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Datenraub? Aufregung um Attest-Formular der TU Darmstadt

DARMSTADT. Fieber, Bettlägerigkeit oder ein gebrochenes Bein: Nach dem Willen der TU Darmstadt sollten erkrankte Prüfungsanwärter künftig ihre Beschwerden in einem Attest-Formular angeben – und so den Arzt von seiner Schweigepflicht entbinden. Doch die neue Regelung hielt nur drei Tage, am Donnerstag zog die Uni sie nach Studentenprotesten zurück.

«Wir sind an der Stelle über’s Ziel hinausgeschossen», sagte Uni-Sprecher Jörg Feuck am Donnerstag nach einer außerordentlichen Vollversammlung zu dem Thema. Die Hochschule habe nicht die Kontrollen anziehen, sondern schlicht unterschiedliche Standards der Fachbereiche bei den Attesten vereinheitlichen wollen. Feuck nannte das Formular zwar juristisch korrekt, aber «unverhältnismäßig». Es werde so nicht in Umlauf kommen.

«Wir sind auch für eine einheitliche Regelung», sagte der Sprecher der Studierendenvertretung Asta, Stephan Voeth. Die Vollversammlung habe nun den Vorschlag gemacht, dass sich Studenten bis einen Tag vor der Prüfung ohne Konsequenzen abmelden können. Bisher ist dies nur bis eine Woche vor der Prüfung möglich. Eine Verkürzung der Abmeldefrist könne sich auch die Hochschule vorstellen, so Feuck. Bis spätestens Juli will die TU mit den Studenten eine einvernehmliche Lösung finden. dpa

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