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Studie: Ein Drittel der Jüngeren offen für rechtsextreme Ideologien – Wissenschaftler fordert politische Bildung schon in der Grundschule

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WIESBADEN. Der Anteil der Menschen in Deutschland, die rechtsextremen Ideologien gegenüber aufgeschlossen sind, ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Besonders stark fällt der Zuwachs laut einer neuen Untersuchung bei jüngeren Altersgruppen aus. Gleichzeitig zeigen die Daten große Unterschiede je nach Bildungsniveau. Ein Politikdidaktiker fordert vor diesem Hintergrund, politische Bildung deutlich früher in der Schule zu verankern.

Der Anteil der Menschen in Deutschland, die rechtsextremen Ideologien gegenüber offen sind, hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Das geht aus dem aktuellen „Monitor 2024/25“ hervor, den der Forschungsverbund MOTRA auf seiner Jahreskonferenz in Wiesbaden vorgestellt hat.

Demnach stieg der Anteil derjenigen, die rechtsextremen Ideologien gegenüber aufgeschlossen sind, zwischen 2021 und 2025 von 21,8 Prozent auf 29,6 Prozent. Grundlage sind repräsentative Befragungen, die der Forschungsverbund seit 2020 bundesweit durchführt.

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MOTRA steht für „Monitoringsystem und Transferplattform Radikalisierung“. Der Forschungsverbund wird vom Bundesforschungsministerium, dem Bundesinnenministerium sowie dem Bundesbildungsministerium gefördert und untersucht Entwicklungen politischer Radikalisierung in Deutschland.

Besonders stark fällt der Anstieg bei jüngeren Altersgruppen aus. In der Altersgruppe unter 40 Jahren waren 2025 nach den Daten der Studie 27,3 Prozent der Befragten für rechtsextreme Ideologien empfänglich. Zusammen mit 5,7 Prozent manifest rechtsextrem eingestellten Personen ergibt sich damit, dass rund ein Drittel der jüngeren Generation zumindest offen für autoritäres rechtsextremes Gedankengut ist.

Die Forschenden messen solche Einstellungen anhand mehrerer Aussagen, zu denen sich die Befragten positionieren müssen. Dazu gehört etwa die Aussage: „Ein Staat sollte einen Führer haben, der das Land zum Wohle aller mit starker Hand regiert.“ Auch antisemitische Aussagen wie „Juden haben in Deutschland zu viel Einfluss“ werden in den Befragungen verwendet.

„Wenn politischer Fachunterricht, wie es teilweise der Fall ist, erst im Teenageralter systematisch einsetzt, überlässt Schule dieses Feld anderen Sozialisationsinstanzen“

Die Ergebnisse zeigen zugleich deutliche Unterschiede nach Bildungsniveau. Manifest rechtsextreme Einstellungen treten laut Studie deutlich häufiger bei Menschen mit niedrigeren Bildungsabschlüssen auf. Unter Befragten ohne Abschluss oder mit Hauptschulabschluss lag der Anteil manifest rechtsextremer Einstellungen im Jahr 2025 bei 11,1 Prozent. Unter Menschen mit Abitur betrug dieser Anteil dagegen 1,4 Prozent.

Die Untersuchung verweist zugleich auf eine weitere Entwicklung: Parallel zum Anstieg extremistischer Einstellungen hat auch die politisch motivierte Kriminalität zugenommen. Mit 100,7 Delikten pro 100.000 Einwohner wurde 2024 ein neuer Höchststand registriert. Auch die Zahl der polizeilich erfassten Opfer politisch motivierter, vorurteilsgeleiteter Kriminalität stieg deutlich – von 1.221 im Jahr 2020 auf 2.162 im Jahr 2024.

Der Forschungsverbund sieht dabei auch einen Zusammenhang mit zunehmenden Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Mitte 2025 waren laut MOTRA-Monitor 7,2 Prozent der Befragten manifest antisemitisch eingestellt, 28,3 Prozent manifest muslimfeindlich.

