht Teil Ihres Körpers.
Es hat eine eigene DNS, es entwickelt einen eigenen Körper und ist ein eigener, einzigartiger Mensch.“
Muss Frau das Kind dann ebenfalls austragen? Und wer kümmert sich im Anschluss um das Kind? Die Frau? Der Vater? Der Staat?

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Und dann ist man wieder beim „Ab wann ist es Leben“. Ansonsten könnte man den Strang auch weitergehen und sagen/“fordern“: Bitte masturbiere nicht, weil du potentielle Kinder tötest … Wie? Die leben noch nicht? Naaaaja, wer sagt denn sowas … Die „schwimmen“ ja und potentiell waren auch Sie mal ein Spermium.

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Ich glaube Sie sollten das mit der Befruchtung noch einmal recherchieren.

Der Mensch entsteht bei der Kombination von Eizelle und Spermium. Dabei entsteht eine neue, völlig einzigartige Kombination von Erbgut, die den Bauplan des eben gezeugten Menschen darstellt.

Zu dem Zeitpunkt der ersten Zellteilung ist die erste Zelle schon eine omnipotente Stammzelle, die sich potentiell in alle anderen Zelltypen ausdifferenzieren kann.

Ich kann Sie also dahingehend beruhigen, dass Sie durch alleiniges Masturbieren keine Kinder zeugen können.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Dann haben Sie meinen Punkt schlichtweg nicht verstanden.
Wie eben viele hier schon angemerkt haben: Ab wann ist es (menschliches) Leben? Es gibt nicht umsonst die Einteilungen … Darüber kann man natürlich diskutieren.
Ein Embryo ist eben noch kein Fötus.
Das Spermium ist kein Embryo.
Das Spermium ist erst recht kein Fötus.
Spermium (+ Eizelle) -> Embryo -> Fötus
Sie zählen jetzt den Embryo als Leben. Andere als potentielles Leben (was hier auch angemerkt wird und durchaus so betrachtet werden kann).
Warum nicht das Spermium zumindest als potentielles Leben? Klar braucht es das Befruchten der Eizelle dazu.
So wie es eben auch die Nährstoffe usw. zum Heranwachsen zum Fötus braucht.
Wo machen Sie denn die Grenze und auf welcher Grundlage?
Darum geht es doch. Ab wann „fühlt“ das Leben? Ab wann „denkt“ es? Ab wann kann es schmerzen empfinden? Ab wann hat es ein Bewusstsein.

Ihr „potentiell“ zeigt doch auf, dass es eben differenziert bewertet werden kann und auch wird. „Potentielles Leben“ ist eben kein Leben.
Auch der Begriff „Einzeller“ ist hier schon (öfter?) gefallen.

Also: WENN Sie die Einteilung so vornehmen, dann begründen Sie es doch logisch. Ansonsten wäre das Spermium schon ein potentielles Leben laut Ihrem Argumentationsstrang … Irgendwie entscheiden muss man sich dann schon für eine Richtung.
Wenn es beim Spermium für Sie absurd ist … Sie ist es bei einigen beim Embyro eben so. Die Ansicht und „die Abstufung“ ist lediglich eine andere.

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Mehl ist kein Kuchen, ein Ei ist kein Kuchen, die anderen Zutaten sind kein Kuchen sondern Zutaten. Sie können ohne Zutaten keinen Kuchen backen, aber das bedeutet nicht, dass Mehl ein Kuchen ist.

Wenn sie nun aber alles nötige vermengen und in den laufenden Backofen stellen ist es ein Kuchen, der noch nicht durchgebacken ist.
Daraus wird dann ein fertiger Kuchen.

Es sei denn, Sie stören den Backvorgang, reißen den Kuchen aus dem Ofen, und schmeißen ihn in den Müll.

Sie haben den Kuchen in diesem Fall vernichtet bevor er ganz fertig gebacken war.

Kennen Sie eigentlich das Oldenburger Baby?

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Föten sind keine Kinder, auch keine ungeborenen.

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Doch. Auch Sie waren mal ein Fötus. Wünschen Sie sich denn lieber in einem früheren Stadium ihrer Entwicklung abgesaugt worden zu sein, statt zu leben?

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Ich bin heute kein Kind und der Fötus, der sich zu mir entwickelt hat, war auch kein Kind. Ebenso wenig wie die Eizelle und die Samenzelle, aus denen ich entstanden bin Kinder waren.

Schauen Sie sich mal Kinderfotos von sich an, wenn Sie nicht mehr genau wissen, was ein Kind ist.

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Wenn Sie der Begriff Kind so sehr stört, dann will ich es umformulieren:

Sie sind heute ein Mensch, waren als Kind ein Mensch und auch als Fötus waren Sie ein Mensch.
Sie sind sogar die gleiche Entität nur halt älter.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Ein Fötus ist kein Mensch.

Ich bin auch nicht die gleiche Entität wie der Fötus, aus dem ich enststanden bin. Das trifft weder körperlich noch psychisch zu.

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Laut dem Bundesverfassungsgericht schon.

Und wenn Sie Fotoalben so gerne mögen, dann können Sie auf den Fotos stringent zurückverfolgen wie sie immer kleiner werden und irgendwann nur noch in Mamas Bauch waren.

Oder hat man Sie heimlich ausgetauscht?

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Dann irrt das Bundesverfassungsgericht.

Ein Fötus ist menschlich, aber kein Mensch.

Ein Hühnerei ist schließlich auch kein Huhn und Froschlaich kein Frosch.

Und zu Ihrem zweiten Argument des Zurückverfolgen in der Zeit: Ein Schmetterling ist keine Raupe, auch wenn man den Schmetterling bis zum Raupenstadium zurückverfolgen kann.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Bei „abgesaugt“ wären wir dann wieder beim Spermium (und Blowjobs).
Embryo ist kein Fötus.
Also: Ab wann machen Sie jetzt die Einteilung?
Ab Fötus?
Ab einem früheren Stadium -> Embryo?
Ab einem noch früheren Stadium -> Spermium (auch ohne Eizelle und Befruchtung)?

Uwe
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Sie waren auch mal ein Spermium. Wenn ihre Mutter am Tag ihrer Zeugung keinen Bock auf Sex gehabt hätte wären sie in einem Taschentuch gelandet. Und ihr anderer Teil in einem Tampon. Spricht das gegen Masturbation/keinen Bock auf Sex haben?

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Das ist ein großes und schwierigea Feld: Ab wann beginnt Leben? Wie viele Rechte geben wir an den Staat ab, um unsere Selbstbestimmung (und die anderer) einzuschränken und – so behauptet – „Leben zu retten“?

Diese Bereitschaft gibt es ja bspw. bei Flüchtlingen oder kommenden Generationen ja nicht, wobei sich AbtreibungsbeführworterInnen bei Letzterem manchmal einen stärkeren Staat wünschen… Eine haarige Sache

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  RainerZufall

Embryos sind alleine nicht lebensfähig, also töten wir sie?

Wenn Sie damit anfangen, ab irgendeinem Kriterium zu sagen: das ist noch kein Mensch oder das ist kein Mensch mehr, das kann weg, dann können Sie diese Definition auch erweitern.

