BERLIN. Die Forderung aus dem Bundesinnenministerium, Zivilschutz verpflichtend im Schulunterricht zu verankern, stößt bei Bildungsverbänden auf deutlichen Widerspruch. Vertreter von Lehrkräften und Schulleitungen sehen die Verantwortung primär beim Staat – und warnen davor, Schulen mit zusätzlichen Aufgaben zu überfrachten, die sie strukturell nicht leisten können.

Die Debatte um mehr Zivilschutz im Schulunterricht gewinnt an Schärfe – und sie erreicht die Klassenzimmer, bevor konkrete Konzepte überhaupt vorliegen. Während Bundesinnenminister Alexander Dobrindt dafür plädiert, Kinder und Jugendliche stärker auf Krisenlagen vorzubereiten, formiert sich aus der Bildungspraxis heraus Widerstand.
Tomi Neckov, Bundesvorsitzender des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), stellt die Wirksamkeit punktueller Maßnahmen grundsätzlich infrage. „Man lernt im Tun, nicht in einer Doppelstunde Katastrophenschutz. Das müssen wir klar sagen: Dieses Wissen aus einer Projektstunde verankert sich nicht und wird auch nicht in die Familie getragen. Die Broschüren landen im Papierkorb.“ Wer junge Menschen ernsthaft auf Krisen vorbereiten wolle, brauche mehr als isolierte Unterrichtseinheiten. „Kinder brauchen starke Köpfe, keine Panik-Unterrichtsstunden.“
„Lehrkräfte haben die Möglichkeit und das notwendige Gespür, wie sie mit ihren Schülerinnen und Schülern über belastende Themen sprechen und sie für das Verhalten in Krise wappnen können“
Neckov verweist in diesem Zusammenhang auf Ergebnisse des Deutschen Schulbarometers der Telekom Stiftung, die seit Jahren auf wachsende Belastungen bei Schülerinnen und Schülern hinweisen. Vor diesem Hintergrund plädiert der VBE für einen anderen Ansatz: Resilienz, Gesundheitskompetenz und ein reflektiertes Krisenbewusstsein müssten fächerübergreifend und langfristig aufgebaut werden. „Lehrkräfte haben die Möglichkeit und das notwendige Gespür, wie sie mit ihren Schülerinnen und Schülern über belastende Themen sprechen und sie für das Verhalten in Krise wappnen können.“
Entscheidend sei dabei die Einbettung in den schulischen Alltag. „Kein Unterrichtsmaterial und keine Doppelstunde Zivilschutz können erfolgreich eingesetzt werden, wenn der Rest des Schuljahres nicht sowieso von Empathie und Selbstwirksamkeit geprägt ist.“ Ziel bleibe die Entwicklung mündiger Bürgerinnen und Bürger, die Risiken einschätzen, Ängste artikulieren und demokratisch handeln können. Praktische Fähigkeiten wie Erste Hilfe oder Verhalten in Notlagen hätten dabei ihren Platz – jedoch nicht als isolierte Maßnahme, sondern als Teil einer umfassenden Schulkultur.
„Schule darf nicht zur Reparaturwerkstatt für politische Versäumnisse werden“
In eine ähnliche Richtung argumentiert der Allgemeine Schulleitungsverband Deutschland (ASD), der bereits in früheren Stellungnahmen vor einer Ausweitung schulischer Zuständigkeiten gewarnt hat. In einer aktuellen Pressemitteilung heißt es, Schulen seien „keine Ersatzstrukturen für staatliches Krisenmanagement – und dürfen es auch nicht werden“.
Der Vorsitzende Sven Winkler betont die grundsätzliche Rollenverteilung: „Krisenvorsorge ist keine pädagogische Lücke, die Schulen schließen müssen, sondern eine originäre Aufgabe des Staates.“ Verantwortung liege bei staatlichen Institutionen wie Bevölkerungsschutz, Feuerwehren oder Technischem Hilfswerk, die entsprechend ausgebildet und ausgestattet seien.