Trotz dieser Entwicklungen zeigt die Untersuchung zugleich, dass eine große Mehrheit der Bevölkerung weiterhin grundlegende demokratische Prinzipien unterstützt. Im Jahr 2025 äußerten sich 85,6 Prozent der Befragten positiv zu den Grundprinzipien einer liberalen, rechtsstaatlichen Demokratie. 14,4 Prozent gelten den Forschenden zufolge als demokratiedistant. Dieser Wert liegt allerdings leicht unter dem bisherigen Höchststand von 16,1 Prozent im Jahr 2023.

„Demokratie ist keine Staatsform, die sich selbst erhält. Sie muss gelernt und eingeübt werden“

Vor dem Hintergrund wachsender extremistischer Einstellungen plädieren Fachleute für eine stärkere politische Bildung in der Schule – und zwar deutlich früher als bislang üblich.

Der Oldenburger Politikdidaktiker Prof. Tonio Oeftering spricht sich dafür aus, politischen Unterricht bereits in der Grundschule zu verankern. Kinder entwickelten Vorstellungen von politischen Fragen deutlich früher, als der schulische Politikunterricht meist beginne. „Kinder haben längst Vorstellungen von Macht, Gerechtigkeit oder Krieg, bevor sie Politikunterricht bekommen. Sie hören Nachrichten, erleben Diskussionen zu Hause, sind in sozialen Medien unterwegs“, sagte Oeftering der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“.

Wenn politischer Fachunterricht erst im Teenageralter systematisch einsetze, überlasse die Schule dieses Feld anderen Einflüssen. „Wenn politischer Fachunterricht, wie es teilweise der Fall ist, erst im Teenageralter systematisch einsetzt, überlässt Schule dieses Feld anderen Sozialisationsinstanzen“, sagte der Professor.

Dabei gehe es nicht darum, Kinder früh mit Parteipolitik zu konfrontieren. „Es geht nicht um das Auseinandernehmen von Parteiprogrammen“, betonte Oeftering. „Es geht um Fragen wie: Was ist gerecht? Warum gibt es Krieg? Warum dürfen nicht alle Kinder zur Schule gehen?“ Solche Themen könnten altersgerecht behandelt werden – etwa über Mitbestimmung, Kinderrechte oder unterschiedliche Lebensformen.

Nach seiner Einschätzung wird politische Bildung in der Schule bislang deutlich zu knapp bemessen. Politikunterricht mache in Niedersachsen je nach Schulform lediglich zwei bis drei Prozent der Unterrichtszeit aus. „Und trotzdem erwarten wir von Schule, mündige Bürgerinnen und Bürger hervorzubringen. Das passt nicht zusammen. Demokratie ist keine Staatsform, die sich selbst erhält. Sie muss gelernt und eingeübt werden.“

Zugleich warnt Oeftering vor dem Einfluss sozialer Medien auf junge Menschen. Kinder würden dort früh mit radikalen Narrativen konfrontiert. Deshalb zeigt sich der Wissenschaftler inzwischen offen für strengere Regeln beim Zugang zu Plattformen. „Wir akzeptieren Altersgrenzen bei Filmen selbstverständlich. Warum sollten Kinder ungefiltert alles auf Tiktok oder YouTube sehen dürfen?“ Ein Verbot für unter 14-Jährige könne zwar nicht alle Probleme lösen, sagte Oeftering. „Aber die derzeitige Ungeschütztheit halte ich für problematisch.“ News4teachers / mit Material der dpa

Hier lässt sich die Studie herunterladen. 

Warum Lehrkräfte im Kampf gegen Rechtsextremismus so wichtig sind (wieso sie aber kaum eine Chance haben)

 

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Biene
1 Tag zuvor

Die Ideologisierung fängt im Elternhaus an. Also sollte man dort ansetzen und nicht schon wieder den Lehrern alles aufs Auge drücken. Ansonsten: Der Herr Professor möge doch bitte den Unterricht UNBEZAHLT on Top übernehmen, damit die Lehrkräfte sich um den Rest der Gesellschaftsrettung kümmern können. Achja und nur so nebenbei die Grundkompetenzen für eine offene Zukunft auch noch lehrt.

Ironie und Sarkasmus bitte finden und behalten, bei Risiken und Nebenwirkungen bitte den örtlich zuständigen Kabarettisten oder Komiker fragen.