Sehr gefährlich.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Es geht nicht um DIE Embryos, sondern es geht um Embryos, deren „Mütter“ sich nicht in der Lage sehen, diesen Embryo auszutragen und das geborene Kind die nächsten mindestens 18 Jahre zu erziehen. Wie viele Frauen treiben leichtfertig mit der Begründung „kann weg“ ab? Und gerade wegen der „ab wann ist es ein menschliches Wesen, dem volle Schutzrechte zustehen“ – Problematik hat der Bundestag eine Expertenkommission eingesetzt.

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Das müssen sie nicht 18 Jahre lang tun, es gibt genügend kinderlose Paare, die sehr gerne adoptieren würden.
Auch Homosexuelle Männer zählen dazu.

Ich habe keine genauen Daten dazu, wie viele Frauen aus welchen Gründen abtreiben, Sie? Ich weiß ledoglich, dass insgesamt 4 Prozent wegen Vergewaltigung und Psychischen Problemen abtreiben. Das heißt es geht noch um mehr als 100 000 Embryos aus anderen Gründen.
Im Schnitt wiegen die bei der Abtreibung so 50-100 Gramm.
Das sind schon so 5000 kg bis 10 Tonnen.
Die Mehrzahl ist also durchaus angemessen.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Die Masse soll jetzt genau was aussagen?

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Ich wollte eine greifbare Mengenvorstellung anbieten. Es ist einfacher, sich 10 Tonnen Hackfleisch vorzustellen als 100 000 Föten.

Weil es um DIE Embryos und Föten geht.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Sie haben sich übrigens erheblich vertan: in SSW 11 wiegt der Fötus rund 8g. Und ich denke bei Föten nicht an Hackfleisch, welches ich mir nebenbei gesagt auch nicht tonnenweise vorstellen kann (Sie sind ja komisch drauf!).

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Meine Frage war: ab wann beginnt Leben?
Von Überlebensfähigkeit sprach ich nicht.

Die von Ihnen genannte – und reale – Gefahr die Menschlichkeit abzusprechen, kann dementsprechend aber auch ins Gegenteil umschlagen.
Ist eine Eizelle, die sich nicht einnistet mit einem Kindstod gleichzusetzen?
Tötet die künstliche Befruchtung geschäftsmäßig tausende Leben, um am Ende nur wenige durchzubringen?

Da sind wir in einem ganz schwierigem Feld, ABER ich finde nicht, dass dies mit dem Selbstbestimmungsrecht der Frau zusammen verhandelt werden sollte.
Das Leben ist kostbar, trotzdem zwinge ich niemanden dazu, sich neun Monate (und anschließende Jahre) um eine fremde Person zu kümmern

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  RainerZufall

Bei ihrem Beispiel mit der nicht erfolgten Einnistung endet auch ein Leben. Der große Unterschied liegt darin, dass dabei kein internationaler Einfluss im Spiel ist.

Übertragen auf erwachsene Menschen:
Es ist ein Unterschied ob ein Mensch stirbt weil er selbst einen Herzinfarkt hat oder weil er intentional mit einem Kissen erstickt wird.

Bei der künstlichen Befruchtung wäre auch eine Methode zu bevorzugen, bei der keine Embryonen verworfen werden müssen. Da dies technisch noch nicht möglich ist entfaltet sich hier aber tatsächlich ein moralisches Spannungsfeld.

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Es sollte eine Reaktion haben. Ihrer Annahme nach stirbt in diesem Moment ein Kind.
So kann auch – in Anbetracht eines Todesfalles – die Frage gestellt werden, ob die Eltern nicht durch einen gesünderen Lebenstil bessere Chancen gehabt hätten, ihr Kind zu retten, anstatt es einfach nur „weiter zu versuchen“.

Bei der künstlichen Befruchtung hätten wir Ihrer Logik nach keinerlei Spannungsfeld, sondern ein uneingeschränktes Verbot!
Wir bringen bei der Adoption doch nicht zehn (oder wie viele Zellen bei dem Prozess befruchtet werden) um, nur um ein einziges Kind aufziehen zu können. Dieser Fall erscheint mir Ihrer Auslegung folgend glasklar

Uwe
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Nein gar nicht gefährlich weil man halt eine Grenze ziehen muss.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Kaulquappen sind keine Frösche (Froschlaich erst recht nicht), Raupen sind keine Schmetterlinge und Embryos sind keine Kinder.

Eigentlich ganz einfach.

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Sie werfen hier doch einiges durcheinander.
Menschen haben kein Larvenstadium und durchwandern keine Metamorphose.

Und doch gilt: wenn Sie eine Kaulquappe töten, haben Sie auch einen künftigen Frosch auf dem Gewissen.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Ich werfe nichts durcheinander. Sie werfen etwas durcheinander, wenn Sie behaupten, dass Embryos Kinder sind.

Wir haben hier zwei Begriffe, die Unterschiedliches bezeichnen.

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Die Begriffe bezeichnen das gleiche Wesen zu zwei unterschiedlichen Zeitpunkten. Der Unterschied liegt darin, dass Sie es zum einen Zeitpunkt in Ordnung finden, es zu töten, zum anderen nicht.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Das gleiche Wesen…Ich finde, Sie romantisieren die Entwicklung eines Säugetiers extrem. In der elften SSW wiegt der etwa 5cm große Embryo ungefähr 8g. Das ist ein sehr frühes und nicht mal ansatzweise lebensfähiges Entwicklungsstadium. Von Wesen zu sprechen, was ja charakterliche Eigenschaften impliziert, halte ich für äußerst fragwürdig.

Uwe
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Es werden aber keine ungeborenen Kinder getötet. Das Leben beginnt laut Gesetzt mit der Geburt. Genausogut könnte man männliche Masturbation als Tötung ungezeugter Kinder bezeichnen.

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Uwe

Nicht laut Bundesverfassungsgericht. Und den Masturbationspunkt habe ich an anderer Stelle bereits besprochen.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

„Ich halte das Leben jedes Menschen für schützenswert und Verhütung für machbar, falls man denn keine Kinder zeugen will.“
Wer hat dagegen gesprochen? So viel ich weiß, niemand! Die Frage bleibt: ab welchem Zeitpunkt der Befruchtung spricht man von „Mensch“. Und wenn aus welchen Gründen auch immer Verhütung nicht funktioniert hat, sollte jede Frau das Recht haben zu entscheiden, ob sie ihren Körper für die Austragung eines Kindes hergeben und ob sie in den nächsten 20 +x Jahren die Verantwortung für das Aufziehen eines Kindes tragen kann. Die diesbezügliche Entscheidung der Frau sollte respektiert werden. Kommentare der Art „leichtfertig“ sind absolut überflüssig: wie viel Prozent der betroffenen Frauen gehen leichtfertig mit dem Thema Abtreibung um?

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Warum sollen Frauen keine Verantwortung für ihr sexuelles Tun übernehmen?
Männer müssen doch auch dafür gerade stehen und haben absolut kein Mitspracherecht bezüglich Abtreibung.

Sternschnuppe
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Und genau hier ist das Problem. Männer können da nicht mitentscheiden. Meistens verschwinden die Männer, wenn sie ein Kind nicht wollen oder zahlen keinen Unterhalt. Wo übernehmen Frauen da keine Verantwortung? Eine weitere Ausrede, Frauen ihrer Rechte zu berauben. Und bei einem Zellhaufen, der nicht selbstständig überleben kann, von einem Kind zu sprechen, ist Ansichtssache.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Sternschnuppe

„Und bei einem Zellhaufen, der nicht selbstständig überleben kann, von einem Kind zu sprechen, ist Ansichtssache.“
Naja, Zellhaufen….ab der SSW 6-7 beginnt das Herz an zu schlagen, in SSW 12 ist schon ganz viel Menschlein fertig und muss nur noch wachsen (bis dahin ist eine Abtreibung erlaubt)
Zellhaufen ist der zukünftige Embryo eigentlich nur bis zur Einnistung,….
Überleben kann ein Ungeborenes eigentlich erst ab der 30 SSW, vorher benötigt ein Frühchen derbe Unterstützung, um zu überleben….und Sie befürworten sicherlich nicht eine Abtreibung bis dahin, oder?

