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Angeblicher Angriff in Paris: Lehrer hat islamistische Messerattacke erfunden

PARIS. Nach den islamistischen Anschlägen vom 13. November in Paris befindet sich die Stadt noch immer in Alarmbereitschaft. Dementsprechend ist die Staatsanwaltschaft sofort aktiv geworden, als am Montagabend ein Vorschullehrer aus dem Großraum Paris behauptet hatte, von einem Anhänger der so genannten „Islamischen Staates“ angegriffen worden zu sein. Auch die Medien sprangen sofort auf diese Nachricht an – nicht zuletzt, weil die IS-Dschihadisten im November auch zu Angriffen auf Lehrer in Frankreich aufgerufen hatten.

Einen Tag später ist klar: die Geschichte ist frei erdacht. Die zuständige Staatsanwaltschaft teilte mit, der Lehrer habe zugegeben, den Angriff erfunden zu haben, wie die „Deutsche Welle“ berichtet. Der 45-Jährige wurde demnach nicht von einem maskierten Mann mit einem Teppichmesser verletzt, der sich auf die IS-Miliz berufen hat. Er hat sich die Verletzungen im Gegenteil selbst zugefügt. Mit leichten Verletzungen wurde er ins Krankenhaus gebracht und die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft übernahm die Ermittlungen wegen Mordsversuchs im Zusammenhang mit einem Terrorvorhaben, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeit (FAZ).

Der Lehrer wird nun befragt, warum er gelogen hat. Mit seiner Aussage hat er die Angst vor extremistischer Gewalt erneut geschürt. Denn gut einen Monat nach den Anschlägen in Paris fahndet die Polizei immer noch nach den mutmaßlichen Tätern.

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