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Polizeibeamter schießt Schüler nieder, der mit Softair-Pistole hantiert haben soll

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MÜNCHEN. Ein Jugendlicher wird bei einem Polizeieinsatz in München schwer verletzt. Er hatte mit einer täuschend echten Softair-Waffe hantiert. Die Ermittlungen laufen.

Täuschend echt: eine Softair-Pistole. (Symbolfoto.) Foto: Shutterstock

Ein 14-Jähriger ist bei einem Polizeieinsatz in München-Schwabing durch einen Schuss in den Oberkörper schwer verletzt worden. Der Schüler aus dem Landkreis Miesbach hatte am Dienstagabend auf offener Straße mit einer Pistole hantiert. Als Zivilbeamte ihn aufforderten, die Waffe fallen zu lassen, habe er sich mit der mutmaßlichen Waffe in der Hand zu den Polizisten umgedreht, berichtete Polizeisprecher Thomas Schelshorn. Daraufhin habe ein Beamter geschossen.

Wie sich später herausstellte, handelte es sich um eine Softair-Waffe, die einer echten Beretta Pistole 92, Kaliber 9 Millimeter täuschend ähnlich sah.

Die Beamten hätten nach dem Schuss sofort Erste Hilfe geleistet und den Rettungsdienst angefordert. Der Jugendliche sei ins Krankenhaus gebracht und operiert worden. Der Jugendliche sei stabil.

LKA prüft Schusswaffeneinsatz

Das Bayerische Landeskriminalamt prüfe wie stets bei Waffeneinsatz durch Polizeibeamte die Rechtmäßigkeit des Waffeneinsatzes durch die Polizei. Zudem habe die Staatsanwaltschaft Vorermittlungen eingeleitet, auch das ein übliches Vorgehen in solchen Fällen. Es werde nicht gegen den Kollegen ermittelt, der geschossen hatte – dieser habe Zeugenstatus, betonte Schelshorn.

Der Kollege, der geschossen hatte wie auch direkt an dem Einsatz beteiligte Kollegen würden betreut – ein Schusswaffeneinsatz sei eine belastende Situation. Gegen den Jugendlichen, der bereits polizeilich bekannt war, werde wegen Bedrohung der Beamten ermittelt.

Der Jugendliche mit türkischer Staatsangehörigkeit, der zunächst von Beamten und Zeugen deutlich älter geschätzt wurde, war laut Schelshorn mit seinen Eltern 2023 nach Deutschland gekommen und hatte Asylantrag gestellt. Der Antrag sei aber abgelehnt und die Abschiebung angedroht worden. Am Vortag war die Rede von einem etwa 20 Jahre alten Mann gewesen.

Notruf wegen Mann mit pistolenähnlichem Gegenstand

Zeugen hatten am Dienstagnachmittag in Schwabing eine Person mit einem pistolenähnlichen Gegenstand beobachtet. Ein entsprechender Notruf ging gegen 17.15 Uhr bei der Polizei ein, wie Schelshorn berichtete. Die Polizei startete mit mehreren Streifen zum Ort des Geschehens. „Wir haben das sehr ernst genommen und sind mit starken Kräften in die Fahndung eingestiegen.“

Zivilbeamte machten den 14-Jährigen schließlich in der Belgradstraße ausfindig. Sie hätten von hinten beobachtet, wie er eine Bewegung machte, als würde er die Waffe durchladen. Sie hätten ihn angesprochen und aufgefordert, die Waffe fallenzulassen. Doch der Jugendliche habe sich mit erhobener Waffe in der Hand umgedreht. Daraufhin habe einer der Beamten einen Schuss abgegeben.

Die Softair-Waffe sei von einer scharfen Schusswaffe nicht zu unterscheiden gewesen, sagte Schelshorn. Lediglich eine schmale rote, kaum sichtbare Umrandung an der Mündung hätte unter Umständen ein Hinweis – wenngleich kein sicherer Beweis – sein können, dass es sich um eine Softair-Waffe handelte.

Das Gelände um den Schauplatz des Geschehens an der Ecke Clemensstraße/Belgradstraße war am Abend stundenlang weiträumig abgesperrt, auch die Tram konnte nicht fahren. Es gab erhebliche Verkehrsbehinderungen. Bei dem Vorfall waren zeitweise rund 80 Polizeibeamte im Einsatz. News4teachers / mit Material der dpa

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81 COMMENTS

  1. Einfach wow!
    „Sie hätten ihn angesprochen und aufgefordert, die Waffe fallenzulassen. Doch der Jugendliche habe sich mit erhobener Waffe in der Hand umgedreht.“
    Was haben die von dem spielenden Jungen erwartet? Wenn er mit dem Rücken zu Ihnen stand, hätten Sie ihn von hinten überwältigen oder sich vorher Deckung suchen können, um sich nicht „bedroht“ zu fühlen. Idioten!

    Aber der Junge sah ja älter aus, die völlig legale Softair hatte die gesetzlich vorgeschriebene rote Mündung und er sah bedrohlich (nicht Weiß) aus – selber schuld (augenroll)

    • Ob die Waffe legal ist oder nicht wird nebensächlich wenn man damit in der Öffentlichkeit rumfuchtelt, sodass sich andere bedroht fühlen.

      Was hätte die Polizei denn tun sollen, wenn sie mit einer täuschend-echt aussehenden Waffe bedroht werden?

      • „Ob die Waffe legal ist oder nicht wird nebensächlich wenn man damit in der Öffentlichkeit rumfuchtelt, sodass sich andere bedroht fühlen.“
        Drücke Ihnen die Daumen, dass Ihr Kind nicht wegen eines Spielzeuges abgeschossen wird.