Mika
1 Monat zuvor

Die Frage, die sich mir hier stellt: welche Frau, die schwanger ist und das Kind nicht möchte, behält es länger im Bauch als nötig? Meinen Sie wirklich, dass Frauen den Abbruch möglichst lange herauszögern wollen und man deshalb eine gesetzliche Regelung braucht? Das ist doch unsinnig! Und in bestimmten Fällen (z.B. bei gesundheitlicher Gefährdung der Frau) ist der Abbruch auch nach der 12. SSW möglich und straffrei – soweit ich weiß, gilt das bis zum Beginn der Geburt.

Sternschnuppe
1 Monat zuvor

Das ist Ihre Meinung, aber keine wissenschaftliche. Ab Woche 6 entwickeln sich erst Organe und ein eigenständiger Kreislauf. Da schon von einem Kind zu sprechen, das nur noch wachsen muss, ist weit hergeholt. Und wie Mika schon geschrieben hat, eine Frau wird sich in der Regel sehr früh für einen Abbruch entscheiden und dieses Recht hat man ihr zu geben und zwar ohne Strafandrohung.

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Sternschnuppe

Wenn wir einen Einzeller auf dem Mars entdecken würden, wie würde die Schlagzeile lauten?

Leben auf dem Mars entdeckt!

Wenn es ein komplexes menschliches Wesen ist, dann gilt das nicht mehr?

Wenn Sie im Koma liegen und alle Ärzte sind sich sicher, dass Sie in exakt neun Monaten aufwachen aber alles vergessen haben, was sie bisher erlernt und erlebt haben, darf man Sie dann auch töten?
Wir sind schließlich auch nichts weiter als ein großer Zellhaufen mit ein paar Erfahrungen.

Sternschnuppe
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Sie vergleichen Äpfel mit Birnen. Die Beispiele passen nicht. Ich habe noch kein einziges überzeugendes Argument gelesen. Es geht wohl viel eher um das übliche Nachtgehabe von Männern und Kirche. Und ich dachte, wir leben in einer modernen und aufgeklärten Gesellschaft. Tja, wieder was gelernt.

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Sternschnuppe

Das müssen Sie mir erklären. Was ist an Abtreibung modern und aufgeklärt?

Sternschnuppe
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Wer so eine Frage stellt ………

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Sternschnuppe

… weiß, dass der Kontrahent kein Argument hat.

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Eigentlich gar nix.

“ Wer im 21. Jahrhundert eine Abtreibung will, ist in manchen Ländern keinen Schritt weiter. US-amerikanische Frauen teilen seit einigen Wochen Anleitungen für pflanzliche Abtreibungstränke [ wie im Mittelalter] über TikTok, Twitter und Instagram. Stichwort: »DIY abortion«. Also: selbst gemachte Abtreibung “

https://sz-magazin.sueddeutsche.de/getraenkemarkt/abtreibung-sadebaumsaft-staat-freiheit-usa-embryo-abtreibungsgetraenke-91814

Uwe
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Das Abtreibung legal ist ist modern und aufgeklärt.

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Uwe

Sie übernehmen Buzzwords.

Uwe
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Nö ich weiß wie sich reaktionäres Geschwurbel anhört und wie sich eine echte moderne und aufgeklärte Gesellschaft anfühlt.

Sternschnuppe
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Nein, der weiß, dass das Gegenüber mit den alten ausgelutschten Argumenten kommt.

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Sternschnuppe

Versuchen Sie es doch wenigstens.

Sternschnuppe
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Ich habe es schon gesagt. Für mich sind Sie jemand, der Frauen das Recht abspricht, selbst verantwortungsbewusst entscheiden zu können. Aber vielleicht wollen Sie ja den neuesten Trend aus den USA auch hier. In Frankreich ist er schon angekommen. Junge Frauen lassen sich sterilisieren. Thema beendet.Ich habe diese Diskussionen wirklich satt. Ein Verbot fördert andere Methoden, anstatt sich in ärztliche Hände zu begeben. Ich frage mich, warum man das Frauen antut, anstatt ihnen die Entscheidung zu überlassen. Mittelalter, tiefstes Mittelalter.

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Sternschnuppe

Nein, haben sie nicht. Es ist auch nicht verantwortungsbewusst ein Kind abzutreiben.
Verantwortung übernehmen ist, dafür zu sorgen, dass alles einen möglichst guten Verlauf nimmt, das jeweils Notwendige und Richtige getan wird und möglichst kein oder wenig Schaden entsteht.

Menschenrechte sind nicht Mittelalter. Töten um Probleme zu lösen ist Mittelalter.

Sternschnuppe
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Wie gesagt, Mittelalter. Dabei bleibe ich. Sie können mich und viele andere nicht überzeugen. Es geht um Mehrheiten, die das dann durchsetzen. Und das wird kommen.

Sternschnuppe
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Sorry Machtgehabe

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Es gibt kein allgemeines Tötungsverbot für Leben.

Wir töten täglich Pflanzen,Tiere und Einzeller und haben lediglich im Falle von Tieren bisweilen moralische Bedenken. Üblicherweise ist das Gegenargument gegen das Töten von Leben, dass dies Leid erzugt. Deshalb haben wir kein Problem damit, Einzeller und Pflanzen zu töten, bei Tieren hat ein zunehmender Teil der Bevölkerung aber Bedenken.

Embryonen könne aber erst lange nach der 12. Woche, bis zu der in Deutschland Abtreibungen straffrei sind, Schmerzen empfinden. Zwar werden schon früher die entsprechenden Nerven dafür angelegt, mit dem Rückenmark werden sie aber erst in der 23. bis 24. Schwangerschaftswoche verbunden.

Die Tötung eines Wesens ohne Selbstbewusstsein und ohne Schmerzempfinden wird normalerweise als ethisch unproblematisch eingestuft. So wie Sie es oben getan haben, können Sie ein Schutzrecht für Embryonen also nicht begründen. (Was nicht heißt, dass man es nicht begründen kann.)

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Wenn Sie bewusstlos sind, können Sie keinen Schmerz mehr wahrnehmen.
Ihrer Logik nach dürfte ich Sie dann also moralisch gerechtfertigt töten?

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Wer bewusstlos ist, ist trotzdem körperlich in der Lage, Schmerz wahrzunehmen und hat vor seiner Bewusstlosigkeit auch ein Interesse gehabt nach seinem Schlaf oder seiner Bewusstlosigkeit weiterzuleben.

Beides fehlt bei Embryos bis zur 20. Woche. Sie haben weder die Möglichkeit, Schmerzen zu empfinden, noch haben sie irgendwelche Interessen, die auf die Zukunft gerichtet sind.

Erwachsene sind keine Embryos.

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Bewusstlos und querschnittsgelähmt kommt dann aber hin.

Sie können auch davon ausgehen, dass das Kind ein Interesse hat zu leben.

