BERLIN. Deutschland erlebt die nächste Hitzewelle. Der Deutsche Wetterdienst erwartet in den kommenden Tagen vielerorts Temperaturen von deutlich über 30 Grad, regional sind sogar Werte nahe 40 Grad möglich. Was diese Wetterlage für Schulen bedeutet, bleibt von außen oft verborgen: Während über Hitzefrei diskutiert wird, sitzen Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte vielerorts in Räumen, die für solche Bedingungen nicht ausgelegt sind. News4teachers möchte das Problem sichtbar machen – und bittet Lehrkräfte um Unterstützung: Schicken Sie uns ein Foto von einem Thermometer, das einen Wert während des Unterrichts anzeigt!

Deutschland steht nach Einschätzung von Meteorologen unter einer sogenannten Hitzeglocke. Der Deutsche Wetterdienst rechnet bis weit in die Woche hinein mit anhaltender Hitze. Im Süden und in Teilen der Mitte Deutschlands werden Höchstwerte zwischen 30 und 37 Grad erwartet, im Südwesten könnten regional sogar knapp 40 Grad erreicht werden. Der Meteorologe Fabian Ruhnau vom Wetterportal Kachelmannwetter spricht von einem „Heat Dome“, einer Hitzeglocke, die von Frankreich aus nach Deutschland drückt. Eine spürbare Abkühlung ist nach den aktuellen Prognosen frühestens zu Beginn der kommenden Woche in Sicht.
Für viele Schulen stellt sich damit erneut eine Frage, die weit über die Debatte um Hitzefrei hinausgeht: Welche Temperaturen herrschen tatsächlich in den Klassenräumen während des Unterrichts?
News4teachers möchte die Situation dokumentieren und bittet Lehrerinnen und Lehrer aus ganz Deutschland um Mithilfe.
Schicken Sie uns ein Foto eines Thermometers aus Ihrem Klassenraum kurz vor, während oder unmittelbar nach dem Unterricht.
Bitte senden Sie unter dem Betreff „Hitze-Aktion“:
- ein Foto des Thermometers mit der angezeigten Temperatur,
- die Schulform.
- das Bundesland,
- die Uhrzeit, zu der das Foto aufgenommen wurde.
Stadt, Schulname oder andere persönliche Angaben sind nicht erforderlich.
E-Mail: redaktion@news4teachers.de
Die Einsenderinnen und Einsender bleiben anonym. Die übermittelten Fotos und Angaben werden von News4teachers ausschließlich für die Berichterstattung verwendet und nicht gespeichert oder anderweitig genutzt.
Der Hintergrund: Lehrerverbände warnen seit Jahren davor, dass viele Schulgebäude auf die Folgen des Klimawandels nicht vorbereitet sind. Erst in der vergangenen Woche forderte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Nordrhein-Westfalen verbindliche Hitzeschutzregelungen für alle Schulformen. Die Landesvorsitzende Ayla Çelik kritisierte, dass Hitzeschutz vielerorts vom Zustand des Gebäudes und den finanziellen Möglichkeiten des jeweiligen Schulträgers abhänge. Hitzeschutz dürfe nicht „nach Kassenlage oder Gebäudezustand“ organisiert werden. Die GEW verweist darauf, dass viele Schulgebäude keine klimaresistenten Lern- und Arbeitsorte seien und extreme Temperaturen gesundes Lernen und Arbeiten erheblich erschweren könnten.
Ähnlich argumentiert der Verband Bildung und Erziehung (VBE). Der Verband berichtet von Klassenräumen, die in den Sommermonaten zu „regelrechten Backöfen“ würden. Nach Angaben des VBE nimmt die kognitive Leistungsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen bereits ab 26 Grad Celsius ab. Bei Temperaturen von mehr als 30 Grad steigen Fehlzeiten und Unfallrisiken. Während für Büroräume konkrete Vorgaben der Arbeitsstättenverordnung gelten, fehlen vergleichbare verbindliche Regelungen für Schulen vielerorts. Der Verband fordert deshalb klare Temperaturgrenzen, bessere bauliche Ausstattung sowie langfristige Investitionen in Sonnenschutz, Lüftung und Sanierung.
