Acht Jahre Jugendhaft für 15-jährigen Messerstecher

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MÜHLHAUSEN. Wegen versuchten Mordes und schwerer Körperverletzung eines Mitschülers ist ein 15 Jahre alter Gymnasiast aus dem Kyffhäuserkreis vom Landgericht Mühlhausen zu acht Jahren Jugendhaft verurteilt worden.

Tatort: die traditionsreiche Klosterschule Roßleben.              Foto: Michael Sander / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der deutsche Jugendliche den 14-jährigen Mitschüler an der Klosterschule Roßleben vor einem halben Jahr aus «Mordlust» und «Heimtücke» mit fünf Messerstichen schwer verletzt und zwei Mal mit der Faust ins Gesicht geschlagen hat, als dieser schon am Boden lag. Sie ordneten zudem die Unterbringung in einer sozialtherapeutischen Einrichtung innerhalb des Jugendgefängnisses an.

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Über eine Sicherungsverwahrung soll erst kurz vor Ende der Haftzeit entschieden werden, sie wird zunächst vorbehalten. Der Jugendliche hatte seine Tat gestanden und so dem Opfer eine Befragung im Prozess erspart. Er habe wissen wollen, wie es sich anfühlt, einen Menschen zu töten, hatte er als Motiv genannt. Er habe auch sehen wollen, wie sich die anderen erschrecken.

Der Prozess fand wegen des Alters des Angeklagten hinter verschlossenen Tüten statt. Für die Urteilsverkündung waren wegen des großen öffentlichen Interessen Medien zugelassen. dpa

 

Anklage gegen 15-jährigen Schüler wegen versuchten Mordes

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10 KOMMENTARE

  1. Ich frage mich, angesichts dieser harten Strafe, was wäre wenn? Wenn dieser Messerstecher z.B. Ein syrischer oder afghanischer Jugendlicher gewesen wäre. Ob die Strafe dann auch so unmenschlich ausgefallen wäre, sicher nicht. Wahrscheinlich hätten die Anwälte und das Gericht es so hingedreht, als ob der Jugendliche stolpernd ins Messer gefallen wäre. Wie kann man vor solchen Richtern noch Respekt und Achtung haben. Die meisten haben sich doch dem System angebiedert und ihre Seele verkauft. Dieser deutsche Messerstecher ist gerade mal 1 Jahr über 14 und damit ein Jahr strafmündig. Ich bin der Meinung in diesem Land wird schon lange mit zweierlei Maß gemessen und es ist dringend an der Zeit, daß wir uns das nicht länger gefallen lassen.

    • @maja1112 ich empfehle ihnen, sich sowas keinen tag länger gefallen zu lassen und in die usa auszuwandern, dort pflegt man ihr feindbild, indem orientalische- wesentlich härter bestraft werden als rechstradikale täter…

    • Wie kommen Sie dazu, “maja1112”, hier solche Behauptungen aufzustellen? Liefern Sie Belege – oder behalten Sie Ihren Müll für sich.

  2. Auch ich halte @majas Kommentar für maßlos übertrieben. Ihre Motivation kann ich aber nachvollziehen, weil die aktuelle Mainstream-Presselandschaft extrem vergiftet ist. Beim Anschlag in Münster habe ich mich auch ernsthaft gefragt, ob die die Herkunft des Amokfahrers in irgendeiner Art relevant oder aus politisch korrekter Rücksichtnahme vor Allem auf die Muslime verschwiegen wurde.

    • Schon wieder Ihre Lügenmärchen, xxx. Niemand hat die Herkunft des Amokfahrers von Münster verschwiegen – im Gegenteil: Die Herkunft wurde thematisiert, sobald die Polizei dazu näheres wusste und bekanntgegeben hat. Andere – wie Frau von Storch – wussten natürlich schon vor der Polizei, dass es sich nur um jemanden handeln konnte, der in die eigene Hetzkampagne passt. Wer vergiftet hier die Gesellschaft?

      • Um es klarzustellen: Es war schon sehr früh bekannt, dass sich der Täter selbst erschossen hat. Mit dieser Mitteilung hätte man auch gleich die Herkunft (Deutsch, etwa 40-50 Jahre alt) nennen können, was man aber erst viele Stunden später getan hat.

      • Wenn es heißt, der Täter war ein Deutscher, dann besagt das eben in neuer Terminologie nicht mehr viel über die Herkunft. Im Berliner Tagesspiegel habe ich gelesen, dass es jetzt dort so viele illegale Autorennen gibt. Zu den Tätern sagte die Polizei, die seien vorwiegend — in dieser Reihenfolge — Deutsche türkischer, arabischer oder russischer Herkunft (also eingebürgerte Migranten). Offenbar gibt es inzwischen auch wieder Deutsche deutscher Herkunft (manchmal auch “Biodeutsche” genannt; ich finde, das erinnert zu sehr an Bio-Eier, Bio-Läden usw.).

    • Schon wieder Ihre Lügenmärchen, Bernd.
      xxx hat nicht gesagt, dass die Herkunft des Amokfahrers verschwiegen wurde.
      Lesen und richtig verstehen ist wohl nicht so Ihr Ding. Jedenfalls nicht, wenn Sie glauben, Meinungsgegner damit verunglimpfen zu können.
      Es müsste Ihnen doch klar sein, dass andere Leser (außer Ihren Getreuen) sich selbst ein Bild machen und nicht blind auf Ihre Missdeutungen und Unterstellungen abfahren. Dabei entsteht natürlich auch ein Bild von Ihnen.

  3. Allein die Tatsache, dass man offenbar in eine Klosterschule (!) ein Messer mitbringen kann, ohne dass dagegen etwas unternommen wird, macht mich stutzig. In einer anderen Meldung stand, es sei 20 cm lang gewesen. Sind solche Messer nun per se verboten oder nicht? Wird das auch mal thematisiert?
    Wie sagte doch Herr Spahn dieser Tage sinngemäß: “Wir haben Regeln und Gesetze, schaffen es aber nicht mehr, sie auch durchzusetzen.”

    • So elitär wie der Name und die Geschichte der Schule suggeriert, ist die Klosterschule nicht. Sie ist vielmehr das einzige Gymnasium im Kreis. Dieser übernimmt das Schulgeld für die Gymnasiasten des Kreises.

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