Die Kritik richtet sich dabei nicht gegen das Ziel, junge Menschen für Krisen zu sensibilisieren, sondern gegen die Art der politischen Umsetzung. Der ASD sieht ein wiederkehrendes Muster: „Immer dann, wenn gesellschaftliche oder staatliche Defizite sichtbar werden, wird reflexartig der Ruf nach ‚mehr Schule‘ laut.“ Diese Entwicklung führe dazu, dass Schulen zunehmend Aufgaben übernehmen sollen, die außerhalb ihres eigentlichen Bildungs- und Erziehungsauftrags liegen.
Zugleich verweist der ASD darauf, dass sicherheitsrelevante Aspekte bereits heute Bestandteil schulischer Praxis sind. „Alle Schulen führen regelmäßig Evakuierungsübungen durch, um Fluchtwege bei Bränden, Unfällen oder speziellen Gefährdungslagen präventiv bekannt zu machen“, heißt es in der Mitteilung. Diese Maßnahmen erfolgten in enger Abstimmung mit Schulträgern und Rettungsdiensten und seien seit Jahren etabliert.
Die aktuelle Diskussion berührt damit eine grundsätzliche Frage der Bildungspolitik: Wie weit kann und soll Schule gesellschaftliche Aufgaben übernehmen? Der ASD formuliert dies zugespitzt: „Schule darf nicht zur Reparaturwerkstatt für politische Versäumnisse werden.“
„Zivile Verteidigung gehört in die Schulen. Vorsorge schafft Sicherheit“, hatte Bundesinnenminister Dobrindt der „Bild am Sonntag“ am Wochenende gesagt. Und gemeint: «Unsere Schüler werden damit zu klugen Krisenvorsorge-Kennern: Sie tragen das Wissen so direkt in die Familien hinein.» (News4teachers berichtete.) Dem Bericht zufolge will der CSU-Politiker das Thema bei der nächsten Innenministerkonferenz im Juni mit seinen Länderkollegen beraten. Vorgesehen sei eine verpflichtende Doppelstunde pro Halbjahr. News4teachers
Krisentraining für Schüler? Debatte um Zivilschutzübungen an Schulen flammt wieder auf
DRK: “Schule muss sicherer werden” – Schüler sollen Erste Hilfe lernen – News4teachers
Wäre das nicht auch Panik-Unterricht?
Panik entsteht, wenn man in einer Notsituation (Unfall, Naturkatastrophe… ) völlig hilf- und planlos ist! Zivilschutz bedeutet sich auf verschiedene Krisensituationen vorzubereiten, nicht auf einen Angriffskrieg gegen andere Länder, aber evtl. auch Vorbereitung zur Verteidigung. Das kann man Kindern durchaus ohne Panikmache vermitteln. Der Klimawandel (Waldbrände, Überschwemmungen….) bietet genügend Anschauungsmaterial.
Ich fürchte, dass viele Kinder nicht dazu in der Lage sind, ihre Emotionenwelt angesichts der Katastrophen, die mit Krieg und Klimawandel verbunden sind, im Griff zu behalten. Da braucht es keine Panikmache.
Wie kommen Kinder in Erdbebenregionen (z. B. Japan) mit den regelmäßigen Übungen zum Verhalten bei Erdbeben und Tsunami-Warnung klar,?
Gerade wenn man weiß, wie man sich in Gefahrensituationen gegebenenfalls schützen kann, vermindert das Ängste und im Notfall Panik. Die Ängste der Kinder entstehen doch zum größten Teil dadurch, dass sie sich völlig schutz- und hilflos gegenüber den gegenwärtigen Bedrohungen fühlen.
Wenn ich Herrn Dobrindt richtig verstehe, spricht er nicht nur von Naturkatastrophen, sondern auch von menschengemachten wie Krieg und Klimawandel. Wie sieht denn der Schutz in diesen Fällen aus, dass die Kinder beruhigt sind? Duck and cover?
Er spricht immerhin von „älteren Schülern“, es bleibt aber unklar, wen er genau meint.
Und Sie denken, dass es beruhigender ist, die zunehmenden Krisen zu sehen, die Bedrohung zu erleben, und gleichzeitiges Schweigen zu vernehmen, wie man entsprechend vorsorgt?
Das erinnert mich an: „Teile dieser Antwort könnten die Bevölkerung verunsichern“.
Ich sehe es genauso wie potschemutschka: hoffe auf das Beste und sei vorbereitet auf das Schlechteste.