Nur hat es offensichtlich deutlich weniger Interessensvertretung.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

In dem Zeitraum, in dem ich kein Bewusstsein habe, ist mir völlig rille, was mit mir passiert: kein Bewusstsein. Ansonsten wäre beispielsweise keine OP möglich.
Wie soll ein Embryo, der noch kein Bewusstsein hat, ein Interesse am Leben haben? Ihre Argumentation ist nicht konsistent. Wie kommen Sie darauf, dass Querschnittsgelähmte kein Schnerzempfinden haben? Und wieso vergleichen Sie ständig Äpfel mit Birnen? Ein geborener Mensch, der selbständig atmet (geatmet hat, falls Sie jetzt mit „in der OP beatmet“ kommen) ist nun mal nicht vergleichbar mit einem Embryo, war er noch nie in der deutschen Gesetzgebung. Ansonsten wäre beispielsweise jeder Embryo erbberechtigt.

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Ein Frühchen das zunächst beatmet werden müsste weil die Lunge nicht voll ausgereift ist, wäre ein passenderes Beispiel. Darf man das dann töten?

Eine Querschnittslähmung rührt davon, dass die Nervenverbindung zum Gehirn unterbrochen ist, darum spüren betroffene unterhalb der Lähmung nichts mehr.

Ich vergleiche übrigens nicht Äpfel mit Birnen, sondern Menschen mit Menschen.
Sie behaupten lediglich, dass das eine Äpfel und das andere Birnen wären.

Jedes Kind hat ein Interesse zu leben und macht darauf früher oder später lautstark aufmerksam, wenn man es davor nicht getötet hat.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Ein Frühchen wurde bereits geboren. Embryo: nicht geboren. Äpfel und Birnen.

uwe
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Ein Frühchen das zunächst beatmet werden müsste weil die Lunge nicht voll ausgereift ist, wäre ein passenderes Beispiel. Darf man das dann töten?“ Nein weil ein Frühchen geboren ist und nach Rechtslage damit ein Mensch.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Nein, Querschnittsgelähmte sind nicht empfindungsunfähig und haben Interessen, ihre Zukunft betreffend.

Embryonen und Föten sind übrigens immer noch keine Kinder.

Ein Embryo hat keinerlei Verständnis von der Zukunft und kann deshalb auch keine Interessen haben, die auf die Zukunft bezogen sind. Es kann ein Interesse haben, keine Schmerzen zu verspüren, aber das können Embryonen bis zur 20. Woche ohnehin nicht.

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Wenn für Sie das Leben mit der ersten Zelle beginnt, gibt es da noch andere Baustellen:
Künstliche Befruchtung „tötet“ Ihrer Definitoon nach dann alle bis auf ein Leben, welches dann ausgetragen wird.
Wir hätten zig tausende „Tode“ von befruchteten Zellen zu beklagen, die sich nicht einnisteter oder sich aus anderen Gründen nicht entwickelte. Vielleicht sollten dann Gesundheitstipps für werdende Mütter auf alle Menschen übertragen werden, die Geschlechtsverkehr haben…

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  RainerZufall

Ja,
das ist ein sehr heikles Thema, wenn Embryonen verworfen werden.
In meinen Augen unmoralisch.

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Verhalten sich dann aber ungesund lebende Menschen oder stressige Arbeitgeber*innen unmoralisch oder gar strafbar, wenn sie die Entwicklung des potenziellen Kindes gefährden?
Hätten die Samenzellen des Mannes nicht eine bessere Lebenschance, wenn er aktiv und gesund leben würde?

Ich überziehe, aber Ihrer Definition nach geht es bei diesen Fragen durchaus um Leben und Tod

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  RainerZufall

Wenn die Arbeitgeber eine Frau derart schikanieren, dass sie aufgrund dessen einen Abort hat, dann ja.

uwe
1 Monat zuvor
Antwortet  RainerZufall

Es ist sogar noch gravierender. Ethisch wäre es wenn ALX recht hat besser gar keinen Geschlechtsverkehr zu haben ohne sich als Mann vorher zu sterilisieren. Und es wäre ethisch verwerflich Kinder zu zeugen. Warum? Nun um meinen Sohn zu zeugen habe ich mindestens 3 eher mehr ungeborene Kinder geopfert, mein Sohn hat nach Alx „Logik“ 3 bis 4 Brüder oder Schwestern die sterben mussten damit er leben kann. So viel befruchtete Eizellen sterben nämlich pro Zeugung ab. Wenn das die Tötung eines Menschen ist wäre die zeugung eines Kindes moralisch gesehen eine Katastrophe.

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  uwe

Danke. DIES ist die Konsequenz, wenn man vom „Leben ab der Befruchtung“ spricht.
Diese Meinung kann man gerne haben, aber dann müssen auch die gravierenden Folgen hingenommen werden. Abtreibungen sind dann nur noch eine von sehr vielen Baustellen. (Anders als bei Geschlechtsverkehr, künstlicher Befruchtung, ungesundem Lebensstil etc. wird hier ja noch zuvor ein ernstes Aufklärungsgespräch geführt)

Uwe
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Die Kartoffel die ich grade gekocht habe hat auch gelebt. Und ihr Argument: Ab der Befruchtung ist man ein potentieller Mensch ist halt schlecht, jedes Spermium und jede Eizelle hat dieses Potential. Wer ab der Befruchtung volle Menschenrechte einräumt landet eh in einer menschenverachtender (vor allem aber frauenverachtender) Barbarei, einfach mal googeln was dabei rauskommt.

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Uwe

Nein, nicht jedes Spermium und jede Eizelle hat das Potenzial. Nur wenn beide zusammentreffen.

Ich habe keine Lust zu suchen, machen Sie ihren Punkt doch klar.

Uwe
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Ja und was macht jetzt mit dem Zusammentreffen den Unterschied? Jedes Spermium und jede Eizelle hat das Potential ein vollwertiger Mensch zu werden.

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Uwe

Ganz einfach: Wenn eine Eizelle nie mit einem Spermium in Kontakt kommt, wird sie absterben und mit der nächsten Menstruation ausgeschieden.

Uwe
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Ja aber das hebelt das Potentialargument leider nicht aus. Wenn eine Eizelle mit einem Spermium zusammentrifft hat sie das Potential ein vollwertiger Mensch zu werden. Die befruchtete Eizelle stirbt übrigens auch häufig ab und schafft nicht sich einzunisten.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Und ein Embryo wächst auch nur unter bestimmten Bedingungen zu einem Kind heran.

Da gibt es keinen prinzipiellen, lediglich einen graduellen Unterschied.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Sternschnuppe

Männer können nicht mitentscheiden, weil Männer nicht schwanger werden. Das sollte doch eigentlich logisch sein.

Warum sollten Männer Verfügungsgewalt über den Körper einer Frau haben?

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Sollen Sie nicht. Andererseits haben Frauen stets Verfügungsgewalt über Unterhalt.
Männer können nicht von der Verantwortung zurücktreten.
Das ist aber ein separates Thema.

Wenn Frauen Wert auf die körperliche Autonomie legen, warum sollen Frauen eine Verfügungsgewalt über den Körper eines Nachkommen haben, soweit, dass sie ihn auslöschen darf?

Was ist mit der körperlichen Autonomie des ungeborenen Kindes?

