
Nach der wetterbedingten Absage des Präsenzunterrichts an zahlreichen Schulen im Norden und Westen Deutschlands läuft der Distanzunterricht nach Einschätzung der Schulplattform IServ bisher ohne größere Störungen. Es seien keine flächendeckenden Probleme bekannt, teilte das Unternehmen aus Braunschweig auf Anfrage mit.
Es gebe zwar etwa 20 Prozent mehr Supportanfragen als sonst, es seien aber keine eigenen Performanceprobleme bekannt. Schwierigkeiten beim Zugriff auf IServ können auch an überlasteten Internetverbindungen an den Schulen oder zu Hause liegen.
Deutlicher Anstieg bei Nutzung von Videokonferenzen
Die Zugriffszahlen auf IServ schnellten erwartungsgemäß in die Höhe: Bis zum Mittag verzeichnete das Unternehmen rund 75.000 Stunden in Videokonferenzen. Am Mittwoch waren es zum Vergleich etwa 10.000 Stunden. In der Spitze fanden dem Anbieter zufolge heute rund 3.000 Videokonferenzen gleichzeitig statt.
IServ wird nach eigenen Angaben von knapp 6.500 Schulen bundesweit genutzt – insbesondere im Norden und Westen, wo der Wintersturm «Elli» zu massiven Einschränkungen führt. In Hamburg und Rheinland-Pfalz ist IServ landesweit im Einsatz, in Niedersachsen an etwa 90 Prozent der Schulen.
Ministerium wirbt für «tolle Erfahrungen» im Schnee
In vielen Gebieten im Nordwesten fällt der Unterricht heute ganz aus, teilweise sind aber auch Übungen für den Distanzunterricht ausgegeben worden, insbesondere für Berufsschülerinnen und -schüler.
Es sei aber auch wichtig, «dass die Kinder heute nicht nur am Schreibtisch und auf dem Sofa sitzen, sondern vor allem auch rausgehen, denn draußen im Schnee kann man auch ganzheitliche, fächerübergreifende, tolle Erfahrungen» machen, sagte eine Sprecherin des niedersächsischen Kultusministeriums. Man hoffe, dass die Schule am Montag wieder regulär weitergehen könne. Für eine Prognose zum Unterricht am Wochenbeginn sei es aber noch zu früh. News4teachers / mit Material der dpa
„Elli“ legt vielerorts Schulbetrieb lahm – Präsenzunterricht in mehreren Ländern ausgesetzt








