
Weitere 6.034 Mädchen und Jungen schafften die Mittlere Reife. 5.034 bestanden die Prüfungen zum Abitur oder zur Fachhochschulreife. Sie haben damit die Berechtigung zur Aufnahme eines Hochschulstudiums.
Fast jeder Fünfte scheitert in der Berufsschule
An der Berufsschule scheitern in MV noch einmal deutlich mehr Jugendliche als an der allgemeinbildenden Schule. In diesem Jahr schafften laut Statistik-Amt 2.140 Mädchen und Jungen den Abschluss nicht. Das sind 18,6 Prozent aller 11.485 Berufsschulabgänger. Sie erhielten lediglich ein Abgangszeugnis. Damit haben sie keinen Berufsabschluss.
Wie das Amt weiter mitteilte, erwarben dieses Jahr 608 Jugendliche an der Berufsschule nachträglich die Berufsreife. In der Regel tun sie dies im Rahmen eines berufsvorbereitenden Jahrs. An den Berufsschulen fällt viel Unterricht aus. Im Schuljahr 2023/24 konnten laut Bildungsministerium an den Berufsschulen in öffentlicher Trägerschaft 7,6 Prozent aller Unterrichtsstunden nicht gegeben werden. An den allgemeinbildenden Schulen in öffentlicher Trägerschaft waren es 3,3 Prozent. News4teachers
“Sie erhielten lediglich ein Abgangszeugnis. Damit haben sie keinen Berufsabschluss.”
Ist das in MVP tatsächlich so, dass man für den Berufsabschluss auch ein Abschlusszeugnis der Berufsschule braucht?
Kann ich mir kaum vorstellen. Finde den Text missverständlich. Wir haben in der Tat auch viele Schüler mit einem Abgangszeugnis. Das bekommen die Schülerinnen und Schüler schon mit einer 5. Viele davon schaffen aver natürlich trotzdem die IHK-Abschlussprüfung und haben so dennoch eine abgeschlossene Berufsausbildung.
Ich kann mir auch nicht vorstellen , dass das in MVP anders sein soll, denn BBiG Ausbildungsordungen und Kammerprüfungsordungen gelten meines Wissens für alle Bundesländer.
Wie sieht die Quote in Bundesländern wie Bayern oder Sachsen aus?
In Bayern im Schuljahr 23/24 6477 Schüler*innen ohne ESA allgemeinbildende Schule = 5,3%, im gleichen Jahr dann noch 3840 die einen ESA an einer beruflichen Schule erworben haben
“An der Berufsschule scheitern in MV noch einmal deutlich mehr Jugendliche als an der allgemeinbildenden Schule.”
Leider kenne ich das BK System in MV nicht, deshalb die Frage.
Wer scheitert da genau? Sind das die Jugendlichen in einer dualen Ausbildung? Oder sind das die in einer schulischen Ausbildung / Fachabi / Auffangklassen / Abi etc? Gibt es das in MV überhaupt so wie in NRW?
Vielleicht gibt es ja Kollegen im Forum.
Es hat aber auch jeder Zehnte einen IQ vom maximal 80. Daher wird man nicht jeden zum Hauptschulabschluss oder mehr bringen können.
Tja, wenn’s denn doch nur EIN Bundesland wäre..,
Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen (Spitzenreiter mit 17,6% SchulabgängerInnen ohne Abschluss), Hamburg, Hessen, Niedersachsen, NRW, RLP, Saarland, Sachsen – Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen – alle über 10% Schulabgänger ohne Abschluss (18 – 24Jährige). Die einzigen Länder, die keine Quote früher Schulabgänger ohne Abschluss (18 – 24Jährige) über 10% haben, sind Sachsen mit 9,3 und Bayern mit 10,0%.
https://www.statistikportal.de/de/nachhaltigkeit/ergebnisse/ziel-4-hochwertige-bildung/fruehe-schulabgaengerinnen-und-schulabgaenger
“alle über 10% Schulabgänger ohne Abschluss (18 – 24Jährige)”
Das sagen die Werte in der oben verlinkten Übersicht allerdings nicht aus, da in den Prozentzahlen ja auch Schulangänger mit Abschluss enthalten sind.
In meiner Verlinkung sind Schulabgänger OHNE Abschluss aufgeführt – siehe Tabellen.
Welche Prozentzahlen meinen Sie?
“Welche Prozentzahlen meinen Sie?”
Die Sie oben genannt haben. In diesen Zahlen wären ja z.T. auch junge Menschen enthalten, die eine Schule mit ESA oder MSA abgeschlpssen haben.
