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Nachfahre von Adam Riese bekommt das Bundesverdienstkreuz

DRESDEN. Ein Nachfahre des berühmten Rechenmeisters Adam Ries bekommt das Bundesverdienstkreuz – für Bemühungen um den mathematisch-naturwissenschaftlichen Nachwuchs. Bundespräsident Joachim Gauck wird die Auszeichnung an Norman Bitterlich aus Chemnitz verleihen, teilte das Kultusministerium in Dresden mit.

Eines der wenige überlieferten Porträts von Adam Ries auf einer zeitgenössischen Darstellung von 1550. (Grafik: Wikimedia)

Eines der wenige überlieferten Porträts von Adam Ries auf einer zeitgenössischen Darstellung von 1550. (Grafik: Wikimedia Commons)

Der 56-Jährige vermittele als Angehöriger der 14. Ries- Generation Mathematik anschaulich in allen Altersklassen von Vorschulkindern bis zu Senioren. Der studierte Mathematiker gründete die Sächsische Physik-Olympiade und den Adam-Ries-Wettbewerb, der als Mathematik-Landesolympiade bis nach Thüringen, Bayern und Tschechien wirkt. Er engagiert sich im Adam-Ries-Bund, -Museum und in einem Spezialgymnasium und pflegt mit mathematisch interessierten Schülern einen Korrespondenzzirkel.

Adam Ries, bekannt auch unter dem Namen Adam Riese, wurde vor rund 520 Jahren in Staffelstein in Franken geboren. Er gilt als der „Vater des modernen Rechnens“. Mit seinen Werken hat er dazu beigetragen, dass die bis dahin üblichen römischen Ziffern durch das übersichtlichere indisch-arabische Zeichensystem ersetzt wurden.

Bekannt wurde er durch das Rechenbuch für Kinder „Rechnung auff der linihen“, von 1518 und das Ries, anders als damals üblich, auf Deutsch verfasste. Vier Jahre später folgte „Rechenung auff der linihen und federn…“ für Lehrlinge kaufmännischer und handwerklicher Berufe. Es wurde bislang mindestens 120-mal aufgelegt. News4teachers / mit Material der dpa

(1.5.2013)

Hier – auf Planet Schule – gibt es einen Film und Unterrichtsmaterial zum Thema Adam Ries.

Ein Kommentar

  1. Interessant! 😉

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