Start Leben Precht provoziert mit seinen Forderungen: Weg von Noten und klassischen Fächern

Precht provoziert mit seinen Forderungen: Weg von Noten und klassischen Fächern

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Richard David Precht fordert eine Revolution für das deutsche Bildungssystem. Der Philosoph und Bestsellerautor bemängelt,  dass Schüler nicht das lernen, was sie für die Zukunft brauchen. Diesen Ansatz vertritt er auch als Referent auf dem Deutschen Schulleiterkongress (DSLK).

Eröffnungsrede in Stuttgart: Philoloph Precht. Foto: Dontworry / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
Er stellt sich den Fragen des Publikums beim Deutschen Schulleiterkongress: Philoloph und Bestsellerautor Richard David Precht. Foto: Dontworry / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0).

DÜSSELDORF. Drei Systemfehler macht Precht im jetzigen Bildungssystem aus: die Selektion, das uniforme Lernen mit Fächern und die Benotung von Leistung mit Hilfe von Ziffern. „Für alle der gleiche Stoff und die gleiche Notenskala, das ist Quatsch“, kritisiert er – und stellt sich nun mit seinen Thesen mutig vors Auditorium beim Deutschen Schulleiterkongress. Das Bildungssystem müsse fundamental umgebaut werden, um auf die Herausforderungen der Zukunft zu reagieren. In seinem Buch „Anna, die Schule und der liebe Gott“ spricht der Bestsellerautor sogar von einer benötigten Bildungsrevolution.

Verquerer Vergleich

Precht, der eine nach ihm benannte Philosophie-Sendung im ZDF moderierte, reklamiert für seinen Ansatz neue wissenschaftliche Erkenntnisse. „Nach all dem, was wir aus der Hirnforschung, der Entwicklungs- und der Lernpsychologie wissen, kann man von einem ‚gehirngerechteren Lernen‘ ausgehen und im Gegensatz dazu von einem, das den Spielregeln des nachhaltigen Lernens widerspricht“, so schreibt er.  Und zieht einen verqueren Vergleich: „Gutes Lernen, so könnte man sagen, ist wie guter Sex: Nicht auf Tempo und Frequenz kommt es an, sondern auf die Eindringlichkeit, die individuelle Variation und den nachhaltigen positiven Effekt auf unsere Psyche. Der Vergleich ist schon deshalb nicht weit hergeholt, weil es sich bei allen Erregungen unseres Gemüts immer um das gleiche Belohnungszentrum handelt, das jedes Mal (mit leichten Unterschieden in den chemischen Cocktails) aktiviert wird.“

Motivation fördern

Eine Schule, „in der man so lernt, dass man statt loser Brocken und toter Phrasen Zusammenhänge behält“, sei möglich, meint der Philosoph. Ein höheres Bildungsniveau könne erreicht werden, wenn die Schulen aufhörten, die „intrinsische Motivation des Kindes zu zerstören“, sondern sie pflegten und förderten. Dabei sollten sie die Kinder individuell lernen lassen. „Eine gute Schule muss sich nach den Bedürfnissen, den Begabungen und dem Lerntempo eines jungen Menschen richten und ihn dazu befähigen, dieses Tempo selbst zu steuern“, schreibt Precht. Um im Gelehrtendeutsch fortzufahren: „Wenn der Lehrer dazu als Coach Hilfestellungen leistet und allzu viele verlockende Ablenkungen unterbindet, ist einem optimalen aufbauenden Lernen keine Grenze gesetzt. Desgleichen gilt für die wechselseitige Hilfe und den Ansporn durch Mitschüler im jahrgangsübergreifenden Unterricht.“

Fächer weg, Klassen weg

Precht, der einen Sohn und drei Stiefkinder hat, fordert die Abschaffung der klassischen Fächer. „Die Demarkationsgrenzen zwischen den Fächern hemmen den Erkenntnisgewinn und zügeln die Neugier“, meint er. Aus seiner Sicht besser: Projektunterricht, der die Zusammenhänge erkennen lasse. Auch die Klassen möchte der Philosoph spätestens ab der siebten Klasse aufgelöst sehen: „Wichtiger als das gleiche Alter sind ähnliche Interessen, die sich zu Lernteams organisieren lassen.“ Auch Noten möchte Precht streichen: „Es ist höchste Zeit, die Notenzeugnisse zu ersetzen. An ihre Stelle sollte ein sorgsames, auf die Individualität des Kindes bezogenes Monitoring treten. Statt Zensuren zu vergeben, sollten Lehrer schriftliche Beurteilungen verfassen über den Lern- und Entwicklungsweg ihrer Schüler, über ihr Können und ihre Persönlichkeit.“

