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Master für Lehramtsstudenten kommt – nicht aber der „Einheitslehrer“

STUTTGART. Die Grünen im baden-württembergischen Landtag haben sich auf eine Umstellung der Lehrerbildung auf Bachelor- und Master-Studiengänge geeinigt. Nur so ließen sich die Voraussetzungen für Durchlässigkeit und für kooperative Strukturen zwischen Universitäten und Pädagogischen Hochschulen schaffen, sagte Fraktionschefin Edith Sitzmann in Stuttgart. «Nach dem Bachelorabschluss haben Studierende die Möglichkeit, sich für oder gegen den Master und damit das Lehramt zu entscheiden.» Die Grünen wollen die eigenständigen Lehramtsstudiengänge für Grundschule, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II und Sonderpädagogik entgegen ursprünglicher Überlegungen doch nicht abschaffen.

Damit wenden sie sich wie die SPD und der Beamtenbund gegen die Vorschläge einer vom Kultus- und vom Wissenschaftsministerium eingesetzten Expertenkommission. Diese hatte vorgeschlagen, nur noch ein Lehramt für Grundschulen und eines für weiterführende Schulen zu erhalten sowie die sonderpädagogischen Studiengänge zugunsten einer sonderpädagogischen Grundbildung für alle aufzulösen.

SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel begrüßte die Verständigung innerhalb der Grünen-Fraktion. «Damit sind wir einen großen Schritt weiter.» Er betonte aber, dass der Master für alle Lehrer nicht dazu führen dürfe, dass alle Pädagogen in den höheren Dienst kämen. Das koste 360 Millionen Euro und sei nicht darstellbar.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Peter Hauk begrüßte diese Entscheidung. «Das ist ein erstes konstruktives Signal für die Zusammenarbeit mit der Opposition. Die heutige Entscheidung von Grün-Rot bedeutet einen guten Tag für die Lehrerbildung und die Kinder im Land.» dpa

Zum Bericht: „GEW fordert den ‚Einheitslehrer‘ – Grün-Rot gibt den Plan auf“

 

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