Uwe
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Was ist mit der körperlichen Autonomie des ungeborenen Kindes?“ Die ist eben in einer besonderen Situation weil auf das engste mit der Frau verwoben.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

„Was ist mit der körperlichen Autonomie des ungeborenen Kindes?“

Embryonen haben keine körperliche Autonomie, sonst würden sie den Körper der Mutter ja nicht zum Überleben brauchen.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Sternschnuppe

Sorry, der vorhergehende Kommentar ist an Alx gerichtet.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

„Warum sollen Frauen keine Verantwortung für ihr sexuelles Tun übernehmen?“
Das hat doch hier niemand behauptet. Bleiben Sie doch einfach bei der Sache.
Beide Partner sollten Verantwortung bei der Verhütung übernehmen. Aber manchmal geht dann doch etwas schief und dann sollte die Frau das Recht haben, über ihren Zustand entscheiden zu dürfen.
Sie stellen hier Frauen, die ungewollt schwanger werden, als leichtfertig hin. Das mag manchmal der Fall sein, aber gewiss im überwiegenden Fall sicherlich nicht.

Alx
1 Monat zuvor

Da gab es wohl ein Missverständnis.
Ich meinte damit nicht Verhütung.
Wer Geschlechtsverkehr hat riskiert Schwangerschaft. Wer Schwangerschaft riskiert, riskiert es Verantwortung für ein Kind zu übernehmen. Männlein wie Weiblein.
Weder Mann noch Frau sollten das Leben, das sie gezeugt haben beenden dürfen.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Sie haben eine extrem eindimensionale Sicht der Dinge.
Ihrer Ansicht nach, darf nur Sex haben, wer auch bereit ist, die Folgen zu tragen. So ist das Leben aber nicht.

Alx
1 Monat zuvor

Nein, meine Ansicht nach sollte man Verantwortung für sein Handeln übernehmen.

Wenn Sie mit dem Auto fahren, gehen Sie immer auch ein Risiko ein, einen Unfall zu bauen. Daran müssen sie nicht einmal schuld sein. Das bedeutet aber nicht, dass sie nach dem Unfall wegfahren dürfen, ohne Hilfe zu leisten.

Alles was man tut hat ein gewisses Risiko.
Wenn man nicht bereit ist, das Risiko einzugehen, dass der Fallschirm sich nicht öffnet, sollte man nicht Fallschirmspringen gehen.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Und wenn man Ihre Ansichten weiter zuspitzt, dann sollte Geschlechtsverkehr nur noch zum Zwecke der Fortpflanzung geschehen.
In welche orthodoxen Kirche sind Sie Mitglied?

Alx
1 Monat zuvor

Ich bin Atheist aber netter Versuch.

Uwe
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Ja und wie Begründen sie als Atheist ein „Recht auf Leben“?

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Uwe

Ich lebe selbst sehr gerne und will nicht getötet werden oder abgetrieben worden sein.

Uwe
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Ja, das ist aber leider keine Begründung. Persönliche Vorlieben zur Basis einer Ethik oder Moral zu erheben, da kann man auch den Konsum von Steak zu einem moralischen Kriterium machen. Sehr undurchdacht, belästigen sie doch nicht ihre Mitmenschen mit ihren Marotten.

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Uwe

Das reicht völlig aus. Fassen Sie es einfach als verkürzten Kant’schen Imperativ auf.

Jetzt Sie:
Legen Sie mir bitte dar, auf welcher Grundlage Sie das Recht ableiten, Embryonen und Föten töten zu dürfen. Beachten Sie dabei aber bitte, dass Sie das rein rechtlich überhaupt nicht dürfen. Nicht dass Sie sich meinetwegen in Schwierigkeiten begeben.

Uwe
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Nein reicht es eben nicht. Kant hat sich übrigens genau in dem Punkt zum Theismus bekannt eben weil es nicht ausreicht. Und sie haben ja die Frage nicht beantwortet warum Masturbation erlaubt ist obwohl damit doch ungezeugtes Leben getötet wird. Woher leiten sie das Recht ab dies zu tun?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Man könnte ja im Gesetz verankern, dass der Vater, wenn er gegen die Abtreibung ist, verpflichtet wird, das Kind ab Geburt großzuziehen (Mutter zahlt Unterhalt und Vater entschädigt anteilig für Nachteile von Schwangerschaft und Geburt).

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Das wäre eine Möglichkeit. Mit dem Sorgerecht (Aufziehen) und dem Unterhalt.
Die „Entschädigung“ finde ich etwas diskussionswürdig. Wie hoch? Warum? Für was genau?

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Wäre deutlich besser als Abtreibung.

Uwe
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Wie kann ein Atheist*in ein Werurteil über moralisch besser/schlechter fällen?

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Uwe

???
Durch Moral und die Aufklärung? Da war dieser Typ.
Ey! Manuel can’t.

Zu behaupten, AtheistInnen könnten in solchen Fällen nicht moralisch handeln.. Ich kann auch unterstellen, die Kirche will nur Ungläubige töten, Hexen verbrennen und Wechselbälger ersäufen -__-

Uwe
1 Monat zuvor
Antwortet  RainerZufall

Klar können sie das: Sie sind aber üblicherweise Utilitaristen und die lehnen Abtreibung eher nicht ab (Peter Singer). Auch weil das einzige (nichttheistische) Argument dagegen , das Potentialargument ziemlich mau ist.

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Uwe

Wir werden uns hier nicht einig. Meiner Meinung nach hat die persönliche Religiösität nichts der Abtreibung direkt zu tun.
Müssen uns jedes Mal schockiert zeigen, wenn religiöse Menschen oder deren Verwandten „unerwartet“ abtreiben, meiner Meinung nach zeigt dies aber eher, dass es sich hier eben nicht um ein religiöses Thema handelt, sobald es jemanden selbst betrifft. Als UnbetroffeneR andere zu bevormunden andererseits… 😉

Sternschnuppe
1 Monat zuvor
Antwortet  Uwe

Einer, der meint, er ist der Einzige, der die richtige Antwort kennt.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Wieviele Väter würden das denn tun? Ich fürchte, die meisten würden dann doch der Abtreibung zustimmen. aber ich lasse mich gern vom Gegenteil überzeugen.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Warum muss die Frau in diesem Fall dann die Schwangerschaft durchmachen? Weil der Mann das so will?

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Warum muss Mann Unterhalt zahlen, falls dieser das/ein Kind gar nicht wollte und Frau es schon?
[Einfach mal als Frage/Gedankengang]

So ähnlich – natürlich nicht gleich – die Antwort wahrscheinlich dann auf Ihre Frage?

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Wie viele Kinder betrifft dies prozentual pro Jahr? Valide Zahlen bitte – wir brauchen nicht über nicht existente Probleme diskutieren.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Wieviele Frauen müssen die Schwangerschaft durchmachen, obwohl sie das nicht wollen? Bitte valide Zahlen.
Wenn es „wenige“ sind, dann brauchen wir über das nicht existente Problem nicht zu diskutieren.
Hoffe Sie merken, dass das Quatsch ist, oder?

Natürlich gibt es „den Fall“ durchaus recht häufig – v. A. wenn man Dunkelziffern mit berücksichtigt. Hier bspw. Als „der Mann verdrückt sich doch eh“, „Mann zahlt oft keinen Unterhalt“ usw. mit bedenkt.
Daher können wir das durchaus hier diskutieren.
Wenn Sie das nicht wollen – kein Problem. Das ist in Ordnung. Aber als Diskussionsanreiz finde ich das nicht unrealistisch.
Ich kann es eigentlich nicht verstehen, wie man da auf „statistische Zahlen“ kommt … Das Leben zeigt hierfür genug Alltagbezug und -relevanz.
Themen und Diskussionen dazu gibt es doch einige.

