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Laptops für alle Lehrer!

LA PAZ. Boliviens Präsident Evo Morales wollte den Lehrern seines Landes ein Geschenk machen. Das kam nicht so gut an.

Die Gewerkschaft der Lehrer stört sich vor allem am Zeitpunkt des unverhofften Präsents. Denn kurz vor der öffentlichen Wahl der obersten Richter verkündete der Sozialist Morales, 130 000 Laptops an Lehrer verteilen zu wollen. Zusätzlich versprach er Beamten einen Bonus von 140 US-Dollar, meldet der Nachrichtendienst Agencia Latina Press (ALP).

Evo Morales will Lehrern Laptops mit seinem Konfertei schenken. Die freuen sich eher weniger. (Foto: Simon Wedege/Wikimedia. CC BY 3.0)

Evo Morales will Lehrern Laptops mit seinem Konfertei schenken. Die freuen sich eher weniger. (Foto: Simon Wedege/Wikimedia. CC BY 3.0)

Die Gewerkschaft der Lehrer wirft dem Präsidenten mit den indigenen Wurzeln deshalb Willkür und Missbrauch vor. Denn in Bolivien sind in der Zeit bis zum Wahltag, über fünf Millionen Stimmberechtigte wählen am 16. Oktober das oberste Richter-Personal, alle Kampagnen untersagt. Eine Politisierung der Justiz soll damit verhindert werden.

Der Streit zwischen Morales und den Lehrern des Landes eskalierte, als jetzt herauskam, dass Morales sein lächelndes Gesicht auf die Rückseite jedes Computers drucken ließ. Laut ALP bezeichnete Lehrer-Gewerkschaftsführer Jose Luis Alvarez das Verhalten des Staatsoberhauptes als “Förderung zum Götzendienst”. “Wir lassen uns nicht für dumm verkaufen. Die Computer (Wert 50 Millionen US-Dollar) wurden nicht von Herrn Morales bezahlt, sondern von den Steuern der Bürger. Dieses Kultgehabe ist fanatisch. Er denkt dass für ihn alles möglich ist. Dieser Ego-Trip ist allerdings vorbei”, drohte Alvarez bei einem Interview in La Paz.

Bildungsminister Roberto Aguilar verteidigte die Aktion damit, dass die Regierung mit dem Aufdruck des Bildes verhindern wolle, dass die Computer weiterverkauft würden. Dies solle vom Hersteller Lenovo empfohlen worden sein, schreibt ALP. (nin)

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