Giffey: Erzieher sollten wie Grundschullehrer bezahlt werden

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BERLIN. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey will sich für eine Verbesserung der Bezahlung von Erziehern einsetzen. Kitas seien Bildungseinrichtungen und Erzieher verdienten damit die gleiche Bezahlung wie Pädagogen, die etwa in der Grundschule arbeiteten.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat eine deutlich besser Bezahlung von Erziehern gefordert. Diese sollte auf das Niveau von Grundschullehrern angehoben werden, schlug die SPD-Politikerin in der «Bild am Sonntag» vor. «Kitas sind Bildungseinrichtungen», sagte sie. «Und aus meiner Sicht verdienen Erzieherinnen und Erzieher, auch jene, die im Ganztagsbetrieb im Hort arbeiten, eine Bezahlung ähnlich wie Pädagogen, die etwa in der Grundschule arbeiten.»

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey wünscht sich eine bessere Bezahlung von Erziehern. Foto: Giffey / Wikimedia Commons (CC BY 4.0)
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey wünscht sich eine bessere Bezahlung von Erziehern. Foto: Giffey / Wikimedia Commons (CC BY 4.0)
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Es gehe schließlich um Menschen, «die in der Bildung arbeiten und die Basis für die Zukunft unserer Kinder und damit für die Zukunft der Bundesrepublik legen», argumentierte Giffey. Außerdem würde eine Ausbildungsvergütung für angehende Erzieherinnen und Erzieher dazu führen, dass sich mehr junge Menschen für diesen Beruf entscheiden, sagte sie. Auf die Frage, wer dies alles bezahlen solle, antwortete die SPD-Politikerin: «Da sind alle gefragt, Bund und Länder.»

Der Zeitung zufolge verdient ein Erzieher im Schnitt 2600 Euro brutto. In dieser Größenordnung liegen bei Grundschullehrern die Netto-Einstiegsgehälter. Deren Bezahlung ist allerdings von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Giffey betonte, Kinder müssten möglichst früh eine gute Förderung erhalten. Dafür seien mehr Kita-Plätze nötig. Außerdem müsse die Qualität der Kitas weiter verbessert werden. Dies gelte auch für die Ganztagsbetreuung an Grundschulen. Die dafür vom Bund vorgesehenen zwei Milliarden Euro seien nur ein erster Schritt.

«Eins ist klar: Was wir heute nicht in unsere Kinder investieren, wird später viel, viel teurer», betonte Giffey. «Im Moment verlieren wir noch viel zu viele Kinder.» Die entscheidende Frage sei, wie man es schaffe, «dass möglichst alle Kinder – egal aus welchen Familienverhältnissen – in der Schule Erfolg haben, eine Ausbildung oder ein Studium beenden können». (dpa)

Für Familienministerin Giffey hat Kampf gegen Kinderarmut Priorität

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46 KOMMENTARE

  1. Ach, da isses ja. Hatte ich übersehen. Also, wie schon erwartet: A 13 für alle.

    Die neue Familienministerin fordert, dass Erzieher so viel verdienen wie Grundschullehrer (und die wollen ja wiederum so viel verdienen wie Gymnasiallehrer), also bald A 13 für alle? 🙂 Wir sind ja schließlich alle Pädagogen. 🙂

    ZITAT: ”
    Familienministerin Giffey : Erzieher sollen so viel wie Grundschullehrer verdienen”

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/giffey-erzieher-sollen-so-viel-wie-grundschullehrer-verdienen-15511930.html

  2. Ich stimme Frau Giffey zu, Erzieher sollten so viel verdienen wie Grundschullehrer verdienen. Dann muss die Erzieherausbildung vom Umfang und Tiefgang her an die der Grundschullehrer angeglichen werden, insbesondere also an die Hochschule verlagert. Man könnte sie ja mit denen der Grundschullehrer gleichstellen, d.h. eine Art Lehramt für Kindergärten und Grundschule einführen, die der Sek I-Lehrer aber dann an die der Sek II-Lehrer ankoppeln.

    Allerdings hat sie keinerlei Befugnisse, das auch tatsächlich durchzusetzen, weil Kindergärten Kommunalsache sind und die Kommunen gegen eine 50%-ige Gehaltserhöhung bei den Erziehern Sturm laufen werden.

    • @ xxx,

      naja, aber die Forderung ist nun in der Welt. Die Geister sind gerufen. Man wird sie nicht mehr los.

