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Von Schwesig bis Özdemir: bundesweit lesen Prominente am Vorlesetag in Kitas und Schulen

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und Ministerpräsident Erwin Sellering haben am Freitag Kindern aus dem Buch «Ronja Räubertochter» der schwedischen Autorin Astrid Lindgren vorgelesen. An der Grundschule, die nach Lindgren benannt ist, sagte Sellering, auch wenn das Internet und andere Medien das Leseverhalten verändert hätten, blieben Bücher doch unverzichtbar. «Sie sind der Schlüssel zum Erlernen von Sprache, fördern Sprachgefühl und Ausdrucksweise.» 

in Sachsen-Anhalt liest  Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU)  in der Kindertagesstätte «Sonnenschein» in Oranienbaum-Wörlitz aus «Max und Moritz». Auch Sozialminister Norbert Bischoff (SPD), Agrarminister Hermann Onko Aeikens (CDU) und Justizministerin Angela Kolb (SPD) geben sich an verschiedenen Orten die Vorleser-Ehre. Die Bundesvorsitzenden der Grünen, Simone Peter und Cem Özdemir, lesen in zwei Schulen in Halle.

Sieht eine Herkulesaufgabe für die Kitas: Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. Foto: AWO Bundesverband / flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

Bundesfamilienministerin Schwesig hat aus Ronja Räubertochter vorgelesen. Foto: AWO Bundesverband / flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

die Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Doris Schröder-Köpf (SPD), am Freitag vor Grundschülern im Montessori Bildungshaus in Hannover vorgelesen. Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) besuchte die Wilhelm-Busch-Schule in Soltau im Heidekreis.

Insgesamt hatten sich in diesem Jahr mehr als 101 000 Vorleser angemeldet. Dies ist nach Angaben der Organisatoren eine Rekordbeteiligung. Neben vielen Ehrenamtlichen bringen auch einige prominente Vorleser Geschichten zu Gehör. Erstmals dabei war zum Beispiel die Hamburger Dragqueen Olivia Jones, die aus ihrem Kinderbuch «Keine Angst in Andersrum» vorlesen wollte. Die Travestiekünstlerin wuchs als Oliver Knöbel in Springe bei Hannover auf.

Der bundesweite Vorlesetag ist eine gemeinsame Initiative der «Zeit», der Stiftung Lesen und der Deutsche Bahn Stiftung. Er fand in diesem Jahr zum 12. Mal statt. Bundesweit hatten sich mehr als 100 000 Vorleser angemeldet, darunter zahlreiche Politiker und Prominente. dpa

 

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Bundesweiter Vorlesetag

Stiftung Lesen zu Vorlesetag

 

3 Kommentare

  1. ich wusste nicht, dass „Olivia Jones“ sooo berühmt ist. Was macht der eigentlich außer sich als Frau anziehen?
    Mein Vater hat uns auch immer vorgelesen, eher täglich als nur am Vorlesetag, kam aber nie in die Nachrichten. Ist das diskriminierungsfrei?

  2. Ein wesentlicher Teil des Daseinszwecks von Politikern und Ministern (m/w) ist heute, Wettbewerbe auszuloben, Ehrenamtler auszuzeichnen, Tagungen zu eröffnen und eben in Schulen und Kindergärten vorzulesen.
    Strukturell etwas zu verändern, geht weniger gut. Es kostet, es ist langwieriger, es gibt Gegenwind und man kommt seltener in die Zeitung.
    Wie schön wäre es, wenn Mitglieder unserer politischen Elite daran arbeiten würden, das Lesen im Schulalltag stärker zu verankern und z. B. für Schulbibliotheken sorgen würden.
    Der Fotograf hat sein Bild geschossen, der Hausmeister rollt den roten Teppich wieder ein und löscht das Licht, der Fahrer öffnet die Tür der Ministerlimousine, eine Stiftung feiert sich für ihr viel gelobtes Projekt. Und die Ehrenamtlichen, die tagtäglich Schulbibliotheken am Leben erhalten, reiben sich verwundert die Augen.

    • diverse Königshäuser haben auch keine anderen Aufgaben mehr …

      Politiker wollen jedoch wiedergewählt werden und müssen daher präsent bleiben. der Hauptteil muss jedoch im Idealfall gute Politik sein.

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