HANNOVER. Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne) hat mit ihren Plänen zur Neugestaltung der gymnasialen Oberstufe eine hitzige Debatte ausgelöst. Während die Reformvorschläge für die Qualifikationsphase in den Jahrgängen 12 und 13 vergleichsweise wenig umstritten sind, formiert sich gegen die vorgesehenen Änderungen in der Einführungsphase der Jahrgangsstufe 11 zunehmend Widerstand aus Schulen, Verbänden und Fachgesellschaften. Kritiker warnen vor einer Schwächung zentraler Bildungsbereiche – insbesondere der Fremdsprachen und der politischen Bildung.

Wie groß der Zündstoff ist, den die Reformpläne enthalten, zeigt eine Petition, die derzeit landesweit von Schulleitungen an Schulen verbreitet wird. Rund 8.500 Menschen haben die Petition bislang unterzeichnet. „Die Gefahr ist zum Greifen nah“, heißt es darin. „Den zweiten und dritten Fremdsprachen – Spanisch, Französisch, Latein, Altgriechisch, Italienisch, Russisch und einer Reihe anderer Sprachen – droht bei Umsetzung der geplanten Neugestaltung der Einführungsphase (Jahrgang 11) in der gymnasialen Oberstufe das Aus.“
Ursache sei die vorgesehene neue Stundentafel, die zweite und dritte Fremdsprachen dauerhaft in den Wahlpflichtbereich verlagere und damit die Belegverpflichtung abschaffe. „Somit steht die Zukunft der zweiten und dritten Fremdsprachen in der Sekundarstufe II in Niedersachsen auf dem Spiel“, heißt es weiter.
Über die Fremdsprachen hinaus formuliert die Petition grundsätzliche bildungspolitische Bedenken. Aufgrund der neuen Stundentafel sei zu befürchten, dass Schülerinnen und Schüler „nicht mehr in ausreichendem Maße vertiefend allgemeinbildend ausgebildet werden“. Dies könne dazu führen, dass sie „nicht mehr bundesweit wettbewerbsfähig“ seien und im Studium „massive Nachteile“ hätten.
„Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt“
Besonders betont wird der gesellschaftliche Wert des Fremdsprachenerwerbs: „Die fortgeführten Fremdsprachenunterrichte sind in der Oberstufe von hohem Anspruch und hoher Qualität und leisten einen gesellschaftspolitisch und zwischenmenschlich relevanten Beitrag zur Bildung Heranwachsender, auf den wir nicht verzichten dürfen.“ Künstliche Intelligenz könne diesen Aspekt nicht ersetzen. Als programmatisches Plädoyer zitiert die Petition Ludwig Wittgenstein: „Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“
Ausgangspunkt der Debatte ist ein vom Kultusministerium veröffentlichtes Eckpunktepapier zur Reform der gymnasialen Oberstufe. Julia Willie Hamburg hatte angekündigt, über die geplanten Änderungen „sehr offen und sehr transparent miteinander diskutieren“ zu wollen. Deshalb habe man das Papier veröffentlicht, erklärte die Ministerin laut Neuer Osnabrücker Zeitung (NOZ), „damit wir hier nicht aneinander vorbeiarbeiten und uns später womöglich über grundlegende Entscheidungen streiten“. Nach Berichten aus dem Umfeld des Ministeriums verliefen erste vertrauliche Gespräche mit Verbänden zunächst ohne größere Irritationen.
Tatsächlich gelten die Reformelemente für die Qualifikationsphase in den Jahrgängen 12 und 13 als weitgehend konsensfähig. Vorgesehen ist weiterhin ein Unterrichtsumfang von in der Regel 32 Wochenstunden. Auch die Zahl der fünf Abiturprüfungsfächer soll beibehalten werden. Allerdings sollen künftig zwei dieser Prüfungen – statt bislang einer – mündlich abgelegt werden. Ergänzend plant das Kultusministerium neue Prüfungsformate.
Der sogenannte „kombinierte Leistungsnachweis“ soll produktive und reflexive Elemente verbinden, etwa schriftliche Ausarbeitungen, Präsentationen oder mündliche Verteidigungen, auch in kooperativen Arbeitsformen. Zudem sind fächerübergreifende Angebote wie „Astrophysik“ oder „Biochemie“ vorgesehen.
„Das erste, was in der geplanten Stundentafel sofort auffällt: Die Fremdsprachen würden massiv beschnitten auf künftig nur noch eine Pflichtfremdsprache“
Ganz anders fällt die Bewertung der Pläne für die Einführungsphase der Jahrgangsstufe 11 aus. Zwar bleibt es auch künftig bei insgesamt 30 Wochenstunden, doch will das Kultusministerium davon nur noch 14 verbindlich festlegen. Diese Pflichtstunden sollen sich auf Mathematik, Deutsch, eine Fremdsprache, Sport sowie Religion oder Werte und Normen oder Philosophie verteilen; hinzu kommt eine Wochenstunde zur beruflichen Orientierung. Die verbleibenden 16 Wochenstunden sollen in zwei Wahlbereichen organisiert werden, in denen Schülerinnen und Schüler eigene Schwerpunkte setzen.
Besonders die Rolle der Fremdsprachen sorgt dabei für Kritik. Christian Löhr, Vorsitzender des niedersächsischen Altphilologenverbandes, sagte der NOZ: „Das erste, was in der geplanten Stundentafel sofort auffällt: Die Fremdsprachen würden massiv beschnitten auf künftig nur noch eine Pflichtfremdsprache.“ In dem Entwurf seien sie „ganz klar degradiert worden“. Bislang müssten Schülerinnen und Schüler in der Einführungsphase zwei Fremdsprachen belegen, künftig wäre nur noch eine verpflichtend. Löhr warnt davor, dass insbesondere anspruchsvollere Fächer wie Latein oder Altgriechisch dann kaum noch gewählt würden. Diese würden mit drei Wochenstunden unterrichtet und seien damit im Wahlbereich schwerer zu organisieren. Die Folge könnten ausfallende Kurse sein – mit langfristigen Auswirkungen bis ins Abitur.
Das Kultusministerium weist diese Befürchtungen zurück. Die Annahme, Schülerinnen und Schüler belegten Fremdsprachen bislang nur aus Zwang, sei falsch, erklärte das Ministerium gegenüber der NOZ. „Das Gegenteil ist der Fall – viele Schüler tun dies derzeit und auch in Zukunft aus eigener Motivation.“ Zudem erhielten Schülerinnen und Schüler auch künftig mindestens von der 6. Klasse bis zur Einführungsphase Unterricht in einer zweiten Fremdsprache – und damit ein Jahr länger, als es die Kultusministerkonferenz vorsehe.
Neben den Fremdsprachen stößt auch die geplante Stellung der politischen Bildung auf scharfe Ablehnung. Nach den Reformplänen wäre Politik-Wirtschaft in Jahrgang 11 nicht mehr verpflichtend. Politische Bildung werde jedoch auch in anderen Fächern vermittelt, argumentiert das Ministerium, etwa im Erdkundeunterricht. Die Vermittlung von Werten und Einstellungen sei „als Querschnittsaufgabe aller Fächer des Fächerkanons zu verstehen“.
„Politische Bildung ist aus gutem Grund Kern des schulischen Bildungsauftrags“
Der niedersächsische Landesverband der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung (DVPB) widerspricht dieser Sichtweise entschieden. In seiner Stellungnahme heißt es: „Die vorliegenden Planungen der Landesregierung sehen vor, die Politische Bildung im gymnasialen Bildungsgang erheblich zurückzufahren.“ Auf dem Weg zum Abitur werde dieses Fach künftig „nur noch eine Option unter vielen“ sein. Ein solcher Bedeutungsverlust sei „gerade vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Bedrohungslage demokratischer Wertehaltungen ein verantwortungsloser Einschnitt“.
Besonders kritisch bewertet der Verband die Auswirkungen auf Gesamtschulen. Lernende hätten dort „weder in der Sekundarstufe I noch in der Oberstufe verbindliche fachbezogene Politische Bildung mehr“. Aber auch Gymnasiastinnen und Gymnasiasten würden auf ein „Minimalprogramm in den Jahrgängen 8–10 verwiesen“. Die DVPB erinnert daran, dass Politische Bildung verfassungsrechtlich und demokratiepädagogisch geboten sei. „Politische Bildung ist aus gutem Grund Kern des schulischen Bildungsauftrags“, heißt es mit Verweis auf das Niedersächsische Schulgesetz. „Lernende haben ein Recht auf Politische Bildung.“
Auch der Philologenverband Niedersachsen fordert eine grundlegende Kurskorrektur. Auf dem jüngsten Philologentag im November lehnten die Delegierten das Eckpunktepapier für Jahrgang 11 ab und forderten das Kultusministerium auf, es zurückzuziehen. Der Vorsitzende Christoph Rabbow erklärte: „Die Bestimmungen des Eckpunkte-Papiers sehen vor, dass bereits in Jahrgang 10 eine Auswahl möglicher Prüfungsfächer getroffen werden muss. Wir halten diesen Zeitpunkt für zu früh, da die Erfahrungen des Jahrgangs 11 so nicht mehr eingebracht werden können.“ Die Wahlmöglichkeiten würden insgesamt „in Anzahl und Wochenstundenzahl zu sehr reduziert“.
