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Niedersachsen will dritte Betreuungskraft für Krippengruppen einführen

HANNOVER. RotGrün in Niedersachsen will vom kommenden Jahr an eine feste dritte Betreuungskraft für Krippen gesetzlich festschreiben. Finanziert werden soll das zusätzliche Personal mit den 113 Millionen Euro jährlich, die das Land dadurch spart, dass der Bund die Bafög-Kosten vom kommenden Jahr an komplett übernimmt. «Ab Januar 2015 muss das frei gewordene Geld zur Finanzierung der dritten Krippenkraft verwendet werden», sagte SPD-Fraktionsvorsitzende Johanne Modder. Grünen-Fraktionschefin Anja Piel sagte: «Mit der Freigabe der Bundesmittel haben wir endlich die Chance, weitere Verbesserungen im Bildungsbereich zu schaffen.»

Für Krippengruppen mit 15 Kindern sind in Niedersachsen gesetzlich bisher nur zwei Erzieherinnen vorgeschrieben, wenn die Hälfte der Kinder älter als zwei Jahre ist. Ist die Hälfte der Kleinen jünger als zwei, darf die Gruppe höchstens 12 Mädchen und Jungen umfassen.

Bekomme ich einen Platz in der Kita? Laut Städtetag fraglich. Foto: anschi / pixelio.de

Auf eine Erzieherin kommen bisher 6-8 Krippenkinder. Foto: anschi / pixelio.de

Bisher hatte das von der SPD geführte Kultusministerium stets betont, dass es für die dritte Kraft derzeit keinen finanziellen Spielraum gebe. Eine Volksinitiative hatte in den vergangenen Monaten mehr als 100 000 Unterschriften für bessere Rahmenbedingungen in Kindergärten und Krippen eingereicht.

Durch die Bafög-Übernahme spart das Land im kommenden Jahr 113 Millionen Euro jährlich. In den darauffolgenden Jahren wird die Einsparung zusätzlich um jeweils rund zwei Millionen Euro ansteigen, teilte das Finanzministerium mit.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) teilte mit, für die Landesregierung sei die frühkindliche Förderung von besonderer Bedeutung. Deshalb werde die Landesregierung die zur Verfügung stehenden Mittel für die Finanzierung einer dritten Kraft in den niedersächsischen Krippen verwenden. dpa

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