Wie groß das Problem tatsächlich ist, zeigen nicht allein Wetterkarten oder Prognosen. Entscheidend sind die Temperaturen dort, wo Unterricht stattfindet.
Deshalb unser Aufruf an Sie:
Dokumentieren Sie die Bedingungen, unter denen Sie arbeiten müssen und Schüler lernen sollen. Schicken Sie uns Ihr Thermometer-Foto aus dem Klassenraum an redaktion@news4teachers.de – mit Angabe von Schulform und Bundesland. Gemeinsam wollen wir sichtbar machen, welche Temperaturen Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler während dieser Hitzewelle tatsächlich aushalten müssen. News4teachers / mit Informationen der dpa
Wenn Klassenräume zur Hitzefalle werden und niemand sich zuständig fühlt (Arbeitsrecht)
Ich werde auf jeden Fall dokumentieren! Aber ich ahne schon, was dann folgt: Gehen Sie doch nach draußen in den Schatten! (Aktuell: 31 Grad) Gehen Sie in einen kühleren Raum im Schulgebäude! (Kann mir den mal jemand zeigen?) Achten Sie darauf, dass die Kinder genug trinken!
Der Wasserspender für genug Trinken war unserm Schulträger zu teuer. Falsche Schulform halt, die Gymnasien haben alle einen.
ALLE, ne ist klar. Der Versuch, eine Neiddebatte anzuzetteln, hilft hier nicht weiter.
Genau das ist aber die Absicht.
Wir haben keinen.
Aber in alten Gebäuden wie unserem gibt es noch Waschbecken in jedem Klassenraum.
„Wenn es kein Wasser gibt, sollen sie doch Apfelschorle trinken!“
Oder so ähnlich…
Oder Caprisonne, Durstlöscher- gibt’s an fast jedem Schulkiosk.
Ja klar, haben wir vor einigen Jahren vom Förderverein spendiert bekommen – steht in der Cafeteria mit direktem Anschluss an das Wassersystem der Schule.
PROBLEM:
Seit langer Zeit ist das Gerät außer Betrieb, weil der verbaute Wasserfilter getauscht werden müsste … und die SL sich weigert, die (laufenden) Kosten zu übernehmen, weil ja schließlich der Förderverein als anschaffende Instanz die Kosten zu tragen habe.
Kann man sich eigentlich nicht ausdenken!! Also steht das Ding nun herum … ist ausgeschaltet und es gibt eben kein gekühltes und gefiltertes Trinkwasser.
Stimmt doch gar nicht!
…die Gymnasien haben alle einen. (Wasserspender)
Wer sind ALLE? Und WO?
DAS wüsste ich aber! 🙁
Alle Gymnasien anscheinend.
Überall.
So definiert sich ein Gymnasium inzwischen. Weiß man nicht, ob Realschule oder Gym … Schaut man halt kurz in eine Klasse, ob ein Wasserspender drin steht. Easy.
Der Keller?
Vor allen Dingen wollen wohl ALLE Klassen in DEN EINEN kühleren Raum… Also bei manchen Vorschlägen einiger Entscheidungsträger kann man nur den Kopf schütteln.
Danke dafür an die Redaktion!
Ab Mittwoch haben wir Kurzstunden für alle Jahrgangsstufen inkl. der Oberstufe.
Das können wir aber locker toppen: seit Donnerstag letzte Woche bis nunmehr Freitag, 26.06.: Kurzstunden. Statt z.T. 34 Grad indoors.
„indoor“ war wichtig, oder? „drinnen“ oder „innen“ hätte ja schon niemand mehr verstanden. (Aber Hauptsache, wir retten Plattdeutsch. Siehe Nachbarartikel neulich.)
Wie wollen Sie denn das Abkoppeln der Oberstufe bei den Kurzstunden organisatorisch wuppen?
Kurzstunden gehen eben nur, wenn der ganze Laden mitmacht. Soll ja Lehrkräfte geben, die in allen drei Abteilungen unterrichten.
Richtig. Heute und morgen ist hitzefrei nach der 5. Stunde für die Sek I, die Sek II hat normal. Lediglich der Sportunterricht der Sek II darf im Nachmittagsbereich entfallen.
