Startseite ::: Service ::: Sicherheitsprobleme beim Banking – Schülern mögliche Probleme aufzeigen

Sicherheitsprobleme beim Banking – Schülern mögliche Probleme aufzeigen

Abbildung 1: Gerade das Online-Banking ist bei jungen Menschen sehr beliebt. Aufgrund potenzieller Sicherheitsprobleme sollten deshalb schon Schüler lernen, was es zu beachten gilt.

Abbildung 1: Gerade das Online-Banking ist bei jungen Menschen sehr beliebt. Aufgrund potenzieller Sicherheitsprobleme sollten deshalb schon Schüler lernen, was es zu beachten gilt.

Jugendliche benutzen überwiegend klassische Wege, wenn es um Bankgeschäfte geht. Zu diesem für viele Menschen sicher überraschenden Ergebnis kam jüngst eine Studie, die die Wirtschaftswoche zitiert. Dabei gaben 63 Prozent der Befragten zwischen 14 und 24 Jahren an, noch nie Online-Banking verwendet zu haben.

Ein Grund dafür mag die Angst vor Betrugsversuchen sein, die bei Bankgeschäften über das Internet besonders hoch ist. An dieser Stelle ist Aufklärung wichtig, auch in der Schule. Schließlich gibt es trotz der Ergebnisse der oben zitierten Studie eine Reihe junger Leute, die die Vorteile von Online-Banking nutzen möchten, vor allem die größere Flexibilität und Unabhängigkeit. Um dabei für größtmögliche Sicherheit zu sorgen, ist es notwendig, dass Schüler wissen, wie Betrüger vorgehen, möchten sie Zugriff zu Konten fremder Menschen erhalten, und wie man sich gegen Manipulationsversuche absichern kann.

Vorsicht bei Phishing-Mails

Eine klassische Herangehensweise von Kriminellen im Internet besteht im Versenden von sogenannten „Phishing Mails“. Dies sieht häufig folgendermaßen aus:

  1. Betroffene erhalten eine E-Mail, die den Mails ihrer eigenen Bank täuschend ähnlich sieht.
  2. Darin werden sie unter Angabe falscher Gründe auf einen Link verwiesen. Klickt der Nutzer darauf, kommt er auf eine Seite, auf der er aufgefordert wird, Daten wie sein Passwort für das Online-Banking und TANs einzugeben.

Mittlerweile bedienen sich Kriminelle für Phishing-Mails nicht nur konventioneller E-Mails, sondern auch sozialer Netzwerke wie beispielsweise Facebook. Dabei werden gerne Accounts von Freunden manipuliert, sodass der Eindruck entsteht, die Nachricht komme von einer Person, der man selbst vertraut.

In dieser Hinsicht ist es zentral, Schüler zur Vorsicht anzuhalten. Es gibt keinen Grund, auf E-Mails oder Nachrichten zu reagieren, die zur Angabe persönlicher Daten wie der Login-Daten für das eigene Konto auffordern. Auch wer plötzlich Nachrichten über soziale Netzwerke bekommt, die scheinbar von Freunden kommen und die Bitte enthalten, eine TAN zu senden, sollte keinesfalls darauf eingehen.

Die gute Nachricht ist, dass die Zahl konventioneller Phishing-Mails in den letzten Jahren zurückgegangen ist. Verantwortlich dafür sind neue Sicherheitsverfahren, bei denen TANs auf das eigene Smartphone geschickt werden und jeweils nur für einen Vorgang gelten. Auf der anderen Seite sind Betrüger immer geschickter dabei, Phishing Mails nach offiziellen Nachrichten aussehen zu lassen und Facebook-Kontakte von Freunden zu „spiegeln“.

Downloads von unbekannten Quellen vermeiden

Eine andere, häufig größere Bedrohung, ist Schadsoftware, die sich auf dem eigenen Computer einnistet. Diese sogenannten „Trojaner“ funktionieren vor allem nach den folgenden Mustern:

  • Sie fangen Transaktionen ab und manipulieren diese. So überweisen sich Kriminelle Geld auf das eigene Konto.
  • Sie simulieren die Online-Banking-Webseite der eigenen Bank und bringen Nutzer auf diese Art dazu, wichtige Daten einzugeben.

Hat sich ein solches Schadprogramm eingenistet, ist es sehr schwer, dies zu erkennen. Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollten Schüler auf keinen Fall Inhalte aus E-Mails unbekannter Absender herunterladen. Dasselbe gilt mittlerweile auch für Smartphones. Auch hier sind Nachrichten von unbekannten Personen mit größter Vorsicht zu behandeln, vor allem wenn sie einen Link enthalten. Dieser sollte in keinem Fall angeklickt werden.