Der Verband fordert die Beibehaltung der bisherigen Einführungsphase, um „eine allgemeinbildende Grundlage in möglichst vielen Fächern zu ermöglichen“. Zudem warnt Rabbow vor einer Reduzierung von Klausuren in der Qualifikationsphase. „Schülerinnen und Schüler müssen genügend Möglichkeiten im Schreiben von Klausuren haben“, sagte er. Nur durch regelmäßiges Üben und professionelle Korrekturen ließen sich fachliche Lücken erkennen und schließen.
Das Kultusministerium verweist dagegen auf den größeren Reformrahmen. Anlass sei die Überarbeitung der bundesweiten KMK-Vereinbarung zur gymnasialen Oberstufe im März 2023 gewesen, die eine bessere Vergleichbarkeit des Abiturs zum Ziel habe. Hamburg habe diese Vorgaben bewusst genutzt, um eine umfassendere Modernisierung anzustoßen. Die Eckpunkte seien in einer Arbeitsgruppe mit Verbänden, Schulleitungen und Fachpraxis erarbeitet worden und zielten auf mehr individuelle Profilbildung, Entlastung und zeitgemäße Prüfungsformate.
Die entsprechenden Verordnungen sollen voraussichtlich Mitte des Jahres in das Anhörungsverfahren gehen. In Kraft treten soll die Reform zum Schuljahr 2027/2028, beginnend mit der Einführungsphase. Angesichts der wachsenden Zahl kritischer Stellungnahmen deutet sich jedoch an, dass die Diskussion über Jahrgang 11 das Reformprojekt noch lange begleiten wird. News4teachers
Podcasts statt Klausur: Wie der Weg zum Abitur künftig aussehen soll
In NRW geht das fast: eine Fremdsprache bei naturwissenschaftlichem Schwerpunkt, Sozialwissenschaften ist über einen zweistündigen Zusatzkurs abdeckbar. Ergibt aber auch nur vier Prüfungsfächer.
Und, warum auch nicht? Vor allem da Latein(isch) witzigerweise als Fremdsprache eingestuft ist.
Und wie ich aufgrund meines hohen Alters weiß, es hat früher sogar GY mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt gegeben.
Und wenn es auch viele nicht war haben wollen, das Fachabitur ist eine Hochschulzugangsberechtigung. – Will ja auch nicht jeder Jurist, Mediziner, Theologe oder Lehrer werden. Der akademische Dünkel der klassischen Fakultäten und deren Absolventen ist unsäglich.
Für den akademischen Dünkel sind die Gymnasien aber eigentlich nun einmal da. Die allgemeine Hochschulreife sollte kein Jedermannsabschluss sein.
Doch: Jede sollte den Abschluss erreichen können, bei passender Wahl seiner/ihrer Neigungsfächer.
Also kein Abitur mehr, sondern eine 13 Jahre währende Schulzeit für alle? Dann aber harte Aufnahmeprüfungen an allen Hochschulen!
Hurra! Freifahrschein für alle! Für Schüler und Lehrer!
Problem erkannt, Problem verlagert!
Also alles wie bisher, EESA oder MSA nach Klasse 10 plus drei Jahre Berufsschule. Macht nach Adam Riese 13 Schulbesuchsjahre – im Minimum.
Nein!
“Für den akademischen Dünkel sind die Gymnasien aber eigentlich nun einmal da.”
Oh mein Gott! Das habe ich all die Jahre VÖLLIG FALSCH gesehen und versucht, allen meinen Schülerinnen und Schülern Fähigkeiten und Fertigkeiten mitzugeben für die Zukunft – aber leider keinen wie auch immer gearteten “akademischen Dünkel”; das habe ich völlig außer Acht gelassen: Wie konnte ich nur? Etwas so Wichtiges, so Unverzichtbares zu übersehen ist unverzeihlich!
Sie beweisen doch mit Ihrem Post, dass sie hinter dem Mond leben. Ihre Aufgabe besteht darin Kompetenzen zu vermitteln. Fähigkeiten und Fertigkeiten sind schon etwas länger aus der Mode gekommen. Wer soll Sie den ernst nehmen, wenn Sie im professionellen Umfeld nicht einmal in der lage sind, die aktuellen Buzzwords zu nutzen? Mit Ihnen spielt vermutlich auch keiner Bullshit-Bingo in den LeKos, wer mag schon Opfa?
In der Tat, unverzeihlich. Auch die Fähigkeit zu denken und Deutsch zu sprechen hast Du Deinen Schülern entzogen.
Zu “Vor allem da Latein(isch) witzigerweise als Fremdsprache eingestuft ist.”
Was sollte Latein-Unterricht denn sonst anderes sein als “Fremdsprache”?
Okay Strukturwissenschaft wie Informatik und Mathematik wäre eine Variante.
Latein AG ist dann nach der 11 aber tatsächlich nicht mehr zustande gekommen,
da der Zeitslot parallel zum Informatik Unterricht war.
Es heißt amtlich korrekt aber Lateinisch, genauso wie Englisch oder Französisch oder Spanisch oder …
In NRW ging 1999 Abi-Prüfung ohne Fremdsprache.
LK Mathe, LK Physik, Deutsch schriftlich, Philo mündlich.
Englisch so früh wie möglich abgewählt
Latein mit (großem) Latinum vor Abi-Stress in 11 beendet.
Ich verstehe wirklich nicht, warum das so nicht mehr zulässig ist.
Es geht hier nicht um die Abiturprüfung, sondern die Belegung während der ganzen dreijährigen Oberstufe.
Woher nimmt Frau Willie die Expertise und das Selbstbewusstsein zu dieser “Reform”, welcher Bildungsbegriff treibt sie an?
Ein anderer als der klassische des 19. Jahrhunderts. Warum werden Programmiersprachen eigentlich nicht zum Sprachportfolio zugeordnet.
Auf Java spricht man nicht Java. Ist das Humor oder Unwissenheit?
Erst mal Hochdeutsch lernen und dann Fremdsprachen, gelle:)
Und vietnamesisch können auch nur neigschmeckte Schwaben, obwohl so häufig von Hanoi gschwätzt wird.
q.e.d.
Hauptsache sie üben auch Distanzunterricht und proben das. Digital sind wir noch immer völlig aufgeschmissen und Berufsschulen haben ihr Homeoffice schon super verankert.
Die Oberstufe kann auch nachmittagskurse oder Module im Homeoffice haben.
Ja genau, mehr digital üben und vorbereitet sein. Wenn Eltern Homeoffice können, dann auch viele Kinder.
Die Ungerechtigkeit sollte abgebaut werden, dass die einen Jobs 3 Tage Homeoffce genießen oder 35 Std Wochen haben, die Lehrer 5 Tage Präsenz, am Wochenende vorbereiten und abends noch korrigieren. Oder es muss besser bezahlt werden in Zeiten von Lehrermangel und Attraktivität.
Siehe Realist und Gen Z
Eure Peti aus OWL 🙂
Irgendwas muss den Lehrern mal angeboten werden, entweder 1 Homeofficetag pro Woche, weniger Stunden oder mehr Geld. Ganz einfach.
Kommt sonst keiner mehr nach^
Das sehe ich ganz anders. Wenn man mal aus seinem Elfenbeinturm rausschaut wird man ggf. bemerken dass gerade die jungen Menschen massive Probleme haben wirtschaftlich Fuß zu fassen.
Und wieso soll dann immer der öD, speziell die Lehrer, “Solidarität” zeigen?
Wenn die “jdie jungen Menschen massive Probleme haben wirtschaftlich Fuß zu fassen”, sollen diese sich erst einmal an ihre 35-Stunden-Wochen, Homeoffice-Eltern wenden mit ihrem 15%-Krankenstand (Automobilindustrie).und Vorruhestand ab 55 Jahren. Wenn die einmal von ihren Ansprüchen herunterkommen, klappt es auch wieder mit dem “Wirtschaftsstandort Deutschland”… oder die ganzen “Freiberufler-Eltern”, die sowieso nichts in die “Solidarkassen” einzahlen und Experten in “Steuerminimierung” sind. Da haben die Lehrer erst einmal gar nichts mit zu tun…
in einigen Branchen, aber nicht pauschal,nech
Viele überlegen sich dann 3 Mal hmm, ob Lehrer.
Gleitzeit, Homeoffice und Aufstiegschancen sind vielen dann doch lieber.
Geld & Zeit für Gen Z sehr wichtig, nech
Zunächst frage ich mich was Sie mit dem “nech” bezwecken wollen, soll das irgendwie clever wirken?