Ja, es ist warm. Hitzefrei ist total schön für die Kinder, aber es wird dann überall propagiert, was nicht stimmt. Wir Lehrkräfte sammeln dann heftigst Minusstunden. Fällt der Tag aus, sammeln viele auf einmal 7 oder 8 Stunden und müssen das nachholen. Sie sitzen dann unfreiwillig rum. Das ist in Zeiten von Homeoffice und 35 Stunden Wochen unfair. In anderen Berufen gibt es für Überstunden konsequent Zeitausgleich, in der Schule nicht. Die Arbeitszeit wird nicht erfasst, die 35 Stunden tariflich noch nicht fix!
Ein Trauerspiel 🙁
In welchem Bundesland muss man Minusstunden nachholen?
Und wie soll das gehen?
Sollen Schüler dann länger in der Schule bleiben, damit Lehrkräfte an kühleren Tagen ihre Minusstunden nachholen können?
Müssen Klassen, die auf Klassenfahrt sind, in der nächsten Woche doppelt so lange in der Schule bleiben, damit alle Lehrkräfte, bei denen der Unterricht in dieser Kalsse ausgefallen ist, ihren Unterricht nachholen können?
Ja ja ein schlimmes Ding. Du hast dann 8 Minusstunden, also erstmal -8 und musst dann erstmal durch Vertretung ausgleichen. Also eine Ausgleichsfunktion, aber trotzdem unfair, weil Schnee und Hitze höhere Gewalt sind und wir im Digitalunterricht erprobt sein sollten. Sind andere Länder ja auch, oder etwa nicht??
In NRW müssen keine Minusstunden nachgeholt werden.
Sie werden natürlich mit Mehrarbeit verrechnet. Aber wenn man am Ende des Monats im Minus bleibt, kriegt man trotzdem denselben Sold.
Man muss selbstverständlich auch nicht im besonderen Maße Vertretungsunterricht leisten. In der Privatwirtschaft, an der wir uns sonst immer orientieren sollen, fällt ausfallende Arbeitszeit aus arbeitsorganisatorischen Gründen oder schlicht fehlnder Arbeit schließlich auch ins Risko des Arbeitgebers und nicht des Arbeitnehmers. Das ist höchstens in prekären Arbeitsverhältnissen ohne feste Arbetiszeiten wie im Call-Center anders.
Na klar, müssen in NRW auch Minusstunden nachgeholt werden. Falls das bis zum Monatsende nicht passiert ist, verfallen diese allerdings. Vorher ist die SL aber dazu angehalten diese Lehrer zur Vertretung einzusetzen.
Es gibt keine Verpflichtung Minusstunden auszugleichen. Man kann lediglich bevorzugt zu Vertretungsstunden herangezogen werden. Das ist aber ein stumpfes Scheert, da ohnehin so viel Stunden ausfallen, dass man Kollegen vertreten muss, egal ob man Minusstunden hat oder nicht.
Die bestehende Verpflichtung besteht in der Verrechnung von Plus- und Minusstunden innerhalb eines Kalendermonats, um die MAV zu sparen. Ein negativer Saldo wird am Ende des Monats gelöscht.
Das gilt vielleicht in NRW, aber in SH, HH und NDS sind es tatsächlich viele Minusstunden, die nicht verfallen. Das wird sozusagen verrechnet oder irgendwann durch Mehrarbeit zb Vertretung ausgeglichen. Kann man vielleicht so machen, ist trotzdem unschön, wenn sie eigentlich Lust und zeit gehabt hätten, irgendwelche Aufgaben zu machen. Ist ja quasi Arbeitsverbot ^
Es gibt zweierlei Minusstunden,
1) Solche die durch Freisetzung wie z.B. Hitzefrei entstehen – also nicht regelmäßig anfallen. Sie sind innerhalb eines Kalendermonats mit Mehrarbeitsstunden (Plusstunden) zu verrechnen. Nach Verrechnung weiterbestehende Plusstunden werden per Mehrarbeitsvergütung ausgezahlt. Minusstunden, die am Ende des Monats aufgelaufen sind, verfallen. Sie dürfen nicht auf den Folgemonat übertragen werden.
