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Professor darf seinen Titel trotz Plagiaten in seiner Habilitation behalten

FREIBURG. Ein Freiburger Wissenschaftler darf seinen Professoren-Titel behalten, obwohl er nach Überzeugung der Universität in seiner Habilitation betrogen hat. Das habe laut Hochschule der Rektor entschieden.

Dem Sportmediziner war im November 2013 seine Habilitation, die als wichtige Voraussetzung für eine Berufung als Professor gilt, aberkannt worden. Laut der Universität war die Habilitation des Professors teilweise wortwörtlich identisch mit sieben von ihm betreuten Doktorarbeiten – ohne, dass dies in Zitaten oder Querverweisen deutlich gemacht worden sei. Dies bestreitet der Professor laut seinen Anwälten. Eine Überprüfung des Verfahrens der Aberkennung seiner Habilitation wolle er aber nicht.

Seinen „Professor“-Titel und auch seine Pension darf der Wissenschaftler nun aber trotz der Aberkennung der Habilitation behalten. Der Mann war 2011 auf eigenen Wunsch beurlaubt worden und ist inzwischen im Ruhestand. dpa

5 Kommentare

  1. Wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe. Vermutlich ist er nicht CDU-Mitglied.

    • Ein bemerkenswert sinnbefreiter Beitrag. Und zwar

      1. was die (hochschul)rechtlichen Aspekte angeht. Infos zum Fall z. B. in der Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Hermann_Dickhuth; wichtig wäre auch, den Unterschied zwischen „Professoren“-Titel und „Doktor“-Titel (genauer: -Grad) zu verstehen.

      2. was die Logik Ihres Urteils angeht. Vergleichen wir mit Schavan: Pension? Behält sie (wie der Prof.). Posten? Wurde ihr nicht aberkannt (wie auch dem Prof. nicht), musste allerdings nach politischer Logik aufgegeben worden. Resultat? Sie hat einen schönen neuen Posten für den sie die offiziellen Einstellungskriterien nicht erfüllt und der mit B9 besoldet ist. So viel verdient kein Professor.

      Dabei deutet sich an, dass Schavans Vergehen rein wissenschaftlich deutlich schwerwiegender war als das von Dickhuth. Bezogen auf Ihre Suggestion ist es also umgekehrt richtig: Schavan hat ihre CDU-Mitgliedschaft nicht geschadet, sondern sie hat davon massiv profitiert und tut dies bis heute.

      • Etwas empfindlich, wenn das linke Lager auch nur andeutungsweise einen Kratzer abbekommen könnte?
        Ansonsten urteilen doch auch Sie nur nach ihrem persönlichen Empfinden, kleiden das Ganze aber in Scheinlogik und Besserwisser-Urteil.
        Da ist mir eine bescheidene Vermutung lieber als überhebliches Getue ohne wirkliche Substanz.

        • Lol. Sie werden nicht ernsthaft erwarten, dass ich mich auf Ihr Niveau begebe, oder? Aber es steht Ihnen frei, mir die fehlende Substanz nachzuweisen. Nein? Zu schwierig?

          Ansonsten besteht Ihr Post aus den üblichen Zutaten: Eine Suggestivfrage. Eine unbegründete Attacke ad hominem. Ein Geschmacksurteil. Argumentation: Null. Sachkenntnis: Null. Wie kommen Sie übrigens darauf, dass der in Rede stehende Professor dem „linken Lager“ angehört? Das mag so sein. Oder auch nicht. Ich weiß es nicht. Sie sicher auch nicht.

  2. Professor =Amt. Viele Profs sind nicht habilitiert. Ist also keine Voraussetzung. Der akademische Grad Dr. habil. müsste aber aberkannt werden. Wissenschaft ist zu 80% feilen am eigenen Aussenbild und Fakenangeblicher Leistungen. Wen wunderts also. Übrigens haben Professurberufungen selten damit zu tun was jemand wirklich drauf hat. Meistens geht es um Sympathie und Seilschaften.

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