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70 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz: Schulen bekommen mehr Zuschüsse für Bildungsfahrten

DORTMUND. Zum 70. Jahrestag der Befreiung des deutschen nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 2015 stellen das IBB Dortmund, die Bethe-Stiftung Köln und das Deutsch-Polnische Jugendwerk ihre neue Kooperation vor: Schulen und Jugendeinrichtungen können ab 1. Februar 2015 Förderanträge einreichen. Fördermittel in Höhe von bis zu einer Million Euro stehen 2015 zur Verfügung für Gedenkstättenfahrten Jugendlicher in Polen und Deutschland. Ziel  ist ein Lernen aus der Geschichte für eine gemeinsame Zukunft in Europa.

Am authentischen Ort in den Gedenkstätten etwa in Auschwitz, Majdanek, Treblinka, und Stutthof sollen Jugendliche zu einer Auseinandersetzung mit Fragen der Geschichte und der Gegenwart angeregt werden: Von der systematischen Judenverfolgung durch die Nazis bis zu Gewaltexzessen und Fremdenfeindlichkeit heute.

Das Lager Laura, hier die Scheune, die als Hauptgebäude benutzt wurde, gehörte zum KZ-Buchenwald. (Foto: Peter Braun74/Wikimedia CC BY-SA 3.0)

Das Lager Laura, hier die Scheune, die als Hauptgebäude benutzt wurde, gehörte zum KZ-Buchenwald. (Foto: Peter Braun74/Wikimedia CC BY-SA 3.0)

Die Bethe-Stiftung ergänzt die Zuwendungen des Deutsch-Polnischen Jugendwerks und weiterer Zuschussgeber bis zu einer Höhe von 250 000 Euro für unilaterale und weitere bis zu 250 000 Euro für bi- und trilaterale Begegnungen. Die Gedenkstättenbesuche sollen jeweils mindestens vier Tage dauern und intensiv vor- und nachbereitet werden.

Das IBB Dortmund hat seit seiner Gründung im Jahr 1986 Gedenkstättenfahrten zu Lernorten der nationalsozialistischen Diktatur organisiert und einfühlsam begleitet — in vielen Fällen bezuschusst aus Mitteln des Deutsch-Polnischen Jugendwerks. Durch die Unterstützung der Bethe-Stiftung können künftig mehr Besuche deutscher und deutsch-polnischer Gruppen in Gedenkstätten in Polen unterstützt werden.

Anträge können ab 1. Februar 2015 gestellt werden.

Einzelheiten zu den unilateralen Gedenkstättenfahrten unter www.ibb-d.de/gedenkstaettenfahrten

Weitere Informationen zu bi- und trilateralen Gedenkstättenbesuchen unter www.dpjw.org

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