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Sozialminister ermuntert Migrantinnen zur Altenpflege-Ausbildung

OFFENBACH. Hessens Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) hat Migrantinnen zur Aufnahme einer Ausbildung in der Altenpflege ermuntert. «Das ist ein krisensicherer Beruf, es gibt immer mehr ältere Menschen», sagte Grüttner in Offenbach. Da die Zahl der außerhalb ihrer Familien gepflegten älteren Menschen steige, müsse man alle Möglichkeiten nutzen, Bewerber für diesen Beruf zu gewinnen. Hinzu komme, dass unter den zu Pflegenden immer mehr Migranten seien, sagte Grüttner beim Besuch des vom Land geförderten Projektes «Berufseinsteigerinnen in die Altenpflege» (Bea) für Migrantinnen.

Im vergangenen Jahr gab es in Hessen rund 4.840 Auszubildende zur Altenpflegehelferin oder zur Altenpflegerin, rund ein Drittel von ihnen hatte einen Migrationshintergrund. Zehn Jahre zuvor hatte der Anteil der Migranten nach Angaben des Ministeriums noch bei einem Fünftel gelegen.

Beim Ende 2012 begonnenen Bea-Projekt in Offenbach werden Migrantinnen bei der Anerkennung ausländischer Zeugnisse unterstützt, erhalten Sprachkurse und werden im ersten Jahr der Ausbildung beraten. Zum neuen Ausbildungsjahr wurden bislang zehn Frauen an Altenpflegeschulen und Einrichtungen vermittelt. Weitere Frauen warteten auf einen Ausbildungsplatz, sagte Projektleiterin Narges Yelaghi von der Gemeinnützigen Offenbacher Ausbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft (GOAB).

Ein Hindernis bei der Vermittlung sei auch, dass Pflegeeinrichtungen kein Geld oder zu wenig Personal für Ausbildungsplätze hätten, sagte Yelaghi. Zudem fänden Frauen mit Kindern oft keine passende Kinderbetreuung für die in der Altenpflege üblichen frühen oder späten Arbeitszeiten. Das Land fördert das Bea-Modellprojekt mit 105.000 Euro. Sozialminister Grüttner sagte, nach Abschluss im Frühjahr 2014 wolle sein Ministerium prüfen, welche Maßnahmen sich bewährt hätten und dauerhaft angeboten werden könnten. dpa

 

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