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Heidelbergerin ist Naturwissenschaftslehrerin des Jahres

OLDENBURG. Der Klaus-von-Klitzing-Preis für die beste Lehrkräft ist eine Ehre und hoch dotiert – 15 000 gewinnt die in diesem Jahr ausgezeichnete Heidelbergerin Gisela Döbbelin.

Im Unterricht von Gisela Döbbeling bekommen Schüler keine fertigen Theorien vorgesetzt. Stattdessen sollen sie experimentieren und sich die Lösungen selbst erarbeiten. Deshalb ist die 56-Jährige vom Hölderlin-Gymnasium in Heidelberg Deutschlands beste Lehrerin des Jahres für Naturwissenschaften. In Oldenburg wird sie mit dem Klaus-von-Klitzing-Preis ausgezeichnet.

«Es ist eine sagenhafte Anerkennung», sagte die Mathematik- und Physik-Lehrerin vor der feierlichen Preisverleihung am Abend. Einen guten Unterricht macht ihrer Ansicht nach aus, den Schülern Freiraum für deren Ideen zu geben. «Ich lasse sie ausprobieren und ihre eigenen Vermutungen äußern.» Selbst in ihren Mathe-Stunden nehmen Versuche einen großen Stellenwert ein – zum Beispiel, wenn sie die Schüler mit Bierschaum eine Exponentialfunktion nachvollziehen lässt.

Physik-Nobelpreisträger Prof. Dr. Klaus von Klitzing, Preisträgerin Gisela Döbbeling, Prof. Dr. Gunilla Budde, Vizepräsidentin Studium und Lehre Universität Oldenburg, Dr. Stephanie Abke, Geschäftsstellenleiterin EWE Stiftung. (Foto: PR/Universität Oldenburg)

Physik-Nobelpreisträger Prof. Dr. Klaus von Klitzing, Preisträgerin Gisela Döbbeling, Prof. Dr. Gunilla Budde, Vizepräsidentin Studium und Lehre Universität Oldenburg, Dr. Stephanie Abke, Geschäftsstellenleiterin EWE Stiftung. (Foto: PR/Universität Oldenburg)

Dass Kinder Angst vor Mathe oder Physik haben, kann Döbbeling verstehen. Oft bekämen sie das schon zu Hause mit auf den Weg gegeben, weil die Eltern selbst Schwierigkeiten mit den Fächern gehabt hätten, sagte die Lehrerin. «Dadurch werden sie erst gar nicht animiert, sich intensiver damit zu beschäftigen.» Mit ihrem Unterricht will sie das ändern, indem sie auf die Fähigkeiten der einzelnen Schüler eingeht und ihnen so Erfolgserlebnisse vermittelt.

Die Universität Oldenburg und die EWE Stiftung vergeben den mit 15 000 Euro dotierten Klaus-von-Klitzing-Preis seit 2005. Er ist nach dem deutschen Physik-Nobelpreisträger Klaus von Klitzing benannt. 60 Bewerbungen hatte es in diesem Jahr aus ganz Deutschland gegeben. dpa

(13.11.2012)

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