Und gerade wenn das ein „nicht existente Problem“ ist/wäre, dann wäre eine solche Regelung kein Nachteil und gar kein Problem. Oder vielleicht schon? Warum dann? Also wäre das okay, wenn Mann dann nichts zahlen müsste? Warum nicht? Warum schon?

In nehme trotzdem mal zwei Links/“Quellen“, die eigentlich schon zeigen, dass es durchaus ein Thema sein kann und ist.
https://de.statista.com/themen/267/abtreibung/#topicOverview
https://www.derstandard.de/story/3000000186111/schwangerschaftsabbruch-sollen-maenner-mitreden-duerfen

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Für „Elternteil zahlt keinen Unterhalt“ gibt als Mindestzahl die Kennziffer Unterhaltsvorschuss – den erhalten um die 800.000 Kinder pro Jahr.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Was eben für die Diskussion sprechen würde/könnte. Darum ging es mir.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

„ Wieviele Frauen müssen die Schwangerschaft durchmachen, obwohl sie das nicht wollen? Bitte valide Zahlen.
Wenn es „wenige“ sind, dann brauchen wir über das nicht existente Problem nicht zu diskutieren.“
In der jetzigen Gesetzeslage diskutieren wir darüber auch nicht, da Frau das Recht (wenn auch immer schwerer die Möglichkeit) hat, eine ungewollte Schwangerschaft innerhalb bestimmter gesetzlicher Vorgaben straffrei zu beenden. Es geht in der öffentlichen Diskussion und in den Vorschlägen der Expertenkommission darum, die generelle Strafbarkeit eines Abbruchs aus dem Gesetz zu streichen. Hardliner allerdings finden jegliche Gesetze, welche Schwangerschaftsabbrüche ermöglichen, falsch. Ein Gesetz, welches Abbrüche verbietet, würde dazu führen, dass Grauen gegen ihren Willen eine Schwangerschaft durchmachen müssen. Darum ging’s.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Sehe ich nicht anders. Das ist eine Sache zum Thema. Abtreibungen sollten meiner Meinung nach weiterhin möglich sein. Man sollte sogar dafür direkt werben dürfen und die Informationen dazu mehr darlegen. Als „Tabuthema“ sollte dies nicht gelten.
Das war allerdings nicht mein Punkt. Mein Punkt bezog sich auf die „Gleichstellung“ und „mögliche Mitentscheidung“ – im Gegenzug zur Mitverantwortung. Also um die Rechte und Pflichten zwischen Mann – Frau – Kind (grob ausgedrückt).

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

@Bla/@Mika
und da haben wir das Dilemma! Zum Kindermachen gehören immer zwei und zum Kindergroßziehen?

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Genau, das ist eher mein Punkt. Die Verantwortungen und Entscheidungen – sowie Pflichten und Rechte. Dazu der gesetzliche Rahmen.

Uwe
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Nein weil ALX irgendwie fühlt das das voll knorke wäre

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Männer haben absolut kein Mitspracherecht bezüglich Abtreibung? Sehe ich komplett anders: wer hat den 218 ins Gesetz gebracht? Männer! Wer stellt auch heute noch die Mehrheit im gesetzgebenden Parlament? Männer! Wäre das anders, gäbe es den 218 schon lang nicht mehr in der jetzigen Form!

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

In der Partnerschaft haben Männer bezüglich der Abtreibung kein Entscheidungsrecht und auch juristisch nicht, daran ändert Ihre Einlassung nichts.

Zum zweiten Punkt:
Frauen stellen die Mehrheit der Bevölkerung dar und haben seit über 100 Jahren Wahlrecht.
Sie dürfen frei wählen und auch Parteien gründen.
Wenn Sie das Gesetz ändern wollen, dann engagieren Sie sich doch politisch.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Dann fragen Sie doch mal in den Parteien, Konzernen, Betrieben, Unternehmen, warum Entscheiderpositionen immer noch vorrangig von Männern besetzt sind. Hat was mit existierenden Netzwerken zu tun. Und obwohl das nichts zur Sache tut: ich engagiere mich schon lange in der Politik.
Die deutliche Mehrheit der Bundesbürger ist übrigens für die Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen.
https://www.n-tv.de/der_tag/Deutliche-Mehrheit-ist-fuer-Straffreiheit-bei-Abtreibungen-article24874211.html

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Die Alte Leier. Nach 16 Jahren Kanzlerin ist der Drops etwas ausgelutscht.

Dass die Politik gegen die Mehrheitsmeinung handelt ist nicht gerade unüblich.
Selbst wenn der Fall einträte, dass ein Gesetz erlassen würde, hieße das nicht, dass es richtig ist.
Es gibt tatsächlich Länder in denen Gesetze gelten, bei denen sich uns die Nackenhaare sträuben. Natürlich auch mehrheitlich getragen.

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Da habe ich nicht klar genug aufgezeigt, dass es sich um 2 Argumente handelt.

Argument 1:
Wenn Sie die letzten Jahren in Deutschland aktuelle Umfragen und politische Entscheidungen verfolgt haben, sollte Ihnen aufgefallen sein, dass dabei durchaus Entscheidungen fielen, die nicht mehrheitlich getragen waren, also der Mehrheitsmeinung entgegen laufen.

Argument 2:
Ein Gesetz muss selbst dann nicht moralisch vertretbar sein, wenn die Mehrheit dafür ist und es so entschieden wurde.
So wie z.B. Gesetze bezüglich Strafen für Homosexuelle.

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Und ich habe das Gegenteil behauptet?

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Und doch haben Sie es selbst bestätigt.

„Ob die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger laut Meinungsumfragen gerade mal dafür ist, auch nicht. Entscheidend ist, ob es im zuständigen Parlament eine Mehrheit findet. Und ob es mit den Grundgesetz vereinbar ist. Darüber wachen die Landesverfassungsgerichte und das Bundesverfassungsgericht“

Welches entschieden hat, dass auch Embryonen Menschenrechte haben.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Bitte den Link zum Urteil! Danke, Mika

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Moral ist ein gesellschaftliches Konstrukt. Die Gesellschaft und damit in demokratischen Staaten die Mehrheit der wählenden Bevölkerung entscheidet also, was moralisch ist und was nicht. Und ja, Moralvorstellungen sind unterschiedlich. Die Kategorien „richtig“ und „falsch“ werden damit je nach Moralvorstellung unterschiedlich definiert.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Stimmt.
Ich bin auch für die Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen. Trotzdem kann man sich doch die obigen Fragen stellen in Bezug auf „Gleichheit“, „Gleichberechtigung“ usw. – v. A. Wenn das Argument der „Gleichberechtigung“ immer wieder kommt.

Makkaroni
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Ich hoffe von ganzem Herzen, Sie sind nicht Vater eines Mädchens.
Sollten Sie Vater eines Jungen sein, hoffe ich, Sie führen eine ernsthafte und multiperspektivische Debatte mit ihm über Verhütung.
Sollten Sie gar keine Kunder haben, hoffe ich, Sie sind nicht Biolehrer.
Wenn alles das nicht zutrifft ist alles gut.

