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Erstklässler können sich maximal 30 Minuten konzentrieren

FÜRTH. Grundschullehrer gestalten den Unterricht für Erstklässler in der Regel so, dass deren Aufmerksamkeitsspanne nicht überschritten wird. Auch zu Hause sollten Eltern beachten, dass es mit der Konzentration nicht von heute auf morgen klappt.

Sich auf einen Text oder eine Rechenaufgabe zu konzentrieren, verlangt Kindern viel ab. Sie müssen dafür andere Reize ausblenden lernen und eigene Bedürfnis zurückstellen können. Konzentriert an einer Sache dranzubleiben, klappt deshalb nicht von heute auf morgen. «Für einen Erstklässler sind 20 bis 30 Minuten schon gut», erklärt Maria Große Perdekamp, Leiterin der Online-Beratung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Um Konzentration zu üben, können Eltern mit dem Kind zum Beispiel länger am Essenstisch sitzen bleiben, ein Spiel zu Ende spielen oder es bitten, ihnen ein Bild zu malen.

Lernen können Kinder auch ohne Motivation - aber nicht so gut. Foto: dbrekke / Flickr (CC BY 2.0)

Eltern erkennen bei ihren Kindern häufig eine Hochbegabung. – aber nicht so gut. Foto: dbrekke / Flickr (CC BY 2.0)

Spielen sollte das Kind möglichst in einer ruhigen Atmosphäre – ohne Radiogedudel, häufiges Telefonklingeln oder Fernseher im Hintergrund. Ständige Begleitgeräusche machen es schwerer, bei einer Sache zu bleiben. Außerdem können Eltern den Nachwuchs bei kniffligen Aufgaben begleiten: Steigt er beim Lesen aus, können sie beispielsweise nachhaken: «Willst du ein paar Minuten Pause machen?» oder «Welches Wort bereitet dir denn Probleme?» Das motiviere Mädchen und Jungen, nicht vorschnell aufzugeben. (dpa)

zum Beitrag: Obst und zweimal frühstücken für die Konzentration

3 Kommentare

  1. Ich plädiere dafür, die Stundendauer diesen Erkenntnissen anzupassen, also 30 statt 45 Minuten. Dabei gehe ich davon aus, dass 30 Minuten ja bereits ein Maximum sind, aber ohnehin nicht erreicht werden, weil ja immer auch Zeit gebraucht wird, um erst mal Ruhe einkehren zu lassen, Organisatorisches zu besprechen usw.

    • sie übersehen, dass kinder nach den 30 minuren zeit brauchen, um wieder „runter zu kommen“, die 5-mintenpause zwischen zwei stunden wird dafür nicht reichen. 30-minuten-unterrichtsstunden führen im idealfall (nur unterricht) zu einer verdichtung der konzentrationsstrecken, im anderen extremfall (orga-Krams und irgendeine ablenkung) zu überhaupt keinen unterricht mehr.

      die grundschullehrerinnen werden schon wissen, was sie tun. der artikel richtete sich ja in erster Linie an die eltern.

  2. Das ist ja nicht erst im Februar 2015 entdeckt worden. Die Grundschullehrerinnen, die ich kenne, haben ja viele Stunden in ihrer Klasse, und machen die Pausen zwischen den 20 min-Einheiten so, wie es die Situation erfordert.

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