        „Was hätte die Polizei denn tun sollen, wenn sie mit einer täuschend-echt aussehenden Waffe bedroht werden?“
        Eh, ne. Der rote Aufsatz war dran, wenn die Polizei sich da überfordert sieht, hätte sie seit Jahren auf Änderung drängen können.
        Sie verwechseln „bedroht werden“ damit, sich von einem unbewaffneten Kind bedroht fühlen.
        Was die hätten besser machen können? Bin kein Polizeiausbilder, hoffe aber doch, dass anbrüllen und schießen nicht Plan A ist (oder dass sie darauf vorbereitet sind, dass Personen sich bei Ansprache umdrehen)

          • „Haben Sie ein Bild dieser Waffe gesehen? Wenn der „rote Aufsatz“ so aussah wie hier, erkennen Sie das unter Stress, aus der Distanz und bei ungünstigen Lichtverhältnissen nicht wirklich“
            Es steht im Artikel so. Klingt aber nach nem bescheidenen Aufsatz, wenn ein Junge dafür erschossen wird, meinen Sie nicht?

          • Erstens wurde der Junge nicht erschossen. Zweitens scheint er rein optisch kein „Kind“ mehr zu sein, wenn Zeugen ihn ursprünglich auf etwa 20 Jahre geschätzt haben.

        • Ich hätte da einen Tipp für potentielle Amokläufer – malt einfach einen roten Aufsatz an eure scharfe Waffe, schön sichtbar!

          Das ist das, was ich jetzt aus den rain zufälligen Kommentaren als Lerneffekt mitnehmen würde …

          • Sie müssen schon Ausreden erfinden, der einen unbewaffneten Jungen mit einem Amokläufer gleichsetzt, um einen Punkt zu haben? Sagt ja eigentlich schon genug…

            Aber… vielleicht wollen wir dann lieber über die Kenntlichmachung bzw. das Verbot von Spielzeugwaffen sprechen, welche die Polizei nicht als solche erkennen kann?

          • Ich habe da glatt eine Idee: Spielzeugwaffen nur noch in der Farbe „pink“ verkaufen! Aber wer hindert Amokläufer daran, ihre Waffen pink anzumalen? Aber bei richtigen Kerlen könnte das präventiv wirken, die nehmen keine Waffen in Mädchenfarben 🙂
            Sorry, hatte gerade ein Gläschen Wein. Prost!

    • Die Polizisten hier als Idioten zu bezeichnen finde ich falsch. Sie haben hier ihren Job gemacht, sich selbst verteidigt und die Gesellschaft geschützt. Niemand kann von einem Polizisten erwarten, dass er sich erst anschießen lässt um zu prüfen, ob die Waffe echt ist.
      Im Übrigen werden viele Straftaten mit Waffen nicht mit solch einer scharfen Waffe verübt, die man sich darunter vorstellt, sondern eben meist mit vollkommen legal zu beschaffenden Waffen, wie z.B. Messern, Gaswaffen usw.

      Wir haben uns als Jugendliche selbst im Wald mit Softairwaffen und Schutzbrillen beschossen und viel Spaß gehabt. Jedem von uns war damals klar, dass eine fremde Person, solch eine Waffe als echt ansehen könnte und jedem von uns war auch klar, dass man bei einem Kontakt mit der Polizei aufpassen müsste, um nicht erschossen zu werden! Wir reden hier nicht von einem 4 jährigen Kind mit einer Spielzeugpistole.

      Von daher halte ich ihren Kommentar eher als idiotisch!

      • „Sie haben hier ihren Job gemacht, sich selbst verteidigt und die Gesellschaft geschützt.“
        Nachdem sie auf einen unbewaffneten Jungen geschossen haben, der mit dem Rücken zu ihnen stand? Wovor da manche wohl „Angst“ hatten bzw. vor wem sich da manche jetzt noch „geschützt“ fühlen…

        „Wir haben uns als Jugendliche selbst im Wald mit Softairwaffen und Schutzbrillen beschossen und viel Spaß gehabt.“
        Stimmt schon, der Junge hätte Weiß sein sollen – sein Fehler.

        Warten wir die Auswertung der Videoaufnahmen ab, wie „bedrohlich“ sich der Junge und seine Begleiterin umgedreht haben, nachdem jemand ihnen zurief…
        Ich bleibe dabei: Was war der Plan der Polizist*innen, dass sie das Undrehen der beiden überraschte?

        „Im Übrigen werden viele Straftaten mit Waffen nicht mit solch einer scharfen Waffe verübt, die man sich darunter vorstellt, sondern eben meist mit vollkommen legal zu beschaffenden Waffen, wie z.B. Messern, Gaswaffen usw.“
        Und nicht mit völlig legalen Spielzeugwaffen, die als solche gekennzeichnet sind.
        Wenn Sie fordern, dass Spielzeug nicht mehr realistisch aussehen soll, weil es die Polizei bei PoC überfordert, können wir gerne darüber reden.

    • Zu gerne würde ich mal sehen, wie Sie in so einer Situation reagiert hätten als Polizist. „Spielender Junge“, ich glaube, jetzt geht es los! Und bei Ihnen sind ja sowieso alles Idioten, die nicht so denken und handeln wie Sie selbst.
      Ich hoffe, Sie wollen nur provozieren, denn so kann man beim besten Willen nicht argumentieren.

      • Kann ich Ihnen sagen. Wenn mich jemand anruft, drehe ich mich als angesprochener um. Hoffentlich habe ich nichts in der Hand, was als Waffe verstanden werden kann, sonst knallt man mich ab :/

        Kleiner Scherz, ich bin Weiß – mir passiert nichts

    • Auch in 14 Jähriger Junge sollte wissen, dass man mit so einem „Spielzeug“ nicht auf der Straße spielt. Wenn der Junge polizeilich bekannt war, kann man auch davon ausgehen, das er sich der „Bedeutung der Waffe“ im klaren ist und nicht so unbescholten ist, wie sie es als spielenden Kind gerne sehen würden.

      Wenn dann der Aufruf der Polizei kommt, hätte er einfach das Ding fallen lassen können.

      Wie würden sie den reagieren, wenn ein Kind mit so einer Waffe spielerisch vor ihnen rumturnt. Sie wäre dann sicherlich ganz „cool“, würden aufgrund des roten Rings an der Waffe ihrer pädagogischen Fähigkeiten einsetzen und alles wäre gut. (Nur zu blöd, dass das der rote Rand lt. Text unter Umständen ein Indiz sein kann, und der Jugendliche das Durchladen simuliert hat).

