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Fehlende Gymnasial-Empfehlung: Versucht, Lehrerin zu bestechen? Anzeige gegen Eltern

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MSTETTEN. Mit Bargeld und Blumen sollen Eltern versucht haben, eine Lehrerin zu bestechen. Die blieb aber standhaft – und erstattete Anzeige. 

Nein, danke. (Symbolbild.) Foto: Shutterstock

Der Ehrgeiz mancher Eltern kennt keine Grenzen: An einer Grundschule in Amstetten im baden-württembergischen Alb-Donau-Kreis sollen Eltern versucht haben, eine Lehrerin mit Blumen und Bargeld zu bestechen. Demnach hatte die Lehrerin wohl mehrfach keine Empfehlung für das Gymnasium einer Schülerin ausgesprochen. Um doch noch eine Empfehlung zu erhalten, sollen ihr die Eltern der Schülerin mehrmals ein Geschenk angeboten haben, wie die Polizei mitteilte. Dieses lehnte die Lehrkraft ab.

Die Eltern ließen jedoch nicht locker und hinterließen der Lehrerin sogar einen vierstelligen Geldbetrag sowie Blumen, wie es hieß. Eine Empfehlung erhielt die Schülerin dennoch nicht. Die Eltern erhielten dafür eine Anzeige wegen des Verdachts der mutmaßlich versuchten Bestechung, so die Polizei. News4teachers / mit Material der dpa

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GraueMaus
2 Monate zuvor

Das ist ungeschickt. Besser ist es, eine Spende an den Freundeskreis der Schule in Aussicht zu stellen und die Schulleitung darüber vorab zu informieren.

Rainer Zufall
2 Monate zuvor
Antwortet  GraueMaus

Oder in die Politik gehen und das Schulsystem einfach auszuhebeln versuchen:
https://www.news4teachers.de/2026/01/afd-will-grundgesetz-aendern-um-schulpflicht-faktisch-abzuschaffen-antrag-abgelehnt/

PragerU, wir kommen! 😀

Rainer Zufall
2 Monate zuvor

Ach, das muss das viel zu durchlässige System sein, das Gymnasium angeblich flutet.
Aber vielleicht sind die anderen Kolleg*innen nur korrupt? 😛

Mondmatt
2 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Da würde ich nicht so laut lachen.

In unserem relativ kleinen Ort wurde eine Gruppe aus etwa 5 Schülern in der Grundschulklasse meines Sohns durch die Lehrerin stets extrem hervorgehoben und gelobt.

In Klasse 4 hatte mein Sohn nach der Feier vor den Weihnachtsferien ein wichtiges Buch unter der Bank im Klassensaal vergessen. Also wieder in die Schule.
Siehe da, auch die Mütter der erwähnten Kinder waren wieder da, obwohl sie die Schule mit mir und meinem Sohn nach Ende der Feier verlassen hatten.

Sie waren aber nicht allein da, auch die erwähnte Klassenlehrerin war da und mehrere große Geschenkkörbe und Pakete. Man konnte das Lehrerpult fast nicht mehr sehen.

Als dann die Empfehlungen anstanden erhielten diese Schüler dann auch eine Gymnasialempfehlung mit Sternchen und Sonderlob.
Mein Sohn blieb trotz gleichwertiger Noten ohne Empfehlung da die Lehrerin der Meinung war Gymnasium wäre einfach nichts für ihn.

Wir schickten ihn dann ohne Empfehlung ans Gymnasium.

In kleinen Orten behält man Leute aber gut im Blick. 4 der 5 hochgelobten Schüler mit Gymnasialempfehlung haben das Gymnasium vorzeitig verlassen. Mein Sohn ohne Empfehlung machte einen guten Abschluss und seht heute kurz vor dem Abschluss seines Studiums.

Gynasialempfehlungen sind seit dem für mich eine Lachnummer die man durch Tests ersetzen sollte.

dickebank
2 Monate zuvor
Antwortet  Mondmatt

Wer auf das Nummernkonto einzahlen, braucht keine Präsentkörbe. Man, sind die Leute am Dorf rückständig.

Hans Malz
2 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Lieber Bitcoins.

dickebank
2 Monate zuvor
Antwortet  Hans Malz

Also von Ihnen stammt die Forderung
“Bitte ein Bit!”

Aber lassen Sie sich kein “Drive” andienen, dass ist inhaltlich entkernt.

Dirk Z
2 Monate zuvor
Antwortet  Mondmatt

Vielleicht ist das ganze System auch einfach krank. Kinder können sich unterschiedlich entwickeln sowohl in die positive als auch negative Richtung. Ich kenne einen Fall, wo ein superschlauer Schüler ohne jegliche Probleme mit einer Gymnasialempfehlung dort hingegangen ist. Der fühlte sich dann auf dem Gymnasium massiv unterfordert und vieles war ihm einfach zu blöd. Hausaufgaben sind Zeitverschwendung, die Klassenarbeiten wurden mit guten Noten abgeliefert. Dennoch ist derjenige nachher nicht für das Abitur zugelassen worden, weil ihm mündliche Beteiligung usw. gefehlt haben. Für den wäre möglicherweise eine andere Schulform besser gewesen. Ehrlich verstehe ich diesen Hype für das Gymnasium nicht. Wer sich gut entwickelt, kann sich auch in anderen Schulformen hocharbeiten. Wenn das Gymnasium allmählich zur Regelschule verkommt, dann ist dort die Wertigkeit auch raus. Vielleicht war von der Struktur her das DDR-Bildungssystem doch besser (mit Ausnahme der politischen Seite) auch weil die Kinder nicht von Anfang an bestimmte Richtungen gebunden waren.

unfassbar
2 Monate zuvor
Antwortet  Dirk Z

… und in der Oberstufe richtig gefordert worden. Nach Ihren Schilderungen würde ich den Schüler als hochbegabt mit Inselbegabung und Asperger ansehen, dem der Schulstoff entweder viel zu einfach und daher trivial oder überflüssig erschien.

Hans Malz
2 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Vielleicht lesen die Eltern genau wenig sinnentnehmend, wie einige Foristen hier.

GBS-Mensch
2 Monate zuvor

Die hätten den vierstelligen Betrag wohl besser in einen Anwalt investiert.
Das ist zwar nicht weniger unsympathisch aber dafür legal und erfolgversprechender.

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