Außerdem ist auch in Hinsicht auf Trojaner und andere Schadsoftware ein gesundes Misstrauen angebracht – zum Beispiel, wenn die eigene Bank plötzlich um die Rücküberweisung eines fälschlicherweise auf das eigene Konto eingezahlten Betrags bittet. Selbst wenn dieser tatsächlich auf dem eigenen Konto angezeigt wird, sollten Schüler den Fall unbedingt direkt mit ihrer Bank klären. Lassen sie sich von solchen Meldungen täuschen, wird ihrem Konto nicht nur der scheinbar falsch überwiesene Betrag, sondern deutlich mehr entzogen.

Was Schüler sonst noch tun sollten

Zentral bei der Vorbeugung von Betrugsversuchen im Online-Banking ist laut den Sicherheitshinweisen auf Volkswagenbank.de ein guter Virenscanner. Damit dieser Schadsoftware wirklich rechtzeitig erkennt und daran hindert, Schaden anzurichten, ist es notwendig, ihn regelmäßig auf den aktuellen Stand zu bringen. Die Geschwindigkeit, mit der Kriminelle neue Trojaner und Ähnliches auf den Markt bringen, ist beachtlich. Dabei ist auch für Schüler zu überlegen, sich einen kostenpflichtigen Schutz zuzulegen. Zwar sind moderne Gratisprogramme deutlich besser als noch vor wenigen Jahren. Ganz mithalten können sie mit kostenpflichtigen Varianten allerdings nicht, wie die Stiftung Warentest feststellt. Die gute Nachricht ist: Mehr als 15 – 30 Euro im Jahr müssen Nutzer auch für den besten Schutz nicht bezahlen.

Viele Jugendliche haben ihren Computer ausreichend geschützt, vergessen aber, dasselbe bei Ihrem Smartphone zu tun. Dabei haben Hackerangriffe auf mobile Geräte zugenommen. Vor allem Android gilt als gefährdet. Entsprechend ist das Angebot an Virenscannern für Smartphones und Co. gestiegen. Auch diese sind umsonst beziehungsweise für wenig Geld zu haben.

Schließlich schützt es Nutzer von Online-Banking vor Manipulation, wenn sie sich für das modernste Sicherheitsverfahren entscheiden, das ihre Bank anbietet. Methoden mit mehreren unbegrenzt gültigen TANs, die auf einem Zettel ausgehändigt werden, gelten als gefährlich und veraltet. Dagegen bietet es deutlich mehr Sicherheit, wird jeweils eine TAN für einen Vorgang per SMS auf das Smartphone gesandt.

Zusammengefasst können Schüler folgendes tun, um sich vor Betrügern zu schützen:

  • Keine Inhalte von unbekannten Absendern downloaden
  • Misstrauisch sein gegenüber Nachrichten der eigenen Bank, die dazu auffordern, geheime Daten einzugeben.
  • Effektive Virenscanner auf Computer und mobilen Geräten installieren und aktuell halten.
  • Sich für das modernste Sicherheitsverfahren entscheiden.

Abbildung 2: Mit den richtigen Sicherheitsmaßnahmen ist ein Angriff durch Betrüger deutlich unwahrscheinlicher – ganz ausschließen lässt sich die Gefahr allerdings nicht.

Aufklärung schützt

Absolute Sicherheit gibt es nicht beim Online-Banking. Tritt das Schlimmste ein, bleibt nur zu hoffen, dass die Bank den Schaden anstandslos übernimmt und nicht mit der Fahrlässigkeit des Betroffenen argumentiert. Allerdings lässt sich das eigene Konto umso besser vor dem Zugriff Unbefugter schützen, umso mehr man darüber weiß, wie Kriminelle vorgehen. Dies gilt vor allem für junge Menschen, die häufig weniger misstrauisch sind – vor allem wenn  Nachrichten scheinbar von den eigenen Freunden stammen. Durch Aufklärung können Lehrer entscheidend dazu beitragen, dass ihre Schüler umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen ergreifen und so keine Nachteile daraus haben, wenn sie sich für Online-Banking entscheiden.

Bildquellen:
Abbildung 1: @ geralt (CCO-Lizenz) / pixabay.com
Abbildung 2: @ PublicDomainPictures (CCO-Lizenz) / pixabay.com

3 Kommentare

  1. sind in den 63% auch diejenigen enthalten, die keine wirklichen Bankgeschäfte wie Überweisungen tätigen? außerdem sind diese bei vielen Banken kostenfrei, der Bedarf nach Onlinebanking also eher gering.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*