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KMK-Chefin Löhrmann sieht Privatschulen als „Impulsgeber“

DÜSSELDORF. Privatschulen haben bundesweit einen großen Zulauf. Jeder elfte Schüler besucht eine. KMK-Präsidentin Löhrmann sieht sie aber nicht als «das bessere System».

Privatschulen sind nach Worten von Kultusministerkonferenz-Präsidentin Sylvia Löhrmann nicht die besseren Schulen, können aber Impulsgeber sein. «Privatschulen haben ein bestimmtes Etikett, gelten als Eliteschulen, aber das kann man so pauschal nicht sagen.» Bei Privatschulen handele es sich nicht um «das bessere System» für die «bessere Gesellschaft», sagte die Grünen-Politikerin in Düsseldorf.

Würdigte die Arbeit von Schulleitungen: NRW Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne). Foto: Alex Büttner

Sylvia Löhrmann (Grüne) weist darauf hin, dass Privatschulen keine soziale Auslese betreiben dürfen. Foto: Alex Büttner

Es gebe eine große Bandbreite – kirchliche Einrichtungen, Waldorfschulen bis hin zu einer Schule für Zirkuskinder. «Natürlich haben wir als Staat und Gesellschaft den Anspruch, dass unsere staatlichen Schulen gleichwertig sind», betonte Nordrhein-Westfalens Schulministerin.

Der Zulauf zu Privatschulen wächst deutlich. Im Schuljahr 2012/13 gab es 5651 allgemeinbildende und berufliche Privatschulen bundesweit. Laut Statistischem Bundesamt ist das ein Zuwachs von 74,8 Prozent im Vergleich zu 1992/1993. Im Jahr 2012 besuchte jeder elfte Schüler in Deutschland eine Privatschule. Ein Grund für den Zulauf ist nach Expertenmeinung die Unzufriedenheit von Eltern mit dem öffentlichen Schulsystem.

Zu Berichten über extrem hohe Schulgebühren sagte die Ministerin, es sei grundgesetzlich verboten, dass Privatschulen eine «soziale Segregation» befördern. Kinder und Jugendliche aller Schichten müssten Zugang haben. «Schulen in privater Trägerschaft sind Teil eines vielfältigen Schulsystems und können Impulsgeber für die Schulentwicklung sein.» Auch sie müssten ihren Beitrag leisten zu Chancengleichheit, sozialer Gerechtigkeit und Inklusion – dem gemeinsamen Lernen von Schülern mit und ohne Behinderung. dpa

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