2) Minusstunden, die durch Abweichung von der Deputatsverpflichtung während eines Schulhalbjahres „dauerhaft“ anfallen. Diese „Unterstunden“ müssen durch eine höhere Wochenstundenzahl in den Folgehalbjahren ausgeglichen werden. Gleiches Prozedere bei „Überstunden“ – Deputatserhöhung – die durch Minderung in den Folgehalbjahren abgebaut werden sollen.
Vorsicht:
Wer am Ende seiner Dienstzeit, also bei Eintritt in den Ruhestand „Ü-Stunden“ hat, hat mit Zitronen gehandelt, da diese ohne finanziellen Ausgleich wegfallen.
nein in den anderen Bundesländern (vllt ist NRW eine Ausnahme) gehen dann die 10 Minusstunden voll rein und bleiben im Grunde für immer. Sie können nur mit PLusstunden verrechnet werden, die müssen dann aber auch erstmal eingesammelt werden. Das kann sich also hinziehen!
Das Zauberwort lautet „Kurzstunden“
Ich weiß. Ich habe an „Schulen des gebundenen Ganztags“ vulgo Gesamtschulen gearbeitet, die statt hitzefrei Kurzstunden abhalten, um alle Fächer gleich zu behandeln.
Und, wie von Zauberhand, gibt es keine Minusstunden mehr.
Die Kurzstunden müssen aber mehr als 50% einer regulären Unterrichtsstunde andauern, um mit dem Faktor 1 anrechnungsfähig zu sein. Deshalb dauert die Kurzstunde 25 Minuten, wenn der übliche Rhytmus der 45-Minuten-Takt ist.
Die Diskussion dürfte sich mit einem Kurzstundenplan weitgehend erledigt haben, sind ja alle Stunden gehalten und im Klassenbuch verbrieft worden. Und selbst wenn: Der Monat ist fast rum und es ist Schuljahresende – da beschwere ich mich auch nicht, wenn die Stunden ausfallen. Gibt genug zu tun und Sonne genießen darf ich auch mal. Komme eh selten über die Bagatellgrenze, und am Monatsende wird saldiert. Das restliche Minus verfällt. So kenne ich es.
Wir haben keine Kurzstunden. Wir haben keinen Unterricht nach der 5. Stunde. Die meisten Lehrer gehen dann nach Hause. Jeweils einige abwechselnd betreuen die Kinder, die bleiben mussten.
Bei uns auch so! Passt!
Bei uns werden die verrechnet. Man hatte ja auch Mehrarbeit. Von der Mehrarbeit werden die Minusstunden abgezogen. Also kein Freizeitausgleich bzw. keine Zusatzbezahlung wegen der Mehrarbeit bzw. weniger!
ja, und das ist definitiv ein Geschmäckle bei Hitze oder Eis. Dafür kann der arbeitende Lehrer nichts.
Joa, ich kenne das auch nicht. Bei uns gibt und gab es niemals „Minusstunden“ – noch niiieeee! Was ein Unsinn 🙁
Bei uns gibt’s keine Minusstunden. Wir werden entweder für die Betreuung der Kinder eingesetzt, die nicht früher nach Hause gehen können, oder wir bekommen Konzeptaufgaben von der Schulleitung.
Hier genauso…obwohl ich durch Korrekturen auch genug Überstunden außerhalb des Unterrichts gesammelt habe
Also da Plus- und Minusstunden nur innerhalb eines Kalendermonats verrechnet werden dürfen und es bis Freitag bullenheiß bleibt, bleiben deiner Schulleitung dafür lediglich der Montag und der Dienstag nächste Woche, um dich das nachholen zu lassen. Da fast alle Kollegen Minusstunden haben, eher unwahrscheinlich. Die Plusstunden, die du vorher im Monat gemacht hast, sind dann halt quasi weg, das ist mir aber ehrlich gesagt egal, da ich ansonsten bei der Hitze in den Räumen vermutlich am Nachmittag kollabieren würde.
Übrigens nicht nur deshalb sind Kurzstunden sehr zu empfehlen, da fällt dann meist nur der Nachmittagsunterricht als Minusstunden aus.