      • „Auch in 14 Jähriger Junge sollte wissen, dass man mit so einem „Spielzeug“ nicht auf der Straße spielt.“
        …, sonst wird er von der Polizei erschossen und muss sterben!
        Danke für den Erziehungstipp: Gebe ich zu Karneval/ Halloween an meine Neffen und Schüler*innen weiter, dass ihnen bei den falschen – frei erhältlichen – Assesouirs der Tod durch die Polizei droht (augenroll)

        • Also Ihr ständiges Augenrollen muss doch irgendwie eine kleine Wahrnehmungsstörung ausgelöst haben. Ihre überzogenen und so gar nicht zutreffenden Einlassungen sind allmählich peinlich.

    • Aber der Junge sah ja älter aus, die völlig legale Softair hatte die gesetzlich vorgeschriebene rote Mündung und er sah bedrohlich (nicht Weiß) aus – selber schuld (augenroll)

      Ein Jugendlicher, der polizeibekannt ist, also offenbar schon durch andere Straftaten aufgefallen ist, hantiert auf offener Straße mit einer Waffe, die selbst Polizisten nicht sicher als ungefährlich erkennen können.

      Ist er selbst nicht auf die Idee gekommen, dass das in der Öffentlichkeit keine gute Idee ist und sich andere Menschen bedroht fühlen könnten? Oder wollte er einen auf gefährlicher „Gangster“ machen, damit alle vor ihm „Respekt“ haben? Und gab es keine Eltern, die ihm beigebracht hätten, wie dumm sowas ist?

      Dann wird er von bewaffneten Polizisten angesprochen und soll die Waffe fallen lassen. Das hat der Jugendliche aber nicht nötig, sondern dreht sich mit erhobener „Waffe“ um. Mal ganz ehrlich, wie dumm kann man sich anstellen?

      Im Nachhinein ist man immer schlauer. Aber was hätten Sie hier geschrieben, wenn es eine echte Waffe gewesen wäre, die Polizei nicht gehandelt hätte und andere Menschen getötet worden wären?

      • „Ein Jugendlicher, der polizeibekannt ist, also offenbar schon durch andere Straftaten aufgefallen ist, hantiert auf offener Straße mit einer Waffe, die selbst Polizisten nicht sicher als ungefährlich erkennen können.“
        Ernsthaft?
        …. WENN die Polizei den Jungen erkannte, was nirgends behauptet wird, HÄTTE sie gewusst, dass es eine Softair ist, bevor sie die vorgeschriebene rote Mündung sehen konnten.

        „Ist er selbst nicht auf die Idee gekommen, dass das in der Öffentlichkeit keine gute Idee ist und sich andere Menschen bedroht fühlen könnten?“
        Er dachte offensichtlich nicht, in Deutschland dafür von der Polizei niedergeschossen zu werden…
        Kauft einfach ein Spielzeug und „hantiert“ damit rum. „Hantiert“! Dieses Monster!

    • „Wenn er mit dem Rücken zu Ihnen stand, hätten Sie ihn von hinten überwältigen oder sich vorher Deckung suchen können, um sich nicht „bedroht“ zu fühlen. Idioten!“

      Ehrlich gesagt frage ich gerade, ob man in der Polizeischule lernt, sich von hinten an bewaffnete Personen heranzuschleichen: Aus Sicht der Polizisten war dieser Mensch a) bewaffnet – die Anscheinswaffe war in der dynamischen Einsatzsituation offenbar nicht als solche zu erkennen – und b) kein „Junge“ mehr – er sah deutlich älter aus. Das ist die Grundlage, auf der in dieser Situation Entscheidungen getroffen werden mussten, und zwar sehr schnell und deshalb genau so, wie es die Ausbildung – zu Recht – nun mal vorsah. Das ist praktisch ein Automatismus, der nicht aufzuhalten war.

      Außerdem würde ich gerne einen Ausbilder an der Polizeischule fragen, wie er Rekruten nennen würde, die versuchen, sich von hinten an eine bewaffnete Person anzuschleichen, um sie ohne Schusswaffengebrauch überwältigen zu können – vielleicht „Idioten“?

      „Was haben die von dem spielenden Jungen erwartet?“

      Das ist völlig irrelevant, sobald der „spielende Junge“ nicht von einer bewaffneten Person zu unterscheiden ist, die auf offener Straße mit einer Schusswaffe hantiert. Es mag Sie zwar überraschen, aber Polizeibeamte sorgen zwar gegebenenfalls unter Einsatz ihres Lebens für unsere Sicherheit – aber sie sind keinesfalls verpflichtet, es ohne zwingenden Grund aufs Spiel zu setzen.
      Aus meiner Perspektive hatte die Eigensicherung hier klar Vorrang – ob irgendein Gericht das anders sieht, bleibt abzuwarten: Für mich wäre das schwer vorstellbar, aber ich kenne zugegebenbermaßen nicht sämtliche Details und ich bin auch kein Richter mit der entsprechenden juristischen Ausbildung.

      • „Ehrlich gesagt frage ich gerade, ob man in der Polizeischule lernt, sich von hinten an bewaffnete Personen heranzuschleichen“
        Das frage ich mich auch.
        Ist es wirklich das gelernte Vorgehen, eine Person mit einer mutmaßlichen Waffe anzurufen, und wenn sie sich im Reflex umdreht, niederzuschießen?

        Schon heftig, da kommt eine Person nicht mehr heil aus dem Polizeikontakt heraus, ist ja schon fast eine Todesfalle für Kinder, wenn Spielzeugwaffen legal verkauft werden 🙁

    • Hier wird mit dem Wissen im Nachhinein argumentiert, dass es eine Softair war. Nach bisheriger Darstellung sahen die Beamten eine täuschend echte Pistole, eine Bewegung wie beim Durchladen und anschließend eine Person, die sich trotz Aufforderung mit erhobener Waffe zu ihnen umdrehte. Einen möglicherweise Bewaffneten „einfach von hinten zu überwältigen“ ist keine realistische sichere Alternative; auch Deckung löst die Situation nicht automatisch, wenn eine mögliche Gefahr für Beamte oder Umstehende besteht.