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Makkaroni

Was ist denn Ihr Argument dafür, abzutreiben?

Ich habe an der Universität Embryologie belegt und Föten in unterschiedlichen Stadien als Präparat gesehen, ich weiß, wie das Leben der Embryonen und Föten beendet wird und habe daher eine klare Meinung zu dem Thema.

Ich habe Kinder, bin sehr froh darüber und ich werde Ihnen auch beibringen, Leben zu achten.

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Interessant. Mein Vorschlag: lebenslanges Sorgerecht für Väter.
Wenn der Vater eine Abtreibung wünscht, muss die Frau zustimmen (und sich das Sorgerecht lebenslang teilen) oder ablehnen und das Kind gehört rechtlich zum Vater.
Wie viele Männer würden dies fordern, frage ich mich?

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  RainerZufall

Das macht keinen Sinn. Wenn der Vater sich eine Abtreibung wünscht und die Frau einer Abtreibung zustimmt, kann man sich das Sorgerecht nicht mehr teilen, weil es kein Kind mehr gibt.

Oder wollen Sie einfach durch die Hintertür allen Frauen das Sorgerecht entziehen?

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Im Gegenteil. In diesem Beispiel würde ich es allen Vätern aufdrücken 😉
Ich meine, die Frau verlor bereits immens viel Kraft und Zeit, dann können die Partner doch schmerzfrei ein paar Jahre einspringen.
Wie laut wäre plötzlich der Schrei nach Abtreibungen…

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  RainerZufall

Ne, das Beispiel macht keinen Sinn.
Lebenslanges Sorgerecht der Väter – ok.
Frau muss abtreiben, wenn Vater das möchte – ok.
Hier wäre es dann allerdings aus.

Warum sollte Frau denn das dann ablehnen dürfen?
Warum sollte Frau das auch ablehnen dürfen und dem Vater „aufdrücken“ können?
Und ja, Sie würden zugleich der Mutter das gesamte Sorgerecht nehmen… Ob da viele Mütter begeistert wären bin ich mir auch nicht so sicher.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  RainerZufall

Sofern dann Frau auch genau so zahlt wie Mann – faire Regelung, finde ich.

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Klingt gut. Frauen kaufen sich raus (oder auch nicht) und die Männer müssen erziehen. Werden nicht so wenige unterschreiben 😉

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  RainerZufall

Und Frau muss abtreiben, wenn Mann das will … Hm, da wäre das Geschrei sehr groß. Ich bin mir sicher, auch von Ihnen.

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

In meinem Beispiel nicht, aber Sie gehen am meinem eigentlichen Punkt vorbei: bei entsprechenden Folgen/ echter Konsequenzen für die Väter würde sich meiner Meinung nach einiges bei der Diskussion bewegen:
Ich will bei Weitem nicht die Väter vorverurteilen, ich sehe nur ein rechtliches Ungleichgewicht, dass bei einer Schwangerschaft die Männer in ihrer Lebensplanung geringer eingeschränkt als die Mütter.

Uwe
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Die Art und Weise, wie Sie das ausgedrückt haben, enthält in meiner Wahrnehmung eine Wertung des Fakts und des Verhaltens der Frauen – und zwar als leichtfertig (Überraschungsei und so). „

Es geht um die ART der Wertung. Sie sollten dringend sinnentnehmendes Lesen üben. Wird im siebten Schuljahr unterrichtet.

Schotti
1 Monat zuvor

Bei dem Thema ist mir viel zu viel Moralapostelei im Spiel. Ich lese hier von verantwortungslosen Männern, Frauen, die leichtfertig GV haben und Kindern, die getötet werden. Meine Güte, kommt mal runter.

Ich würde den ganzen Bereich Sex, Verhütung, Schwangerschaft und Abbruch liberalisieren. Gerne auch Sendungen im Öffentlichen Rundfunk dazu, auf wissenschaftlicher Basis natürlich.

Verhütungsmittel sollten von den Krankenkassen bezahlt werden, vor allem Kondome, denn die schützen auch vor teuren Folgeerkrankungen. Es brauchen ja keine 1000 Stück sein, aber eine 100er Packung pro Jahr kostet jetzt nicht die Welt. Dafür könnte man die Kostenübernahme für homöopathische Arzneimittel und ähnlichen Quatsch streichen.

Wenn jemand chronisch krank ist, z. B. Diabetes oder eine Schilddrüsekrankheit hat und nicht mehr richtig kann, dann sollte die Krankenkasse auch Viagra erstatten. Gönnt den Leuten mal was. Außerdem ist Sex so gesund wie Sport.

Ich bin ja auch dafür, dass Menschen mit Einschränkungen leichteren Zugang zu Sexualbegleiterinnen bekommen. Ist auch eine Form der gesellschaftlichen Teilhabe.

RainerZufall
1 Monat zuvor

Ich bin mir nicht sicher, wie schlecht die Aufklärung zu den letzten Jahrzehnten sein soll und inwiefern dies auf „schlechtere Aufklärung“ zurückzuführen ist…
Ist es gute Aufklärung, wenn niemand abtreiben muss? K.A.

Wir sollten vielleicht diese Situation von dem Recht auf Abtreibung lösen. Ganz anderes Gewässer und sehr weit von den SchülerInnen entfernt.
Bspw. wann beginnt Leben? etc.

Besseranonym
1 Monat zuvor

Vielleicht, lassen sich ja zukünftig Abbrüche durch TRACKING vermeiden
( gibt auch schon Ähnliches, keine Werbung, geht mir um die Verständlichkeit )

https://helloclue.com/de/artikel/geschlechtergleichstellung/warum-sind-frauen-und-menschen-mit-zyklus-in-der-gesundheitsforschung-unterrepraesentiert

https://helloclue.com/de/artikel/ueber-clue/wissenschaftliche-forschung-bei-clue

……und es wird immer eine Frage der Ethik bleiben.
……und es werden trotz allen Entscheidungshilfen viele Frauen (und Männer) unter ihrer Entscheidung sooderso leiden, egal was Gesetze ermöglichen.
……und Abbrüche können auch medizinisch schief gehen ( z.B. weitere Schwangerschaften erschweren )
……und….

PS: Und überhaupt finde ich das Wort Zellklumpen/Haufen furchtbar. Es bringt für die Entscheidung für/gegen einen Abbruch keinerlei Vorteile!

Sternschnuppe
1 Monat zuvor
Antwortet  Besseranonym

Ihre Meinung. Wissenschaftlich gibt es andere Meinungen. Entscheidend ist, die Frau hat das Recht, über ihren Körper selbst zu entscheiden. Sie ist weder Gebärmaschine noch Brutkasten. Die Ethikfrage ist eine religiöse Frage. Religion hat noch nie was Gutes gebracht. Muss man nur die Geschichte betrachten. Wenn Tiere getötet werden, gibt es auch von vielen keinen Aufschrei. Für mich ist das eine Doppelmoral. In vielen Ländern ist das schon lange kein Problem mehr, aber Deutschland tut sich wieder schwer. Warum wundert mich das nicht.

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Sternschnuppe

Nanana, warum sooo aggressiv ?
Wenn Sie schon von Tierversuchen sprechen, sollten Sie eigentlich wissen, was > Metaethik ist.