(https://www.zdfheute.de/wirtschaft/arbeitslose-akademiker-gen-z-100.html)
Aber was soll man sich auf die Aussagen des ZDFs verlassen oder auf die der Bundesagentur für Arbeit (https://statistik.arbeitsagentur.de/DE/Navigation/Statistiken/Interaktive-Statistiken/Eckwerte-Arbeitsmarkt/Dashboard-Eckwerte-Arbeitsmarkt-Nav.html?Fachstatistik%3Dalo%26Thema%3DSoziodemografie%26DR_Gebietsstruktur%3Dd%26Gebiete_Region%3DDeutschland%26DR_Region%3Dd%26DR_Region_d%3Dd%26DR_Monat%3D0%26mapHadSelection%3Dfalse), ihr Bauchgefühl ist da bestimmt viel treffender.
Wirtschaftlich Fuß fassen – das wird zunehmend schwerer, da immer mehr Kneipen/Wirtschaften schließen.
Scheint generell ein Schwerpunkt bei Ihnen zu sein.
Rostig wird die Grubenschiene,
wenn der Hunt nicht drüber läuft.
Frostig wird des bergmanns Miene,
wenn er ab un zu nicht einen …
Ja, das Wichtigste ist immer, in welcher Form gelernt wird und nicht was…
Ceterum censeo? Oder, für Menschen ohne Latein, langsam erreicht diese Dauerschleife Comedyniveau. Egal welches Thema – Homeoffice.
Kein Homeoffice ist – wie man an Putins “grünen Männlein” sehen kann – lebensgefährlich.
Das Ungleichgewicht muss aufhören:
Berufsgruppen A tagelanges Homeoffice, 35-Stunden Wochen und frühes Renteneintrittsalter.
Berufsgruppen B Präsenzarbeit 5-6 Tage, 41-Stunden Woche und spätes Renenteintrittsalter.
Die “Realistin” schreibt viel Quatsch! Laut ChatGPT-Schätzung haben 4-8% der Vollzeitbeschäftigten eine 35-Stunden-Woche mit tagelangem Homeoffice. Also ein sehr kleiner Anteil.
Wir Lehrer gehören übrigens auch zu denen, die viel Homeoffice haben. Bei mir macht Homeoffice ca. ein Drittel der Arbeitszeit aus.
Und das Renteneintrittsalter ist für alle gesetzlich geregelt gleich. Die Persion von Beamten lässt viele bei deutlich höheren Altersbezügen als der Rente mit 63 in den Ruhestand gehen.
Unwahrheiten unter wirklich jeden Artikel posten ist Trump-Taktik: Verbreite gefühlte Wahrheiten so lange zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit, bis sie geglaubt werden.
Danke! Ich befürchte nur, das ist keine Taktik, sie glaubt es inzwischen wirklich.
Eben. Wir Lehrer haben alle bereits jeden Tag Homeoffice. Nämlich die Vor- und Nachbereitung zuhause. Wenn man nicht an einer Privatschule arbeitet, die Präsenzzeiten im Schulgebäude festgelegt hat.
Laut ChatGPT-Schätzung? Ernsthaft? Und dann mit “gefühlte Wahrheit” enden. Bedauerlicherweise kann ChatGPT nicht mal fühlen, aber ansonsten zum Hinter-die-Ohren meißeln:
ChatGPT ist keine Quelle!
Nein, Lehrer haben kein Homeoffice!
Wenn sie nachmittags von ihrer Präsenzarbeit nach Hause kommen und abends 3 Stunden korrigieren, ist das kein Homeoffice in diesem Sinne!
Es haben sehr viele 1,2,3 Tage Homeoffice und es gibt viele Tarife mit 35-Stunden Woche.
Sogar der Rundfunk hat 36,5-Stunden Wochen.
Und schau‘s dir oben bei Realist an, Ruhestand ab 55!
Nein, nein
Immer am Ball bleiben, liebe Realistin.
Einige Kolleginnen und Kollegen können sich gar nicht vorstellen, dass die Bedinungen außerhalb der Schule besser sein könnten. Die sind immer noch dankbar, dass sie nicht mehr Taxi fahren müssen…
Dann haben die meisten anderen ebenfalls kein Home Office (nannte sich früher auch mal “Telearbeit”), weil kaum jemand einen voll ausgestatteten Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt bekommt. Das, von dem hier einige schwärmen ist “mobiles Arbeiten”. Heißt im Klartext: man hat seinen Laptop, den man auch im Büro nutzt und arbeitet eben von irgendwo anders. Tisch, Stuhl, Monitor: kann man sich selbst anschaffen.
Ok, Hasi (TM) ist dann wohl bestimmt eine der wenigen Ausnahmen.
Mein Reden
Was sagt wohl Hasi dazu, wenn Sie ab 55 dauerdaheim sind?
Hat er schon Angst oder überlässt er Ihnen freiwillig die wunderschöne Blumenterasse?
Kauft er gerade Spezialvorhängeschlösser für seinen Arbeitsbereich?
…….nix für ungut, Ihre Kommentare sind für mich herrlich erholsam, nur halt auch recht naiv……Schöne Grüße an Hasi
Danke.
Thema verfehlt. Setzten!
Fordern Sie dann doch bitte auch die gleiche Vergütung von allen Menschen, die arbeiten, wenn das Ungleichgewicht aufhören muss. Arbeit ist doch Arbeit.//
Ohne zweite Fremdsprache finde ich total richtig. Englisch reicht. Darauf soll man sich konzentrieren und lieber die Kenntnisse der deutschen Rechtschreibung und Grammatik üben.
Politische Bildung hingegen finde ich heutzutage für den mündigen Bürger immer wichtiger.
So sind halt die Meinungen wie so oft verschieden.
Sowi-Zusatzkurs in EF und Q1
Aber warum Englisch mit Note belegen?
Wenn man ein besseres und interessanteres Fächer-Sammelsurium haben könnte?
Englisch ohne Note durchziehen, dass hätte ich damals wohl auch gemacht,
aber das “war nicht erlaubt”. Also Englisch rausgewählt.
Es ist ja wie immer, alle sagen, man sollte die Lehrpläne entrümpeln, aber niemand will auf etwas verzichten. Alles soll so bleiben, wie es ist, weil es immer so war. Manchmal fürchtet man auch einfach um das eigene “Überleben” (beruflich). Dem wird alles andere untergeordnet.
Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt? Große Gedanken, gelassen ausgesprochen. Wie will man daraus ableiten, dass man mehrere Fremdsprachen lernen soll. Kann man die Welt besser verstehen, wenn man auch noch Französisch lernt? Was versteht man denn dann besser? Und sollte man dann nicht auch noch Suaheli lernen? Um afrikanische (Sprach-)Perspektiven zu erlernen? Das sind doch oft hohle Phrasen, je nachdem was man damit meint. Man könnte es ja auch so verstehen, dass man in seiner eigenen Sprache komptenter sein soll oder gar muss, was Wortschaft, Grammatik usw. anbelangt. Wofür man keine Wörter hat, das kann man nicht denken? Gut. Ich beziehe das eher auf die eigene Sprache. Wenn eine Fremdsprache gemeint ist. Was wäre das dann z.B.? Was kann ich in einer anderen Sprache denken, was ich meiner Sprache nicht denken kann?
Eine Fremdsprache ist genug. Als Pflicht. Und die eigene Sprache bestens beherrschen. Als Pflicht! Wir rasen viel zu schnell durch den Stoff, weil uns immer die Zeit fehlt. Mehr Zeit fürs Üben und Vertiefen wünsche ich mir oft. Statt alles immer nur kurz anzureißen. Und dann freiwillig und vielleicht auch privat so viele Sprachen, wie man will. Das soll doch nicht verboten werden. Aber freiwillig und privat!
“Kann man die Welt besser verstehen, wenn man auch noch Französisch lernt?”
Kurze Antwort: Ja, klar.
Verständnis für die Welt steigt selbstverständlich mit Kenntnissen um die Länder, in denen diese Sprache gesprochen wird. Klar kann man auch hoffen, dass irgendwer schon das Richtige auswählt und dann auch noch korrekt übersetzt. Wenn man keine eigenen Möglichkeiten hat, muss man sogar darauf hoffen. Schließlich ist man selber dazu ja nicht in der Lage, auf Primärquellen zuzugreifen.
Welchean dann auswählt, wäre die nächste Frage und dafür gibt es dann verschiedene Angebote. Nach Anzahl der Sprechenden böten sich Chinesisch und Indisch an, international variierend wird es damit aber kaum. Will man viele Länder und Kulturen einbeziehen, bietet sich neben portugiesisch und spanisch ganz klar auch französisch. Und gerade was den Blick auf den Kontinent angeht, der ca. 3x so groß ist wie Europa, ist Suaheli schon ein ziemlich beschränkter Einfall, wogegen französisch da ja nun doch recht verbreitet gesprochen wird. Gerade in Afrika…
Ich fragte, wie Sie heißen und Sie antworten, morgen scheint die Sonne. (???) Ich habe nicht bestritten, dass das Verständnis für die Welt steige, wenn man über andere Länder mehr erfahre. Sie tun so, als wenn man Französisch, Chinesisch und sonstwelche anderen Sprachen erlernen muss, um über die Länder, in denen diese Sprachen gesprochen werden, etwas zu erfahren. Was soll das? Man kann über alle Länder auch auf Deutsch etwas und sogar sehr viel erfahren und somit sein Verständnis der Welt steigern.