      Auch die Unterstellung, er sei wegen seines „nicht weißen“ Aussehens als gefährlich eingestuft worden, ist durch nichts belegt. Die konkrete Gefahreneinschätzung ergab sich aus der vermeintlichen Schusswaffe und dem geschilderten Verhalten. Eine rote Mündung ist bei Softairs in Deutschland nicht generell vorgeschrieben, und täuschend echte Softairs dürfen als Anscheinswaffen grundsätzlich nicht offen in der Öffentlichkeit geführt werden.

      Familie und Kurdisches Zentrum widersprechen der Polizeidarstellung und behaupten, die Waffe habe bereits am Boden gelegen. Ob der Schuss verhältnismäßig und rechtmäßig war, muss und wird selbstverständlich unabhängig geklärt werden. Eine gewisse Zurückhaltung wäre angebracht.

      Die beteiligten Beamten pauschal als „Idioten“ zu bezeichnen, ist übrigens nicht nur völlig unsachlich, sondern schlicht beleidigend.

      • „Hier wird mit dem Wissen im Nachhinein argumentiert, dass es eine Softair war.“
        Ja, weil sie als solche zu erkennen war. Wenn die rote Mündung entfernt wäre, würde ich ein anderes Lied singen, aber der Junge hat nichts falsch gemacht, außer sich auf Ansprache umzudrehen und „falsch“ ausgesehen zu haben.

        „Auch die Unterstellung, er sei wegen seines „nicht weißen“ Aussehens als gefährlich eingestuft worden, ist durch nichts belegt.“
        Ne, der sah aber schon irgendwie alt und bedrohlich durch sein „Hantieren“ aus (also kein Zielen). Garantiert lesen wir noch von solchen Fällen bei Weißen Jugendlichen, die einen auf Gangster machen (augenroll)

        „Die beteiligten Beamten pauschal als „Idioten“ zu bezeichnen, ist übrigens nicht nur völlig unsachlich, sondern schlicht beleidigend.“
        Nope! Ich sehe keinen Sinn des Vorgehens und bezweifel ernsthaft, dass an der Polizeischule beigebracht wird, Leute anzurufen und dann niederzuschießen, wenn sie sich umdrehen

        • „Ja, weil sie als solche zu erkennen war.“
          Woher nehmen Sie diese Gewissheit? Sie waren nicht vor Ort. Im Artikel steht ausdrücklich, dass die rote Umrandung kaum sichtbar war und allenfalls ein Hinweis, aber kein sicherer Beweis für eine Softair gewesen wäre. Sie ersetzen also eine ungeklärte Wahrnehmungssituation durch Ihre nachträgliche Gewissheit.

          „Der Junge hat nichts falsch gemacht.“
          Auch das ist eine erstaunlich definitive Aussage. Nach bisherigem Kenntnisstand lief er mit einer täuschend echt aussehenden Softair in der Öffentlichkeit herum (möglicherweise einer Anscheinswaffe) und soll auf die Aufforderung, sie fallen zu lassen, nicht entsprechend reagiert haben. Ob und welche Rechtsverstöße vorlagen, ist zu klären. „Nichts falsch gemacht“ gibt der bisherige Sachstand jedenfalls nicht her.

          „Der sah aber schon irgendwie alt und bedrohlich durch sein „Hantiere“‘ aus (also kein Zielen).“
          Sie wissen weder, wie die Beamten ihn tatsächlich wahrgenommen haben, noch können Sie aus der Ferne beurteilen, wie alt er in dieser Situation wirkte. Vor allem aber: Soll die Polizei bei einer vermeintlich echten Schusswaffe tatsächlich erst dann von einer konkreten Gefahr ausgehen, wenn jemand sichtbar zielt?

          Und auch hier verkürzen Sie den berichteten Ablauf wieder erheblich. Nach bisheriger Polizeidarstellung wurde nicht einfach „jemand angerufen und beim Umdrehen niedergeschossen“. Die Person sollte die vermeintliche Waffe fallen lassen und soll sich anschließend mit erhobener Waffe in der Hand umgedreht haben. Ob diese Darstellung stimmt, muss untersucht werden. Aber man kann den entscheidenden Teil nicht einfach weglassen und dann das Polizeiverhalten anhand der verkürzten Version bewerten.

          Die Frage wäre deshalb tatsächlich: Welches Risiko sollen Polizeibeamte Ihrer Ansicht nach bei einer vermeintlichen Schusswaffe hinnehmen? Müssen sie warten, bis die Person die Waffe auf sie richtet? Bis sie erkennbar zielt? Bis ein Schuss fällt? Mehrere Schüsse?

          Das ist überspitzt formuliert, aber genau darin liegt das praktische Problem. In einer solchen Situation müssen Beamte eine Entscheidung treffen, bevor zweifelsfrei feststeht, ob die Waffe echt ist und ob die Person tatsächlich schießen wird.

          Das bedeutet weiterhin nicht, dass der konkrete Schuss rechtmäßig oder unvermeidbar war. Genau das wird untersucht. Es bedeutet nur, dass Ihre Darstellung „Spielzeug war erkennbar – Junge dreht sich um – Polizei schießt“ den bislang berichteten Sachverhalt erheblich vereinfacht.

          Und für die Behauptung, seine Hautfarbe sei ursächlich für den Schuss gewesen, haben Sie auch in Ihrer Antwort weiterhin keinen Beleg geliefert. Sie geben sich hier möglicherweise einfach nur ihren Vorurteilen hin.

          • Kann man eigentlich die ethnische Herkunft zweifelfrei erkennen, wenn man den Rücken der Person sieht?
            Da ist die Reaktionszeit, wie ich schon schrieb, sehr kurz: in Bruchteilen von Sekunden muss der Polizist erkennen, dass es „nur“ ein Spielzeug ist und auch noch die Herkunft des Verdächtigen einordnen, sobald sich die Person umdreht? Na ja ein Super-Rainer schafft das sicher. 🙂
            .