??? Schulabgänger ohne Abschluss: jemand verlässt die Schule ohne Abschluss. Wenn derjenige den ESA oder MSA hat, gehört er nicht zu dieser Gruppe – das sind dann Schulabgänger MIT Abschluss.
Wenn Sie Schulabgänger ohne ESA meinen , dann sollten Sie m.M. nicht auf Daten verlinken und Prozentsätze nennen, in denen auch Schulabgänger mit ESA uind MSA enthalten sind oder auch junge Menschen, die keine Schule in DE besucht haben. .
Wie kommen Sie darauf, dass in den Datensätzen Schulabgänger mit MSA oder ESA enthalten sind? Menschen, die keine Schule in D besucht haben, sind selbstverständlich nicht in diesen Datensätzen enthalten, da sie nicht zur Gruppe „Schulabgänger“ gehören.
“Wie kommen Sie darauf, dass in den Datensätzen Schulabgänger mit MSA oder ESA enthalten sind?”
Weil ich mich beruflich bedingt häufig mit Statistiken beschäftige und mich deshalb auch informiere was, wie, wann erhoben wurde, wie sich Grundgesamtheit und Stichproben zusammensetzen , wie bestimmte Begriffe definiert werden usw.
Dann legen Sie doch bitte konkret anhand der von mir verlinkten Quelle dar, warum dort entgegen der dort getätigten Angaben in den Zahlen Menschen mit Schulabschluss enthalten sein sollten. Aus den mir vorliegenden Daten geht das nämlich nicht hervor, und ich lerne ja gern dazu.
Mit freundlichen Grüßen,
Mika
“und ich lerne ja gern dazu.”
Die Daten beziehen sich auf die frühen Schulabgänger laut destatis.de :
https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bildung-Forschung-Kultur/Bildungsindikatoren/frueher-schulabgang.html
Die Daten werden per Fragebogen über den Mikrozensus erhoben, also können auch Personen im Alter von 18 -24 Jahren in der Stichprobe sein, die nicht in DE zur Schule gegangen sind aber nach DE zugezogen sind..
Danke, jetzt ist alles klar.
Der Förderschulabschluss ist ein Schulabschluss und einige Ausbildungsberufe können die jungen Menschen auch ohne Schulabschluss beginnen.
Der Förderschulabschluss ist kein anerkannter Schulabschluss.
Das schreibt die Bundesagentur für Arbeit den Betroffenen:
“Du besuchst eine Förderschule, zum Beispiel eine mit dem Förderschwerpunkt Lernen. Hier kannst du einen Förderschulabschluss machen.
Deine Möglichkeiten: dich auf eine Ausbildung vorbereiten oder eine Ausbildung anstreben
Deine Chancen auf einen Ausbildungsplatz würden sich verbessern, wenn du den Hauptschulabschluss nachholst, zum Beispiel
im Berufsvorbereitungsjahr
in einer Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme (BvB)
an einer Volkshochschule.” Quelle: https://www.arbeitsagentur.de/bildung/berufe-und-wege/uebersicht-schulabschluesse
Im Klartext: Damit kann man eine Ausbildung “anstreben” – anstreben kann jeder alles.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
In Bayern erreichten im Jahr 2024 von 4.374 Abgängern an Förderschulen 2.870 Schüler*innen den Abschluss der Förderschule, 1.208 den ESA, 102 den MSA.
Im gleichen Jahr erzielten 2.329 Schüler*innen einen beruflichen Schulabschluss an einer Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung.
Mag sein, Graf Zahl. Herzliche Grüße Die Redaktion
Ändert nichts daran, dass ich der Meinung bin, dass 17mp29 recht hat und die Aussage:
“können nicht nahtlos eine Berufsausbildung beginnen. Dazu braucht es mindestens die Berufsreife.”
nach meine Informationen ebenso falsch wäre wie :
“Sie erhielten lediglich ein Abgangszeugnis. Damit haben sie keinen Berufsabschluss.”
17mp2 hat teilweise recht: Einige Ausbildungen können auch ohne anerkannten Schulabschluss absolviert werden. Der erste Teil der Aussage ist falsch. Herzliche Grüße Die Redaktion
“Der Förderschulabschluss ist ein Schulabschluss”
Warum sollte diese Aussage falsch sein?
Diese Schüler*innen hätten ja sogar ein Abschlusszeugnis vorzuweisen, mit dem sie den Schulabschluss nachweisen könnten.