Rainer Zufall
1 Tag zuvor
Antwortet  Redaktion

“Eigenverantwortung” ist ne ganz große Sache, was die verantwortliche (!) Politik betrifft

Fräulein Rottenmeier
1 Tag zuvor
Antwortet  Redaktion

Das Verfassungsviertelstündchen kann ja auch in der Grundschule eingeführt werden…..was fällt weg? Die 3x 20 Minuten Lesen in der Woche…..

Rainer Zufall
4 Stunden zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich würde erstmal die Auswertung des Vertielstündchens abwarten. Was man im Forum an Bereitschaft aufnimmt bezüglich Partizipation, Demokratiebildung, Rechtstaat und/ oder Weltpolitik, könnten wöchentliche 15min zu nicht wenigen eine deutliche Verbesserung darstellen… :/

Fräulein Rottenmeier
1 Tag zuvor
Antwortet  Redaktion

Sie halten Eltern für unverantwortlich?

DerechteNorden
1 Tag zuvor
Antwortet  Redaktion

Wir könnten auch Schulen zu Internaten umbauen und mit viel Personal ausstatten, damit Kinder am Ende tatsächlich das lernen, was sie lernen sollen.
Und Eltern müssten in die Elternschule verdonnert werden können.

Wer denkt, dass man in der Schule schwere Defizite, die leider zu viele Kinder heutzutage aus den Elternhäusern mitbringen, in der Schule mit diesem oder jenem zusätzlichen Programm (Demokratieverständnis, Toilettentraining, Bedürfnisrückstellung, gesunde Ernährung, Handy-Absenz etc.) richten könnte, glaubt auch, dass Zitronenfalter …

DerechteNorden
23 Stunden zuvor
Antwortet  Redaktion

Sie verstehen ganz offensichtlich die Relevanz des Elternhauses nicht.
Hatte heute gerade eine Fortbildung zur Kindeswohlgefährdung, in der genau das noch einmal deutlich wurde.

DerechteNorden
22 Stunden zuvor
Antwortet  Redaktion

In meinem Bundesland wird das gemacht. …
Was soll ich sagen?
Die Kids aus problematischen Familien haben anderen Prioritäten. Und von denen gibt es immer mehr.
Ich sage nicht, dass man KEINE Demokratiebildung machen sollte, allerdings halte ich von noch mehr davon statt anderer wichtiger Dinge nichts, … Kosten-Nutzen-Verhältnis und so.

Canishine
23 Stunden zuvor
Antwortet  Redaktion

Der erste „Denkfehler“ ist evtl. verzeihlich, denn immerhin geht es gleich in Ihrer Überschrift um Grundschule. Aber die Tagesbetreuung ab 18 Monaten bietet sich natürlich auch für Demokratiebildung an.
Der zweite Denkfehler ist wohl eher ein Verständigungsproblem, da „(nicht) nicht schwere Defizite […] richten“ zu können und „gar nichts vermitteln“ Unterschiedliches bedeutet.

Meiomei
1 Tag zuvor
Antwortet  Redaktion

Sie hören Nachrichten, erleben Diskussionen zu Hause, sind in sozialen Medien unterwegs“, sagte Oeftering der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“.

Welche Inhalte bekommen sie den zu hören in der heutigen Zeit. Neben den ganzen negativen Nachrichten, kommt dann die feine Umgang der Politiker miteinander. Ob das die Grundschüler wirklich so für sich analysieren und einordnen können?

Die Diskussionen im Elternhaus und das erleben im Elernhaus sind nun mal sehr entscheidend. Das Erleben die Kinder halt auch 7 Tage die Woche. Die Wirkung von schulischen Maßnahmen vgl. Verfassungsviertelstunde kann ja schon mal geprüft werden. Aber wie heißt ein alter Spruch. Du kanst deine Kinder erziehen wie du willst, leztendlich machen sie es doch wieder den Eltern nach.

Na ja, das Thema soziale Medien in der Grundschule hat sich ja demnächst mit dem Verbot bald erledigt. (Wobei, wenn ich an den Artikel von dem australischen Lehrer denke)

Also, lieber Didatikprofessor. Ich hätte gerne ein paar Vorschläge, wie das im Unterricht der Grundschule wirkungungsvoll und flächendeckend umzusetzen ist (und nicht nur man sollte)

Man sollte, Man könnte, Man wird ist das Man agement ?
Oder der umgeschriebene Schlager von Peter Alexander: Die Schule wirds schon richten, die Schule wird schon tun ……

Sepp
1 Tag zuvor
Antwortet  Redaktion

Liebe Redaktion,

Wir sehen, dass die Bevölkerung und entsprechend auch die Kinder sich immer schlechter ernähren. Mit ein paar Stunden Kochunterricht in der Schule werden wir das aber nicht ändern können.