Ich frage also erneut, was kann man besser auf Französisch über Frankreich erfahren, was man auf Deutsch nicht über Frankreich erfahren könnte?
“Ich frage also erneut, was kann man besser auf Französisch über Frankreich erfahren, was man auf Deutsch nicht über Frankreich erfahren könnte?”
Ist das ein Quiz?
Die Sprache selbst.
Tschechisches Sprichwort:
“Lerne eine neue Sprache und bekomme eine neue Seele.”
“Kann man die Welt besser verstehen, wenn man auch noch Französisch lernt?”
Kurze Antwort: Ja, klar.
These: Nein!
Mehr von der Welt versteht man, wenn man sich mit Naturwissenschaften und Philosophie beschäftigt.
Sprache ist Mittel zum Zweck – ohne Sprache geht es nicht:
Aber viele Sprachen taugen zum Weltverstehen nicht mehr als eine.
JEDOCH mehrere Sprachen beherrschen (über Schulunterricht unmöglich!) taugt, um ohne technische Hilfsmittel mit anderen Menschen aus verschiedenen Ländern zu kommunizieren. (Aber ob man durch Abbau von Sprachbarrieren die Welt besser versteht – das darf und muss angezeifelt werden.)
“Sprichst du mit einem Menschen in einer Sprache, die er versteht, erreichst du seinen Kopf. Sprichst du mit ihm in seiner Sprache, erreichst du sein Herz.”
(Leider weiß ich nicht, wer dies sagte, aber es passt gut hierher.)
“Nach Anzahl der Sprechenden böten sich Chinesisch und Indisch an…”
“Indisch”???
https://de.babbel.com/de/magazine/sprachen-in-indien#:~:text=Welche%20sind%20die%2022%20offiziellen%20Sprachen%20in,Telugu%2C%20Panjabi%2C%20Sindhi%2C%20Malayalam%2C%20Konkani%20und%20Kashmiri.
Sehr geehrte Frau bzw. sehr geehrter Herr Augenblickfang,
mit Ihrem Urteil “Eine Fremdsprache ist genug.” sowie mit ihrem Pseudonym erzählen Sie eine ganze Menge über sich.
Sind Sie gerade ans niedersächsische Kultusministerium abgeordnet?
Das ist doch einfach nur eine hohle Phrase. Bar jeglicher Argumentation. Sind Sie ein Schüler? Mehr als diese Entgegnung lohnt sich nicht.
Betrachtet man Ihre verschiedenen Antworten, so sind Sie offensichtlich durchgehend auf Krawall gebürstet.
Das erinnert mich eben an jene Kolleg*innen, die sich in die Kultusverwaltung abordnen lassen und dann ihre Unsicherheit in starke Worte (“hohle Phrase”) kleiden. Kein Wunder, dass es dann für die zweite Fremdsprache nicht mehr reicht.
Ich bezweifle, dass andere Fächer tiefer gelegrnt werden, wenn die zweite Fremdsprache abgeschafft wird. Die Entwicklung der letzter Zeit hat in mir viel Skepsis erzeugt.
Dann wieder die Frage – was mit den Kindern, die schnell und gut lernen, haben aber keine Möglichkeit privat noch eine Sprache zu lernen?
Das ist für mich vollkommen unlogisch. Es würde bedeuten, man lernt besser Geografie, Geschichte, Mathematik, Musik, Kunst……… wenn man eine zweite Fremdsprache lernen muss. Wieso? Nachweise bitte!
Offensichtlich haben Sie Wittgenstein nicht gelesen. Tatsächlich gibt es unterschiedliche Konzepte in verschiedenen Sprachen und so auch Wörter, die nicht übersetzbar sind. Dementsprechend ja, man kann vieles nicht verstehen, wenn man nicht mehrere Fremdsprachen lernt.
Genau, solche unübersetzbaren Wörter und Redewendungen, aber auch Sprichwörter erzählen sehr viel über Geschichte, traditionen und Kultur anderer Völker.
https://de.pons.com/p/wissensecke/wortschatz-to-go/unuebersetzbare-woerter
https://www.swr3.de/aktuell/service/kuriose-redewendungen-aus-anderen-sprachen-106.html#international
“My English is not the yellow from the egg.”
So, und jetzt brauche ich einen “sobutylnik” 🙂
Was dort passiert, ist ein Angriff auf das Gymnasium und den Hochschulstandort Deutschland. Schriftliche Division nicht mehr unterrichten, weil es angeblich zu schwer ist, Fremdsprachen nicht mehr lernen und politische Bildung braucht offenbar in Zeiten von NIUS&Co ohnehin keiner mehr.
Reicht es, wenn wir in Zukunft Studenten haben, die kaum einen Satz fehlerfrei schreiben oder eine harmlose Kurvendiskussion (natürlich nur ganzrat. Funktionen, um Himmelswillen nichts Schwereres) hinbekommen? Ganzheitliche Bildung sollte man hochhalten!
Ich bin erschrocken über diese dreisten Lügen. Es stimmt nicht, dass schriftliche Division nicht mehr unterrichtet werden soll. Nicht mehr an Grundschulen, also bis Klasse 4. Und es stimmt nicht, dass keine Fremdsprachen mehr unterrichtet werden sollen. Es soll immer noch eine Fremdsprache unterrichtet werden, vermutlich Englisch.
Sind solche Falschdarstellungen Ergebnis Ihrer “ganzheitlichen Bildung”?
Auch die zweite Fremdsprache bleibt ja auf jeden Fall von Klasse 5-10
Aber bedeutet das doch nicht, dass Schüler von morgen dann weniger können, als Schüler von gestern?
Was mit den Nachrichten, dass auf berlinerer Gymnasien Klassiker in vereifachter Sprache gelesen werden dürfen?
Für mich war einer der Gründe, in Deutschland zu bleiben, eine gute gymnasiale Ausbildung. Wenn es Schritt für Schritt gesunken wird und einige Themen/Fächer als Privatsache gelten werden, was vermutlich nur wohlhabende sich leisten können, was bleibt dann davon?
Schriftliche Division nicht mehr in der Grundschule bedeutet, dass entweder etwas anderen in der weiterführenden Schule fehlt oder sie eben nicht vernünftig unterrichtet wird. Fremdsprachen außerhalb von Englisch zu unterrichten ist Markenzeichen des Gymnasiums, Grundrechenarten hingegen gehören in die Grundschule. Dies immer weiter aufzuweichen schadet Deutschland und das ist keine dreiste Lüge.
“Schriftliche Division nicht mehr unterrichten, weil es angeblich zu schwer ist, Fremdsprachen nicht mehr lernen…”
Warum schreiben Sie sowas? Es ist nachweislich die Unwahrheit!
Es ist überspitzt, im Fall der schriftlichen Division kommt es aber an die tatsächlichen Gegebenheiten sehr nah heran.
Ich kann es auch gerne differenzierter Schreiben: Die Grundschule schafft es – aus welchen Gründen auch immer – nicht mehr, grundlegende Inhalte zu vermitteln.
Daher wird laut Leerplan (ja, ist Absicht) die schriftliche Division schon in die weiterführende Schule geschoben. Dort landet aber – und das zumindest an meinem Ort – auch die (schriftliche) Multiplikation und das simple Kopfrechnen, die trotz Gymnasialempfehlung nicht im Ansatz sicher beherrscht werden (11*13=103, weil 10*10=100 und 1*3=3, herzlichen Glückwunsch!). Gleiches gilt sogar für die schriftliche Subtraktion mit mehr als einem Subtrahend. Das ist, was den Grundschulstoff angeht, gefühlt die Hälfte!
Wenn ich das alles nachholen muss und natürlich noch weiterführende Inhalte behandeln soll, dann ist es nicht komplett falsch, wenn ich schreibe, dass schriftliche Division nicht in ausreichendem Maße (d.h. gefestigt) unterrichtet wird. Wie das eine Lehrkraft an einer Gemeinschaftsschule schaffen soll: Ich habe keine Ahnung, wenn ich es schon mit den schlaueren Kindern am Gymnasium kaum schaffe.
Wieso Sie dann auf die Idee kommen, meine Behauptung wäre nachweislich die Unwahrheit, dürfen Sie gerne erläutern.