Dafür fordert Precht flächendeckend die Ganztagsschule bis 16 Uhr. Rituale und Schuluniformen sollen darüber hinaus die Identifikation der Schüler mit ihrer Schule verstärken. Dabei lässt Precht erkennen, woher er seine Ideen schöpft: „Ein bisschen Hogwarts tut jeder Schule gut“, schreibt er mit Blick auf das in den Harry-Potter-Romanen dargestellte Schulleben.

Kritik: „Noch ein Eiferer“

Mit seinen Thesen hat Precht prominente Kritiker auf den Plan gerufen. „Noch ein Eiferer. Einer, der alles besser weiß“, kritisierte etwa der Hamburger Schulsenator Ties Rabe (SPD).  Die in Prechts Buch geforderte „Bildungsrevolution“ provoziere, so Rabe, „bürgerkriegsähnliche Zustände, Milliardenkosten und Millionen verkorkster Bildungskarrieren. Denn in den zu erwartenden Schulkriegen wird eine ganze Schülergeneration jahrelang nicht richtig lernen.“ Deutschlands Schulen ließen sich, so Rabe, nicht „unfallfrei“ revolutionieren. „Jede Veränderung findet am offenen Herzen in vollem Betrieb statt.“

Auch Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) kann mit Prechts Thesen offenbar nicht viel anfangen. Sie hob kurz nach Erscheinen von Prechts Buch die Bedeutung von Noten, Leistung und Sitzenbleiben hervor –  allerdings ohne ihn zu nennen. News4teachers


Zur Info: Precht beim Deutschen Schulleiterkongress

Richard David Precht stellt sich beim Deutschen Schulleiterkongress (DSLK) den Fragen eines Fachpublikums. Der Bestsellerautor diskutiert auf dem Bildungspodium über Theorie und Praxis der Inklusion und erörtert zusammen mit Pädagogen, Politikern und Journalisten die Frage: Eine Schule für alle – kann das überhaupt klappen? Der DSLK findet vom 3. bis 5. März im Kongresszentrum CCD Süd an der Stockumer Kirchstraße in Düsseldorf statt. Weitere Infos gibt es unter: www.deutscher-schulleiterkongress.de

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Bernd
10 Jahre zuvor

Klar, Unmenschlichkeit lässt sich auch philosophisch verbrämen. Bezeichnend, dass Sie sich mit Ihrer Kritik an einer humanitären Flüchtlingspolitik auf Gehlen berufen: “Im Nationalsozialismus war er nicht nur Mitläufer. Er profitierte vielmehr auch von der Entlassung von Professoren aus rassistischen und politischen Gründen.” (Wikipedia)

Ich hätte da noch Sprengler (“Untergang des Abendlandes”), Heidegger oder Schmidt anzubieten.

Gerald
10 Jahre zuvor
Antwortet  Bernd

Wikipedia gilt allgemein als zuverlässig und gut, wenn es um technische oder naturwissenschaftliche Auskünfte geht, wo keiner ein Interesse daran hat, etwas Falsches zu verbreiten. Es würde auch schnell auffliegen.
Auf geisteswissenschaftlichem Gebiet und bei Urteilen über Personen sieht das anders aus. Besonders die Historiker üben recht scharfe Kritik an wikipedia. Dazu können Sie etliche Artikel finden unter „kritik an wikipedia“ oder ähnlichen Suchbegriffen.

Für Sie könnte ein Artikel interessant sein von jemandem, der eines Tages völlig überraschend bei wikipedia als „rechts“ bezeichnet wurde. Offensichtlich gab es aus der Menge der Zulieferer einige, die dem Mann aus ans Leder wollten.
http://www.clauswolfschlag.gmxhome.de/wikipedia.kritik.htm

Es ist also nicht immer ratsam, sich auf wikipedia zu berufen.