Ebenso wenig werden wir mit ein paar Stunden Politik in der Grundschule wirklich etwas gegen Ideologisierung in der Familie ausrichten können. Dafür sind die Kinder eben die ganze Zeit den Aussagen und Ansagen in der Familie ausgesetzt.

Grundschüler hinterfragen auch viel weniger den Standpunkt der Eltern, im Vergleich bspw. zu Pubertierenden. Im Zweifelsfall kommen sie nach dem Unterricht nach Hause, berichten, was die Lehrerin gesagt hat und lassen sich deren Aussagen durch die Eltern “einordnen”.

Offenen Antisemitismus habe ich nur wenig an unserer Schule beobachtet, dann ausschließlich von muslimischen Schülern, die irgendwas nachgeplappert haben, das sie zu Hause gehört hatten. Natürlich interveniert man dort, aber im Wissen, dass das vermutlich wenig gegen die Aussagen des Elternhauses bringt.

Denken Sie bspw. mal an die Familien, die nach dem Hamas-Angriff auf israelische Zivilisten in Berlin gefeiert haben und ihren Kindern Süßigkeiten gegeben haben. Glauben Sie wirklich, dass man kleine Kinder in solchen Familien mit Unterricht erreichen kann?

Echte politische Bildung halte ich auch in der Grundschule für zu früh. Grundschulen haben ganz andere Baustellen.
Stattdessen sollte es niederschwellige Angebote geben, den Besuch einer Synagoge (, Kirche und Moschee), gemeinsames Feiern unterschiedlicher Feiertage verschiedener Religionen, Veranstaltungen zu interreligiösem Dialog.

Grundschultante
1 Tag zuvor
Antwortet  Redaktion

Zustimmung! Es gibt (zum Beispiel) den Klassenrat, das Schülerparlament und den Schülerhaushalt.
Das sind Möglichkeiten, Schule mitzubestimmen, sich mit verschiedenen Meinungen auseinanderzusetzen und einen möglichst gemeinsamen Konsens zu finden.

DerechteNorden
12 Stunden zuvor
Antwortet  Grundschultante

Ja, aber das gibt es doch bereits!
Und wie viel bewirkt das bei den Kindern aus den entsprechenden Elternhäusern genau? DAS ist doch der Punkt.

Sepp
19 Stunden zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich verstehe nicht, warum Sie einen anderen Artikel heranziehen, wenn es hier gar nicht um sowas wie einen Klassenrat geht!

„Kinder haben längst Vorstellungen von Macht, Gerechtigkeit oder Krieg, bevor sie Politikunterricht bekommen. Sie hören Nachrichten, erleben Diskussionen zu Hause, sind in sozialen Medien unterwegs“, sagte Oeftering der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“.

Und das sehe ich eben anders. Wir müssen Grundschüler nicht schon mit Krieg belasten! Grundschüler sollten eben auch noch Kinder sein dürfen!

Wenn politischer Fachunterricht erst im Teenageralter systematisch einsetze, überlasse die Schule dieses Feld anderen Einflüssen. „Wenn politischer Fachunterricht, wie es teilweise der Fall ist, erst im Teenageralter systematisch einsetzt, überlässt Schule dieses Feld anderen Sozialisationsinstanzen“, sagte der Professor.

Also geht es eben doch nicht um demokratische Mitbestimmung in der Schule, bei der man eh meist nur so tut als ob, und den Kids keine echten Entscheidungen gibt,
sondern um systematischen politischen Fachunterricht!

„Es geht um Fragen wie: Was ist gerecht? Warum gibt es Krieg? Warum dürfen nicht alle Kinder zur Schule gehen?“ Solche Themen könnten altersgerecht behandelt werden – etwa über Mitbestimmung, Kinderrechte oder unterschiedliche Lebensformen.