Hitzefrei für einen ganzen Schultag, habe ich ehrlich gesagt noch nie gehört, das würde es bei uns niemals geben, egal wie warm es wäre.
Meine Güte, seien Sie pragmatisch. Kreislaufprobleme, Krankmeldung und tschüss.
Minusstunden wenn die Schulleitung hitzefrei gibt??????? Der Personalrat sollte mal auf eine Rechtsschulung fahren
Bei uns hat die SL schon verkündet, dass LK bis zu ihrem regulären Unterrichtsende vor Ort zu bleiben haben. Insofern gibt es keinen Grund, Minusstunden zu schreiben.
Hm. Residenzpflicht durch die Hintertür? Hat der PR sich da mal schlau gemacht? Bei uns in Hessen gibt es dazu keine. Sonst hätten wir ja auch ne Stechuhr
… was keinerlei Effekt hat, da Anwesenheit nicht als Arbeitserfüllung gilt … das ist vgl mit Anwesenheit in sog „Springstunden“ … es wird kein Unterricht erteilt und damit nicht gezählt.
Würde mir diese Regelung auferlegt, dann würde ich mir das mal anschauen, wie die SL versucht, mich am Verlassen des Schulgebäudes zu hindern.
Macht die wahrscheinlich wie die Schopper in BW – sich in die Tür hängen.
Was für ein unsinniger Blödsinn!!
In NRW gilt, dass jede Freisetzung zu Minusstunden führt.
Interessanterweise gibt es aber für Ganztagsveranstaltungen nicht automatisch Plusstunden für die Stunden, die den planmäßigen Unterrichtseinsatz am betreffenden Tag übersteigen.. Gemeint ist, dass man an diesem Tag planmäßig 5 Unterrichtsstunden haben sollte, eine Schülergruppe aber z,B, bei einer ganztägigen Fachexkursion über 9 Unterrichtsstunden inkl. Mittagspause begleiten muss. Das führt eben nicht zu 4 Plusstunden. Der Dienstherr rechnet nämlich die Betreuung der Schüler nur hälftig an. Betreuung wird mit dem Faktor 0,5 vergütet.
Das sind dann Minusstunden?
Aber in Ordnung ist das schon. Sie haben in dieser Zeit ja Ihren Unterricht nicht gemacht. Wenn Sie hingegen Aufsicht machen mussten, sind das auch keine Minusstunden.
Ganz ehrlich: Warum diskutieren wir ausschließlich über Minusstunden?
Natürlich sind die auch ein Problem – aber aus meiner Sicht ein nachgeordnetes. Erstmal möchte ich, dass es meinen Schülern gutgeht und sie nicht wegen der HItze in den Klassenräumen umkippen – und dass Deutschland endlich aufwacht und etwas dagegen tut, dass Klassenräume überhaupt so heiß werden können!
dann gehen sie in den Digitalunterricht. Aber ein arbeitender Lehrer soll auch arbeiten dürfen. Bei Eis sind das bei 3 Tagen mal schnell 20 Stunden, wohlgemerkt im Minus!!
Arbeitszeiterfassung? War da nicht was? Wie ist der Stand der Dinge?
Hitzefrei ja, dann mit Distanzunterricht und Aufgaben, aber keine Minusstunden mehr für Lehrkräfte. Wir sind digital und können heute von überall lernen und auch zugreifen.
Nicht alle Schüler haben die Möglichkeit, zuhause in kühlen Räumen digitale Aufgaben zu bearbeiten.
Och nee, ich will in der Hitze auch keinen Distanzunterricht am PC machen müssen.
Distanzunterricht und Aufgaben
Ich sehe schon die Ganztags-SuS (bis 16:30) im Home-Schooling in der OGS, speziell in der GS…
Echt jetzt, ich lach mich schlapp!
Einfach ab ins Homeoffice bei solchen Wetterlagen. Ist doch im Winter auch so und in der Wirtschaft täglich gelebt. Mit modernen Endgeräten funktioniert das heutzutage wunderbar.