🙂 An diese berühmt/ berüchtigte Zitat muss ich in letzter Zeit auch immer öfter denken.
Ich war’s, Mika BB, hatte zu früh abgeschickt…
Hilft es den Kindern, wenn man diese realen Gefahren “verschweigt”, kleinredet und ihnen (Fremd)Schutz durch wen oder was verspricht (Gott, die Eltern, der Staat….)?
Sollen die Kinder zum Abwarten und Hoffen erzogen werden? Das erzeugt mMn. Hilflosigkeit, Ängste …, denn die Kinder leben ja nicht in einem abgeschottetem Raum. Sie bekommen ja mit, was in der Welt läuft. Und das könnte die Zunahme der psychischen Erkrankungen unter Kinder und Jugendlichen z. T. erklären. Es wird doch sonst immer davon geredet, wie wichtig das Gefühl von Selbstwirksamkeit ist?
Geschichte wiederholt sich anscheinend:
Karat – Der blaue Planet (Ein Kessel Buntes 03.11.1984) (VOD)
Damit wir nicht aneinander vorbeireden, möchte ich nochmal auf meinen ersten Post verweisen. Darin bestätige ich, dass die Themen schon so gegenwärtig sind, dass sie ohnehin schon für Beunruhigung bei jungen Menschen sorgen können. Man kann die Zunahme an psychischem Belastungsempfinden als Indiz dafür ansehen.
Herr Dobrindts Wortwahl war „zivile Verteidigung“, so dass unter anderem der Kriegsfalls mutmaßlich mitgedacht ist, den Klimawandel und die damit verbundenen Katastrophen haben Sie mit eingebracht. Das sind jedoch andere Bereiche als Alarmübungen oder Vorbereitung auf Stromausfälle. Aber selbst bei (angekündigten) Alarmübungen habe ich schon Kinder (bis 9te Klasse) weinen sehen, weil sie der Alarmton erschreckt hat.
Wenn Sie sich zutrauen, Kinder auf Krieg und klimawandelbegründete Katastrophen (und damit meine ich nicht nur einen überlaufenden Keller) als Lehrer oder Lehrerin, also in Vertretung des Staats, beruhigend vorbereiten zu können, also ohne die ohnehin vorhandenen Ängste zu verstärken bzw. sie sogar abzumildern, dann freut mich das, ich selbst bin da sehr zurückhaltend.
Natürlich ist Katastrophen- und Zivilschutz in allererster Linie Aufgabe des Staates und auch ich finde, dass das nicht (hauptsächlich) an Schulen und Lehrer delegiert werden darf. Das sollen und müssen Profis machen. Mir ging es vor allem um den Punkt – “Panik und alles von den Schüler besser fernhalten, um sie nicht (noch mehr) zu traumatisieren”. Dazu schrieb ich meine Meinung.
Möglich wären allerdings zusätzliche, freiwillige Angebote für Schüler, um Ihnen Ängste zu nehmen und das Gefühl zu geben, nicht völlig hilflos zu sein. Mir scheint, viele Kinder sind heute weniger resilient, als Generationen früher. Woran liegt es? Zuviel “helikoptern”, “rasenmähen”, … ja die Medien spielen eine enorm negative Rolle und schüren immer mehr Ängste. Das können wir nicht so einfach verhindern. Deshalb sollte die Aufgabe von Eltern und Schule sein, die “Kräfte” der Kinder zu stärken.
Richtig.
Wir üben doch auch Feuer- und Amokalarm.
… und die Menschen, auch die Kinder, in Israel wissen seit Jahrzehnten, z. B. wo die Luftschutzräume sind und wie man sich bei Luftalarm verhält.
Ja, auch ich hätte nie gedacht, dass wir hier, mitten in Europa, auch wieder über so etwas nachdenken müssen. Aber die Zeiten ändern sich. Leider!
Es wird aber kein Amokalarm geübt sondern nur das Verhalten in besonderen Notlagen trainiert. Bruchbau heißt ja auch versatzloser Abbau und eine Böschungsrutschung ist ein aktiver Böschungsumbau.
Diese Unfähigkeit sehe ich eher bei den Erwachsenen. Das Problem unserer Zeit ist die Hysterie der (formal) Erwachsenen.