Warum schon wieder Krieg? Wir sollten langsam mal aufhören, Kinder wie junge Erwachsene zu behandeln und ihnen alle Sorgen von Krieg bis Klimawandel aufzulasten.

Natürlich sollten Kinder in kleinen Fragen mitbestimmen dürfen. Sicher sollte man ihnen umweltfreundliches Handeln und Offenheit gegenüber anderen Religionen und Vorstellungen vorleben. Aber das sind eben Bereiche, in denen die Kinder Selbstwirksamkeit erleben können und etwas Anderes als systematischer, politischer Fachunterricht mit Themen wie z.B. Krieg und Kinderarbeit!

Indra Rupp
1 Tag zuvor
Antwortet  Sepp

Meine rechtsextremen Nachbarn (Holocaustleugner, Trump und Putin Verehrer, Reichsbürger, Corona-und Klimaleugner, Qanon – und Anderes Verschwörungstheoretiker, ect) haben drei Söhne, alle um die 30 Jahre alt. Die leben im Hotel Mama, daddeln, trinken ihre Energiedrinks, futtern ihre Pommes, haben jeder ein Auto und manchmal den Lappen weg, fahren auch mal einige Wochen zur Arbeit oder Ausbildung, vor allem, wenn das Auto hin ist und sie vom Jobcenter ein neues wollen, meckern, wenn es mal Eintopf gibt und sehen das als Versagen des Staates, der die armen Deutschen im Stich lässt, so das ein Familie mit fünf Erwachsenen, von denen immerhin einer gerade ” halb hart arbeitet und halb Ausbildung macht” sich nur Eintopf leisten kann.
Und diese Söhne denken genau wie ihre Eltern, wählen alle geschlossen als Reichsbürger gar nicht oder alle geschlossen Afd, um denen zu “helfen”.
Und diese Söhne….. finden aus irgendeinem Grund keine Freundin,und wenn, bleibt die nicht lange. Wurden halt alle “in der Schule indoktriniert”, die Mädels.

Ich kann für gewöhnlich solche pauschalisierenden Klischees nicht ab, aber auf meine Nachbarn trifft das wirklich 100% zu. Und die haben eine richtig schicke 1.400kalt Wohnung mit Top idyllischer Aussicht, jeder ein Auto und halten sich für die ärmsten Schweine der Welt. Tatsächlich sind und machen die genau das, was sie Migranten vorwerfen. Und das sie alle schlechte Hauptschüler waren, liegt angeblich daran, dass sie im Gegensatz zu Anderen selbständig denken können.

Denen kann man nicht helfen und auch nicht deren Situation verbessern, man kann nur klare Regeln und Ansagen machen.

DerechteNorden
12 Stunden zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Damit liefern Sie hier quasi den Beweis, dass Schule leider bei den problematischen Fällen nicht so wirkt, wie es sich der Bildungswissenschaftler so vorstellt.
Wenn die jetzt alle um die 30 J. alt sind, dann sind die ja zu einer Zeit in Nds. zur Schule gegangen, in der dort bereits der Geist einer neuen Zeit wehte.

Rainer Zufall
1 Tag zuvor

“Manifest rechtsextreme Einstellungen treten laut Studie deutlich häufiger bei Menschen mit niedrigeren Bildungsabschlüssen auf.”
Und jetzt sitzen DIE im Bundestag und verbreiten rassistische, völkische, frauenfreindliche, antisemitische, dementsprechend wissenschafts- und demokratiefeindliche Ideologie und betreiben die rechtsextreme Arbeit auf Toktik, Insta und wasweißich – definitiglv kein Problem der “gebildeten” Bevölkerung (augenroll)

Aber ja, ich bin mega-überrascht, dass Extremismus zunimmt, obwohl wir nicht gegen Rechtsextremismus unternehmen, Schüler*innen partiziperen (lernen!) lassen und jede Herausforderung als “pädagogisches Blabla”, unzumutbar, als “Eigenverantwortung” und auf keinen Fall als Angelegenheit der Schule festmachen.

Und natürlich waren sind und werden die Grünen irgendwie auf jeden Fall schuld sein müssen – aber warum plötzlich bloß all der Rechtsextremismus? -___-

Fräulein Rottenmeier
1 Tag zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Na dann, ran! Sie beraten ja bisher nur, dann können Sie doch in Zukunft mal richtigen Unterricht machen…..