          • „„Ja, weil sie als solche zu erkennen war.“
            Woher nehmen Sie diese Gewissheit? “
            Es steht so im Artikel:
            „Lediglich eine schmale rote, kaum sichtbare Umrandung an der Mündung hätte unter Umständen ein Hinweis – wenngleich kein sicherer Beweis – sein können, dass es sich um eine Softair-Waffe handelte.“

            Und jetzt sind alle wütend, dass dies nicht ausreichte, um das Schießen auf einen Jungen verhinder… Hm? Sah türkisch und alt für sein Alter aus? Selber schuld! (augenroll)

          • Sie zitieren gerade die Passage, die Ihre Behauptung nicht trägt.
            „Unter Umständen ein Hinweis – wenngleich kein sicherer Beweis“ bedeutet nicht „als Softair zu erkennen“. Im selben Satz steht sogar, dass die rote Umrandung kaum sichtbar war. Genau deshalb habe ich nach Ihrer Gewissheit gefragt.

            Der von Steißtrommler verlinkte Artikel illustriert das Problem übrigens recht gut: Dort wird ausdrücklich beschrieben, dass täuschend echte Softairwaffen selbst für Fachleute auf den ersten Blick schwer von echten Waffen zu unterscheiden sein können und dass Entfernung, Lichtverhältnisse und Stress die Erkennung zusätzlich erschweren. Das Foto dort zeigt ebenfalls, wie begrenzt der Informationswert einer roten Markierung je nach Blickwinkel sein kann. Natürlich ist das nicht die konkrete Waffe dieses Falls.

            Und erneut unterstellen Sie den Beamten ein rassistisches Motiv, ohne dafür irgendeinen Beleg zu nennen. Dass der Jugendliche türkischer Staatsangehöriger war und älter eingeschätzt wurde, belegt nicht, dass deswegen geschossen wurde. Aus „keine Belege dafür“ wird auch durch wiederholten Sarkasmus kein Beleg. Die einzige pauschale Abwertung von Menschen, die sich in dieser Diskussion tatsächlich belegen lässt, ist bislang Ihre gegenüber den beteiligten Polizisten.

            Vor allem beantworten Sie den eigentlichen Punkt weiterhin nicht: Nach bisheriger Polizeidarstellung wurde er aufgefordert, die vermeintliche Waffe fallen zu lassen, und soll sich anschließend mit erhobener Waffe in der Hand umgedreht haben. Sie reduzieren das wieder auf „Schießen auf einen Jungen“ beziehungsweise zuvor auf „er hat sich nur umgedreht“.

            Ob diese Polizeidarstellung stimmt und ob der Schuss verhältnismäßig war, muss untersucht werden. Ich habe ausdrücklich nichts anderes behauptet. Sie dagegen scheinen das Ergebnis bereits zu kennen, einschließlich eines rassistischen Motivs der Beamten.

        • „Ja, weil sie als solche zu erkennen war“
          Wenn ich den Artikel richtig gelesen habe, stand der Jugendliche mit dem Rücken zu den Polizisten, die Waffe war also nicht zu sehen, Es sei denn er hielt sie hinter seinem Rücken (?). Es machte den Anschein, dass er sie durchlud und drehte sich dann mit der, möglicherweise durchgeladenen, Waffe um.
          Preisfrage: Wie viel Reaktionszeit hat ein Polizist, bis zum möglichen Schuss des Täters, um in der Bewegung (umdrehen des Schützen) den kleinen roten Aufsatz sicher zu erkennen?

    • Finde ich immer interessant, wenn Blinde (besonders im Kontext „Schusswaffen“) nicht nur von Farbe sprechen, sondern auch gleich ein künstlerisches Gesamturteil abgeben.

      „Person mit Schusswaffe von hinten überwältigen“ ist DERART 1980er-Steven-Seagull-Actionfilmklischee, dass man ernsthaft am Realitätsbezug zweifeln muss.

      Was kommt als nächstesan absurden Vorschlägen, „ins Bein/Arm schiessen“?

      Ich empfehle den Besuch eines Schiessstandes (wo erlaubt auf Bewegziel), dann wissen Sie mehr. Selbst Profis schaffen das nicht zuverlässig.

      Richtig ist:
      Seit „Solingen“ wirkt es zumindest in den überregionalen Berichten so (ob es wirklich so ist, ist nochmal eine andere Frage), dass die Polizei bei Bedrohung mit lebensgefährlichen Waffen (i.d.R. Messer, Klingenwaffen, selten Schusswaffen) öfter zu schiessen SCHEINT.

      Kann ich nur sagen: Richtig so, wenn es so ist. Auch Polizisten müssen nicht sinnlos ihr Leben wegwerfen, weil jemand „FAFO“ spielen will.

      • „Ich empfehle den Besuch eines Schiessstandes […].“
        Gutes Beispiel, da haben die Polizist*innen wohl Deeskalation gelernt, dass sie nichtmal ein Kind mit einer Spielzeugwaffe mit dem Rücken zu ihnen stellen können, ohne es niederzuschießen.

        „Richtig so, wenn es so ist.“
        Stattdessen realistische Waffenspielzeuge verbieten lassen? Neee, die (Weißen) Kinder haben so viel Spaß damit, da muss die Polizei auch mal ein paar niederschießen dürfen – wie es angeblich an der Polizeischule gelehrt wird (augenroll)

        • Selbst unsere Fünftklässler sind in der Lage zu verstehen, dass man bspw. keine Messer, echte Waffen oder ansatzweise realistische Nachbildungen in die Schule mitbringt. Schon Fünftklässler verstehen, dass Anwohner verunsichert werden, dass die Polizei gerufen wird, dass das einfach keine clevere Idee ist.

          Gehen Sie doch mal mit einem erhobenen Küchen- oder Schlachtermesser in einem Hauptbahnhof Ihrer Wahl spazieren. Oder nehmen Sie gleich eine Axt. Und wenn die alarmierte Polizei Sie darauf hinweist, die Waffe fallen zu lassen, gehen Sie stattdessen grinsend auf die Beamten zu. Mal sehen was passiert…

          Also sollten Küchenmesser und Äxte bestimmt verboten werden.