Erstaunlich, dass Niedersachsen eine für die Schule zuständige Ministerin hat, die, falls das im Netz zugängliche CV korrekt ist, weder eine abgeschlossene Berufsausbildung noch einen Hochschulabschluss hat. Was qualifiziert sie für diese Position, in der sie ganz offensichtlich die Bildungsstandards immer weiter senkt?
„ Was qualifiziert sie für diese Position, in der sie ganz offensichtlich die Bildungsstandards immer weiter senkt?“
Das Parteibuch. Frau Willie Hamburg ist seit 2007 Mitglied der Grünen.
Ansonsten denke ich, dass man nicht unbedingt einen formalen Abschluss haben muss, um eine Sache gut machen zu können. Ob Frau Willie zu diesen Leuten gehört, weiß ich allerdings nicht.
Immer, wenn ich sowas lese, rollen sich mir die Fußnägel auf. Und ich finde die Ideen von Frau Hamburg auch nicht so klasse. Aber:
Ist der Bundeskanzler Verwaltungsfachmann? Ist Herr Pistorius Berufssoldat? Ist Frau Prien Lehrerin? Hat Herr Wadephul einen Abschluss in Internationale Beziehungen? …
Ist es denn so, dass alle Politiker*innen, die einen Hochschulabschluss und/oder eine Berufsausbildung haben, Sie glücklich machen? Ist es nicht vielmehr so, dass dieses Argument, andere politische Positionen diskreditieren soll?
Ich warte auf eine ehrliche Antwort.
Kann nicht beides “wahr” sein?
Also: Sollte man für ein politisches Amt nicht ein “Grundverständnis” mitbringen? Und auch irgendwie “Glaubwürdigkeit”? Und wenn ich im Bildungsbereich eingesetzt bin/werde, dann habe ich doch eine Erwartungshaltung? Hat man “bei uns” doch auch?
Und wenn ich hier schon “schwächer starte”, dann muss man eben durch [erlerntes] Fachwissen oder zumindest gute Beratung und Umsetzung diese Skepsis entgegnen?
Kein Autoritätsargument durch Qualifikation. Aber wenn Qualifikation (und Autoritätsargument) die Bedingungen im systemischen Bildungssektor sowieso sind? Und ich diese ggf. stütze? Wirkt das dann nicht etwas komisch?
Das Parteibuch … Kommt halt hinzu.
Aber im Bildungsbereich ohne jegliche Ausbildung, Studium, sonst was? Wirkt zumindest etwas seltsam, oder?
Und natürlich macht man sich dann (hier) besonders angreifbar.
Von mir wird doch auch “der Schrieb” erwartet?
Zumindest der Punkt “bricht sie das vielleicht auf ihre Vita runter” ist doch berechtigt, wenn sich diese Leute stellen?
Und klar kann man überzeugen durch gutes Handeln. Dies wird hier eben in Frage gestellt. Und dann muss man halt auch mitunter schauen … “Woher man kommt”. Ist das zu verübeln?
Herr Pistorius überzeugt viele durch Handeln und Umsetzung. Dazu hatte er zumindest fachliche Berührungspunkte vorab.
Jetzt kann man natürlich sagen: Frau Hamburg hat auch Abitur. Dazu (ewig) studiert – ohne Abschluss.
Und was sind dann so die grundlegenden Skepsisgedanken? Mag man das wirklich “unkritisch” sehen?
Wie ist es in anderen Bereichen?
Warum gibt es dann überhaupt Abschlüsse?
Doch alles egal?
So hat sie erstmal kein “Autoritätsargument” – keine Vorzeigbare nähere Berufsnähe zum Bildungssektor mit Bezug auf Abschlüsse. Und ist halt erstmal in einer skeptischeren Position.
Damit wird sie umgehen müssen (und wahrscheinlich mach Parteibuch auch können).
Was wäre denn das absolute Fazit?
Keine und keiner braucht mehr irgendwelche Qualifikationen etc.?
Wäre zumindest für den Lehrermangel zur Entgegnung ansprechend …
Sie muss halt “liefern”. Auf solchen Positionen ohne direkte Qualifikation [mit Nachweis in irgendeinen Bereich zumindest] muss ihr bewusst sein, dass sie hier besonders liefern muss.
Ob sie das macht – keine Ahnung.
Aber das muss einem in solcher Position auch vollkommen bewusst sein – sonst ist man schonmal grundlegend fehl am Platz und zeigt das “dadurch” auch ohne Studium oder Ausbildung oder sonst was.
” Ist Herr Pistorius Berufssoldat?“
Nein, er kann allerdings im Gegensatz zu seinen Vorgängerinnen praktische Erfahrung beim Dienst in der Bundeswehr vorweisen.
Wenn sollte man wohl auswählen, wenn z.B. für das Landwirtschaftsministerium zwei Personen in Frage kämen, eine mit abgeschlossener Berufsausbildung als Zootechnikerin (Fachkraft für landwirtschaftliche Nutztiere) und abgeschlossenem Studium als Agraringenieurin, eine mit Ausbildung zum Erzieher und abgeschlossenem Studium als Sozialpädagoge?
Aber der jetzige Landwirtschaftsminister mit erstem Dienstsitz in Bonn hat doch früher auch was mit Tieren gemacht
Aber vermutlich weder erzogen noch sozialpädagogisch betreut?
Und, welcher bzw wie viele Bürgermeister und Landräte sind Verwaltungsfachkräfte? Das Grundprinzip demokratischer Ämterbesetzung ist aber ein anderes als das einer Technokratie oder Aristokratie.
Die Bürgermeister sind aber, vor allem in kleineren Städten und Gemeinden, meist wesentlich näher am realen Leben, an den Problemen ihrer Bürger.
Eben.
“eine für die Schule zuständige Ministerin”
” Was qualifiziert sie für diese Position?”
Sie hat als Schülerin selber praktische Erfahrung in dem Bereich gesammelt, für den sie zuständig ist. Das können andere Minister*innen nicht vorweisen.
Anders als 8,7% des Abschlussjahrgangs 2023/24 in NDS hat sie die Schule mit einem erfolgreichen Abschluss verlassen.
…Das fragen wir uns in Niedersachsen leider alle. Sie hat Kinder, die zur Schule gehen. Dann kann ja jeder was dazu sagen .
Wer war denn vorher im Amt? Und war diese Person besser? Falls nicht, war sie nicht besser, obwohl sie einen Hochschulabschluss oder eine Berufsausbildung hatte?
Das Argument “ohne …abschluss” ist doch sinnfrei.
Wer das anbringt, müsste ja für sich zu dem Schluss kommen, dass alle Politiker*innen mit …abschluss recht ordentliche Arbeit machen.
Und das ist doch nicht der Fall.
Es ist durchaus berechtigt, gerade bei einer Kultusministerin nach einem Studienabschluss zu fragen, diese ist oberste Dienstherrin von tausenden Lehrkräften, deren gesamte Berufslaufbahn zuerst auf dem Ersten und Zweiten Staatsexamen (beide bestanden) sowie auf dienstlichen Bewertungen beruht, die auf diesen aufbaut.
Frau Hamburg macht einen sympathischen Eindruck, warum gibt sie sich mit diesem Amt beruflich so eine offene Flanke?
Könnte man sie natürlich mal fragen. Vielleicht weil sie Kinder hat und es ihr wichtig ist, dass das Bildungssystem funktioniert und weiterentwickelt wird? Könnte ja sein…
(Obige Vermutung ist völlig unabhängig davon, ob ich, was das Bildungssystem angeht, derselben Meinung bin wie du sie.)
“Vielleicht weil sie Kinder hat “
Es gibt viele Politiker*innen, die Kinder in unterschiedlicher Anzahl haben.
Je mehr Kinder, desto prädestinierter für dieses Amt?
Hmmm, … man könnte es dann aber auch so verstehen, dass sie ihren Kindern den Weg “erleichtern” will und im Vorhinein ein paar Hürden aus dem Weg räumt.
Sie sehen das leider völlig falsch. Jemand ohne Berufs-/Studienabschluss hat in der Politik generell nichts zu suchen. Es ist mir schleierhaft, warum Wähler solchen Personen ihre Stimme geben und hoffen, dass sich hierdurch etwas verbessert. Man sieht doch, dass es bei Frau Hamburg ausschließlich um die Absenkung des Niveaus geht.
Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch nicht, dass jeder Absolvent danach einen “guten” Job macht, was immer das sein soll. Solche Personen haben aber in der Vergangenheit gezeigt, dass sie sich im Leistungswettbewerb behaupten können und ihre Ziele erreichen. Von so jemanden kann man doch viel eher erwarten, dass die Weichen vorausschauend gestellt werden.
Wenn Frau Hamburg der Partei angehörte, die Sie wählen, urteilten Sie und einige der anderen wahrscheinlich etwas anders, nicht wahr?
Na, dann beenden wir die Kommunalpolitik
??? Die Kommunalpolitiker kleinerer Gemeinden, die ich kenne, haben alle einen Berufsabschluss und mehrere Jahre Berufserfahrung.