Rainer Zufall
1 Tag zuvor

Das stand schon immer zur Verfügung.
In der Inklusion wünschen (!) sich die Klassenlehrerinnen, dass ich mit ihren Inklusionskindern separat arbeite. Wenn die etwas anderes wünschen, gehe ich dem selbstverständlich nach – und ebenso selbstverständlich ist die Beratung kein Teil meines (politisch viel zu gering gestalteten) Stundenkontingents 😉

Was den Unterricht betrifft, behandeln wir derzeit Imperialismus und den ersten Weltkrieg und haben da beide Hände voll, was die aktuelle Weltpolitik betrifft…

Rico
1 Tag zuvor

Zitat “..Es geht um Fragen wie: Was ist gerecht? Warum gibt es Krieg? .. “

Also ich weiß nicht wie sich letzters dieser Tage noch vermitteln lässt. Ich schätze so ging es schon vielen Generationen zuvor. Die Eltern schwiegen lieber, weil sich dazu nichts erbauliches mehr sagen ließ.

Canishine
1 Tag zuvor

Was ist gerecht? Warum gibt es Krieg? Warum dürfen nicht alle Kinder zur Schule gehen?“
Frage an die Grundschulkollegen: In der Unterstufe an unserer Schule sind solche Fragen, teils in konkreterer Form, das tägliche Brot der Klassenleitung. Sollte das etwa in der Grundschule tatsächlich nicht so sein? Ich wäre sehr überrascht …

Muxi
1 Tag zuvor

„Es geht um Fragen wie: Was ist gerecht? Warum gibt es Krieg? Warum dürfen nicht alle Kinder zur Schule gehen?“
Das sind keine Fragen zum Thema Demokratie und Mitbestimmung, zumindest nicht aus der Lebenswelt der Kinder.

Spannend wären:
“Ich werde in der Schule gemobbt, warum muss ich trotzdem dahin?”
“Ich hab ADHS und die Schule tut mir nicht gut, warum muss ich trotzdem hin?”.
“Ich komme mit der Lehrkraft nicht klar, warum darf ich nicht Klasse wechseln?”

Das wären tatsächlich relevante Fragen zum Thema Mitbestimmung.

Bildungsnah
1 Tag zuvor

Ja klar, neben all den anderen Themen jetzt auch noch Politik in der Grundschule. Das bisschen Addition, dass die in ihrem Leben wirklich brauchen, können die Kinder auch zu Hause lernen.

Es ist ja eigentlich ganz einfach, die Schule könnte die Erziehung und die weltanschauliche Bildung übernehmen und die Eltern machen dann halt den früheren Schulstoff.
Dann sind scheinbar alle zufrieden.

Mika BB
1 Tag zuvor
Antwortet  Redaktion

„ Schule hat Erziehung zu übernehmen.“

Dem widerspreche ich nicht. Die Frage ist doch aber: welchen Anteil an der Erziehung der Kinder soll Schule übernehmen?
Par. 6 GG sagt aus: „ Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst IHNEN obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.“ (Hervorhebung von mir).

Erziehung obliegt also vor allem den Eltern. Die Schule ist diesbezüglich nachrangig. Und aus meiner Sicht sollte insbesondere auch bei dazu nicht genug befähigten Eltern angesetzt werden, auf dass diese befähigt werden, ihre Kinder im Sinne der von Ihnen zitierten Werte zu erziehen.

Mika BB
1 Tag zuvor
Antwortet  Redaktion

Kinder extremistischer Eltern erreichen Sie bei entsprechender Indoktrination durch dieselben in der Schule eh nicht mehr, auch nicht bei ü 5h Politikunterricht pro Woche und gelebte Demokratie in der Schule.

Wenn Sie die Befähigung der Eltern zur Erziehung ihrer Kinder als Beckmesserei bezeichnen – okay, ich sehe das anders. Eltern sind diejenigen, die am meisten Einfluss auf ihre heranwachsenden Kinder haben – bis zum Eintritt derselben in die Pubertät. Was bis dahin an Erziehung nicht gelaufen ist, ist kaum nachholbar.

