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Lehrer weniger krank – in Mecklenburg-Vorpommern jedenfalls. Aber: Psychische Probleme an erster Stelle

SCHWERIN. Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern sind dem Bildungsministerium zufolge seltener krank als noch vor einigen Jahren. So fehlte jeder Lehrer oder Sonderpädagoge im Schuljahr 2013/14 im Schnitt nur noch gut 19 Tage wegen Arbeitsunfähigkeit, im Schuljahr davor waren es noch 20 Krankentage, wie Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) am Mittwoch in Schwerin sagte. An erster Stelle lagen nach einer Statistik der Barmer GEK bei Lehrern die psychischen Erkrankungen als Ursache für rund ein Viertel aller Fehltage.

Gesundheitsrisiken für Schulbedienstete nahm jetzt eine Analyse zur Beanspruchung der Pädagogen in 31 Schulen des Landes unter die Lupe. An der Befragung im Jahr 2014 beteiligten sich 734 Lehrer, Erzieher, Sozialarbeiter und Schulleiter. Demzufolge neigen ältere Beschäftigte eher zu Selbstüberforderung und vernachlässigen Erholung und Gesundheit. Jüngere nehmen öfter eine Schonungs- oder Schutzhaltung ein, wie Prof. Uwe Schaarschmidt einschätzte. Zugleich beurteilten Vollzeitbeschäftigte ihre Arbeitsverhältnisse positiver als Lehrer in Teilzeit.

Der Untersuchung zufolge zeigen etwa die Hälfte aller Lehrer im Nordosten mehr oder weniger stark ausgeprägte Risiken für mögliche psychische Erkrankungen. Die Sprechstunden der Schulpsychologen, die bisher nur Schüler und Eltern berieten, seien jetzt auch für Lehrer zugänglich, meinte Brodkorb. Außerdem solle es mehr Seminare für Schulleitungen geben, um das Arbeitsklima an den Bildungsstätten zu verbessern. 2015 stellt das Land 1,3 Millionen Euro für die Gesundheitsförderung der Pädagogen bereit. dpa

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