Georg
10 Jahre zuvor
Antwortet  Gerald

Ich kann in diesem Fall, man höre und staune, Wikipedia empfehlen, die mit zahlreichen Zitaten und Verweisen auf Autoren aufwarten, die nun wirklich alles andere als verdächtig sind, “links” – und deshalb natürlich parteiisch und analytisch vollkommen abwägig – zu sein. (Armin Pfahl-Traughber, Eckhard Jesse, Tim Peters, Bettina Blank – alle beim VS bzw. aus dem Umfeld der Chemnitzer “Wir machen alles gleich” Politikwissenschaft)

https://de.wikipedia.org/wiki/Claus_Wolfschlag

“Der Politikwissenschaftler und Soziologe Armin Pfahl-Traughber (1998), seinerzeit Referatsleiter in der Abteilung für Rechtsextremismus im Bundesamt für Verfassungsschutz, kritisierte Wolfschlags Buch Hitlers rechte Gegner. Wolfschlag, so Pfahl-Traughber, schöpfe sein Wissen „in der Regel aus zweiter Hand“ und übernehme „Informationen aus ein paar Werken der Sekundärliteratur, ohne häufig die Primärliteratur der Porträtierten im Original zur Kenntnis genommen zu haben“. Das Buch beabsichtige „mit relativ offen erkennbarer politisch motivierter Absicht, mit der Betonung auf die Distanz der vorgestellten Gruppen und Strömungen zur Hitlerschen NSDAP, diese moralisch von der Schuld intellektueller Wegbereitung und ideologischer Gemeinsamkeiten zu entlasten.“[12]

Thomas Pfeiffer (2000), Sozialwissenschaftler, kritisierte in seiner Dissertation, dass Wolfschlag die „NS-Beteiligung“ des der Konservativen Revolution nahestehenden Malers Fidus in einem Jahrbuchsbeitrag nur „entschuldigend“ andeute.[13]

In einem in der Jungen Freiheit erschienenen Beitrag (Der Feind im eigenen Land) schüre Wolfschlag „das Bild von den Linken als ‚Vaterlandsverräter‘“. Es werden darüber hinaus „xenophobe Ressentiments für legitim erklärt“, so der Sozialwissenschaftler Alexander Häusler (2002) von der Universität zu Köln; heute am Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus tätig.[14]

Nach dem Politikwissenschaftler Stefan Kubon (2006), der Artikel in der Jungen Freiheit untersuchte, begegne Wolfschlag anscheinend „neuheidnischen Strömungen […] sehr wohlwollend“.[15] Außerdem entwickle Wolfschlag an anderer Stelle ein „regelrechtes Schreckensszenario, wenn er die Zuwanderung von Ausländern nach Deutschland thematisiert“, so Kubon (2012).[16]
Dissertation

Eine Rezension von Wolfschlags Studie Das antifaschistische Milieu. Vom schwarzen Block zur Lichterkette in der Zeitschrift für Politikwissenschaft (Walter Rösch, 2003) stellte fest: „Überall wittert er linke Repression, wo Wissenschaftler oder Publizisten rechte Agitation beim Namen nennen. Der Nachweis besteht jedoch oft nur aus kurzen Satzfragmenten in Form einer Auflistung. Die Zielrichtung des Autors scheint von vornherein der Versuch zu sein, Vertreter des rechten Spektrums zu Opfern zu stilisieren und diejenigen, die sich mit Rechtsextremismus beschäftigen, als Vertreter eines aus seiner Sicht illiberalen Meinungskartells zu brandmarken.“[17]

Der Extremismusforscher Eckhard Jesse, Ordinarius an der TU Chemnitz, konstatierte bereits 2002 in einem Sammelband für die Konrad-Adenauer-Stiftung: vor einem „Verständnis, das den Antifaschismus verklärt, muss ebenso gewarnt werden wie vor dem entgegengesetzten Anliegen, das diesen dämonisiert. Wer wie Claus-M. Wolfschlag den Begriff des ‚antifaschistischen Milieus‘ weit ausdehnt und den Eindruck erweckt, als würden staatlicherseits Repressionen gegen Gegner des ‚Antifaschismus‘ unternommen, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass er selbst keine klare Abgrenzung von rechtsextremistischen Strömungen vornimmt.“[18]

Der Chemnitzer Politikwissenschaftler Tim Peters kritisierte 2006 Wolfschlags Buch: „Der beeindruckende Materialreichtum wird relativiert durch eine unübersichtliche Gliederung, ein fehlendes intersubjektiv nachvollziehbares Analyseraster sowie die starke Parteilichkeit des Autors, der sich relativ vorbehaltlos mit denen solidarisiert, die er als Opfer der ‚antifaschistischen Repression‘ sieht und die er als ‚Rechtsgerichtete‘ oder ‚Differenzialisten‘ bezeichnet. Die Distanzierung vom allgemein anerkannten Begriff des Rechtsextremismus und dessen durchgehende Verwendung nur in Anführungszeichen, weil es für diesen Begriff keine klare Definition gebe und er ‚willkürlich als Mittel der Denunziation eingesetzt‘ werde, verstärken Zweifel an der wissenschaftlichen Seriosität der Arbeit.“[19]