          • „Selbst unsere Fünftklässler sind in der Lage zu verstehen, dass man bspw. keine Messer, echte Waffen oder ansatzweise realistische Nachbildungen in die Schule mitbringt.“
            … sonst werden sie erschossen!

            „Gehen Sie doch mal mit einem erhobenen Küchen- oder Schlachtermesser in einem Hauptbahnhof Ihrer Wahl spazieren.“
            Werden Sie nicht stutzig, wenn Sie Objekte auswählen müssen, die tatsächlich als Waffen eingesetzt werden können, um Ihren „Punkt“ zu bekräftigen? 😉

        • Tatsächlich wäre ein Verbot des öffentlichen Führens von (laienhaft gesagt) Anscheinswaffen (ist eigentlich was anderes, aber egal) ein zumindest kleiner Baustein dazu, solche Fälle zu verringern.

          Da haben Sie ja ganz aus Versehen mal einen tatsächlich guten Vorschlag gemacht.

          Und wie kommen Sie (mal wieder) auf Hautfarben?!

          Ob ein potentieller (Amok-/amokartiger) Schütze weiße, lila oder blau-rot-karierte Farbe aufträgt ist sowas von egal…

          Ihr Vorschlag hätte (für Sie) allerdings auch einen Nachteil:
          Wie soll das Klientel, für das Sie offensichtlich maximale Symapthie hegen (=möglichst disruptive Täter) denn dann noch normalen Menschen mal so richtig Angst machen?

          • „Und wie kommen Sie (mal wieder) auf Hautfarben?!“
            Weil solche Vorfälle glücklicherweise nicht bei Weißen Kinder vorkommen. Wünsche mir das Gleiche für PoC, die „älter aussehen“

    • Schön Ihre Bewertung eines solchen Einsatzes zu lesen. Wie oft waren Sie schon in einer dereartigen Situation und mussten in Sekundenbruchteilen bewerten, ob Sie zu ihrer Familie nach Hause kommen oder nicht?
      Dummes Geschwätz von der Couch, dass können Sie!

        • Wenn man bewertet, dann doch zumindest so, dass man Belege für seine Behauptungen hat. „Der Junge wollte nur spielen, die Hautfarbe provozierte den Schuss, der Polizist hätte sehen müssen, dass dies keine echte Waffe war“ sind alles Äußerungen, die auf eine Hetzjagd gegen die Polizei hindeutet, denn die lügt ja, es war ja ganz anders …….
          Verständlich ausgedrückt, was ich meine?
          Natürlich werden die Eltern ihren missratenen Sohn (er war ja schon polizeibekannt) mit Krallen verteidigen (ich höre schon die Rassismusvorwürfe), aber sie waren nun mal nicht dabei. Hoffentlich gibt es Zeugen, die das Ganze aufklären können. Deshalb: Polizei nur mit Kamera bei solchen Einsätzen, denn im Zweifelsfall ist sie immer der Buhmann.

          • Zum Glück gibt es (noch) eine Meinungsfreiheit. Bewertungen basierend auf Bauchgefühlen gehören auch dazu.

            Unabhängig vom hiesigen Fall bleibt leider zu wünschen übrig, dass Polizei sich frei begründet rassistischen Vorwürfe frei sprechen kann.

      • Danke 🙂

        Tatsächlich kann ich mich rühmen, noch kein Kind wegen einem Spielzeug niedergeschossen oder so einen schlimmen Unfall zu rechtfertigen versucht zu haben, anstatt das Spielzeug verbieten zu wollen („Kann ich nur sagen: Richtig so, wenn es so ist.“).

        • Stellen Sie sich vor, das wird auf alle hier zutreffen, wir sind ja auch nicht bei der Polizei. Ihre Argumentation ist so hanebüchen, ich denke, sie wollen nur provouzieren und erfreuen sich an den entrüsteten Reaktionen.

    • Was haben die von dem spielenden Jungen erwartet?
      Dass er sie, der Aufforderung folgend, FALLEN lässt.
      Und wenn jemand mit einer vermutlich scharfen, echten Waffe hantiert, überwältigt man ihn nicht mal so eben von hinten. Deckung gegen eine Schusswaffe zu finden ist auch nicht so einfach, wie es bei James Bond aussieht.
      Im Nachhinein ist man immer schlauer.
      Dass die Softair-Waffe völlig legal war, ist im Übrigen Ihre Interpretation, oder? Davon lese ich in diesem und anderen Berichten nichts!
      Es gibt da durchaus auch andere Möglichkeiten:
      Softairwaffen gelten als Spielzeuge, wenn sie unter 0,5 J Geschossenergie zur Verfügung stellen. Aber wenn sie echten Waffen täuschend ähnlich sehen, handelt es sich um Anscheinswaffen, deren Führung in der Öffentlichkeit verboten ist.
      Eben um solche wie den berichteten Fall zu verhindern.

      • „Was haben die von dem spielenden Jungen erwartet?
        Dass er sie, der Aufforderung folgend, FALLEN lässt.“
        Jemand hinter Ihnen schreit: „Stop! Fallenlassen!“ o.ä.
        Ich mache mir hier nicht die Mühe die offensichtlichen Fragen zu stellen und münde direkt in: Würde ein 14-Jähriger das auf die Kette bekommen? (Wenn nicht, wird er erschossen)

        • „Würde ein 14-Jähriger das auf die Kette bekommen?“
          Gute Frage! Ab 14 ist man in DE strafmündig, ab 16 darf man wählen, mit 18 Jahren heiraten … Okay, bei der Strafmündigkeit gibt es noch die individuelle Einschätzung der Reife …
          Wenn aber, dieser Jugendliche nicht reif genug für die Strafmündigkeit ab 14 war – wieso hatte er dann eine Softair-Waffe? Wer hat ihm die gekauft/ gegeben (auch bei altersgemäßer Reife hätte er mit 14 nur unter Aufsicht diese Waffe haben dürfen, las ich) ? Müsste man diese Person dann nicht zur Verantwortung ziehen, anstatt den Polizisten Vorwürfe zu machen?