Einige Kommunalpolitiker erfüllen diese Aufgaben ehrenamtlich und sind “nebenbei” noch berufstätig oder auch Rentner mit viel Berufs- und Lebenserfahrung. Allerdings mangelt es auch da oft an Nachwuchs, denn work-life-balance lässt sich da nicht so einfach umsetzen und Home-Office auch nur begrenzt (viele Abend- und Wochenend-Termine, Ortsbegehungen, … )
Das stelle ich auch nicht infrage. Ich fühlte mich gerade nur an die ehemalige Kommunalverfassung von NRW erinnert.
Btw auch in der neuen Kommunalverfassung muss der Abwesenheitsvertreter des frei gewählten BM oder LR nach wie vor Volljurist sein.
Das sehe ich völlig anders als Sie. Aus meiner Sicht sollte im Bundestag der Querschnitt der deutschen Bevölkerung abgebildet sein, damit auch Politik für alle gemacht wird. Zusehends gibt es jedoch immer mehr Juristen und Politikwissenschaftler dort. Arbeiter und Handwerker gibt’s garnicht mehr.
Und genauso wird dort auch Politik gemacht: weit weg von den genannten Gruppen, weit weg vom Leben.
Mit welchem Recht sprechen Sie für alle in Niedersachsen? Mich haben Sie jedenfalls nicht gefragt.
@Kalila hat sicherlich hauptsächlich ein Problem mit der Parteizugehörigkeit von Frau Willi Hamburg, denke ich.
Das soll einer mal verstehen:Für original Goethe-Texte reicht es nicht mehr, aber für Biochemie und Astrophysik schon???
Ja, je nach Mind-Set ist “Goethe-Text”-Analyse langweilig und Biochemie und Astropysik hoch spannend.
Genau. Oder eben umgekehrt Goethe spannend und Astrophysik nicht. Oder sogar beides.
In China wird Goethes gesamtes Werk ins Chinesische übersetzt. Ob die das auch in “einfacher Sprache” machen?
http://german.china.org.cn/txt/2016-08/26/content_39173732.htm?from=timeline&isappinstalled=0
Die gleiche Entwertung des Abiturs, die in Thüringen bereits stattgefunden hat.
Dann sind die angehenden Studenten auch fachlich nicht mehr auf das Studieren an einer Universität vorbereitet – das hat mit einer allgemeinen Hochschulreife nichts mehr zu tun.
Wenn ich heute sehe, dass in MINT – Fächern ein halbes Jahr nur zwei Mal eine reguläre Unterrichtsstunde im Fach Physik stattfand, Deutsch im selben Halbjahr mit dreimaligen Lehrerwechsel, dann ist die zweite Fremdsprache völlig irrelevant.Alleine bei diesem Lehrerstand, bzw. dem Niveau auf dem Lehrer teilweise stehen, wenn sie dann unterrichten das ist frustrierend, als Eltern macht man dann quasi zum zweiten oder dritten Mal Abitur weil schließlich ist das ja Gymnasium und da müssen die Schüler in der Lage sein sich alles selbst anzueignen (O-Ton 7 Klasse,nachdem Physikarbeit genehmigt werden musste, die nach einem halben Jahr ohne Unterricht geschrieben wurde)
Heute würde ich mein Kind nicht mehr auf das Gymnasium schicken.
Genau richtig so. So kann die Politik auch in Zukunft mit den Bürgern machen, was sie wollen.
Schon früher wusste man:
Man muss das Volk dumm halten um es besser führen zu können.
Weiter so
2te Fremdsprache sofort abschaffen. Die Schüler haben jetzt schon viele Defizite ggü. anderen Ländern. Aber wohl als einzigster leisten wir uns 2 Fremdsprachen.
Braucht keiner. Englisch und Technik machens obsolet für die breite Masse
Frisst Ressourcen für wichtigere Lerninhalte, die auch später gebraucht werden
Es muss endlich die Tatsache abgebildet sein, dass sprachliches Talent eine einzelne Eigenschaft jeden Schülers ist. Alle die das haben, könnten in Allen Anderen die besten sein. Unser System macht es Ihnen schwer oder selektiert aus. Das können wir uns als Land nicht leisten. Alle anderen Länder nutzen diese Talente und fördern statt belasten.
“Aber wohl als einzigster leisten wir uns 2 Fremdsprachen.”
“Wir” alle offenbar nicht.
Soll jetzt wirklich das Schulsystem an ihr Niveau angepasst werden? Welch Fehlbesetzung in der Politik! Anstatt das deutsche Bildungssystem wieder auf Kur zu bringen werten wir es immer weiter ab. Fangt an endlich an nachzudenken woran es wirklich liegt und behebt die Ursachen. Das Abitur ist die allgemeine Reife welches man nicht durch Buchstaben tanzen erlangt. Aber das wissen sicher einige Vertreter und Vertreterinnen der Politik nicht … dazu müsste man über genügend Wissen und Qualifikation verfügen.
Schöner Verschreiber: Ich glaube auch manchmal, eine Kur täte unserem Bildungssystem einmal ganz gut 😉
Ich verstehe aber nicht, warum Sie SuS derartig abqualifizieren, die statt einer zweiten Fremdsprache lieber drei Naturwissenschaften plus Informatik belegen möchten.
Entspricht aber dem Mindset vieler Erwachsener, die sich in geselliger Runde ja gerne damit brüsten, in Mathe keine Leuchte gewesen zu sein.
Im übrigen hat es ja Gründe, warum der Dr.-Ing. so geschrieben werden muss und nicht wie der Dr. med.
Reformen sind dringend notwendig!!
4 Jahre eine Fremdsprache lernen, die am Ende nicht angewendet wird und außer floskeln nichts hängen geblieben ist, bedeutet für mich keine Bildung.
Politische Bildung im Berlin bedeutet ab Klasse 7: Nationalsozialismus- alle Exkusionen, Projektwochen etc. zu diesem (wichtigen) Thema.
Jedoch bedeutet Bildung für mich auch d Auseinandersetzung mit der Welt heute. Somit auch Israel und Amerika.
Berufsbildung in “jahrelanger vertrauter Kooperation” mit Sozialträgern ohne Effektivitätsüberprüfung: Oh du bist gern an der frischen Luft: werde Gärtner. Die Empfehlungen gehen stets in bekannte (Mangel)-Berufe.
Die Kinder werden nicht auf ein selbstbestimmtes Leben vorbeteitet: Steuererklärung, Rechtssystem: Wohnung, Arbeit, Einkauf, Bankgeschäfte, Onlinehandel, Ausweise beantragen und vieles mehr fehlt.
Und Lehrer: Vollzeittätigkeit bei 24Stunden. Der Unterrichtsinhalt in ändert sich nicht. Wenn die Themen einmal aufgearbeitet sind, müssen diese nur an die Klasse angepasst werden.
Wenn die Lehrkräfte nicht stets geheim allein unterrichten würden, sondern offen mit den Themen und Vorbereitungen umgehen, könnte theoretisch ein intelligenter Lehrer mit Masterabschluss auch sinnvolle Vertretungsstunden übernehmen.
Steuererklärungen und Ausweise beantragen gehören nicht auf das Gymnasium, dass kann man von ChatGPT erfragen und ist zudem Aufgabe der Eltern. Das Gymnasium soll nach den Schulgesetzen der (meisten) Länder auf ein Studium vorbereiten, wissenschaftspropädeutisches und selbständiges Arbeiten fördern.
Außerdem kann ich als berufserfahrener Lehrer zu jeder Zeit aus dem Stegreif eine sinnvolle Vertretungsstunde geben. Ich habe keine Ahnung, warum sie fern jeder Qualifikation und jedes Wissen hier Quatsch über Schule und den Lehrerberuf verbreiten.
Haben Sie nicht an anderer Stelle behauptet, es würde nach diesen Vorschlägen gar keine Fremdsprachen und gar keine Division mehr unterrichtet werden? “Ich habe keine Ahnung, warum sie fern jeder Qualifikation und jedes Wissen hier Quatsch über Schule und den Lehrerberuf verbreiten.”
“Steuererklärung, Rechtssystem: Wohnung, Arbeit, Einkauf, Bankgeschäfte, Onlinehandel, Ausweise beantragen und vieles mehr fehlt”
Das ist Aufgabe des Elternhauses und nicht Teil der Allgemeinbildung.
Richtig Trinken, Essen, Besteck herrichten, Abwaschen, Wäsche einräumen, Staubsaugen, sich begrüßen …
Mir fallen da auch paar Sachen ein, welche man noch in den Lehrplan einbauen könnte. Bin mir nur noch nicht sicher … In/Ab welcher Klasse.
“Was tun bei Liebeskummer, ungewollter Schwangerschaft und mit einem realexistierenden Kind, damit es später …” fehlt in der Forderung.
“Schule muss alle Menschen komplett auf ihr späteres Leben vorbereiten!”
