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Weltrekord: 4200 Schüler bei traditionsreichem Schachduell in Hamburg – „Rechtes Alsterufer“ gewinnt

HAMBURG. Tausende Schüler verteidigen ihren König und schicken die Bauern vor, um den Gegner schachmatt zu setzen. Das klingt nicht gerade hanseatisch, hat in Hamburg aber Tradition. Das Schachturnier Rechtes gegen Linkes Alsterufer stellt einen neuen Rekord auf.

Da behaupte nochmal jemand, Schüler seien heutzutage nur noch für Bildschirm-Spiele zu begeistern. Foto: Eigenberg Fotografie / flickr (CC BY 2.0)

Da behaupte nochmal jemand, Schüler seien heutzutage nur noch für Bildschirm-Spiele zu begeistern. Foto:
Eigenberg Fotografie / flickr (CC BY 2.0)

4240 Schüler haben am Dienstag am Hamburger Schachturnier Rechtes Alsterufer gegen Linkes Alsterufer teilgenommen. Die Spieler im Alter von sechs bis 18 Jahren setzten sich an mehr als 2000 Schachbretter, die in langen Reihen in der Barclaycard-Arena aufgebaut waren. Vertreten waren rund 160 Schulen, darunter auch 25 Gastmannschaften aus Berlin, Kiel, Frankfurt und anderen deutschen Orten. Die S-Bahn setzte Sonderzüge ein, um die jungen Schachspieler zur Arena am Volkspark zu bringen, wo das Turnier zum ersten Mal stattfand.

Mit 1074 zu 1046 Punkten setzte sich das rechte Alsterufer gegen das linke durch, wie Veranstalter Jan Pohl vom Fachausschuss Schach in der Schulbehörde sagte. Der Pokal ging an die Stadtteilschule Stellingen, die unter den besten Mannschaften des siegreichen rechten Ufers ausgelost wurde.

Die Teilnehmerzahl von genau 4240 Spielern sei ein Weltrekord, sagte Pohl. Die Zahl sei vom Rekord-Institut für Deutschland protokolliert worden. Im vergangenen Jahr hatten gut 2600 Schüler mitgespielt. Der bisherige Hamburger Teilnehmerrekord war 1988 mit 3616 Schülern aufgestellt worden. Weltweit verzeichne das Guinness-Buch der Rekorde ein Schachturnier auf den Philippinen mit 3200 Spielern als größtes Ereignis dieser Art, hieß es.

Eine Grundschule mit 350 Teilnehmern

«Schach ist dazu geeignet, die kognitiven, kommunikativen und sozialen Fähigkeiten unserer Schülerinnen und Schüler zu entwickeln», erklärte Schulsenator Ties Rabe (SPD). Die Größe des diesjährigen Turniers zeige, welchen Stellenwert dieser Denksport in Hamburg erreicht habe. Die meisten Teilnehmer stellte in diesem Jahr die Grundschule Genslerstraße in Barmbek-Nord mit mehr als 350 Spielern in 47 Mannschaften.

Das Turnier gibt es mit wenigen Unterbrechungen seit 1958. Damals waren 160 Spieler gegeneinander angetreten. Mit dem neuen Ergebnis hat das rechte Alsterufer 20 Mal und das linke Alsterufer 36 Mal gewonnen. Wer für das rechte und wer für das linke Alsterufer spielt, entscheidet die Lage der Schule. «Wir schauen von der Quelle flussabwärts», sagte Pohl. dpa

 

 

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