          • Was Ihre „Frage“ zu den Eltern betrifft, haben die etwas legal für ihr Kind erworben – vielleicht sollte das Produkt selbst verboten werden, wenn jemand von der Polizei niedergeschossen wird, wenn man „älter aussieht“ und mit dem Rücken zu ihnen steht?

            „Gute Frage! Ab 14 ist man in DE strafmündig, ab 16 darf man wählen, mit 18 Jahren heiraten … “
            Aber nicht zum Abschuss durch die Polizei freigegeben. Wir sind ja nicht in Russland, dessen Soldaten Zivilistinnen niedermetzelt.
            Was ist Ihre Meinung dazu?

  2. Wenn die bewaffnete Polizei mich auffordert eine Waffe niederzulegen, dann lege ich die nieder. Eigentlich ganz einfach. Unverständlich wieso man dem nicht Folge leisten möchte

    • „Wenn die bewaffnete Polizei mich auffordert eine Waffe niederzulegen“
      Woher wissen Sie, dass es die Polizei ist, sie mit Ihnen redet und dass sie bewaffnet sind?
      Bloß nicht umdrehen und schauen, sonst werden sie erschossen

    • „Wenn die bewaffnete Polizei mich auffordert eine Waffe niederzulegen, dann lege ich die nieder.“

      Volle Zustimmung. Das Problem war hier vermutlich, dass der Junge die Situation so schnell gar nicht einschätzen konnte – in diesem Szenario hatte er dazu keine Zeit – und dass die Waffe aus seiner Sicht nicht gefährlich war. Möglicherweise ist er sich nicht bewusst gewesen, wie sein Verhalten wirken würde, als er die denkbar schlechteste mögliche Reaktion gezeigt hat:

      „Doch der Jugendliche habe sich mit erhobener Waffe in der Hand umgedreht.“

      GAME OVER.

      • Klingt sehr überzeugend, solange man das Wort „Waffe“ anstelle „Spielzeug“ schreibt, und einer – nicht existierenden – Bedrohungslage aus Sicht der Beamt*innen folgt, nicht der eines spielenden Jungen und seiner Begleitung.

        Es gibt ja Videoaufnahmen, da wird das Gericht ja das bedrohliche „Hantieren“ mit eigenen Augen sehen (augenroll)

  3. Die Überschrift klingt wie wenn die Polizei die größere Schuld hat. Besser so: Schüler hantiert mit Softair-Pistole und wird von der Polizei niedergeschossen.

    • Ich verstehe überhaupt nicht, warum hier überhaupt das Wort „Schüler“ benutzt wird. Hier hätte es auch das Wort Jugendlicher stattdessen getan. Wenn ich das richtig lese, hatte die ganze Sache mit Bildung, Schule und Schülern eigentlich garnichts zu tun, außer, dass man in dem Alter in der Regel Schüler ist.

  4. Nun ja, es tut mir Leid, dass der Junge verletzt wurde, doch das ist eher ein Fall von “ selber schuld“ Wenn die Polizei einen auffordert, etwas zu tun, sollte man das tun. Ich hoffe, dass der Jugendliche etwas daraus gelernt hat und nicht etwa nur “ Fame“ draus macht: Ich bin so cool und habe mir ein Feuergefecht mit den B* geliefert..?

    • „Nun ja, es tut mir Leid, dass der Junge verletzt wurde, doch das ist eher ein Fall von “ selber schuld“
      Nice! Kinder müssen schon lernen, sich nicht umzudrehen, wenn jemand ruft, sonst dürfen sie sich nicht wundern, wegen eines stinknormalen Spielzeuges niedergeschossen zu werden

      • Interessant, welche Spielzeuge bei Ihnen so als stinknormal durchgehen.
        Sind Sie in der Bronx aufgewachsen? Oder in Chicago?

        • Im Oberbergischen nahe Köln. Hatte viele Spielzeugpistolen mit Knallmunition – ich war aber auch Weiß 😉

          • Warum müssen Jungs eigentlich Spielzeugwaffen haben? Weil Jungs nun mal so sind? Meine beiden Söhne bekamen von uns keine derartigen Spielsachen, auch nicht von Verwandten ( hatten wir so kommuniziert). Die einzige „Waffe“ war ein kleines Taschenmesser zum Schnitzen, bekamen sie nur unter Aufsicht. Bei unserem Enkelsohn läuft es ebenso.
            Okay, weil Jungs eben Jungs sind – dann basteln die sich auch mal eine Pistole oder einen Säbel aus Lego oder einem Stück Holz …. aber damit verbreiteten sie nie Angst und Schrecken … 🙂

    • Tatsächlich könnte man auf einen ganz einfachen Gedanken kommen:
      Wenn jemand (egal was für eine Person und egal woher) im gesamten bewussten Erleben NIE gelernt hat, dass Verhaltensweisen möglicherweise Konsequenzen haben – dann steigt natürlich auch das Risiko, sich in einer tatsächlich gefährlichen Situation entgegen „offizieller“ Anweisungen so zu verhalten, wie man das gerade subjektiv in dem Moment für richtig hält.

      Und das kann in (seltenen) Extremsituationen (Unfallgefahr z.B.) eben zu massiven Gefahrenlagen führen. In dem Fall für die Person selbst.

      • „Tatsächlich könnte man auf einen ganz einfachen Gedanken kommen:“
        Wenn ich etwas in einem Spielzeuggeschäft kaufen kann, sollte ich dafür nicht erschossen werden.

        • So weit ich weiß, verkauft kein Spielzeug-Laden Softair-Waffen!
          Und Jugendliche (14jährige?) benötigen für den Kauf und Umgang damit die Genehmigung und Aufsicht von Erwachsenen.

        • Natürlich soll niemand erschossen werden.
          Wenigstens darauf können wir uns hoffentlich einigen.