Ich glaube daran, dass die allermeisten Eltern das Beste für ihre Kinder wollen. Ein immer größerer Teil scheint aber weder zu wissen, was das Beste für ihr Kind ist noch wie man das erreichen kann. Das verwundert mich nicht, wenn man sich die abertausenden Insta-Moms ansieht, die genau wissen, was ein Kind braucht und das in die Welt tröten – nur dass die Aussagen, wie ein Kind zu erziehen sei, halt komplett widersprüchlich sind. Insta und Co sind die neuen Gurus, nicht irgendwelche Bildungs-und Eriehungswissenschaftler.
Und deshalb macht es aus meiner Sicht absolut Sinn, bei den Eltern anzusetzen: mit Hinweis auf ihre gesetzliche Erziehungspflicht und ggf mit Unterstützung und Anleitung.

Mika BB
22 Stunden zuvor
Antwortet  Redaktion

Mich interessiert, warum Sie Eltern, die nicht in der Lage sind, ihrem gesetzlichem Erziehungsauftrag nachzukommen, nicht Anleitung und diesbezügliche Hilfen zugestehen wollen. Sie sagen einfach: „funktioniert nicht“, und erklären damit diese Eltern für unfähig, zu lernen. Ich finds skurril, was Sie hier formulieren, sorry.

Wenn man in Ihrem Sinne konsequent zuende denkt, muss man, um jedem Kind gleiche Entwicklungschancen zu bieten und sie im Sinne der von Ihnen zitierten Werte zu erziehen, die Kinder frühestmöglich aus ihren Familien herausnehmen und in staatliche Obhut geben: es funktioniert ja nicht, dass Eltern lernen können, wie man sein Kind erzieht.

Das wäre dann Erziehung ganz im Orwellschen Sinne…

Canishine
22 Stunden zuvor
Antwortet  Redaktion

Nein, diese Auseinandersetzung soll lieber stellvertretend von deren Kindern geführt werden, die in der Schule Demokratiebildung erfahren haben.

Mika BB
21 Stunden zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich schrieb es bereits: Kinder von Extremisten können Sie in der Schule auch mit 5h Politik pro Woche und gelebter Demokratie nur unter sehr sehr günstigen Voraussetzungen dazu bringen, die von ihren Eltern vorgelebten Werte anzuzweifeln. Diese Kinder machen aber nicht die Masse aus. Diese Kinder fallen im Regelfall auch kaum auf, jedenfalls nicht vor der Pubertät.

So ein verpflichtender Demokratiekurs für bekennende Extremisteneltern hätte allerdings was: Ja, ich glaub, ich finde Ihre Idee wahrlich charmant. Allerdings: wie wollen Sie diese Eltern identifizieren? Die richtig Gefährlichen tragen das eher nicht nach außen.

Es geht mir um die Kinder von Eltern, die aus Unwissenheit und/oder Unsicherheit ihre Kinder nicht erziehen. Es geht auch um die Kinder, die sich auf Tiktok und Co ins antidemokratische Spektrum ziehen lassen, weil ihre Eltern aus Nichtwissen keine Grenzen setzen oder/und sich nicht auseinandersetzen wollen.

Ich bin übrigens unbedingt für Demokratieerziehung in der Schule. Ich bin auch Fan von demokratischer Schule und demzufolge absoluter Vertreter davon, dass SuS im Rahmen der bei ihnen vorliegenden Fähigkeiten bzgl. der Einschätzung der Tragweite ihrer Entscheidungen im schulischen Alltag viel mehr Verantwortung und Mitbestimmungsrechte erhalten sollen. SuS müssen meiner Ansicht nach viel früher als jetzt lernen, dass jegliches Handeln (so auch Nichthandeln) Auswirkungen nach sich zieht, und sollten viel früher Verantwortung für das eigene Fortkommen übernehmen müssen. Selbstorganisiertes Lernen sowohl fachlich als auch sozial in voller Ausprägung.