“ Eine der zentralen Debatten innerhalb der analytischen
Metaethik betrifft die Semantik dessen, was tatsächlich passiert, wenn Menschen moralische Aussagen machen wie
„ Abtreibung ist moralisch falsch “ oder „In den Krieg zu ziehen ist niemals moralisch gerechtfertigt“. Die metaethische Frage ist nicht unbedingt, ob solche Aussagen selbst wahr oder falsch sind, …“ aus

https://iep.utm.edu/metaethi/

Sternschnuppe
1 Monat zuvor
Antwortet  Besseranonym

Ich habe nicht von Tierversuchen gesprochen, aber egal. Für mich ist entscheidend, dass man Frauen das Recht abspricht, eigenständig und verantwortungsvoll entscheiden zu können. Da muss man auch nur einen Blick in die Geschichte werfen. Mit welchem Recht und mit welcher Begründung? Und ich hoffe sehr, dass weiter für die Abschaffung des Paragraphens gekämpft wird. Wie man in anderen Ländern sieht, führt das nicht zu mehr Abtreibungen.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Sternschnuppe

Ethik ist die Lehre der Moral.
Hat eigentlich mit Religion per se erstmal wenig zu tun. Sollte man auch trennen.
Es gibt ethische Fragen der Religion gegenüber. Die Religion bedient sich auch ethischen Fragen. Aber Religion und Ethik unter einen Kamm zu scheren ist nicht sonderlich wissenschaftlich.

Sternschnuppe
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Wie schon gesagt, mir geht es um das eigentliche Problem. Frauen müssen das selbst entscheiden können. Es ist ihre individuelle Entscheidung und das muss sie mit ihrem Gewissrn ausmachen und nicht mit Wertevorstellungen der Gesellschaft oder Institutionen.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Sternschnuppe

Richtig. Zudem hinterfrage ich einfach die Mitbestimmung beider Elternteile. Die muss auch gar nicht „Gleich“ sein. Es ist der Körper der Frau. Allerdings die potentielle Verantwortung beider Teile.
Als (heruntergebrochenes) Beispiel:
– Frau will Kind und Mann auch: Passt, Kind bekommen
Bei Trennung – Sorgerecht klären – Unterhalt zahlen
– Frau will Kind nicht und Mann auch nicht:
Abtreibung, Kind nicht bekommen
Oder – Abgeben, Kind bekommen und zur Adoption frei geben
Oder – Behalten, Kind bekommen und sich drum kümmern
– Frau will Kind und Mann nicht:
-> Einigung?
-> Trennung: Frau bekommt Kind, Mann zahlt Unterhalt (HIER ist dann die Frage: Warum?) [Darum geht’s mir als Diskurs]
– Frau will Kind nicht und Mann schon:
-> Einigung?
-> Abtreibung? (Weil Körper der Frau – aber Mann dann keine Mitsprache – hier wäre ein „Verpflichtungsrecht“ ggf. möglich/denkbar?) [Darum geht es mir als Diskurs]
-> Frau bekommt Kind – Sorgerecht klären (bspw. Mann) – Unterhalt? [Darum geht es mir als Diskurs]

Ansonsten brauchen wir bitte nicht (mehr) von Gleichberechtigung, Gleichstellung und dergleichen sprechen … Das Argument kommt allerdings immer wieder in solchen Diskussionen. Leider oft einseitig.
[Mein obiges Cherry-Picking]

Sternschnuppe
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Ich bin anderer Meinung, aber akzeptiere Ihren Standpunkt. Warum soll die Frau ein Kind austragen, was sie nicht will? Sie muss das Recht der Entscheidung haben, da eine Schwangerschaft einen Belastung ihres Körpers darstellt.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Sternschnuppe

Dürfen Sie natürlich sein. Das forder und fördert schließlich auch eine Diskussion.
Das „soll“ steht natürlich zur Diskussion und kann verschieden betrachtet werden. Ich bin gegen eine „Schwangsschwangerschaft“.
Trotzdem stellt sich die Frage nach der „Gleichstellung“. Wenn man sagt: Ne, die gibt es einfach nicht, da Frau und körperliche Belastung … Okey, dann aber nicht mit dem Argument immer eine „Gleichheit Mann-Frau“ argumentieren. [NICHT auf Sie bezogen, sondern allgemein]
Die gibt es nämlich nicht – wird allerdings häufig gemacht. Das wäre dann eben bspw. ein Teilaspekt des „Cherry-Pickings“ für mich.
Grundlegend sollte man sich dann die Frage stellen, warum Frau das komplett selbst/alleine entscheiden soll und darf. Rein wegen der körperlichen Belastung? Wäre ein Grund. Zumindest, wenn sie sich dagegen entscheidet.
Dann bleibt trotzdem noch die „Gegenseite“ (Frau will, Mann nicht) bestehen, warum Mann bspw. Unterhalt zahlen soll/muss, wenn er das Kind nicht will/wollte und die Frau gegen des Mannes Willen es trotzdem bekommt/bekam. Theoretisch kann die Frau auch ohne Unterhalt das Kind dann groß ziehen – sie war bzw. ist ja auch entscheidungstragend.
Also: Warum „dürfen“ nicht beide dann „abtreiben“?
[Falls Frau dann trotzdem will, Mann aber nicht -> dann ohne Unterhalt. Falls Mann will, Frau aber nicht – dann Abtreibung, da körperliche Belastung auf Seite der Frau als Argument.]
Soll jetzt gar keine ethische oder emotionale Wertung darstellen. Rein logisch mal betrachtet …

Klar können wir auch zusätzlich den emotionalen, den sozialen, den ethischen/moralischen und den gesetzlichen Aspekt jeweils mit reinbringen.

Sternschnuppe
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Weil nun mal die Frau das Kind zur Welt bringt, es in ihrem Körper wächst und sie diese Belastung hat und nicht der Mann. Warum gehen Dinge in anderen Ländern und in Deutschland wird das jedes Mal zu einer riesen Debatte. Warum haben Männer in anderen Ländern damit kein Problem. Ich verstehe es einfach nicht.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Sternschnuppe

Geht nicht auf mein Kommentar ein. Warum sollten dann Männer zahlen müssen, welche das Kind nicht wollen – die Frau aber will?

Uwe
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Männer müssen sogar Unterhalt zahlen wenn sie von einer Frau vergewaltigt werden und es zu einer Schwangerschaft kommt. Der Grund ist einfach: Der Unterhalt ist weder für den Mann noch für die frau sondern für das Kind.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Sternschnuppe

Gegen Zwangsschwangerschaft*

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Besseranonym

Bringt der Begriff „Zellklumpen“ denn Nachteile?

Der Begriff beschreibt immerhin zutreffend, dass ein Fötus und über viele Wochen hinweg mit einem „fertigen“ menschlichen Wesen wenig zu tun hat.

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Weil die wenigsten im Zygoten- „Zellklumpen“ – Stadium abtreiben.
Sehen Sie im embryonalen, fetalen Stadium einen “ Klumpen“ ?

https://www.elsevier-data.de/rochelexikon5a/pics/p09522.000-1.html

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Besseranonym

Verstehe ich das Bild richtig, dass der Mensch nach der 10. Schwangeschaftswoche im Prinzip fertig entwickelt ist und nur noch wachsen muss?

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Nachfolgend eine sehr gut verständliche kleine Entwicklungsgeschichte

https://www.helios-gesundheit.de/magazin/news/03/schwangerschaftswochen/

🙂 und nicht vergessen: Für eine gute Entwicklung brauchts eine ausgewogene! möglichst vollwertige! Ernährung.