Leute, die so ticken, sollten am besten gleich eine komplett andere Sozialstruktur für unseren Staat fordern: Menschen pflanzen sich fort und die daraus entstandenen Menschen werden vollständig in staatlichen Einrichtungen erzogen und unterrichtet.
zu “Steuererklärung, Rechtssystem: Wohnung, Arbeit, Einkauf, Bankgeschäfte, Onlinehandel, Ausweise beantragen und vieles mehr fehlt.”
=> Das ist keine Aufgabe von allgemeinbildener Schule.
Das ist Aufgabe von elterlicher Erziehung oder “Do It Yourself” bei jungen Erwachsenen.
Man muss nicht alles in ein Lehrplan pressen, was gelernt werden kann. Manchmal reicht es, das Multimediagerät für sinnvolle Dinge zu nutzen, oder mit offenen Augen und Ohren mit der Nachbarschaft zu interagieren.
Gibt es in Förderschulen und nennt sich ” Lebensunterricht”
//Wow, da schreibt eine echte Kennerin.//
“Vollzeittätigkeit bei 24Stunden.”
Mag sein, dass das in einigen BUndesländern am Gymnasium so ist. In meinem Bundesland schon einmal nicht (27 Std., am Gym 25,5).
“Der Unterrichtsinhalt in ändert sich nicht.”
In welchen Fächern wäre das denn tatsächlich so? Also, bei uns gibt es ständig Änderungen in eigentlich allen Fächern, was ich thematisch betrachtet sogar richtig gut finde.
“Wenn die Themen einmal aufgearbeitet sind, müssen diese nur an die Klasse angepasst werden.”
Hier möchte ich auf jeden Fall das Wort “nur” in Anführungszeichen setzen. Nur (hier keine Anführungszeichen) Menschen, die Schule nur (hier auch keine) als Schüler*in und Elternteil kennen, können so etwas denken.
// Ja, es soll da diesen einen Mathelehrer geben, der seit 50 Jahren immer dieselben Materialien verwendet. Allerdings habe ich den nie kennengelernt. Wo arbeitet der denn?//
Wird in dem Bundesland, in dem ich lebe, im Berufsschulunterricht behandelt, zumindest bei unseren Azubis.
Kann in anderen Bundesländern aber natürlich anders sein.
Ich bin selbst Lehrerin an einem Gymnasium. Die Laienhaftigkeit und auch die Unmöglichkeit der praktischen Umsetzung einiger Vorhaben ist beispiellos. Wieder einmal fragen wir Experten an der Basis uns, was sich fachfremde Menschen, die überhaupt keinen Bezug zur schulischen Praxis haben, dabei gedacht haben. Spätestens an den Universitäten ist Schluss mit der Niveaulosigkeit. Eine Studienabbrecherquote von über 50% scheint vorprogrammiert!
zu “Niveaulosigkeit” ist eine physikalische Unmöglichkeit. Es gibt immer ein Lage-Niveau.
Relatives Niveau kann man allerdings nur dann messen, wenn es Unterschiede gibt.
Absolutes Niveau ist immer gegeben. Es bleibt die Frage nach der Wertigkeit.
zu “Eine Studienabbrecherquote von über 50% scheint vorprogrammiert!”
es bleibt zu hoffen, dass jene dann passende Ausbildungsstätten finden, um dort zu Fachkräften ausgebildet zu werden, an denen es jeweils mangelt.
“Die Laienhaftigkeit und auch die Unmöglichkeit der praktischen Umsetzung einiger Vorhaben ist beispiellos.” – Dieses pauschale Urteil ist ebenso frei von (konkreten) Beispielen (und Belegen). Und bitte: Sprechen Sie nicht ungefragt für uns “Experten an der Basis”. Danke.
Mann Mann Kinder, dass die Umsetzung der Planungen für die Einführungsphase tatsächlich zu einem weiteren mehrheitlich verleisteten Jahrgang führt, immerhin sollen die Kinder sich 16 Stunden zusammenwählen können, mit z. B. dem Physikkurs um 15:30-17:00 Uhr, ist allen Stundenplanern klar und kein pauschales Urteil, denn das heißt konkret, also ganz konkret, dass i. d. R. vier elfte Klassen gekoppelt werden müssen, was dazu führt, dass u. a. der eine jahrgangsübergreifende Physikkurs um 15:30 – 17:00 Uhr liegt, denn nur wenn man alle Anwahlen berücksichtigt werden, dürfte dieser zustande kommen, wobei der dann noch mit seinen ca. 18 SuS querfinanziert werden muss, weil der Klassenteiler bei 26 liegt, so dass es irgendeinen Kurs mit 34 SuS gibt, den kein Kollege haben will, es aber für die 11, anders als für die Sek I keine Zusatzstunden gibt.
Ein guter Vorschlag, schließlich will Deutschland in der Pisastudie nicht weiter aufsteigen. Wichtigstes Ziel solcher Vorschläge ist die weitere Verdummung der Menschen.
Schließlich gibt es auch für Politiker keine Bildungsvoraussetzung um solchen Unsinn zu beschließen.
“Wichtigstes Ziel solcher Vorschläge ist die weitere Verdummung der Menschen.” – Scheint mir eher das Ziel solcher Posts wie der ihrige zu sein.
Passt doch dann endlich alles, Frau Wille möglicherweise den Wunsch alle auf ein und dasselbe Bildungsniveau zu bringen, die gute Frau orientiert sich offensichtlich an ihren überaus gebildeten Parteigenossen und an den “Akademiker” im Bundestag.
Aha. Herzliche Grüße Die Redaktion
Ich hab da mal eine reine Verständnisfrage: ist es heute so, dass man bis zum Abitur 2 Fremdsprachen als Abiturfach haben muss oder nur grundsätzlich bis zum Abitur? Und zählen nur Fremdsprachen? Was machen dann die Lateiner nach dem Latinum?
Zu meiner Zeit (90er NRW) musste man in den nur 4 Abiturfächern eine Sprache (ging auch Deutsch) nehmen und eine weitere Sprache bis zum Ende der 13 ( bei mir Englisch, weil das Latinum schon in der 11 erledigt war – kein LK im Angebot).
Warum sollte man zwingend 2 Fremdsprachen bis zum Ende der 13 nehmen müssen. Reicht doch völlig, diese in Sek I zu verpflichten.
Aus meiner – zugegeben nicht ganz sattelfesten – Sicht unnötig, sich über dieser Abschaffung aufzuregen.
Im bundesweiten KMK-Beschluss von 2024 wird für die Einführungsphase die Belegung von 2 Fremdsprachen gefordert (Punkt 7.1). Wie will sich Frau Hamburg denn darüber hinwegsetzen?
Ganz einfach: Indem sie weiterliest und feststellt, dass diese Verpflichtung von 4 Jahren in der zweiten FS nach KMK-Beschluss schon vor Eintritt in die Oberstufe erfüllt werden kann. Wie in Nds. mit der zweiten Fremdsprache ab Klasse 6. Eigentlich könnte Nds. schon in Kl. 10 ohne zweite FS auskommen.
In der KMK-Oberstufenvereinbarung 2023 heißt es, dass in der Einführungsphase „grundsätzlich zwei Fremdsprachen zu belegen” sind (7.3). Dabei hat man es noch vonnöten gefunden, in einer Fußnote darauf hinzuweisen, dass die Teilnahme an einer Arbeitsgemeinschaft zur Erfüllung dieser Verpflichtung nicht ausreicht! Im übernächsten Satz wird dann eine Ausnahme von dieser Verpflichtung durch eine Kann-Bestimmung formuliert: Die Verpflichtung kann entfallen. Da jetzt in Niedersachsen die Verpflichtung zur Belegung der zweiten Fremdsprache, wie sie hier juristisch eineindeutig formuliert ist, aufgehoben wird und die Kann-Regelung zum Normalfall gemacht wird, fragt man sich schon, ob es im niedersächsischen Kultusministerium überhaupt jemanden gibt, der juristische Texte versteht, denn gemäß des Wortlauts will Niedersachsen etwas einführen, was der Oberstufenvereinbarung widerspricht. Von den Ministerialen wird gern darauf hingewiesen, dass das Auslegungssache ist. Das ist es aber nicht! Es ist juristisch wirklich eindeutig! Eine Kann-Bestimmung hebelt keine Muss-Bestimmung aus! Wer hätte gedacht, dass man sich nach Herrn Tonne zurücksehnen würde der das, weil er von Hause aus Jurist ist, natürlich versteht!
Tja, es soll ja SuS geben, die haben ihre beiden Fremdsprachen schon in der seki abgeschlossen., weshalb sie eine dritte Naturwissenschaft mit in die Oberstufe schleppen dürfen.
Sie scheinen den Wortlaut der Oberstufenvereinbarung 2023 nicht verstanden zu haben: In der Einführungsphase, also dem ersten Jahrgang der gymnasialen Oberstufe, also in der elften Klasse, was per definitionem Sek II ist, müssen die Schüler grundsätzlich zwei Fremdsprachen belegen. Da kann gar nichts abgeschlossen sein! Das ist eine ziemlich klare Bestimmung.