      Ich bin auch in diesem Falle dagegen. Ich sehe auch einen “Abstand” zwischen Grundschullehrern und Erziehern wie zwischen Grundschullehrern und Gymnasiallehrern. Naja … Und ich bin auch weiterhin dafür, dass man nicht unbedingt ein Hochschulstudium absolvieren sollen muss, um Erzieher (bzw. Grundschullehrer) zu sein. Es engt den Bewerberkreis unnötig ein und die Vergangenheit zeigt doch, es geht auch ohne?!?

      Ich gönne jedem sein Geld, vor allem eins, mit dem man auch auskommt im Monat (!!!), aber wo soll das alles hinführen? Jede Gruppe denkt nur an sich ……… Wie soll das alles finanziert werden?

      • Dann schiebt man die Grundschullehrer und die Kindergärtner an die Fachhochschulen, Bezahlung A11 oder A12.

        Problem in Deutschland ist aber generell die mit dem Exportüberschuss und der schwarzen Null seit 20 Jahren durchgesetzten Lohnzurückhaltung. Die Finanzierung halte ich problemlos möglich, wenn man eine anständige Erbschaftssteuer, Vermögenssteuer, Einkommenssteuer wie unter Kohl, steuerliche Gleichbehandlung von Kapitalertrag, Mieteinnahmen und Arbeit, Abschaffung diverser Steuervergünstigungen für Gutverdiener wie z.B. Einkommensmillionäre, diverse wirtschaftliche Subventionen usw. einführt.

        • Ja, Fachhochschulen. Das wäre gut und A 11 oder A 12 könnte doch aber trotzdem mehr sein als heute. 😉 Zumal A 12 doch nun auch nicht gerade wenig ist. Ich spare mir entsprechende Verweise.

          Das andere, ja, vielleicht stimmt’s. Ich sehe mich nicht in der Lage, das durchzurechnen. Aber wie wollen Sie das durchsetzen? Dann kommen wir wieder zu den Wahlentscheidungen, bei denen eher gewinnt, wer Steuern zu senken verspricht und nicht, wer sie erhöhen oder neue einführen will.

          Und dann ist da immer die Frage, ob die “Vielbesteuerten” dann nicht ins Ausland abwandern oder sich sonstwie ihrer Steuerpflicht entziehen, sodass der Staat hier letztlich doch nicht die erhofften Mehreinnahmen hat. Es hat ja auch Gründe, warum die Dinge, die Sie beschreiben, von bestimmten Parteien für falsch gehalten werden.

          Sie wissen ja, ich versuche bei allem Wünschenswertem Realist zu bleiben. 😉

        • @xxx
          1. Fachhochschulen ermöglichen ebenfalls das Masterstudium. Die Studienabschlüsse der Fachhochschulen mit denen der Universität sind rechtlich gleichgestellt. Mit einem Abschluss einer Fachhochschule ist es also problemlos möglich in A13 eingruppiert zu werden.

          2. Nie war die Steuerbelastung höher. Mittlerweile gibt man 50 – 70% an direten und indireten Abgaben von seinem Lohn ab. Ich bin einmal ungeschminkt ehrlich: wenn ich Zeitungsartikel verfolge und lese wer alles steuerfinanzierte Führerscheine machen darf, Autos bekommt (solche Menschen habe ich sogar in meiner eigenen beruflichen Praxis erlebt – kenne es also nicht nur aus den Medien), Kinder kostenlos in die KiTa schicken kann, (je nach Anzahl der Kinder) ganze Häuser (durch die Gemeinde angemietet) bekommen, dann steigt in mir die Wut.
          Mittlerweile würde ich meinen Schülern am Liebsten sagen, dass sie mit ihren Anstrengungen für eine Berufsausbildung nur verarscht werden und niemals mehr haben werden als diejenigen, die sich die Anstrengungen sparen und einfach nur ein Kind nach dem Anderen bekommen.
          Es steht mir einfach nur bis hier (ganz oben) und dieses “die Besserverdienenden” löst einfach nur noch Abscheu in mir aus. Die Wahrheit ist, dass du mit deinen E13 (ja, noch nicht einmal A) bereits zu diesen “Besserverdienenden” gehörst.

          • Hier einmal die Kindergeldtabelle von 2017:
            1.Kind 192 Euro,2.Kind 192 Euro,3.Kind 198 Euro und ab dem 4.Kind 223 Euro. Wo wird man davon reich, und der Kinderfreibetrag pro Kind beträgt 7001 Euro, für Erwachsene liegt dieser Grundfreibetrag bei 12.000 Euro, also 5001 Euro Differenz. Ist das gerecht ?

