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SPD-Parteitag diskutiert über Kopfnoten – Jusos lehnen sie ab

SALEM. An Kopfnoten zum Arbeits- und Sozialverhalten in der Schule hat sich auf dem Landesparteitag der SPD Mecklenburg-Vorpommern in Salem (Mecklenburgische Seenplatte) eine heftige Diskussion entzündet. Jusos und die Arbeitsgemeinschaft für Bildung lehnten deren Einführung zur Bewertung von Fleiß, Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit und Umgangsformen ab. Es dürfe keine Reduzierung des Charakters auf eine Handvoll Ziffern geben. SPD-Bildungsminister Mathias Brodkorb hielt dagegen, derzeit lege jede Schule selbst ihre Maßstäbe fest. Die Schüler würden demzufolge an verschiedenen Schulen unterschiedlich bewertet.

«Gleichzeitig diskutieren wir über das Zentralabitur», machte Brodkorb deutlich. Die Regelungen zu vereinheitlichen, stehe schon im Koalitionsvertrag von SPD und CDU. Zum 1. August 2013 müsse demnach die Verordnung zur einheitlichen Bewertung des Arbeits- und Sozialverhaltens erlassen sein, zum 1. August 2014 die Verordnung zur Bewertung der fachlichen Leistungen. Ziel des Ministers ist eine Regelung, nach der Klassenlehrer einen Bewertungsvorschlag machen, der mit allen Fachlehrern des Schülers beraten wird. Zudem solle es Gespräche des Klassenlehrers mit Eltern und Schülern geben. Der Schüler müsse die Gelegenheit zur Selbsteinschätzung erhalten. Ob die Bewertung nachher in Worten oder Ziffern, in vier oder sechs Stufen erfolge, nannte Brodkorb unwichtig. «Da bin ich völlig leidenschaftslos», sagte er. dpa

(17.3.2013)

Ein Kommentar

  1. In diesem Falle stimme ich dem SPD-Minister aus MeVo vollkommen zu. Die Bewertungsmaßstäbe sollten möglichst einheitlich sein; der Klassenleiter sollte seinen Vorschlag mit den Fachlehrern absprechen; das Ergebnis muss dem Schüler gegenüber auch begründet werden. Das übliche Zensurensystem von 1 – 6 ist klar und bekannt. Jeder weiß, was unter einer 2 oder 3 oder 4 zu verstehen ist. Auch Worturteile werden in die bekannten Zensuren „übersetzt“. Damit das Ganze einen wirklichen Erziehungeffekt hat, will ich als Klassenleiter Verhaltensnoten monatlich geben und den Kindern in der Klassenstunde kommunizieren. Die Selbsteinschätzung des Schülers finde ich eine gute Idee. Aber in den Details bin ich nicht verbissen.

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