Die nachgeschobene Kann-Bestimmung ist übrigens in die genannte Oberstufenvereinbarung hineingekommen, damit Schülern an beruflichen Gymnasien und Gesamtschulen ermöglicht wird, eine deutschlandweit anerkannte Hochschulreife zu erwerben, auch ohne dass sie in der Einführungsphase zwei Fremdsprachen belegen.
Ich halte die vorgeschlagenen Änderungen für sehr befremdlich. Inzwischen sollte doch nun wirklich deutlich sein, dass es in Deutschland ein zu wenig an politischer Bildung gibt und keineswegs ein zu viel.
Das Leistungsniveau wurde von Jahr zu Jahr abgesenkt. Viele Schüler sind bereits nicht mehr leistungswillig und können deshalb weder richtig schreiben, rechnen oder Texte erfassen.
Auch Berlin “entrümpelt” die Lehrpläne:
https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2026/01/ddr-geschichte-in-gymnasialer-oberstufe-berlin-fakultativ.html
“Liebe Mitbürger, wir können der Geschichte nicht entfliehen.” (Abraham Lincoln)
“Eine Generation, die die Geschichte nicht kennt, hat keine Vergangenheit und keine Zukunft.” (Robert A. Henlein)
Das sind hohle Phrasen. Klingt schön und wichtig, hat keinerlei Aussagewert. Und stimmt vor allem gar nicht.
Es ist unzutreffend (Lehrerjargon für falsch), dass es „hohle Phrase(n)” sind: Lincolns Aussage ist ein Appell, Henleins eine Sentenz.
Ihre Aussage ist wiederum eine Gesprächsbremse, indem Sie weder den Appell noch die Sentenz inhaltlich widerlegen, sondern diffamieren, was einer Debatten nicht förderlich ist.
Natürlich haben beide Aussagen einen Inhalt, der erst einmal analysiert werden muss. Für den Appell bräuchte man den Kontext: Wann hat Lincoln das warum gesagt?
Die Sentenz verweist darauf, dass der Mensch das Tier ist, dass die Kategorie Zeit entwickelt hat, deren Begriffsumfang es ist, dass es Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gibt, wobei zusätzlich behauptet wird, dass man ohne Kenntnis der Vergangenheit auch keine Zukunft hat, was hieße, dass die Kategorie Zeit verloren geht, da es dann nur noch das Jetzt gibt. Diese These kann und sollte man diskutieren!
@Friesennerz
Was genau meinen Sie? Die Zitate, den verlinkten Artikel oder die Kommentare unter dem link?
Bitte erläutern Sie, was genau Sie sagen wollen, ansonsten klingt Ihr Kommentar wie eine “hohle Phrase”.
Oder Robert Nesta Marley aus Jamaika:
“if you know your history, then you would know where you coming from,
then you wouldn’t have to ask me, who the heck do I think I am”
bzw.
“ in this great future you can’t forget your past. So dry your tears I say, yeah.”
Gehört Geschichtsunterricht nicht auch irgendwie zu politischer Bildung? In Berlin soll da auch einiges weg, nach Meinung der “Experten”.
https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2026/01/ddr-geschichte-in-gymnasialer-oberstufe-berlin-fakultativ.html
“Die Gschichte ist ein Leitfaden für die Navigation in gefährlichen Zeiten. Geschichte ist, wer wir sind und warum wir sind, wie wir sind.”
(David McCullough)
Aber das scheinen manche anders zu sehen. Warum wohl?
WOW! Die Kommentarspalte von rbb24 zu meinem link kocht dort hoch! Es ist für mich immer wieder interessant, wie Artikel zu Bildung dort so diskutiert werden. Da bekommt man mal ein “Stimmungsbild” außerhalb der n4t-Blase. 🙂
Warum mehrere Fremdsprachen? Lieber eine Fremdsprache richtig und möglichst praxisbezogen anwenden. Neben den Kernkompetenzen Deutsch und Mathematik kann man auch in englischer Sprache die Welt bereisen und Kontakte vertiefen.
Wer fragt, warum mehrere Fremdsprachen, fragt, warum Bildung, was völlig legitim ist, allerdings schicken wir seit wirklich langer Zeit in unserem Kulturkreis die Kinder in die Schule, was übrigens aus dem Altgriechischen kommt und Muße heißt, somit in sich trägt, dass es nicht um Zurichtung und Abrichtung in Bezug auf eine zukünftige Berufstätigkeit geht, sondern um etwas anderes. Letztlich fragen Sie also, warum eigentlich Bildung, was auch legitim ist, führt es zum Nachdenken darüber, wie wir die bis zu dreizehn Jahre, die die Kinder in den Schulen verbringen, gestalten wollen: Soll es um Abrichtung/Zurichtung auf einen Arbeitsmarkt hin gehen, Aufbewahrung sein oder sollen die Kinder sich mit Dingen beschäftigen, die ihr Denken und Empfinden verändern und sie zu einem selbstbestimmten und erfüllten Leben befähigen.
Eine zweite Fremdsprache ist, wie das Finanzamt bei einem Geschäft sagen würde, das nichts bringt und das man nur macht, um etwas zu machen, eine “Liebedienerei/Liebhaberei”. Wir brauchen das nicht mehr. Wenn alle Englisch als Fremdsprache lernen, können sich alle miteinander verständigen. Wozu dann obligatorisch noch weitere Sprachen. Das ist 19.-Jahrhundert-Quark!
Aus der Finanzperspektive sollte man unbedingt die Schulzeit auf 12 Jahre reduzieren: Wozu 13 Jahre Muße, was ja das Lehnwort Schule heißt! Schließlich sollen die zukünftigen Steuerzahler möglichst bald genau das werden, zukünftige Steuerzahler, und sich nicht zu lange auf Steuerzahlerkosten mit der Entwicklung ihres Denkens beschäftigen! Auch sollte man das Fach Mathematik reduzieren: Die höhere Mathematik, also alles ab dem 9. Jahrgang am Gymnasium, braucht im späteren Berufsleben ein verschwindend geringer Teil der Menschen, die das dann ja nachlernen können!
Keine politische Bildung find ich bedenklich.
Keine 2. und 3. Fremdsprache zukunftsweisend und richtig. Und ich selbst arbeite dreisprachig und kann eine 3. halbwegs lesen und bisle verstehen (früher konnte ich darin Zeitungsartikel lesen)
Sprich sich mit andwrsapeachigen Leuten verständigen können finde ich mega wichtig.
Warum finde ich es dann gut wenn 2. und 3. Fremdsprache nicht mehr pflicht sind?
Ganz einfach. KI Übersetzungstools werden rapide besser. Professionelle übersetzer nutzen KI für die Grobfassung, die dann nur noch korrigiert wird. Text to voice undvoice zu text wird auch immer zuverlässiger.
In 5-10 Jahren werden Fremdspracheb de fakto nicht mehr wichtig sein. Unsere Welt ist dann nicht auf unseren Sprachraum begrenzt.
Schule soll Schüler ür die Zukunft rüssten. Gymnasium dient zurStudienvirbereitung, und es geht un Pläne für die Zukunft (also sicher nichtmehr das 2026/2027 schulhahr) und da um die 11.
Bis die schüler, die dann als erstes keine 2. Fremdspraxhe mehr haben nach Studium ins Berufsleben einsteigen ist fremdspraxhenkenntnis schon unbedeutend. Die rechtzeitige Anpassung der Fächer ist daher genau richtig.
Die gespaarte Zeit sollte man sinnvoll nutzen. Z.b. für Psychologie als Pflichtfach. Geistige Gesundheit führt unter den Heutigen Bedingungen (ståndige Erreichbarjeit, verdichtung der Arbeit etc) zu riesigen Arbeitskrafteunbußen und auf individuellem Level kostet das unglaublich viel Lebebsqualität. Ich war 14 Wochen in einer Klinik und weiß entsprechend wovon ich da rede.
Es gibt vieles, was man tun kann um das Risiko betroffen zu werden reduzieren kann. Und wenn man über Jahrzehnte ungesunde Verhaltensmuster hatte und es erst auffällt, wenn man völlig am ende ist hat man viele Lebensjahre in sachen Lebensqualität verliren. Grundkenntnisse in Sachen Achtsamkeit, Selbstführsorge, Entstehung und Aufrechterhaltung von Depressionen, Kommunikation etc könnten sehr viele Krankheitsfälle verhindern.
Der wahre Skandal ist, ďaß Leute, die kaum ihre Muttersprache beherrschen, wie die bei njusfortietschers, über Fremdsprachen diskutieren wollen. Der Unterskandal ist, daß der Ausfluß aus einem kranken Kopf nicht einfach beiseite gelegt und zur Tagesordnung übergegangen wird. Den Psychiater für die Grünin kann man dann immer noch holen.