FU-Präsident Alt beklagt Wildwuchs an neuen Studienangeboten

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BERLIN. Immer mehr neue Studienangebote – immer weniger Nachhaltigkeit. Dies beklagt der Präsident der FU Berlin, Peter-André Alt. «Jede Mode wird zur Disziplin erhoben, jeder Trend mündet in ein Programm», schreibt Alt in der Zeitschrift «Forschung & Lehre» des Deutschen Hochschulverbandes. «Die Vielfalt der Offerten ist kein Indikator für Qualität, sondern ein Merkmal fehlender Abstimmung und Kontrolle», kritisiert er.

Der Literaturwissenschaftler Prof. Peter-André Alt ist Präsident der Freien Universität Berlin. Foto: Bernd Wannenmacher / FU Berlin
Der Literaturwissenschaftler Prof. Peter-André Alt ist Präsident der Freien Universität Berlin. Foto: Bernd Wannenmacher / FU Berlin

Das Themenspektrum unter den mehr als 16 000 Studiengängen reiche heute von «Abenteuer- und Erlebnispädagogik» bis zu «Zukunftssicheres Bauen». Man könne «Digitale Spiele» studieren, es gebe einen Bachelor in «Hazard Control» (Gefahrenabwehr) und einen Master in «Fitnessökonomie». Die Überlebenschancen solcher Studiengänge seien gering. Alt: «Ein Zusammenwerfen von Einzelaspekten und Themen ergibt noch keine Disziplin.» Das deutsche Hochschulsystem sollte sich daher auf den Kernbestand der Disziplinen besinnen und strengere Qualitätsmaßstäbe für seine Studiengänge etablieren. dpa
(30.8.2012)

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