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Qualität in Kitas: Gewerkschaft fordert Mindeststandards

MAINZ. Die Gewerkschaft Verdi fordert einheitliche Standards für die Qualität von Kindertagesstätten. Bei der Debatte um den quantitativen Ausbau bleibe die Qualität der Betreuung häufig auf der Strecke, sagte die Verdi-Bundesfachgruppenvorsitzende Angelika Spautz am Freitag in Mainz. «Wir brauchen bundeseinheitliche Standards – ob bei Qualifikation, Ausstattung oder Personalschlüssel.» Dazu präsentierte die Gewerkschaft einen Gesetzentwurf, den sie an die Regierungen in Bund und Ländern herantragen will.

Eine der Kernforderungen des Entwurfs sind bessere Arbeitsbedingungen für Erzieher. «Wir brauchen Zeiten, um unsere Arbeit vor- und nachzubereiten. Das machen viele Kollegen heute in ihrer Freizeit», sagte Spautz. Zur Betreuung der Kinder müssten zudem immer zwei Fachkräfte anwesend sein. Dabei soll der Besuch einer Kita für die Eltern kostenfrei sein.

Von den im Koalitionsvertrag zugesagten sechs Milliarden Euro für Bildung will die Bundesregierung eine Milliarde für die Kitas einsetzen. Spautz bezeichnetet das als «Tropfen auf den heißen Stein». «Wir müssen als Gesellschaft Geld in die Hand nehmen, wenn wir die Probleme lösen wollen.» dpa

Ein Kommentar

  1. Meine Frau erlebt „Standards“ in der Regel synonym mit:
    noch mehr Zeit verbringen mit Dokumentieren, Kreuzchen in Listen ausfüllen, Vorschriftentexte lesen
    Das geht dann von der Zeit für die Kinder ab.

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