          Äxte, Messer und Schlachterbeile gibt es in jedem Kaufhaus/Baumarkt/Amazon…
          … was passiert, wenn jemand damit *gegen* die Anweisung der Polizei auf selbige zu geht bzw. bedrohliche Bewegungen macht?

          • „Natürlich soll niemand erschossen werden.
            Wenigstens darauf können wir uns hoffentlich einigen.“
            Absolut! Ich unterstelle niemanden etwas anderes, allerdings geht mir die „selber schuld“-Mentalitätvauf den Keks.

            „Äxte, Messer und Schlachterbeile gibt es in jedem Kaufhaus/Baumarkt/Amazon…“
            Sie müssen sich ECHTEN Gefahrenpotenzials bedienen, die Softair hatte keines

          • Sternstunde der Meinungsfreiheit oder einfach nur die ungenierte Menschenverachtung gegenüber eines fast versehentlich getöteten Jungen? You make the call!

            Drücke die Daumen, dass Sie keiner Lehrtätigkeit nachkommen oder zumindest jeden Tag sich auf die Zunge beißen, Ihre Ekelhaftigkeit nicht an Menschen weiterzugeben, die noch etwas aus sich machen können.
            Daumendrück! 😉

  5. Tragischer Fall. Unter anderem wegen solcher Situationen ist das Führen einer Anscheinswaffe in der Öffentlichkeit verboten. Warum läuft man damit herumfuchtelnd über die Straße? Das ist einfach nur dumm.

    • Danke für Ihren Beitrag!
      Ich kam mit diesem Verbot nicht in Kontakt und wusste ehrlichgesagt nicht darum – der Kram wird ja zu Karneval etc. verkauft.

      Meine Frage wäre, dann aber, ob nicht lieber der Verkauf massiv beschränkt werden sollte, bevor noch mehr Unglücke geschehen 🙁

      • Der Verkauf ist massiv eingeschränkt. Das Tragen und Nutzen dieser Anscheinwaffen in der Öffentlichkeit ist zudem strickt untersagt.

        Sie ziehen hier immer Vergleiche zu Spielzeugpistolen, die es zu Karneval zu kaufen gibt. Selbst so eine Spielzeugwaffe sollte nach Aufforderung durch die Polizei abgelegt werden.
        Glauben Sie allen Ernstes, dass sich Polizisten nicht als solches zu erkennen geben, wenn sie jemanden ansprechen? Und wenn dann der eindeutigen Aufforderung nicht Folge geleistet wird und Polizisten eine Gefahrsituation für sich sehen, dann kann so etwas doof enden.
        Aber vermutlich haben die Polizisten ja auch eine Kamera getragen und da wird man diese Situation sicherlich rasch aufklären können….

        • „Der Verkauf ist massiv eingeschränkt.“
          Sie haben einen roten Aufsatz auf der Münding. Die Polizei selbst zeigte Bilder, wie ähnlich die sich sehen. Da geht mehr

      • Wir werden halt immer mehr zum Nanny-Staat.

        Eltern kaufen Kindern und Jugendlichen echtaussehende „Waffen“, die sie ja z.B. gerne im eigenen Garten benutzen könnten. Aber dann bleibt es doch bitte nicht beim Schenken, sondern man bringt den Kindern bei, wie sie damit umzugehen haben, in welchem Rahmen das in Ordnung ist – und wo nicht.

        So schleppt man eine Anscheinswaffe eben nicht mit zur Schule, trägt sie nicht offen in öffentlichen Verkehrsmitteln, fuchtelt damit nicht auf offener Straße rum.

        Für mich ist es unfassbar, wie wenig Verantwortung Eltern teilweise für ihre eigenen Kinder übernehmen.

        • „Wir werden halt immer mehr zum Nanny-Staat.“
          Auf einen Jungen wurde geschossen!

          „So schleppt man eine Anscheinswaffe eben nicht mit zur Schule, trägt sie nicht offen in öffentlichen Verkehrsmitteln, fuchtelt damit nicht auf offener Straße rum.“
          Warum? Ernsthaft, warum dürfen Softairs so realistisch aussehen, dass man von der Polizei niedergeschossen wird?

          Glückwunsch zu Ihrem weißen Penis, aber der Junge fühlte sich definitiv nicht in Watte gepackt!

          • Sie wollen es offenbar auch nicht verstehen:

            Wir können nicht alles, was bei falschen Verhalten gefährlich sein könnte, verbieten. Für mich bräuchte es gar keine Softair-Waffen geben, schon gar keine täuschend echt aussehenden. Aber so lange man sowas kaufen kann, und es seinem Kind gibt, sollte man ihm auch den verantwortungsbewussten Umgang damit beibringen. Oder man kümmert sich eben nicht und fordert, dass der Staat sich gefälligst kümmert.

            Was hat das mit „weiß“ oder nicht weiß zu tun? Sie konstruieren hier ein Opfer-Narrativ aufgrund von Rassismus, aber darum geht es hier doch gar nicht.

  6. @Rainer Zufall
    In diesem Forum zeigen sie eine unerträgliche Haltung gegenüber Polizisten. Sie bezeichnen diese als Idioten, unterstellen ihnen, ohne es belegen zu können, rassistische Vorurteile, sprechen ihnen die Professionalität im Umgang mit gefährlichen Situationen ab .. Beamtenbeleidigung, gibt es das? Strafe und Folgen nach StGB
    Sie haben Glück, dass Sie dies ganz „mutig“ in einem anonymen Forum tun.
    Ich habe gerade Kopfkino und sehe Sie in Ihrem Kämmerchen sitzen, bekleidet mit einem „ACA*_Shirt“, die Fäustchen ballen und mit den Augen rollen, während Sie die Polizisten verunglimpfen.
    Sind Sie wirklich Lehrer? Erzählen Sie diesen ganzen Sch…, den Sie bisher hier so von sich gaben, auch Ihren Schülern? Sagen Sie denen, dass man auf Polizisten nicht hören muss, dass diese rassistisch sind und einfach so auf Kinder schießen … Dann sind Sie als Lehrer untragbar!

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