Die Osnabrücker Soziologin Bärbel Meurer (2006) notierte zu Das antifaschistische Milieu: „rechtsextremistische Popagandaschrift“.[20]

Bettina Blank (2014), die politikwissenschaftlich zur Antifa arbeitet und Mitarbeiterin beim Verfassungsschutz Baden-Württemberg ist, hält Wolfschlag vor, dass dessen Dissertation „in ihrer politischen Einseitigkeit dem Thema nicht gerecht“ werde. Die Arbeit operiere „auf der Basis von Ausgangsthesen, mit denen der Autor selbst ein fragwürdiges Verhältnis zu Politik und Gesellschaft der Bundesrepublik offenbart.“ Unter eher linken Publizisten werde das Werk der „Akademische[n] Anti-Antifa“ zugeordnet.[21]”

Georg
10 Jahre zuvor
Antwortet  Georg

Interessanterweise stösst man auch hier mal wieder auf die bei einigen hier ja so verehrte JUNGE FREIHEIT und ihre Konnex zur “Konservativen Revolution”, einer Gruppe von rechten Intellektuellen aus den 20ern, die die Volksgemeinschaft haben hochleben lassen und die Demokratie und ihre Werte verdammten.

Milch der frommen Denkungsart
10 Jahre zuvor

@Anna:

Daß derjenige, der mit Dreck um sich wirft, nicht nur an Boden verliert, sondern auch selbst nicht sauber bleibt, haben Sie mit Ihrem jüngsten Griff in die Verballatrine nachdrücklich vorgeführt.
Desweiteren stelle ich mit Erstaunen fest, daß derartige termini wie “Lügenpropaganda” oder verwandte Be- grifflichkeiten, die bislang von Ihresgleichen genüßlich als Kampfparolen eines volksverhetzenden Nazismus gegeißelt wurden, offenbar nun plötzlich gleichfalls in Ihrem Wortschatz salonfähig geworden sind.

@Bernd:

Ihr pharisäischer Universalhumanismus – Sie zücken also, wie ich annehmen muß, für jeden Obdachlosen in der Fußgängerzone Ihr Portemonnaie ?! – hält bemerkenswert Schritt mit Ihrem wohl aus Wikipedia extra- hierten philosophischen Halbwissen; “Sprengler” hieß in Wahrheit (Oswald) “Spengler” wie sich hinter “Schmidt” tatsächlich (Carl) “Schmitt” verbirgt – aber das ist, um ihr Lieblingsadjektiv zu gebrauchen, ja nur alberne Bildungsbeckmesserei.
Daß man zudem freilich zwischen Biographie und Werk trennen muß (obwohl die zitierten Herren vor den Herausforderungen ihrer nationalsozialistischen Umwelt zweifellos versagt haben), lernt man eigentlich be- reits im historischen Anfängerseminar.

Lehrer
9 Jahre zuvor

Ich frage mich, wie wir dazu kommen, wirtschaftlich -trotz unguter Verhältnisse -dazustehen. 6 Mrd. an Steuerüberschuss erwirtschaftet. Wer schafft das schon – auch wenn wir nichts davon haben ( Rente, Pflege, Schulen). Hat Bildung also alles falsch gemacht? Früher haben wir doch auch “Dichter und Denker” gehabt. Vor Jahren hätte jemand aus unserem Bildungssystem sogar ohne Abitur Bundespräsident, Kanzler, führender in der Wirtschaft o.a. werden können. Das schafft heute kaum ein junger Mensch mehr. Mittlerweile wurde so viel verbessert, dass nun viele mit Abi und Doktortitel auf der Straße sitzen. Das Handwerk und die Mittelschicht blutet aus. Es würde mich schon interessieren, wo Menschen mit solchen Denkansätze heute säßen, wenn sie eine von ihnen bevorzugte Schule auch hätten besuchen müssen.