Ist aber rechtlich anders.
Die Hilfe in Notsitustionen und bei Katastrophen ist Ländersache und nennt sich Katastrophenschutz.
Zivilschutz ist Sache des Bundes. Er dient der Beseitigung der Schäden die im Spannungs- und Verteidigungsfall entstehen.
Das, was Dobrindt jetzt den Schulen aufs Auge drücken will, war früher Aufgabe des BVS.
(Bundesverband für den Selbsschutz)
Wichtigste Empfehlung; stay put.
Auf deutsch: Zuhause bleiben und gegen den fallout die Aktentasche über den Kopf halten.
Besser statt krude Ideen zu äußern, wäre es ja, der BMI würde ein Schutzraumkonzept auf den Weg bringen.
Okay, ich definiere, für mich, den Zivilschutz auch eher als Hilfe zur Selbsthilfe, zum richtigen Verhalten in Gefahrensituationen – und das schadet auch Kindern nicht, wenn sie z. B. wissen, dass man bei Überflutung nicht in den Keller flüchtet, schon gar nicht, wenn dort der Stromkasten ist … oder dass man bei Stromausfall, nicht den Grill in die Wohnung stellt, zum Heizen oder Kochen … – das wissen auch manche Erwachsene nicht.
Survival of the fittest.
Die eigentliche Info müsste lauten:
Hilf dir selbst, dann ist allen geholfen.
Wer glaubt er könne die Hilfeleistung im Katastrophenfall auf Dritte übertragen, wird sich im Notfall wundern. Man muss sich nur die Ahrtal-Katastrophe en Detail ansehen.
… oder die letzten Bundes-Warntage, oder den “professionellen” Umgang mit den Stromausfällen in Berlin.
Man fühlt sich fast wie zu DDR-Zeiten: der eine fordert fünf-Jahres-Pläne, der nächste will den GST-Unterricht wiederbeleben….Ganz abgesehen davon: Erste-Hilfe-Training finde ich echt sinnvoll, Brandschutzübungen auch, alles andere ist Sache der Eltern.
Falsch, es werden nur strategische Ziele vorgegeben und die Taktiken unterschiedlich besprochen. Das sind gravierende Unterschiede und auf gar keinen Fall vergleichbar zum staatlichem Handeln untergegangener Regime. Immer diese Eiwig-Gestrigen:)
… und die Zuständigkeiten werden hin und her geschoben.( Erinnert manchmal an die Hütchen-Spieler)
Konnexitätsprinzip – um es staatstragender auszudrücken.
Die regionale Zuständigkeit im Katastrophen- und Zivilschutz ist im Grunde kein schlechter Gedanke. Er soll ja dafür sorgen, dass im Katastrophen-/Verteidigungsfall vor Ort mit lokalen Kräften die Gefahrenabwehr bewerkstelligt werden kann. Aber wie die Ahrtal-Katastrophe deutlich zeigt, wird es schwierig, wenn Zuständigkeiten auf Bezirks- oder sogar Landesebene notwendig werden.
Wundern dürfen wir uns also nicht. Denn selbst bei größeren Schadenslagen kommen die Rettungsdienste schon im Normalfall an ihre Grenzen. In Ballungsräumen können zwar noch die Freiwilligen Feuerwehren und das THW die Berufsfeuerwehren unterstützen, aber auf dem platten Land hingegen ist es schon schwierig, die Tagesbereitschaft sicher zu stellen. genauso sieht es bei der Unterstützung durch die vier großen Sanitätsdienstorganisationen beim Rettungsdienst aus.
Durch die aussetzung des wehrdienstes fehlt es den Blaulichtorganisationen eben auch an “Ersatzdienstleistenden”, die das personalgerüst der verbände konsolidieren. Nur mit Ehrenamtlichen lässt sich der Zivil- und Katatstrophenschutz nicht aufrecht erhalten. Aber je mehr Mitspieler es gibt, um so stärker die Bereitschaft, sich an den Hütchen-Spieler- machenschaften zu beteiligen.
Ich bin ja auf den nächsten Bundes-Warntag gespannt. 🙂 Es wurde ja viel versprochen.
