PIRMASENS. An einem Gymnasium im rheinland-pfälzischen Pirmasens hat es einen Streit zwischen einem Lehrer und einem 13-jährigen Schüler gegeben, der dann auch körperlich ausgetragen wurde. Nach Angaben der Polizei wurde der Schüler leicht verletzt.
Laut Polizei stritten sich Schüler und Lehrer erst mit Worten, später sei es zu „Handgreiflichkeiten“ gekommen. Die Polizei ermittelt jetzt, was genau dort passiert ist und warum. Der Fall wird in den Sozialen Medien umfangreich diskutiert. Die Schule wollte sich nicht zu dem Vorfall äußern, wie der SWR berichtet. Sie verwies an die Aufsichtsbehörde ADD.
Diese bestätigte, dass es den Streit gegeben habe. Der Sachverhalt werde untersucht – beide Seiten könnten sich jetzt dazu äußern. Außerdem werde noch in dieser Woche ein Gespräch des Lehrers mit der Schulaufsicht stattfinden. „Die Lehrkraft wurde mit anderen Aufgaben betraut“ – heißt dann wohl, dass er vorerst nicht unterrichtet. Der genaue Geschehensablauf und die Hintergründe der Auseinandersetzung sind auch Gegenstand der andauernden Ermittlungen der Polizei.
Nach Aussage der Mutter des Schülers war es, wie „Die Rheinpfalz“ berichtet, während des Unterrichts zu „Meinungsverschiedenheiten“ zwischen dem Schüler und dem Lehrer gekommen. In deren Verlauf sei ihr Sohn vor die Tür geschickt und beim Hinausgehen vom Lehrer mit einem Tritt ins Gesäß traktiert worden.
„Wir überlegen uns, ob er überhaupt nochmal auf diese Schule gehen soll“
Als Reaktion auf den Tritt habe der Schüler sein Mäppchen nach dem Lehrer geworfen – daraufhin sei die Situation eskaliert: Der Lehrer sei mit vor die Tür gekommen und habe dort den Schüler mit dem Hinterkopf mehrfach gegen eine Steinwand geschlagen. Der Achtklässler habe dabei eine Platzwunde erlitten. Außerdem fänden sich Schwellungen an seinem Kopf, berichtete die Mutter weiter. Der Jugendliche habe im Krankenhaus behandelt werden müssen.
Die Frau habe inzwischen einen Anwalt eingeschaltet und sei auch bei der Polizei gewesen, um Anzeige zu erstatten. Diese Woche will die Mutter ihren Sohn nicht mehr in die Schule lassen. „Das war ja nicht das erste Mal. So Sachen passieren da öfter“, behauptet die Frau. „Wir überlegen uns, ob er überhaupt nochmal auf diese Schule gehen soll.“
Nach Angaben der Behörde war der Lehrer zuvor noch nie handgreiflich gewesen. Allerdings habe es laut ADD schon länger Unstimmigkeiten zwischen dem Lehrer und Schülern wegen seiner Unterrichtsgestaltung gegeben. Weitere Auskünfte will die ADD laut SWR erst machen, wenn die Ermittlungen abgeschlossen sind. News4teachers