          • Es geht nicht um das Kindergeld, wenn sie aber vergleichen, dass sie beispielsweise ihren Führerschein, Auto selber bezahlen/ersparen müssen (von den Folgekosten zur Arbeit zu kommen reden wir noch nicht einmal), dass sie die Miete nicht von der Gemeinde bezahlt bekommen (genauso wie die Grundausstattung und Nebenkosten), sondern von ihrem Gehalt bezahlen, gleichzeitig auch noch zusätzlich die Kindergartenbeiträge selber bezahlen, dann werden sie feststellen, dass die Unterschiede zwischen den Menschen, die arbeiten und nicht arbeiten geringer sind als viele glauben.

          • Nehmen wir mal ein Paar mit 8 Kindern. Das Kindergeld beträgt dann etwa 1700 Euro pro Monat. Wenn dann einer Geld verdient und der andere die Kinder hütet, wieviel hat man dann netto in der Kasse?

            Umgekehrt habe ich mal beim Hartz-IV-Rechner im Internet angefragt, wieviel ein Paar mit 8 Kindern bekäme. Die Antwort war (ist schon wieder eine Weile her): ca. 4000 Euro pro Monat. Dazu kämen vermutlich noch Mietzuschüsse für eine große Wohnung.

            Folglich müsste ein Alleinverdiener wie oben ca. 2300 Euro netto nach Hause bringen, nur um das Hartz-IV-Niveau zu erreichen. Wieviel brutto müsste das sein? Ein (angestellter) Lehrer liegt vielleicht knapp drüber, aber was ist mit den “Normalverdienern” ?

      • “Wie soll das alles finanziert werden?”
        Wie wär’s denn mit zwei Klassen für Kitas: die einen mit höheren Gebühren und besonders guten (und höher besoldeten) Erziehern, die anderen umsonst und mit dem Rest. Genau so würde man das in USA machen, ist doch genial! Meines Wissens verbietet das GG eine finanzielle Sonderung nur bei den Privatschulen, nicht aber bei privaten Kindergärten. In Berlin gab’s schon vor Jahrzehnten sog. “Eikitas” (Kitas auf Eigeninitiative). Da taten sich ca. 10 Eltern zusammen, mieteten einen leerstehenden ehem. Laden, heuerten eine Erzieherin an und bekamen dann einen Zuschuss vom Staat, weil sie dem ja Kitaplätze ersparten. Klar, dass sich da meist die Gleichgesinnten zusammenfanden. Ich habe Positives darüber gehört, den Kindern hat’s jedenfalls gefallen, die blieben dann noch viele Jahre später in Kontakt. Für die Eltern gab’s manchmal Stress bei der aktiven Mithilfe (z.B. wenn die Erzieherin krank wurde).

    • Erzieher arbeiten nicht nur in Kitas und Kindergärten, sie arbeiten auch in Heimen, in der Mittagsbetreuung der Schulen… (siehe Link)
      https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/bkb/9162.pdf

      Für mich ist das ein ganz anders Berufsbild als Lehrer und Lehrer ist nicht die “natürliche” Fortsetzung der Erzieher. Außerdem gibt ein Erzieher in einem Kindergarten nicht primär Unterricht, deswegen kann das nie ein Lehramt sein.
      Ich siedle Erzieher eher in Richtung Sozialpädagogik an. Die Idee, aus der Erzieherausbildung ein Studium zu machen, finde ich gut. Die Eingangsvoraussetzung wird dadurch allerdings erschwert, denn dann braucht man dafür Abitur statt einen mittleren Schulabschluss. Aber der Weg für eine angemessene Bezahlung wäre dadurch geöffnet.

      • Guter Beitrag. Allerdings sind Grundschullehrer heutzutage — zumindest gemessen an den Artikeln und Kommentaren hier bei n4t — auch eher Sozialarbeiter, die den Schülern nebenbei Lesen, Schreiben und Rechnen erklären, als reine Lehrer. Insofern könnte man das doch wieder zusammenlegen, wobei man dann die Grundschulabteilung entweder gleich mit dem Abitur oder mit einem MSA nach einer gewissen Arbeitspraxis draufsatteln kann. Dafür gibt es dann wegen mir auch A12 statt A11. Die Erzieher werden dadurch trotzdem erheblich besser gestellt.

