Abiturientenquote in Niedersachsen klettert auf fast 40 %

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HANNOVER. Der Anteil der Abiturienten unter Niedersachsens Schülern ist weiter gestiegen. 2015 erreichten 38,2 Prozent der Jugendlichen des Jahrgangs die allgemeine Hochschulreife. Das waren 0,6 Prozentpunkte mehr als im Jahr zuvor und fast sechs Prozentpunkte mehr als 2010, berichtet das Landesamt für Statistik im aktuellen Niedersachsen-Monitor.

Hübsch gemacht: Abiturientinnen beim Abi-Ball. Foto: Avarty Photos / flickr (CC BY-SA 2.0)
Hübsch gemacht: Abiturientinnen beim Abi-Ball. Foto: Avarty Photos / flickr (CC BY-SA 2.0)

Die Gründe für den Trend zum Abi seien vielfältig, sagte ein Sprecher des niedersächsischen Kultusministeriums. Unter anderem verbesserten die jungen Menschen ihre Berufschancen mit einem möglichst hochwertigen Schulabschluss, außerdem steige die Bildungsbeteiligung von Schülern mit Migrationshintergrund. Darüber hinaus steigt auch die Zahl der Gesamtschulen, an denen man Abi machen kann.

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Bei der Abiturientenquote liegt Niedersachsen insgesamt betrachtet aber etwas unter dem Bundesdurchschnitt von 41,2 Prozent. Die bundesweit höchste Abiturientenquote gab es in Hamburg (55,8), die niedrigste in Bayern (31,6 Prozent). Bei der Quote der Studienberechtigten, die auch Abschlüsse wie die Fachhochschulreife berücksichtigt, rangiert Niedersachsen mit einem Anteil von 54,5 Prozent dagegen über dem deutschlandweiten Mittel von 53,0 Prozent. dpa

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5 KOMMENTARE

  1. Der Hauptgrund fehlt noch:

    Durch gesenkte Anforderungen werden sehr viele Schüler erst dazu in die Lage gebracht, die Qualifikation für die Oberstufe zu schaffen und die Abiturprüfungen zu bestehen.

      • Der Grundkurs von meinem Abi war auf jeden Fall anspruchsvoller als der Leistungskurs von heutzutage. Zweisprachige Wörterbücher waren damals noch nicht erlaubt.

  2. Es gab einst eine Zeit – vielleicht nicht besser, aber gut -, in der selbstverständlich noch die abgebende Institution Qualifikationen beurteilt und ausgesprochen hat.
    Heute findet sich das Abitur schleichend entwertet, da die aufnehmende Einrichtung, respektive die Universität, der inflationären Notenexplosion schlichtweg nicht traut und in steigendem Maße eigene Zugangsprüfungen einführt, wodurch letztlich einer beträchtlichen Anzahl von Schülern die Zukunfts-chancen verlegt werden – “Perspektivgerechtigkeit” à la Linksegalitarismus.

    • Studierbefähigung und Studierberechtigung sind halt zwei verschiedene Dinge. Die Politik beschränkt sich der Quote wegen auf letzteres.

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