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Experten: Schulen brauchen mehr Unterstützung beim Übertritt von Flüchtlingskindern in den Regelunterricht

BERLIN. In nächster Zeit wechseln bundesweit tausende von Flüchtlingskindern aus Vorbereitungsklassen in den Regelunterricht. Eltern Lehrer und Schüler sind darauf nicht immer ausreichend vorbereitet, finden Verbandsvertreter.

Eltern und Schüler müssen laut Experten stärker auf den Wechsel tausender Flüchtlingskinder von Vor- oder Willkommensklassen in den normalen Unterricht vorbereitet werden. Die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Marlis Tepe, forderte am Freitag zum Abschluss des Internationalen Bildungsgipfels ISTP in Berlin dafür auch verstärkte Aufklärung von Eltern in Elternversammlungen.

Der Übertritt in den Regelunterrichtbringt für Flüchtlingskinder oft einen neuen Umbruch mit sich. Foto: UK Department for International Development (CC BY 2.0)

Der Übertritt in den Regelunterrichtbringt für Flüchtlingskinder oft einen neuen Umbruch mit sich. Foto: UK Department for International Development (CC BY 2.0)

In Bundesländern mit Vorklassen an Schwerpunktschulen müssten die Flüchtlingskinder vor dem Eintritt in den Regelunterricht zudem die Schule wechseln, sagte Tepe. «Sie haben eine Reihe von Brüchen und Umstellungen hinter sich und müssen immer wieder neu willkommen geheißen werden», sagte sie. Gitta Franke-Zöllmer vom Verband Bildung und Erziehung forderte zur Begleitung der Übergänge Teams mit Sozialpädagogen, Psychologen und Dolmetschern für die Schulen. Zentral sei gegenseitiges Verständnis.

Um die immer zahlreicheren Flüchtlingskinder zu unterrichten, stellen viele Bundesländer laut Kultusministerkonferenz (KMK) «im Prinzip täglich» neue Lehrer ein, wie die KMK-Präsidentin und Bremer Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) sagte. Mittlerweile habe es mehr als 8000 solcher Neueinstellungen gegeben, teilte Tepe unter Berufung auf eine eigene Umfrage mit. (dpa)

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