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KMK-Präsidentin Kurth: Lehrer müssen Schüler stärker individuell fördern

DRESDEN. Sachsens Lehrer müssen nach Ansicht von Kultusministerin und KMK-Präsidedntin Brunhild Kurth (CDU) ihre Schüler stärker individuell fördern und sich dafür fortbilden. Das sei der Schlüssel zu mehr Schulerfolg, sagte sie in Dresden. «Die Klassen werden heterogener und die Lernvoraussetzungen gehen oft weit auseinander.»

Nimmt die Lehrer in die Pflicht: Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth. (Foto: Sächsisches Kutlusministerium)

Nimmt die Lehrer in die Pflicht: Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth. (Foto: Sächsisches Kutlusministerium)

In der Fortbildung würden Konzepte entwickelt, um den einzelnen Schüler optimal zu unterstützen, erläuterte Kurth. Allerdings müssten Eltern und Schule dabei an einem Strang ziehen. «Das Fundament für gute schulische Leistungen wird im Elternhaus gelegt. Wenn es dort bröckelt, kann das Schule allein nicht kitten.»

Laut Ministerium bilden sich mehr als 8000 sächsische Lehrer das Jahr über in Workshops und Kursen des Sächsischen Bildungsinstitutes fort. Das Land stelle dafür in den Jahren 2015 und 2016 zusammen rund 1,6 Millionen Euro bereit. In Sachsen gibt es rund 30.000 Lehrer. dpa

Zum Bericht: KMK-Präsidentin Kurth mahnt Lehrer zur Fortbildung – auch in den Ferien

5 Kommentare

  1. Kein Problem – nur müsten die lerngruppen dafür erstens wesentlich inhomogener durch mehr Inklusion und zweitens größer werden. Bei dreißiger Klassen ist man als Lehrkraft nämlich nicht ausreichend gefordert und vernachlässigt deshalb infolge von bore-out wesentliche Tätigkeitsmerkmale seiner Anforderungen.

    Bei einer doppelstunde Unterricht – also 90 Minuten – ist auch ausreichend Zeit auf individuelle bedürfnisse einzu gehen, rein rechnerisch entfallen auf jede Nase ganze 3 (in worten drei) Minuten individuelle Förderung. Bei größeren Lerngruppen fällt es leichter Cluster von Schülern mit gleichen Bedürfnissen zu bilden und erreicht dadurch eine signifikante Effizienzsteigerung bei der Förderung. wer asozial ist als Erziehungsberechtigter kann sich dieser Spitzenförderung allerdings durch Beschäftigung eines Hauslehres entziehen, das sollte von Seiten des Gesetzgebers allerdings unter Strafe gestellt werden. Also erst einmal die gesetzlichen Rahmenbedingungen erzeugen, dann kann man sich auch um Details der individuellen Förderung von Schülern in binnendifferenzierten Lerngruppen kümmern bzw. diese einfordern.

    Wer Spuren von Ironie entdeckt, kann sie behalten. Sie sind entgegen der festen Überzeugungen des Erzeugers dieser Zeilen allenfalls aus Versehen in den Text eingeflossen:)

    • sie haven vollkommen recht. sogar bei 10er-gruppen habe ich schon schwierigkeiten mit individueller Förderung in einer form wie die politik sie in 20-25er-klassen verwirklicht sieht.

      nebenbei: wenn alle gleichgegendert sind, wueso sind die Schüler dann so heterogen und bedürfen individueller Förderung ?!?

  2. Ich möchte von BMW auch mein individuell zugeschnittenes Auto haben. Wenn die Ingenieure das nicht schaffen, sollen sie doch auf Fortbildungen gehen. Ich möchte ein Auto ohne Elektronik, keine elektronischen Fensterheber, keine Zentralverriegelung usw.
    Also bitte liebe Autobauer, nehmt endlich den Individualisierungswahn an.

    • Ach ja, kosten soll es natürlich auch nix.

    • Das hatte allerdings schon der alte Henry Ford erkannt und Ihnen zu seiner Zeit schon das Angebot gemacht:

      „Sie können jede Farbe wählen, Hauptsache sie ist schwarz.“

      Aber der wusste ja auch, dass Autos keine Autos kaufen.

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