AvL
7 Jahre zuvor
Antwortet  Lehrer

Besinne dich deiner eigen Fähigkeiten und Möglichkeiten, der Kraft deiner Kreativität und Durchdringung von Sachlagen, um schließlich Dinge zu ändern, die nicht Gott gegeben sind, sondern durch den Einfluss anderer derart verändert wurden, dass du sie zum Besseren wenden mögest.

AvL
7 Jahre zuvor
Antwortet  Lehrer

In der Tat provoziert er, Precht, um den einleitenden Satz aufzunehmen, und um die öffentliche Aufmerksamkeit durch seine Anstöße auszulösen, ist ihm dieses Mittel recht, dient diese ihm aber auch dazu, sein egozentrisches Ego zu stimulieren, um im Mittelpunkt zu stehen, und sich so das Interesse eines großen Teils der interessierten Öffentlichkeit zu sichern.
Unterrichten ohne eine Strukturierung in Klassenverbänden von Schülern ähnlichen alters und entsprechendem Entwicklungsstand, ohne strukturierte Vorgaben im Vermitteln von Lerninhalten, wobei ebenso wenig Lernziele definiert werden, eine Entwicklung des Unterrichts stattfindet und die Gestaltung des Unterrichts durch die Schüler selbst erfolgen soll, aus einer “inneren Dynamik” heraus ?
Dabei lässt er außer acht, dass der größte Teil der heranwachsenden Schüler erst sukzessive an ein eigenständiges Arbeiten herangeführt werden muss , auf dem Weg dahin in unterschiedlichem Maße darin unterstützt werden muss, Interessen für bestimmte Gebiete sich erst im Umgang mit diesen ausbilden werden und können, denn wer weiß schon in früher Jugend, was ihr oder ihm legt, denn Neugierde wird erst durch unsere Lehrerinnen und Lehrer geweckt.
Die Aufgabe der Schule besteht darin, Schüler auf ein selbstständiges Leben vorzubereiten, dort schrittweise hinzuführen, ihre Persönlichkeit zu stärken, diese schließlich zu eigenständigen und verantwortungsbewussten Mitgliedern unserer Gesellschaft zu entwickeln, dabei aber auch ihre spezifischen Begabungen und Fähigkeiten ihnen zu entlocken, was den meisten Lehrern auch so gelingt, die mit Herz und strukturierter Vermittlung dabei sind.
Precht stellt dagegen den gesamten Berufsstand und das bestehende Schulsystem mit seinen strukturierten Vorgaben und Zielen in Frage, ohne dass er brauchbare Antworten liefert, die sich als eine Bereicherung für dieses Schulsystem erweisen könnten.

AvL
7 Jahre zuvor
Antwortet  Lehrer

Die kleine Feldmann versteht sich aufs beste im Initiieren von Intrigen.
Und so war sie es schließlich vermutlich selbst, die die Verleumdung nach dem Hinterhertelefonieren bei möglichen Zeugen zum Erfassen eines von ihr angenommenen Fehlverhaltens ausführte, denn schließlich hat sie selbst dieses Gerücht in die Welt gesetzt hat, um dann einen vermeintlichen weiteren Gegenspieler mit auszuschalten.

AvL
7 Jahre zuvor

Das Gerücht von A. Paul Weber drückt plastisch aus, wie sich von negativen Vorurteilen beladene Denkweisen, rasend schnell innerhalb kleiner Gruppen ausbreiten können, sich diese durch weiteren Anschluss weiterer Gruppen zu einem Orkan ausbreitend, sich einem Monstrum gleich verdichtend und durch weitere Anschlüsse einer Schlange gleich, sich schier endlos verlängernd und durch weitere hinzugedichteten Halb- und Erfahrungsweisheiten weiter anschwellend, sich weiter ansammelnd, zu einem Konglomerat an menschlichen Grausamkeiten erwachsend, um schließlich den Einzelnen heimzusuchen.
Durch tiefe Häuserschluchten tosend, schließt sich eine wortgewaltige Menschenmenge zu einem nie dagewesenen Monstrum zusammen, um ihr Werk der Vernichtung über das ausgewählte Opfer, sich zu ergießen, in seinen verbalen Ungeheuerlichkeiten an Gemeinheiten.
Dazu passt freilich der Denunziant, der ewig ohrflüsternd, seine menschlichen Ungeheuerlichkeiten weiter an die Oberen insufflierend , intrigante Bemerkungen und Verächtlichmachungen ausbreitet, um das Ziel der Denunziation und Herabsetzung, zu erreichen.

