Wissenschaftsministerin lehnt geplanten Bildungsrat ganz klar ab

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Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) steht Plänen auf Bundesebene zur Einrichtung eines nationalen Bildungsrates skeptisch gegenüber: «Bildung ist Ländersache. Aber es gibt Bundestagsabgeordnete aller Lager, die so tun, als wären die Landespolitiker und Bildungsminister einfach zu blöd für vernünftige Schulpolitik». Bauer befürchtet nach eigenen Worten, dass mit einem Bildungsrat Hand angelegt werde ans föderale System der Bundesrepublik.

Anerkannte Ministerin: Theresia Bauer(Foto: Kabinett Kretschmann/Wikimedia CC BY-SA 2.0)
Theresia Bauer ärgert sich über Arroganz mancher Bundestagsabgeordneter. (Foto: Kabinett Kretschmann/Wikimedia CC BY-SA 2.0)

Im Koalitionsvertrag von Union und SPD im Bund heißt es, man wolle nach dem Vorbild des Wissenschaftsrates einen nationalen Bildungsrat einrichten. Er soll auf Grundlage der empirischen Bildungs- und Wissenschaftsforschung Vorschläge für mehr Transparenz, Qualität und Vergleichbarkeit im Bildungswesen vorlegen.

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Bauer sagte, der Wissenschaftsrat sei erfolgreich, weil unabhängig Wissenschaftler und Personen des öffentlichen Lebens mit Politikern aus Bund und Ländern berieten und sich die Politik eine gewisse Zurückhaltung auferlege.

Auch Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hat bereits erklärt, den geplanten Bildungsrat abzulehnen. Mit der Kultusministerkonferenz gebe es schon ein solches Gremium, sogar mit Entscheidungskompetenz. Besser sei es, die bestehenden Strukturen zu stärken. dpa

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2 KOMMENTARE

  1. Mit der Kultusministerkonferenz scheint ja nichts zu gelingen. Warum eigentlich nicht? Und was würde der Bildungsrat anders und besser machen?
    “auf Grundlage der empirischen Bildungs- und Wissenschaftsforschung … ” klingt für meine Ohren bei nüchterner Betrachtung des Bisherigen eher bedrohlich, nämlich als Antithese zu “nach übereinstimmenden Beobachtungen von Lehrern in ganz Deutschland …”

  2. Pardon, Frau Bauer ist Jahrgang 1965. Damit ist sie einfach zu jung , um die Erfolge des
    in ihrem ersten Lebensjahr gegründeten Deutschen Bildungsrats kennen zu können: “…Er war von Bund und Ländern gegründet worden, um Bedarfs- und Entwicklungspläne für das deutsche Bildungswesen zu entwerfen, Strukturvorschläge zu machen, den Finanzrahmen zu berechnen und Empfehlungen für langfristige Planungen auszusprechen.”(Wikipedia)- Genau diese Aufgaben rufen wieder nach einer Bearbeitung.

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