        • So einfach ist das nicht. Die allererste Aufgabe der Grundschullehrer ist das Unterrichten. Nur sind sie – wie z.B. Hauptschullehrer und Gesamtschullehrer auch – gezwungen durch Inklusion und Heterogenität (wir haben wie die Gemeinschaftsschulen Schüler jeglicher Couleur, durch die Inklusion ist alles noch verschärft) den “Sozialarbeiter” draufzusatteln um ein Unterrichts- bzw. Lernklima überhaupt zu ermöglichen. Überlastungsanzeigen kommen nicht umsonst aus Grund- und Hauptschulen.

          • So haben nun die Grundschullehrer auch “ihre Argumente”, warum man sie nicht mit Erziehern vergleichen darf.

            Da fehlen uns nun nur noch die Proteste der Erzieher, die darauf verweisen, was sie Kindern im Kindergarten heutzutage eben doch alles schon auf die Schule vorbereitend beibringen.

            Aber das mögen die selbst schreiben.

          • Sie vergleichen doch auch nicht einen Sozialarbeiter, Diplompädagogen oder Psychologen mit einem Lehrer, obwohl alle studiert haben. Das sind unterschiedliche Berufsbilder. In meinen Augen hat ein Erzieher noch mehr mit Erziehung zu tun wie Lehrer (siehe Link), wohingegen ein Grundschullehrer vornehmlich ein Lehrer sein sollte. Über die hochwertige Qualität der Ausbildung oder hoffentlich einmal eines Studiums sagt das doch überhaupt nichts aus. Wenn es einmal einen Erziehermaster gibt, dann ist der gleichzusetzen mit jedem anderen Masterstudium.

          • Eben, das ist eines meiner Argumente, warum gleiche Länge des Studiums und gleicher Name des Abschlusses noch lange nicht bedeuten, dass man das Gleiche studiert habe. Daher unterscheide ich auch zwischen Grundschullehrern und z.B. Gymnasiallehrern.

    • Ich schließe mich xxx an: Ausbildung zum Erzieher an der Universität, einschließlich Frühförderung etc.
      Der nächste Schritt wäre dann vermutlich, dass ErzieherInnen beim Land angestellt würden, weil dieses auch den Bildungskanon für die Frühpädagogik aufstellt und durchsetzt.

      Der “Tiefgang” entspricht dann einem Lehramtstudium – gleich welcher Ausrichtung, mit entsprechenden Nachweisen und entsprechendem Abschluss: gleichwertig! Das Berufsbild wäre ein anderes.

      Die Fachschulen, die Sie einrichten möchten, können Sie zur Ausbildung der pädagogischen Assistenzen nutzen, die zusätzlich in allen Lerngruppen zur Verfügung stehen sollten.

      • Mit Betonung auf Bildungskanon vom Land, der dann pflichtgemäß – wie Lehrpläne auch – eingehalten werden muss. Dann hätten wir endlich eine Pflicht zum (kostenlosen) Kindergartenbesuch und ähnliche Eingangsvoraussetzungen bei den Schulanfängern.
        Bei uns gibt es leider immer noch Unterschiede in den Eingangsvoraussetzungen, nämlich welches Kind welchen Kindergarten besucht (es gibt unterschiedliche Trägerschaften) und ob es überhaupt einen besucht hat.

        • Eine Kindergartenpflicht ab mindestens zwei Jahren vor dem voraussichtlichen Grundschuleintritt würde schon helfen. Zu vermittelnde Inhalte sind insbesondere die Sekundärtugenden wie Geduld, Unterordnung in eine Gruppe, respektvolles Verhalten fremden Erwachsenen und Kindern gegenüber usw., sprich all das, was uns Lehrern das Leben so schwer macht.

          • Zusätzlich fordere ich auch eine Kinderkrippenpflicht (natürlich A13 honoriert). Man könnte den Müttern die Kinder auch direkt nach der Geburt wegnehmen, um zu verhindern, dass die Eltern einen schädlichen Einfluss auf die Kinder ausüben können. Das wäre gegen das GG? Egal, ist ja vieles andere mittlerweile auch und das interessiert ja auch niemanden. Man könnte das ja irgendwie blumig formulieren, wie “demokratische Bildung muss schon an der Wiege beginnen” oder so, dann gibt es da gar keine lästigen Diskussionen (und falls es doch einer wagen sollte, dann ist das eben ein Nazi)…
            *WerIroniefindetkannsiebehalten*

          • @ Maulheld
            Ja, die Ironie war nicht zu überlesen.

