Home Nachrichten Schulministerin führt Zertifikat „Sportgrundschule“ ein – VBE: Nett, aber unzureichend

Schulministerin führt Zertifikat „Sportgrundschule“ ein – VBE: Nett, aber unzureichend

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DÜSSELDORF. Früh übt sich: Mit einer neuen Auszeichnung will die NRW-Schulministerin Grundschulen für besonderes Engagement in Bewegung und Sport prämieren. Der VBE mahnt eine Stärkung des Sportunterrichts insgesamt an. 

Bewegung bitte! (Symbolfoto.) Foto: Shutterstock

Die nordrhein-westfälische Landesregierung führt ab dem kommenden Schuljahr das Zertifikat «NRW-Sportgrundschule» ein. Wie die Staatskanzlei mitteilte, sollen damit Grundschulen ausgezeichnet werden, die sich in besonderem Maße für Bewegung und Sport engagieren. Ziel ist es, Kinder bereits ab der 1. Klasse an den organisierten Sport heranzuführen sowie Talente frühzeitig zu erkennen und gezielt zu fördern.

Um die Auszeichnung können sich ab sofort 90 Kooperationsgrundschulen der 18 NRW-Sportschulen, die an ihren Standorten jeweils Kooperationen mit fünf Grundschulen aufgebaut haben, bewerben. Voraussetzungen für das Zertifikat sind unter anderem zusätzliche Bewegungs- und Sportangebote, Maßnahmen zur Talentsichtung, die Teilnahme an Schulsportwettbewerben sowie die Zusammenarbeit mit lokalen Sportvereinen.

«Die sportlichen Talente in unserem Land erhalten durch die Kooperation mit der NRW-Sportschule noch früher Gelegenheit, ihre Begabung zielgerichtet weiterzuentwickeln und die Basis für spätere leistungssportliche Erfolge zu legen», sagte NRW-Sportstaatssekretärin Andrea Milz (CDU). Schulministerin Dorothee Feller (CDU) betonte: «Wer heute Begeisterung für Sport weckt, legt den Grundstein für die Spitzensportlerinnen und Spitzensportler von morgen.»

Bildungsverband: Sportunterricht insgesamt stärken

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW fordert vor dem Hintergrund des Zertifikats eine Stärkung des Sportunterrichts insgesamt. «Ein Zertifikat kann nur ein erster Schritt sein. Wenn Sport und Bewegung in der Grundschule gestärkt werden sollen, braucht es auch bessere Bedingungen vor Ort: ausreichend Fachkräfte, sanierte Turnhallen, geeignete Außengelände mit Sport- und Bewegungsflächen sowie genügend Schwimmhallen», sagte deren Vorsitzende Anne Deimel. News4teachers / mit Material der dpa

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