Schulstreit in Seifhennersdorf: Land bietet Kompromiss an

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SEIFHENNERSDORF. Im Schulstreit von Seifhennersdorf deutet sich eine Lösung an. Das sächsische Kultusministerium habe den Eltern der Fünftklässler ein Kompromissangebot unterbreitet, berichtete Radio Lausitz. Wenn sie alle Klagen fallen lassen würden, sei der Freistaat bereit, eine Mittelschule in freier Trägerschaft zu unterstützen, gab der Sender den Vorsitzenden des Schulvereins, Frank Fischer, wieder. Die Eltern würden den Vorschlag nun prüfen.

Die Eltern in Seifhennersdorf wollen sich mit der Schulschließung nicht abfinden - und haben in Eigenregie einen Schulbetrieb organisiert. Foto: privat
Die Eltern in Seifhennersdorf wollen sich mit der Schulschließung nicht abfinden – und haben in Eigenregie einen Schulbetrieb organisiert. Foto: privat

Das Kultusministerium bestätigte auf Nachfrage lediglich Verhandlungen. Ein Ergebnis gebe es noch nicht. Das Kultusministerium hatte auch früher schon angeboten, die Gründung einer freien Schule zu unterstützen.

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In Seifhennersdorf wehren sich Eltern gegen die Schließung der Mittelschule. Vergangenen Herbst durfte keine fünfte Klasse gebildet werden. Es fehlten zwei Schüler, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Die Kinder, die jetzt in Seifhennersdorf zur Schule gehen, müssten eigentlich seit September in Lehranstalten umliegender Orte lernen. Dazu gibt es mehrere Gerichtsurteile. Doch die Eltern betroffener Kinder haben den Unterricht selbst organisiert, er wird von pensionierten und freiberuflichen Lehrern gehalten. Momentan werden so 13 Jungen und Mädchen unterrichtet. Das Engagement brachte den Eltern den Titel «Schulrebellen» ein. Das Bundesverfassungsgericht wird sich mit dem Fall beschäftigen. dpa

(30.5.2013)

Zum Bericht: “Streit um illegale Mittelschule wohl auch im nächsten Schuljahr”

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