AvL
7 Jahre zuvor
Antwortet  AvL

Wer aber schier endlos der Dummheit und Verleumdung Gehör und Stimme verleiht, ist falsch beraten in Zeiten der Veränderung, und so wäre er besser beraten, sich auf die Fundamente seiner eigenen Wurzeln vertrauend , sich auf bewährtes Denken und Handeln zu verlassen, nicht der eigenen Schwäche nachgebend sich zu verhalten, um dem Gerechten näher zu sein.

AvL
7 Jahre zuvor
Antwortet  AvL

Die alttestamentarischen Gebote raten dem Menschen, sich nicht an der Weiterbreitung von angetragenen Gerüchten zu beteiligen; sie gebieten uns sogar diese zu unterbinden und auf schärfste zurückzuweisen.
Wer sich aber allgemeinplappernd und wenig die Zunge hütend an derart niederträchtigem Verhalten beteiligt, der macht sich genauso schuldig wie jene die derartiges so enthusiastisch in die Welt setzten.

AvL
7 Jahre zuvor
Antwortet  AvL

Sie gaben sich ein christliches Leitbild und verhöhnten das achte Gebot .

AvL
7 Jahre zuvor
Antwortet  AvL

Die menschlichen Abgründe sind unermesslich tief, wenn das Verhalten der Nachrede zum festen Bestandteil des Charakters geworden ist; und so wird sich der Mensch schwer seinem innerlich festgelegten Verhalten entziehen können, die Macht der Gewohnheit greift immer wiederkehrend ein und steuert sein Verhalten in Richtung Destruktion und Verächtlichmachung anderer.
Zumal Änderungen des eigenen Verhaltens nur aus einem eigenem Wunsch der Besinnung auf Veränderung des Verhaltens möglich sind. Es wird wohl immer das selbe Verhalten auslösbar sein, solange eine Besinnung auf ursprünglich vorgegebene Verhaltensweisen nicht mehr möglich ist.

AvL
7 Jahre zuvor
Antwortet  AvL

Jetzt hat sich der gesamte Sachverhalt eines NA-Einsatzes offiziell, aber eben nicht offiziell behandelt, als ganz anders dargestellt, als die, durch diffamierende Gerüchte bewirkte, verzerrte Darstellung, eines eigentlich korrekten Ablaufs.
Das Ziel war wohl die Verunglimpfung und die direkte Einflussnahme auf Personen in leitender Stellung.
Meine Antwort dazu fiel schroff, sehr direkt insistierend und unmissverständlich aus.
Auch soll es jetzt gerüchteweise vermittelte Verunglimpfungen nie gegeben haben, auch wenn man selbst zu einem Gespräch gebeten worden ist.
Und so wird sogar ein Unterdrücken der Kommunikation in anderer Weise Betroffener, als ein Zeichen negatives Verhalten ausgelegt, weil soufflierende Einflussnahme dieses suggeriert.

Wer sich von Souffleuren und Souffleusen vereinnahmen lässt, der muss sich nicht wundern, wenn diese dann schließlich irgendwann hyänengleich über einen selbst herfallen.

AvL
7 Jahre zuvor
Antwortet  AvL

Mein primäres Bild von Georg revidiere ich, denn es lohnt sich allemal seine oben aufgeführten Ausführungen zu lesen, dienen diese schließlich der Aufklärung über reaktionäre Bestrebungen in Deutschland Andersdenkende zu diffamieren.

xxx
7 Jahre zuvor
Antwortet  AvL

Weil der dieses anmahnt oder weil er es bestätigt? Ich habe ihn als letzteres in Erinnerung. In diesem Sinne glücklicherweise kommentiert er unter diesem Namen nicht mehr mit.

Ignaz Wrobel
7 Jahre zuvor
Antwortet  AvL

Claus Wolfschlag dürfte und sollte wohl jedem am Wohle der Demokratie orientierten und interessierten, verantwortungsvollen Staatsbürger nachhaltig bekannt sein.

Ignaz Wrobel
7 Jahre zuvor
Antwortet  AvL

Dieser Hinweis auf diese Person entspricht einer Warnung vor derart umtriebigen Provokateuren und Verführern aus der rechtsnationalen Szene einschließlich ihrer national-populistischen Presseorgane, die sich gegen unsere freiheitliche Demokratie und Meinungsfreiheit im Sinne des Grundgesetzes der Bundesrepublik in den Grenzen von 1991 richten.