Sieh z.B. hier:
https://asv.kultus-bw.de/site/pbs-bw-rebrush2024/get/documents_E-2093354958/KULTUS.Dachmandant/KULTUS/Projekte/asv-bw/Zeugnisse/Zeugnis-Muster/SBBZ/Abschluss/zz_A_SBBZ_A_A4.pdf
Flasch wären wohl eher die Behauptungen im Artikel, dass man ohne berufsreife keien Berufsausbikdung beginnen könne oder mit Abgangszeugnis der Berufsschule keine Berufsabschluss hätte.
In Deutschland gibt es vier mögliche Schulabschlüsse:
Abitur (allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife)
Fachhochschulreife (allgemeine oder fachgebundene Fachhochschulreife)
Mittlerer Schulabschluss (Realschulabschluss und vergleichbare Schulabschlüsse)
Erster Schulabschluss und qualifizierender Hauptschulabschluss
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Schulabschluss
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Ich vertraue z.B. dem KM-Baden-Württemberg mehr als Wikipedia.
Aber das ist natürlich individuelle Ansichtssache.
Neben dem ESA gibt’s aber noch den EESA.
Also sind es fünf, weil fünf ist Trümpf.
Frag Rolf.
Mit einem “Reha-Schein” kann man z. B. beim CJD eine theoriereduzierte Ausbildung ohne vorherigen Schulabschluss beginnen, so zumindest mein aktueller Wissensstand. Allerdings tut sich das Jobcenter schwer damit, die müssen erst bei verschiedenen Stellen nachfragen. Alles nicht so einfach in DE. Die erschienenen Ämter blicken selbst nicht durch, so mein Eindruck.
Nun den wenigsten sind doch auch die Voraussetzungen und Unterschiede zwischen Kfz-Servicemechaniker und Kfz-Mechatroniker oder Verkäufer und Kaufmann/frau im Einzelhandel klar.
Auja, meine Erfahrungen mit dem Jobcenter (wegen meiner Flüchtlinge) sind interessant. Man kommt mit Ideen hin und erfährt dann was alles nicht geht, welche Formulare man noch braucht … aber Vorschläge von denen, was, wo alles möglich wäre … Wie soll das jemand bewältigen, der die deutsche Bürokratie nicht kennt, noch Probleme mit der Sprache hat …? Und dann heißt es, die Flüchtlinge wollen ja gar nicht arbeiten. Vielen, die arbeiten und lernen wollen werden aber ständig Steine in den Weg gelegt.
Wenn jemand behaupten würde, dass man ohne ESA keinen Ausbildungsberuf erlernen könne oder ein Abgangszeugnis der Berufsschule würde bedeuten, dass kein Berufsabschluss erreicht wurde, müsste man wohl annehmen, dass da größere Wissenslücken in puncto duales System der Berufsausbildung bestehen müssten.
Für viele Ausbildungsberufe im dualen System wäre ein fehlender Schulabschluss keine Hindernis ein Ausbildungverhälnis eingehen zu können. Wenn Ausbildender und Auszubildender sich einig sind, wird die Kammer das auch genehmigen:
https://ihk-ausbildungsscouts.de/scouts-berichten/detail/ausbildung-machen-ohne-schulabschluss-so-klappts
Danke! Sehe ich mir mal an.
Ja, kann ich nur bestätigen.
Danke, dann sind wir vermutlich schon zwei, die die Aussage skeptisch sehen, dass in MVP ohne ESA angeblich keine Berufsausbildung möglich wäre und ein Abgangszeugnis der Berufsschule = “kein Berufsabschluss” bedeuten würde.
Also es sind nicht nur einige wenige Ausbildung. Im Handwerk und bei den Verkäufern haben wir regelmäßig Leute sitzen, die beispielsweise das BVJ nicht geschafft haben.
@Redaktion
Ist es euer eigener Anspruch, solche Clickbait-Überschriften zu erzeugen bzw. zu nutzen? Statt „… in einem Bundesland“ sollte hier „Mecklenburg-Vorpommern“ stehen
Wir sind ein Bildungsmagazin, das den Fokus auf ganz Deutschland richtet – kein Regionalmagazin. Die Nachricht ist, dass es jetzt ein Bundesland gibt, das bei den Schulabbrechern die extrem schlimme Zehn-Prozent-Marke geknackt hat. Welches Bundesland das ist, ist dabei zunächst mal zweitrangig.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
In der Nachricht steht allerdings auch, dass man in MVP ohne Berufsreife angeblich keine Berufsausbildung beginnen könne und dass man mit einem Abgangszeignis der Berufsschule in MVP angeblich keinen Berufsabschluss hätte.