Bei uns laufen viele im Anzug oder Hosenzug in der Schule rum, das ist doch bei 30 grad unerträglich und die Schweißflecken auf Hemden sehen nicht attraktiv aus. Hasi hat Homeoffice und geht in den Keller bei dem Wetter in OWL. Achso und diese Minusstundengeschichte ist doch eine absolute Sauerei Freunde 🙂 🙂
Eure Peti
Ps Schule muss attraktiver werden, besonders als Arbeitgeber. Sonst kommt keiner mehr.
Und was ist mit den Kindern? Sind die nicht die wichtigsten Personen im Schulsystem?
Die sind egal, solange sie beaufsichtigt sind, damit die Eltern arbeiten gehen können.
Traurig, aber wahr!
Aber wo sind die im Home-Office beaufsichtigt und von wem?
Versteckte Kamera? Polizei? PetraOWL?
ach kommt, Digitalunterricht ist die Lösung!
Nee, die stören doch nur.
Minusstunden ? Wenn ich meine Arbeitskraft anbiete und der Arbeitgeber kann sie nicht abnehmen, dann ist er im Annahmeverzug und muss nach §615 BGB zahlen.
Leider sind die meisten von uns keine normalen Arbeitnehmer. Da gilt die Allgemeine Dienstordnung in Verbindung mit einem Mehrarbeitserlass (gut, dass Autocorrect „Mehrarbeit Aderlass“ draus macht, Terminologie ist grob nach Land NRW), und zack, schon ist das BGB nicht mehr zuständig. Oder ist das ein Irrglaube? Liebe Gewerkschaften, wäre das ein Fall für euch?
Ja. Ist es
So einfach ist es aber nicht. Sie haben Ihre Arbeit angeboten, konnten aber nicht arbeiten? Träfe schon mal nicht zu, wenn Sie bei Hitzefrei nach Hause gegangen sind. Sie müssten also bleiben, weil Sie ja Ihre Arbeitskraft anbieten, nur leider keine Kinder da sind. Und Sie müssten nicht mit anderen Aufgaben betraut worden sein (Betreuung der gebliebenen Kinder).
Gehen Sie also nach Hause, haben Sie vermutlich schon mal schlechte Karten.
Andersherum: Wenn ein von Ihnen engagierter Handwerker nicht kommt, weil ein Hochwasser den Weg versperrte, verzichten Sie dann auf die vereinbarte Leistung, zumal wenn Sie sie schon bezahlt haben bzw. zahlen Sie trotzdem?
Das trifft bei Lehrkräften alles nicht zu, da der außerunterrichtliche Teil der Arbeit ohnehin nicht gemessen wird, kann gar nicht erfasst werden, ob jemand seine Arbeitskraft angeboten hat.
Für Mehrarbeit oder Minusstunden zählt nur der zu erteilende Unterricht. (Bzw. ob Unterricht für eine andere Dienstpflicht ausfällt. Dann gibt es keine Minusstunden.)
Gilt nur für angestellte Lehrkräfte, nicht für verbeamtete – da sind Angestellte ausnahmsweise mal im Vorteil!
Heute war es 37 Grad im Klassenraum um halb zwölf. Foto folgt hoffentlich
Dann stand das Thermometer aber in der Sonne.
Muss nicht unbedingt sein: Bei uns um 7:30 Uhr im Fachraum 29 Grad – auf der Schattenseite in einem Fachraum ohne Jalousien. Da sind es jetzt mindestens (!) 37 Grad.
Wenn der Raum nun einmal in der Sonne liegt und sich nicht verschatten läst, dann ist das die relevante Temperatur, die die Schüler (und Lehrkräfte ) aushalten müssen.
Nein tat es nicht.
Ich hatte heute auch 35,5 um 13 Uhr. Draußen waren es 31 maximal heute
Bei uns gibt es nichtmals hitzefrei…
Ich finde diese Hysterie etwas albern. Temperaturen über 30 Grad sind in Deutschland durchaus typisch sommerlich. Und wir haben gerade Sommer.
Klar, bis an die 40 Grad ist schon heftig und ungewöhnlich, soll aber auch nicht überall kommen. Das sind Spitzenwerte.
Mich nervt dieses Geschrei um Hitze- oder Kältewellen ziemlich.