            Sie dürfen mich gerne ewig gestrig nennen mit meiner Forderung von zwei verbindlichen Jahren Kindergarten und ohne triftigen Grund keine U3- oder gar U1-Betreuung in KiTas. Beide in Vollzeit arbeitende Eltern sind kein triftiger Grund, wenn endlich die seit 20 Jahren währende Lohnzurückhaltung ausgeglichen wird.

          • Beide Elternteile gehen doch oft nur arbeiten, weil ein Gehalt nicht mehr reicht. Das wird garantiert nicht besser, wenn man die Ausgaben zwangsweise noch mehr erhöht.

            Und eine U1/U3-Betreuung ist genauso triftig (oder untriftig) wie eine Kindergartenpflicht.

        • Der “Bildungskanon” heißt bei uns “Orientierungsplan für Bildung und Erziehung im Elementarbereich niedersächsischer Tageseinrichtungen für Kinder” und wird vom Kultusministerium herausgegeben.
          Das gibt es also schon.

          Bei dem Eintritt in die (vor)schulische Bildung im Alter von 4 oder 5 käme auch zum Tragen, dass Kinder vor der jetzigen 1. Klasse den Umgang in Gruppen erlernen und ihr Kind nicht einfach zu Hause lassen könnten.

          Ob die Eingangsvoraussetzungen dadurch bei Schulanfängern _gleich_ wären, wage ich zu bezweifeln, aber immerhin hätte man mehr Möglichkeiten, darauf Einfluss zu nehmen, sofern entsrpechende Frühförderung bestehen bliebe und nicht eingedampft würde.
          … womit wir wieder einmal bei den Bedingungen wäre, zu denen Betreuung, Beschulung und Förderung umgesetzt werden.

      • Wenn man Erzieher studieren lassen will, frage ich mich, wie man dann den Erziehermangel beseitigen will, wenn man doch gleichzeitig den Kreis jener, die das erlernen können, weiter einengt und es für viele unmöglich macht, die es bisher erlernen konnten.

        Es scheint mir auch wieder nicht sehr gesamtgesellschaftlich durchdacht.

  3. Erst einmal müssen die Ausbildungsinhalte angehoben werden, bevor man an derartige Lohnerhöhungen herangeht. Eine Voraussetzung ist dann ein Universitätsstudium mit u.a. einem Schwerpunkt in Sprache/Linguistik.

    • – UND zum Umgang mit angehobenen Ausbildungsinhalten müssen die Studieneingangsvoraussetzungen angehoben werden auf Abiturniveau.

  4. In anderen Ländern werden ErziherInnen schon vergleichbar bezahlt. Mal ein wenig die Nase gesenkt, die Ausbildungspläne und ANforderungen des Berufes ins AUge genommen – so einigen, die ewig mit derm A13-Gerede das Forum füllen sollte da mal ganz geflissentlich schweigen und sich über den eigenen Zahlungseingang MOnat für Monat freuen. Ansonsten: In den Sommerferien mal nen Praktikum in der Kita machen. Öffnet den Blick über den eigenen Tellerrand

    • “In anderen Ländern werden ErziherInnen schon vergleichbar bezahlt.”

      In anderen Ländern gehören Lehrer auch zu den schlecht bezahlten Gehaltsgruppen. Wenn andere von der Brücke springen, springen sie dann hinterher?

      • @ Maulheld, gut gesagt !

        Wenn man auf die schlechteren Lehrergehälter in anderen Ländern verweist, heißt es sofort, das sei ja alles gar nicht mit Deutschland vergleichbar. Jetzt hingegen, wenn es in den Kram passt, dann ist es sehr wohl vergleichbar.

    • @ OMG,

      ich bin der Letzte, der anderen kein gutes Gehalt / keinen guten Lohn gönnt (nein, trifft nicht auf die A-13-Debatte zu, denn A 12 ist schon ein gutes Gehalt, rund 4000,- Euro Einstieg!); aber ich staune, wie leichtfertig manche hier unsere Steuergelder ausgeben, selbst aber über zu hohe Steuern jammern.

      Wenn alle so toll verdienen sollen, weil wir es allen gönnen, wo nehmen wir dann die Gelder dafür her? Und wenn es nicht für alle reicht, wer darf ruhig weiterhin weniger verdienen; beim Jobcenter aufstocken und sich seine Lebensmittel von den Tafeln holen. DAS sagen Sie mir dann bitte auch.

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