Rainer Zufall
4 Stunden zuvor
Antwortet  Mika BB

“Mich interessiert, warum Sie Eltern, die nicht in der Lage sind, ihrem gesetzlichem Erziehungsauftrag nachzukommen”
Gute Frage… Was mit all den Kindern machen, die Rechtsextreme in die Politik wählen?
Islamist*innen haben derzeit noch den Anstand, sich von Putin nicht zu instrumentalisieren zu lassen, um Deutschland zu bekämpfen…

Bevor wir uns also den “Faulen” widmen, was sollen wir Ihrer Meinung nach mit den Gefährlichen machen? 😉

Nick
2 Stunden zuvor
Antwortet  Redaktion

Das kann nicht funktionieren, zumindest nicht auf hohem Niveau. Bei Kindern liegt der Betreuungsschlüssel im Eltetngaus bei nahezu 1:1. Wie sieht der Betreuungsschlüssel im Verhältnis Lehrer zu Schüler aus? 1:25? Und jeder Schüler hat seine eigenen Probleme.

Bla
20 Stunden zuvor
Antwortet  Redaktion

Naja …
Sie argumentieren eben mit dem Schulgesetz NRW.
Mika BB mit dem GG.

Also … Was ist jetzt “wessen Profil” und wo sind “Profilüberschneidungen”?

Wo ist auch der gesellschaftliche un politische Bereich?
Wo sind die Ressourcen und “Werkzeuge”? Wo die “Handhabe”? Und wo eben nicht.

Wenn Sie sagen: Man kann das den/einigen Eltern nicht überlassen … Muss und kann das dann überhaupt Schule leisten?
Wie wären ggf. Alternativen? Bei Bekanntgabe/Bekennung von Rechtsextremismus – sofort Kinder einziehen/abnehmen?

Welchen Rahmen hat denn Schule unter welchen Erwartungen und Anforderungen, sowie Umsetzungsmöglichkeiten?

Ist ja relativ einfach nur mal auf ein Gesetz zu verweisen. Verstehen Sie mich nicht falsch … Da haben Sie auch recht.
Aber dann auf ein anderes Gesetz zu “entwerten” bzw. “zu beschwichtigen”?
Warum sollte man dann eben nicht sagen: Nicht meine (primäre) Aufgabe?
Gerade wenn kein Rahmen dafür da ist/wäre.

Wieviele Schulen haben denn das Label “Schule ohne Rassismus” und machen tatsächlich die (erhofften) Projekte usw. dazu?

Also entweder man sieht “jedes Gesetz” in der Konsequenz … Oder es wird eben für alle Seite die Konsequenz der Inkonsequenz der Gesetze geben.

Wenn man den Eltern dies entzieht … Dann müsste man tatsächlich lauter Internate machen?

Ist doch etwas komplexer als “steht im Gesetz” … Daher muss das. Aber “das andere Gesetz” … Nene, das können wir jetzt wirklich nicht erwarten [und daher ignorieren wir es? Begegnet man es durch … Wiederum Hinweis auf 1. Gesetz? Wirklich? Das ist die Anwort? Schule klär wieder mal alles ?]

DienstnachVorschrift
10 Stunden zuvor
Antwortet  Redaktion

Nein, aber die Möglichkeiten von Schule sind aus eigener Erfahrung stark begrenzt. Wenn man Pech hat, dann fühlen sich Eltern/Kinder indoktriniert und radikalisieren sich noch mehr. Zumal wir auch Lehrkräfte haben, die radikale Tendenzen aufweisen. Wurde zwar alles gemeldet, aber reicht für starke Maßnahmen nicht aus.
Wenn, dann machen wir nur etwas über Projekte mit Organisationen zur Demokratiebildung.

Rainer Zufall
1 Tag zuvor
Antwortet  Mika BB

“Die Frage ist doch aber: welchen Anteil an der Erziehung der Kinder soll Schule übernehmen?”
Welche Inhalte der Erziehung gehören Ihrer Meinung nach also fest zu Schule?

DerechteNorden
23 Stunden zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Das spielt keine so große Rolle, denn das GG ist da recht klar, was das Recht der Eltern angeht.

Rainer Zufall
4 Stunden zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Da Mika das aufteilen will, interessiert es mich tatsächlich brennend, WO hier die Lehrkräfte in der Verantwortung gesehen werden
Nicht, dass die sich am Ende drücken wollen, die Familien als “faul” beschimpfen und denen sämtliche Verantwortung zuschieben – wie jämmerlich wäre das denn?

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