Also gibt es keinen Klimawandel?
Natürlich sind Temperaturen über 30 Grad im Sommer nicht grundsätzlich ungewöhnlich. Entscheidend ist aber, wo man diese Temperaturen aushalten muss. Ein voll besetztes Klassenzimmer mit 28 Schülerinnen und Schülern, Flachdach, Südseite und schlechter Kühlung ist keine abstrakte Wetterlage, sondern ein sehr konkretes Arbeits- und Lernproblem. Da von „Hysterie“ zu sprechen, wird der Situation in Schulen nicht wirklich gerecht.
Mehr als 30 Grad sind keinsewegs typisch sommerlich in Deutschland. Noch in den 80er Jahren kamen solche Temperaturen nur an wenigen Tagen im Jahr vor und waren also eher die Ausnamhe als die Regel(also nicht „typisch“).
Erst durch die Klimaerhitzung kommen solche Temperaturen gehäuft schon im Juni vor.
40 Grad sind übringes nicht nur ungewöhnlich, sondern stellen in NRW einen neuen Negativrekord dar.
Mich nervt die Verharmlosug der Klimakatastrophe.
Fragt doch auch mal in den Kitas nach. Dort sind die Kinder noch länger als in Schulen und können ihr körperliches Unbehagen, gerade im Krippenbereich, manchmal nur durch weinen äußern. Es gibt für uns Vorgaben zum im Hausbleiben um die Kinder vor Hitzeschlägen zu schützen, drin ist es auch nicht wirklich angenehmer und dann hat die Kita bis 17:30 Uhr geöffnet. Auch hier müsste man mal über Klimaanlagen und Kinderschutz sprechen.
Ooooooh! Jaaaaa !
Dasselbe in der OGS. Während die Lehrkräfte schon früh nach Hause gehen dürfen, müssen die Erzieherinnen die Kinder bis Nachmittags betreuen. Da interessiert es niemanden im Schulbetrieb wie heiß die Räume sind, ob es auf dem Schulhof genug Schattenplätze gibt etc. Und wie es den Kindern geht, interessant sowieso niemanden
Die KiTa der Kollegin hat heute angekündigt, wegen der Hitze für den Rest der Woche zu schließen. Da sie keine andere Möglichkeit hat, muss sie zur Betreuung zu Hause bleiben. Heißt für uns: noch mehr Kinder in viel zu kleinen und heißen Räumen, hitzefrei gibts nämlich nicht.
Das Projekt „Temperatursensor mit dem Arduino“ gibt als Wert 32 Grad an.
Notwendiger Sarkasmus von mir :
Wenn die Verantwortlichen /Entscheider nicht Politiker sondern Asylbewerber wären…
Und /oder wenn obendrein die Schüler durch süße Hunde ersetzt würden…
30 Hunde in einem Raum mit 30 Grad….
Ja, dann wäre die Gesellschaft auf den Beinen!
Oh ja, wie tierlieb „wir“ sind, hat neulich erst der peinliche Hype um den zu rettenden Wal gezeigt.
Schön, dass hier wieder nur von Lehrkräften gesprochen wird. Was ist mit Erzieherinnen, Integrationshelfern, Alltagshelfern und MPT Kräften? Während zumindest die Grundschullehrkräfte (und wahrscheinlich auch alle anderen Lehrkräfte) wegen Hitzefrei schon längst Zuhause sind, betreuen wir die Kinder bis zum späten Nachmittag und bei enormer Hitze.
Hitzefrei für Kinder heißt nicht frei für Lehrer. Unsere SL hat schon angeordnet, dass jeder bis zum regulären Unterrichtsschluss vor Ort bleiben muss. Aber ja, an die Nachmittagsbetreuung wird in diesem Zusammenhang genauso wenig gedacht.
Schulleitungen können nicht willkürlich Anwesenheit anordnen, wenn Unterricht ausfällt. (Zumindest nicht in NRW.)
Wenn der Schulleiter nicht darlegen kann, welche Aufgabe dringend erledigt werden muss und warum dafür Anwesenheit notwendig ist, sollte der Lehrerrat sich dagegen wehren.