Wenn ihr auch euren Dorfausrufer abgeschafft habt, selbst in schuld:)
Es geht im Artikel jedoch gar nicht um die Sinnfrage zur Thematik Krisenprävention usw.
Es geht primär darum, welche Instanz dafür verantwortlich und zuständig ist.
Dazu, um das “wie” und in welchem Rahmen.
Das sollte man auch so trennen.
Man kann bspw. über die Örtlichkeit Schule [da Schulpflicht – Kinder hier vor Ort] das “wo” abdecken.
Das “durch wen” durch ExpertInnen.
Das “wann und wie lange/oft [Intensität]” ebenfalls durch festgelegten zeitlichen Rahmen [bspw. als “Zusatzworkshop”].
Das “was” und “wie” durch professionelle Schulung der ExpertInnen. Ggf. mit Materialien usw.
Warum sollte denn “alles der Schule” – durch “Lehrkräfte” aufgebettet und eingebettet werden?
Und durch “eine Doppelstunde” – macht mal irgendwann und irgendwie. Aber das Ergebnis sollte schon sein, dass sich dann auch alle auskennen.
Also wieder mal … Wenig Realitätsbezug oder?
Fodern … Okay. Kennt man. Wo fördert man das? Wo sind die konkreten Gedanken und Experten? Wo das Konzept? Sonst ist das wieder erstmal heiße Luft.
Und durchaus kann man Ihren Vergleich mit der Ersten Hilfe anbringen … Auch hier … ExpertInnen. Keine “WE-Schulung” und dann mal schauen… Aber macht mal.
Als Lehrkraft bei SSD:
– Qualifikation Sanitäter (+ 1. Hilfe Ausbildung)
– Und/Oder Zusammenarbeit/Kooperation mit ADAC gelbweste, BRK, DRK, ASB, DLRG, (Wasserwacht), MHD, JUH, JRK, FW, THW oder sonst wen
Da haben Sie vollkommen Recht. Die Frage, wer , wo, was, wann und wieviel über ZV lernen sollte, muss vernünftig geklärt und geregelt werden. Trotzdem schadet es erst einmal nicht, wenn auch Kinder etwas über bestehende Gefahren lernen und sich und anderen im Notfall helfen können.
Mein Ausgangskommentar bezog sich übrigens hauptsächlich auf diesen Teil der Artikel-Überschrift:“Kinder brauchen keine Panik-Unterrichtsstunden”Meine nachfolgenden Kommentare waren Ergänzungen bzw. Antworten auf Foristen.
«Unsere Schüler werden damit zu klugen Krisenvorsorge-Kennern: Sie tragen das Wissen so direkt in die Familien hinein.»
Vielleicht sollte man den Kindern noch dazu erklären, dass eigentlich die Erwachsenen für den Schutz der Kinder zuständig sind und nicht umgekehrt. Dann können sie dieses Wissen direkt an gewisse Politiker herantragen.
Na klar kenne sich SuS bestens mit Krisen und Notlagen aus, schließlich erleben sie sie ja täglich.
Welcher Vorsorgeplan existiert eigentlich für den Fall, in dem die Kinder aus welchem Grund auch immer nicht nach Hause kommen können und in der Schule bleiben müssen?
Wir haben weder Decken noch Lebensmittel noch Getränke – von Medikamenten und Hygieneartikeln mal ganz abgesehen.
Na dann nimmt der Lehrer sie mit zu sich nach Hause. Ist doch klar! 🙂
Aber nur die weiblichen Lehrkräfte, da die männlichen ganz schnell zu recht oder Unrecht unter Verdacht gestellt werden.
… ist das jetzt nicht Geschlechtsdiskriminierung, Männer pauschal unter Verdacht zu stellen? Es sind doch zumeist Männer, die bei der Feuerwehr, dem THW, der Polizei, der BW …. für den Schutz der Menschen sorgen (sollen) ?.
Aber nicht zuhause.
Stimmt!
Da müsst der Staat (und damit die Politiker) ja selber vorsorgen. Das tun die nicht, die verlangen immer nur von anderen etwas…..
Übrigens- so einfach ist das alles dann ja doch nicht, man denke an die vielen traumatisierten Kinder in den Klassen aus Kriegsgebieten etc. Einfach mal eine Doppelstunde ist da ja wohl Unfug.